Mittwoch, 2. August 2017

An American Werewolf In Paris - American Werewolf in Paris (1997)

http://www.imdb.com/title/tt0118604/

Paris, die Stadt der Triebe. Hier geht es für die abenteuerlustigen US-Touristen Andy (Tom Everett Scott), Brad (Vince Vieluf) und Chris (Phil Buckman) nicht nur darum, sich vor lasziven Frauen, humorlosen Polizisten und überhaupt vor Franzosen jeder Couleur zu hüten. Nein, zu allem Überfluss werden sie auch noch mit einem Rudel stets hungriger Werwölfe konfrontiert, nachdem sie die geheimnisvolle Serafine (Julie Delpy) davor gerettet haben, bei ihrem in selbstmörderischer Absicht durchgeführten Sprung vom Eiffelturm zu Tode zu kommen. Die drei Touristen werden aber das Gefühl nicht los, das Serafine ein Geheimnis umgibt. Also machen sie sich daran, dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Das bringt sie jedoch stärker in Gefahr, als sie vermutet hätten.

Nach 15 Jahren kam man auf die Idee, John Landis Streifen "American Werewolf" einen Nachfolger zu spendieren. Landis hielt sich aber aus diesen zweiten Teil völlig raus und überdies ist es auch schwer bei "An American Werewolf In Paris" von einem Nachfolger zu reden. Denn bis auf die Werwölfe blieb hier nichts vom Original übrig und bietet eine vom Original losgelöste Geschichte wäre da nicht die eine oder andere ziemlich gewollt wirkende Verbindung zum Vorgänger.

Interessant ist der Ansatz und spaßig ist der Film an sich auch, er besitzt einfach den gewissen Charme, der einen spätestens ab der Nachtclub-Szene in seinen Bann zieht. Qualitativ im direkten Vergleich zum Vorgänger hinkt er zwar etwas und das spürbar hinterher, jedoch funktioniert in "An American Werewolf In Paris" die Chemie und die Story an sich. Der Einstieg ist zwar schlichtweg dumm und die Figuren sind anfänglich alle unsympathisch bis absurd, dennoch ist die Story von einer Werwolf-Vereinigung, die die Weltherrschaft an sich reissen will, zwar an den Haaren herbei gezogen (denn warum sollte ein Werwolf so etwas wollen?) aber immerhin konsequent umgesetzt und inszeniert. Obwohl das Endergebnis fest steht  kann man mit "An American Werewolf In Paris" seine Freude haben, vorausgesetzt man lässt sich - wie so oft - auf den ganzen Quatsch ein.

6/10

Von TURBINE Medien kommt der Film als Erstauflage im limitierten Mediabook mit 35mm-Framecard und weltweit erstmalig auf BD in HighDefintion.