Donnerstag, 11. Januar 2018

Mr. Bean's Holiday - Mr. Bean macht Ferien (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0453451/

Als glücklicher Gewinner einer Kirchenverlosung reist Mr. Bean (Rowan Atkinson) an die Côtes d‘Azur zur Filmprominenz nach Cannes. Die erste Station der Reise ist Paris, wo der trottelige Anzugträger nicht nur eine Schneise der Verwüstung hinter sich zurück lässt, sondern durch einen dummen Zufall auch einen russischen Jungen (Max Baldry) von seinem Vater trennt. Daraufhin versucht der sanftmütige Brite, den Kleinen zu seiner Familie zurück zu bringen. Dass der Junge der Sohn eines bekannten russischen Regisseurs ist, der Bean der Entführung bezichtigt und ihn somit auf die polizeiliche Fahndungsliste setzt, stört den eigenwilligen Engländer nicht im geringsten. Zusammen mit seinem neuen kleinen Freund macht er sich auf, um Südfrankreich gehörig aufzumischen. Dabei tritt er in jedes Fettnäpfchen, das sich ihm bietet. Der ambitionierte Arthouse-Regisseur Carson Clay (Willem Dafoe) z. B. muss sich dank Bean schon bald Sorge um die weitere Einhaltung seines Drehplans machen...

Mit "Mr. Bean" erschuf Komiker Rowan Atkinson seine Paraderolle. Mit vielen Lachern um den schrulligen, wortkargen und exzentrischen Mann, der allein mit einer Mimik mehr Menschen zum Lachen bringen kann, als heutzutage manch neumodische Komödie aus Hollywood. Doch mit seinem zweiten Film nach der grandiosen Serie, "Mr. Bean's Holiday" kann Atkinson nicht an den Erfolg der Serie, geschweige denn an den ersten Teil "Bean", anknüpfen. Man sitzt vor dem Bildschirm, ganz erwartungsvoll, wann denn endlich ein großer Brüller kommen mag. Leider sind Schmunzler alles, was Atkinson dem Zuschauer abzuringen vermag. Dabei ist die Grundidee doch eine optimale Bedingung für eine geniale Komödie. Engländer macht in Frankreich Urlaub. Man hätte mit den Klischees spielen können, mit den Vorurteilen und der Abneigung der beiden Nachbarländer. Stattdessen sind die Aufnahmen von Südfrankreich uninspiriert. Das stellt eine Kunst für sich dar, denn bei der Schönheit der Natur kann man eigentlich kaum was falsch machen. Standardwitzchen werden aufgetischt von mittelmäßigen bis schlechten Darstellern, die größte Idee des Films scheint der Film selbst gewesen zu sein. Selbst wenn man die Figur mag und die Idee toll findet, der große Wurf war das hier nicht. Im Gegenteil. Es scheint bereits nach kurzer Zeit wie eine Billigkomödie nach Schema F. Schade.

4/10