Sonntag, 5. März 2017

Friday The 13th - Freitag, der 13. (1980)

http://www.imdb.com/title/tt0080761/

20 Jahre nachdem zwei Teenager am Crystal Lake zu Tode gekommen sind, wird das Camp wieder geöffnet. Entgegen vieler Warnungen erklärt sich eine Schar Jugendlicher (unter anderen Kevin Bacon) bereit, bei den Vorbereitungen zur Eröffnung zu helfen. Sie fahren gemeinsam an den See, um dort neben den Vorbereitungen ein paar entspannte Tage zu verbringen. Nach wenigen Stunden wundern sie sich, dass die letzte im Bunde, Annie (Robbi Morgan), noch nicht aufgetaucht ist, denken sich aber nichts dabei. Auch eine Schauergeschichte über einen ertrunkenen Jungen und zwei getötete Teenager tut der Stimmung keinen Abbruch. Als es dann dunkel wird und sich der gemeinsame Spieleabend dem Ende neigt, bemerken Alice (Adrienne King) und Bill (Harry Crosby) einige merkwürdige Gegebenheiten. Einige Mitglieder ihrer Gruppe scheinen spurlos verschwunden zu sein. Auch die, in einem der Betten gefundene, blutverschmierte Axt, trägt nicht unbedingt zum Wohlbefinden bei. Nach und nach stellt sich heraus, dass die fehlenden jungen Erwachsenen getötet wurden. Als eine ältere Frau (Betsy Palmer) das Camp betritt, wiegt sich Alice schon in Sicherheit. Zu früh gefreut...

Wenn man auf kultige 80er-Horror-Reihen zu sprechen kommt, darf neben den ikonischen "A Nightmare On Elm Street" oder "Halloween" auch "Friday the 13th" nicht unerwähnt bleiben. Jason Vorhees, der mit Eishockey-Maske und Machete ausgestattete, Teenager abschlachtende Hüne ist nämlich ebenso eine geschichtliche Horror-Gestalt wie beispielsweise ein Freddy Krueger oder Michael Meyers.

Der Startschuss der Reihe hat mit dieser Ikonenbildung allerdings noch wenig bis gar nichts zu tun, denn Jason taucht hier praktisch nur in Erzählungen auf und ist zudem noch nicht einmal der Killer, der hier Jagd auf unschuldige Sommercamp-Teenies macht, die die hochgelobten Gesetze zum Überleben in Horrorfilmen (Alkohol, Drogen, Sex) mehr als einmal brechen. Der Film des New Yorker Regisseurs Sean S. Cunningham ist nüchtern betrachtet und ohne nostalgische Verklärung nicht mehr als ein leicht überdurchschnittlicher Slasher, der sein uninspiriertes, im höchsten Maße zweckdienliches Drehbuch und die mehr als mäßigen Schauspielleistungen lediglich durch die atmosphärische, gelungene Inszenierung aufwertet. Wäre es nicht der Auftakt zu einer Reihe, "Friday the 13." wäre wohl in den Untiefen aller jemals gedrehten Horrorfilme verschwunden.

Aber Komponist Harry Manfredini variiert Hitchcock's "Psycho" geschickt zu einem überaus stimmigen Score, während Cunningham selbst beunruhigende Einstellungen aus Sicht des Killers, ganz im Stile von Carpenter's "Halloween" übernimmt, der wohl allgemein als Vorlage und Inspiration diente. Abgerundet wird das Ganze durch recht deftige und blutige Effekte von Tom Savini, der im Horrorgenre jedem ein Begriff sein sollte, der den teils archaischen und derben Tötungsszenen gekonnt Effekt gibt. Ansonsten aber bleibt "Friday the 13th" ein aus oben genannten Gründen fragwürdiger Klassiker, der einzig durch die Inszenierung punktet und ansonsten eher (und das ist seltsam) durchschnittlich wirkt.

6/10