Samstag, 31. Oktober 2015

Poltergeist 3D (2015)

http://www.imdb.com/title/tt1029360/

Nachdem Eric Bowen (Sam Rockwell) seinen Job verloren hat, muss er mit seiner Frau Amy (Rosemarie DeWitt) sowie den Kindern Kendra (Saxon Sharbino), Griffin (Kyle Catlett) und Madison (Kennedi Clements) in eine andere Stadt ziehen. In ihrem neuen Heim beginnen sich schon bald seltsame Vorfälle zu häufen und schließlich überschlagen sich die Ereignisse und die kleine Madison verschwindet auf unerklärliche Weise. Bald ist allen klar, dass hier übernatürliche finstere Mächte im Spiel sind. Die panischen Bowens setzten ihre letzte Hoffnungen auf die Parapsychologin Dr. Brooke Powell (Jane Adams) und den TV-Moderator Carrigan Burke (Jared Harris), der die Sendung "Haunted House Cleaners" präsentiert. Zusammen gehen sie den seltsamen und unheimlichen Geschehnissen im Hause der Familie auf den Grund, um dem Spuk ein Ende zu setzen.

"Poltergeist" ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass man sich a) nicht an Klassikern vergreifen sollte und b) ein übermässiger CGI-Einsatz nicht für Furcht und Schrecken sorgen kann - im Gegenteil. Das Remake des 1982er Erfolgsfilms wiederholt quasi 1:1 die Geschichte des Originals, baut hier und da ein paar neue Elemnte ein, macht alles ein wenig moderner, bleibt aber letztlich und gerade deshalb weit hinter den sowieso schon gering angesetzten Erwartungen zurück, sodass man den Film an sich unterm Strich auch nur mit "ganz nett" betiteln kann. Denn ganz nett ist der familiäre Zusammenhalt, der beschworen wird. Ganz nett sind die Anklänge von Sozialkritik, wenn die Familie plötzlich von der Elektrizität und den elektronischen Geräten beherrscht wird. Ganz nett sind auch die Spezialeffekte der Geisterwelt. Und schließlich ist auch das Schauspiel der unterforderten Darsteller ganz nett. Dabei verspricht die Schauspielliga mit Sam Rockwell als fürsorglicher Familienvater eher Gutes, auch die von Geistern heimgesuchte Tochter und sogar er mittlere Sohn machen einen ordentlichen Job. Keiner von Ihnen kann aber Heather O'Rourke, die das jungen Mädchen im 82er Film spielte, auch nur ansatzweise das Wasser reichen.

So wird man in knap 90 Minuten weder richtig gegruselt und findet nur ab und zu ein paar doch ganz nette Schreckmomente, die aber angeschts mangelnder Identifizierung mit den Darstellern genauso schnell wieder verpuffen und hätte sich Regisseur Gil Kenan mal auch nur ein wenig über den Tellerrand hinausgewagt, dann, ja dann hätte man aus einer Neuverfilmung tatsächlich noch etwas herausholen können. Man kann sagen was man will, aber mich gruseln Skelette mehr, wenn sie nicht aus CGI bestehen - auch wenn sie hier halbwegs gut aussehen. Aber gut aussehen muss das alles in einem Gruselfilm nicht: es muss wirken. Und wirken tut hier leider nur sehr wenig. Einzig die Tatsache, dass "Poltergeist" erneut produziert wurde, sorgt dafür, dass man sich als Filmfan gruselt. So eine anti-progressive und lieblose Wiederkäuung eines Klassikers ist einfach nur der blanke Horror.

5/10

The Dead 2: India (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2917336/

Der amerikanische Ingenieur Nicholas Burton (Joseph Millson) kümmert sich eigentlich um die Instandhaltung von Windrädern. Nach dem Ausbruch der Zombie-Apokalypse erfährt er am Telefon von seiner indischen Frau Ishani Sharma (Meenu Mishra), dass sie schwanger ist. Um Ishani aus den Slums von Mumbai zu befreien, macht sich Nicholas auf einen 300 Meilen langen Weg, auf dem ihm gefräßige Zombies permanent ans Leben wollen. Mit zum Teil ausgefallenen Maschinen-Konstruktionen und notfalls auch durch rohe Waffengewalt kann sich Burton jedoch immer wieder aus brenzligen Situationen befreien. Mithilfe eines kleinen indischen Jungen, der ihm als Navigator dient, kann er es entgegen aller Wahrscheinlichkeit vielleicht doch noch schaffen, seine Geliebte mit dem Ungeborenen im Bauch zu retten…

Zwei Personen ziehen durch ein von Zombies heimgesuchtes Land – gegenüber dem Vorgänger "The Dead" hat die Fortsetzung in Sachen Story kaum Neuerungen zu bieten. Dabei ist sogar der kulturelle Zwist zwischen Ishanis Vater und dem Ingenieur wenig relevant, da die beiden nicht aufeinandertreffen, es stört aber auch nicht weiter. Auf der Habenseite stehen Atmosphäre und Setting. Etliche überaus stimmungsvolle und hoch spannende Sequenzen reichern "The Dead 2" zu einem beeindruckenden und niveauvollen Endzeit-Szenario an. Die Drehbuch und Regie verantwortenden Ford-Brüder wissen von vom Vorgänger, was funktioniert, es gelingt ihnen auch diesmal, die Kulissen adäquat ins Geschehen zu integrieren.

Leider wirkt das Drehbuch chaotisch, in einer unangenehmen Art und Weise schlecht getimed und erzählt. Die Ford-Brüder verzichten wie im ersten Film auf jeden Humor, selbst an den blutigen Effekten gibt es nichts zu bemängeln. Der Gore ist versiert eingesetzt und gut dosiert – keinesfalls ausbeuterisch, obgleich im Einzelfall natürlich drastisch. Die Schauspieler und die Zombie-Make-Up-Effekte sind gut, aber hier bot der Vorgänger etwas mehr, oft sieht man nur an den Augen, das es Zombies sind. Das langsame und unaufhaltsame Schleichen der Zombies trägt dafür wieder sehr gut zur Atmosphäre bei und macht auch diesen Film mindestens sehenswert und hebt ihn vom üblichen Trash-Faktor der Schwemme billiger Zombie-Action ab.

6/10

Freitag, 30. Oktober 2015

Sweet Home (2015)

http://www.imdb.com/title/tt3477752/

Alicia (Ingrid García Jonsson) ist eine junge Immobilienmaklerin und als solche inspiziert sie gelegentlich neue Objekte. Bei solch einer Gelegenheit entdeckt sie einen heruntergekommenen Wohnblock, der in Kürze verkauft werden soll. Das alte Gemäuer versetzt sie sogleich in eine romantische Stimmung. Vor dem Hintergrund der morbid-malerischen Atmosphäre kommt ihr eine Idee: Dort könnten sie und ihr Freund Simon (Bruno Sevilla) seinen Geburtstag feiern und sich bei Wein und Kerzenlicht näher kommen. Doch die geplante Liebesnacht der Turteltauben findet ein schnelles Ende, als das Paar den letzten Mieter ermordet vorfindet. Damit wird ein Rad des Schreckens in Gang gesetzt, denn die Mörder sind noch in dem verlassenen Haus und haben die Türen verschlossen. Schnell verfallen die beiden in Panik und suchen fieberhaft nach einem Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth voller Treppen, Fluren und Zimmern. Dabei werden Simon und Alicia unerbittlich vom Liquidator verfolgt.

"Sweet Home" ist Zwangsräumung mal auf andere Art und Weise und pure Gentrifizierung mit Axt und Messer. Dass aus Spanien in jüngster Vergangenheit immer wieder mal gute Horrorstreifen in die Kinos kommen liegt nicht etwa an einer neuartigen Story, positiv ist in erster Linie fats immer das atmospherische Setting. Wie schon bei seinem großen Genre-Vorbild "[REC]" ist das Wohnhauses inklusive Keller einfach optimal für so ein blutiges Schauspiel. Zudem gefällt die Hauptdarstellerin und auch die Kritik am Neoliberalismus unserer Zeit klingt durch. All das reicht bereits aus, um die Bewertung ordentlich zu gestalten. Mit zufriedenstellender Spannung, ordentlich Sepia-Filter auf der Linse und funktional-kräftigen Score bringt der spanische Regie-Debütant Rafa Martínez in seinem ersten abendfüllenden Spielfilm eine geradlinige Fingerübung des Terrorfilms auf die Leinwand. In Ort, Zeit und Handlung glücklicherweise auf das Wesentliche verdichtet, wird standardisiertes, konstruiertes und konzentriertes Horrorkino inszeniert.

Das Katz- und Maus-Spiel gewinnt dabei sicherlich nicht den Innovationspreis aber wie hier brutal, spannend und knackig Inhalt mit Tempo ausgetauscht wird ist auf jeden Fall hübsch anzusehen und dazu noch mit ausdrucksstarken wie wirkungsvollen Bildern garniert. Die Kills sind teilweise äusserst blutig , und sogar der "Hauptkiller" ist gelungen dargestellt, dennoch ärgert erneut der Dilettantismus der ersten drei Hausräumer irgendwann etwas und man wird das Gefühl nicht los, als ob dies extra unfreiwillig so inszeniert war. Auch verliert man etwas die Orientierung (was vielleicht auch so gedacht war), wenn mit etwas verwirrenden (Gesprächs-)Situation rund um Fahrstühle, Türen, Schlüsseln und Stockwerken die Szenerie unterbrochen wird. Trotzdem ist "Sweet Home" alles in allem ein gelungener Beitrag im Home-Invasion-Genre, bei dem gerade Fans gerne mal einen Blick riskieren dürfen.

7/10

Als Limited Mediabook erschien der Film von splendid.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

The Fall (2006)

http://www.imdb.com/title/tt0460791/

Los Angeles in den 1920ern: Der verletzte Hollywood-Stuntman Roy Walker (Lee Pace) liegt im Krankenhaus und erzählt der achtjährigen Alexandria (Catinca Untaru) Geschichten, damit die ihn mit Morphium versorgt und er sich umbringen kann. Er berichtet ihr von fünf Helden auf einem Rachefeldzug: Der ehemalige Sklave Otta Benga (Marcus Wesley), der italienische Sprengstoffexperte Luigi (Robin Smith), der Inder (Jeetu Verma) [1], der stark verfremdete Charles Darwin (Leo Bill) und der maskierte Bandit (Lee Pace in einer Doppelrolle) wollen gemeinsam Rache an dem bösen Governor Odious (Daniel Caltagirone) üben. Alexandria gefallen die Erzählungen des Invaliden. Sie möchte mehr von ihnen hören und beschafft dem Stuntman deswegen eifrig die geforderten Beruhigungsmittel. Erst spät merkt sie, worauf Erzählung und Handeln ihres neu gewonnenen Freundes hinauslaufen...

"The Fall" erzählt eine sehr tragische und ernste Geschichte, in einem äußerst fantasievollen Gewand. Er ist in jedem Fall ein ziemlich außergewöhnlicher Film. Gedreht in 18 Ländern, mit Tarsem Singhs persönlichem Vermögen finanziert und etwa vier Jahre Produktionszeit. Es ist ein echtes Herzensprojekt von Singh gewesen und das merkt man dem Film auch in jeder Einstellung an. Dieser Film hat eine ganze Menge Herz. Optisch zudem eine echte Wucht, mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen, die einem förmlich den Atem rauben können. Kaum zu glauben, welche schöne Plätze wir auf dieser Erde haben. Dazu klasse Kostümdesigns und eine echte Farbvielfalt, wodurch er visuell für mich einer der schönsten Filme aller Zeiten ist. Ihn aber nur auf seine optische Komponente zu reduzieren, wie es so mancher tut, ist ein Fehler.

Seine stärksten Momente hat er nämlich in den Szenen, die in der Realität verankert sind. Das Verhältnis zwischen Roy und Alexandria entwickelt sich von Minute zu Minute konstant weiter. Alexandria sieht in Roy nach einiger Zeit eine Art Vaterersatz, fängt an ihn in ihr Herz zu schließen und möchte nicht das Roy stirbt. Roy wiederum, fängt durch sie an, wieder neuen Lebensmut zu schöpfen. Es ist einfach nur wunderschön, die beiden miteinander zu beobachten. Lee Pace spielt den gebrochenen Mann sehr überzeugend und liefert eine grandiose Performance ab. Es ist aber vor allem Catinca Untaru, die nachhaltig beeindruckt. Sie spielt das überzeugendste kleine Mädchen, das man je in einem Film erlebt hat. Sie hat noch nie einen Film gesehen, dementsprechend ist für sie fast alles ein kleines Wunder. Sie geht mit höchstmöglicher kindlicher Fantasie und Neugier an alles heran. Einfach eine hinreißende und glaubhafte Darbietung ihrerseits. Gerade die Momente mit Roy gegen Ende sind herzzerreißend.

Zwar ist die erzählte Geschichte teilweise etwas holprig erzählt und hat gerade im Mittelteil ihre Längen, aber diese sind im Gesamtkontext verzeihlich, wenn man sich von der Magie des Filmes so verzaubern lässt. "The Fall" ist wahrlich eine echte Liebeserklärung an das Medium Film und an die kindliche Fantasie. Genau für solche Filme gibt es das Kino.

8,5/10

Von CAPELIGHT PICTURES erschien der Film seinerzeit im Mediabook. Nr. 2 in der Reihe der "Limited Collector's Edition". Selbstverständlich ist dieses Mediabook heute nur noch schwer bis gar nicht mehr zu bekommen.

My Name Is Bruce (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0489235/

Das kleine Bergdorf Gold Lick, dessen Häuser immer noch so aussehen, als sei der Goldrausch im vollen Gange, hat ein großes Problem. Der Dämon Guan-Di (James J. Peck) wurde aufgeweckt und das Wesen aus dem Zwischenreich des Phantastischen hat keine gute Laune. Jeff (Taylor Sharpe), ein aufgeweckter Jugendlicher und glühender Anhänger des Schauspielers Bruce Campbell (Bruce Campbell) hat die rettende Idee, wie man Unheil von dem kleinen Ort abhalten kann. Denn in seinen Filmen hat Campbell beweisen, dass er mit jeder noch so großen und absonderlichen Bedrohung fertig werden kann. Einen Dämon wie Guan-Di müsste Campell mit Links erledigen. Also spürt Jeff sein großes Idol auf, entführt es und offenbart ihm seine neue Aufgabe. Da der Schauspieler glaubt, die Bewohner von Gold Lick hätten eine lustige Show anlässlich seines Geburtstages organisiert, ist er bereits die Waffe in die Hand zu nehmen. Aber dann muss er feststellen, dass Guan-Di ein echter Dämon ist.

Nicht unbedingt das Maß aller Dinge in Sachen Horror-Comedy, dennoch ein kurzweiliges, ganz unterhaltsames und vor allem selbstironisches Stück Genrekino von, mit und über Bruce Campbell. Als Freund von Bruce Campbell und der "Tanz der Teufel"-Teile muss man einfach einen Blick auf "My Name Is Bruce" riskieren. Allerdings sollte man einen gehörigen Hang zum Trash mitbringen, denn nicht nur der bitterböse Dämon selbst schaut sehr preiswert aus, auch sonst ist der Streifen ziemlich billig gemacht. Dass dies aber wunderbar zum Gesamtbild passt hat einen einfachen Grund: hier werden nicht nur ein paar Anspielungen auf "Tanz der Teufel" gemacht, es ist schon eher eine Parodie, die auf ihre eigene Art und Weise etwas Kultiges inne hat - und Bruce Campbell spielt sich selbst als arroganten, aufgeblasenen, seine Fans hassenden, Frauenfeindlichen Typen mehr als genial und erzielt dabei genau die richtige Mischung zwischen fies and durchaus realitätsnah.

Schon anfangs als zwei Jugendliche über Bruce und seine Werke reden (darunter auch "Bubba Ho-Tep") lässt Fans sicher hellhörig werden. Zitat: "Bruce Campbell ist der größte Schauspieler seiner Generation!" - ein wenig muss man da schon neidlos zustimmen. Mark Verheidens Skript ist gerade zu vollgepackt mit lustigen Onelinern/Dialogen und albernen Ideen. Aber bei der Story selbst kann man nicht wirklich sicher sein: ist sie jetzt Oscarreif oder eher schwachsinnig? Eigentlich von beidem etwas. Doch auch wenn der Film vielleicht nicht unbedingt das allergrößte Gag-Feuerwerk bietet und auch der Splatter-Anteil noch ein wenig größer sein könnte, macht er allein aufgrund von Bruce Campbells Spiel unglaublich viel Spaß. Das alles gilt allerdings nur für Freunde von Bruce Campbell, alle anderen werden wohl doch etwas weniger Freude mit dem Streifen haben.

"Jeff, jetzt hätte ich nur noch eine Bitte, wenn du das nächste mal einen uralten Dämonen freilässt, ruf diese Buffy-Schlampe!".

7/10

Dienstag, 27. Oktober 2015

I Still Know What You Did Last Summer - Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast (1998)

http://www.imdb.com/title/tt0130018/

Eine Reise in die Bahamas: Was kann es Schöneres geben für zwei Collegemädchen wie Julie (Jennifer Love Hewitt) und ihre Zimmergenossin Karla (Brandy Norwood)? Dort angekommen, beginnt der Thrill: Julie wird eines der ersten Opfer eines Fischers, der eine erschreckende Ähnlichkeit mit dem Killer aufweist, der vor einem Jahr diverse Freunde Julies am Haken hatte. Aber wurde der Kutten-Mann nicht getötet? Julie und den anderen jungen Leuten auf dem Insel-Paradies (Mekhi Phifer, Jennifer Esposito...) haben kaum Zeit, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Der Leichenberg wächst, ein Unwetter macht die Flucht aufs Festland unmöglich...

Es war ja klar, dass nach dem offenen Ende des ersten Teils unbedingt eine Fortsetzung her musste. Witzigerweise spielt die völlig billige Cliffhanger-Abschluss-Szene aus dem ersten Teil keine wirklich relevante Rolle. Man muss auch gleich zu Beginn sagen, dass "Ich weiß noch immer was du letzten Sommer getan hast" in allen Punkten deutlich schwächer als sein Vorgänger ist. Auch das Drehbuch bietet unfassbare Patzer und man mag kaum für möglich halten, dass sogar noch ein dritter Teil gedreht wurde - nach all dem hier. Wenn man diesen dann allerdings gesehen hat, ist der zweite Teil hier mit einem Schlag, ähm Haken gar nicht mehr so schlecht...

Und warum ist nun der zweite Teil völliger Unsinn? Nun, bis auf 2 Darsteller sind ja bereits schon alle übrigen Protagonisten, die überhaupt erst zu dem ganzen Wahnsinn führten entweder a) tot oder b) gar nicht schuld. Und so ist die Story zu diesem Teil völliger hanebüchener Quark, der aus wahllosen Morden, nervigem Gekreische, nichtssagenden Dialogen und nassen Wonderbra-verdeckten Brüsten im Regen führt. Noch dazu ist hier eine Szene unlogischer als die Andere und wen auch immer der Twist am Ende tatsächlich noch überrascht, er ergibt von vorne bis hinten keinen Sinn.

Die arme Jennifer Love-Hewitt. Auch wenn ich kein Fan von ihr bin, hat sie so eine komplett dämliche Rolle nicht verdient. Sie agiert unfassbar schlecht. Frage: was macht man wenn man mit einer Axt vor dem Killer steht? - Genau, man rennt weg! Sensationell. Und wer kam auf die grandiose Idee Sängerin Brandy Norwood zu casten? Mag sein, dass viele Musiker gut schauspielern können, aber Brandy gehört definitiv nicht dazu, denn sie spielt so überzogen schlecht, dass man sich fast das Lachen verkneifen muss. Auch Freddie Prinze Jr. ist wieder unter aller Kanone und es ist einfach zum Fremdschämen, mit ansehen zu müssen, wie er verzweifelt versucht ein ängstliches oder schockiertes Gesicht zu machen - und es einfach nicht schafft. Kein Wunder, warum er wieder in der Versenkung verschwand (oder hat seitdem jemand wieder von ihm gehört?). Einzig Jack Black war in seinen kurzen Momenten besser als jeder andere einzelne Akteur in diesem Film, auch wenn seine Figur im Film überhaupt keinen Nutzen hatte.

Das klingt jetzt alles richtig mies. Ist es eigentlich auch, aber der Film hat tatsächlich auch gute Sachen auf Lager. Die Atmosphäre, sowie die Location sind hervorragend, die Soundeffekte und die Kameraarbeit sind zudem noch ganz gut und sogar ein paar Kills sind nett anzusehen. Dennoch ist der zweite Teil dieser Reihe zwar streng gesehen eine ziemlich schlechte Nummer mit extrem miesen Darstellern, aber trotzdem gerade noch so schaubar.

4/10

Montag, 26. Oktober 2015

I Know What You Did Last Summer - Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (1997)

http://www.imdb.com/title/tt0119345/

Die Freunde Julie (Jennifer Love Hewitt), Helen (Sarah Michelle Gellar), Barry (Ryan Phillippe) und Ray (Freddy Prinze Jr.) rasen nach einer feuchtfröhlichen Party in Barrys Auto eine Küstenstraße entlang. Da die Teenager weiter ausgelassen feiern und in der Dunkelheit nicht auf die Fahrbahn achten, überfährt Ray plötzlich einen Mann, dessen Gesicht durch den Unfall bis zur Unkenntlichkeit entstellt wird. Aus Angst, die Polizei würde ihnen die Geschichte nicht glauben und vermuten, der betrunkene Barry habe am Steuer gesessen, tragen sie den Schwerverletzten ans Ufer und werfen ihn ins Wasser. Anschließend schwören sie sich, nie wieder über diese Nacht zu sprechen. In den folgenden Monaten verlieren sich die vier aus den Augen. Als sie sich ein Jahr später in den Sommerferien wiedertreffen, erhält Julie einen anonymen Brief mit einer düsteren Botschaft - jemand scheint von dem Geheimnis der Gruppe zu wissen und macht gnadenlos Jagd auf sie …

"Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" gehört zu den etwas besseren Ablegern der berühmten Teenie-Horror-Welle aus den 90er Jahren, auch wenn man sich ab und zu eingestehen muss, dass der Film teilweise sehr bescheuert ist. Aber genau dadurch ist es irgendwie eine spaßige Angelegenheit und eigentlich ist es eine nette Vorgehensweise, dass man zunächst unsere Protagonisten als Täter darstellt, wodurch dann die Morde im späteren Verlauf resultieren. Anders als bei "Scream" oder "Düstere Legenden" ist hier die Auflösung völlig banal und bleibt frei von konkreten Erklärungen. Der Showdown ist zudem völlig platt und der Film wird mit einer ganz billigen Szene beendet, auf die in der Fortsetzung übrigens gar nicht mehr eingegangen wird. Aber der Film ist durchaus spannend inszeniert und hat einige nette Szenen. Dafür, dass der Film erst ab 18 Jahren freigegeben ist, hat er kaum erwähnenswerte Schock-Momente und auch in Sachen Brutalität ist das Ganze hier wirklich sehr mild.

Die Schauspieler sind ein großes Manko. Jennifer Love-Hewitt und Sarah Michelle Gellar kreischen hier um die Wette, vor allem auch in Szenen, in denen man es nun gerade nicht tun sollten. Freddie Prinze Jr. hingegen war komplett katastrophal, bei ihm ist einfach keinerlei schauspielerische Qualität entdeckbar: die Aura einer Salzsäule und ein arg eindimensionales Gesicht macht ihn nicht gerade glaubwürdig. Einzig Ryan Phillippe spielt noch auf einem ordentlichen Level und er ist deutlich der beste Darsteller im Film. So kommt es, dass auch in diese Bewertung ganz viel Nostalgie-Bonus mit einfliesst. Der Film hat einige seltsame Stellen, in denen man sich auf Grund des reichlich dämlichen Verhaltens mancher Charaktere nur an den Kopf fassen kann. Aber der Film unterhält und hat einfach diesen einlullenden 90er Horror-Charme. Für die heutige Generation dürfte der Film aber kaum schockierend sein, die kennen ja inzwischen ganz andere Kaliber. Aber wer es gerne etwas einfach gestrickter mag und eine Vorliebe für klassische Teenie-Slasher hat, ist hier bestens bedient.

6,5/10

Sonntag, 25. Oktober 2015

Wayne's World (1992)

http://www.imdb.com/title/tt0105793/

Aus dem Keller ihrer Bude in Aurora, Illinois senden die beiden liebenswürdigen Chaoten Wayne Campbell (Mike Myers) und Garth Algar (Dana Carvey) ihre eigenproduzierte Fernsehshow „Wayne’s World“. Die leidenschaftlichen Heavy-Metal-Fans und Streethockeyspieler, die beide noch bei ihren Eltern wohnen, veralbern in ihrer Sendung lokale Berühmtheiten, spielen Luftgittare oder begaffen Bilder von weiblichen Prominenten – alles in allem ein vielversprechendes Format, das immer mehr Zuschauer findet. Davon bekommt auch Fernsehproduzent Benjamin Kane (Rob Lowe) Wind, als er bei seiner Freundin (Ione Skye) zufällig eine Episode sieht. Bald steht Kane vor Waynes und Garths Tür und macht den beiden das Angebot ihres Lebens. Er verspricht ihnen jeweils 5.000 Dollar, und die Gelegenheit, die Show professionell aufzuziehen und landesweit bekannt zu machen. Doch durch den schnellen Erfolg verliert „Wayne’s World“ schnell seinen ursprünglichen Charakter. Das kann Wane natürlich nicht zulassen, zumal ihm Kane immer unsympathischer wird, seitdem er unverhohlen Waynes Angebetete, die Rockerin Cassandra (Tia Carrere), angräbt. Wayne schmiedet einen Plan, um seine Show und seine Freundin zurückzugewinnen, und dabei spielen unter anderem Alice Cooper und Scooby Doo eine wichtige Rolle…

Fängt der Film noch an wie jede typische dahergelaufene 90er-Nerd-Komödie, so verwandelt sie sich nach kurzer Zeit schon in einem abgefahrenen Klamauk, der eindeutig die Handschrift von Mike Myers trägt. "Wayne's World" ist definitiv kein Film, wo man von einer "Bildungslücke" sprechen würde, wenn man ihn denn nun bisher nicht gesehen hat. Allenfalls ist er aber auch wunderbar dafür geeignet, ein wenig 90er-Zeitgeist auf die Mattscheibe zu zaubern. Viele kleine Popkulturreferenzen, witzig verpackte Cameos und markante Sprüche, gewürzt mit coolen, rockigem Soundtrack, verleihen "Wayne’s World" einen nicht von der Hand zu weisenden Charme.

Auch die Gastauftritte und Hommagen des Films an andere darf man nicht vergessen:
Meat Loaf und Chris Farley als Türsteher, Ed O'Neill als Donutladen-Besitzer, Garth und seine Jungs besorgen zur Musik von "Mission: Impossible" Equipment... und was mag das für eine Fernsehserie sein, die Wayne und Garth in Milwaukee in der Shots-Brauerei nachmachen? Und man gerade bei Milwaukee ist... vielen Dank an Alice Cooper für seinen kleinen Vortrag. Wer hätte sonst je gewusst, daß Milwaukee ein indianischer Name ist und die Stadt drei sozialistische Bürgermeister hatte...? So und so ähnlich der Humor des Films. Dazu Headbanging auf Queen's "Bohemian Rapsody"... kultiger geht nicht.

7/10

The Human Centipede (First Sequence) - Human Centipede: Der menschliche Tausendfüßler (Uncut Uncensored Director's Cut) (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1467304/

Zwei hübsche amerikanische Mädels (Ashley C. Williams und Ashlynn Yennie) sind auf einem Road Trip in Europa unterwegs. In Deutschland haben sie eines Nachts eine Autopanne. Auf der Suche nach Hilfe stoßen sie im Wald auf eine abgelegene Villa. In dem großzügig angelegten Haus lebt der Arzt Dr. Josef Heiter (Dieter Laser) ein Einsiedlerleben. Er verspricht den beiden jungen Frauen Hilfe und täuscht ein Telefonat mit der Polizei vor. Nachdem er sie mit in Wasser gelösten Medikamenten betäubt hat, finden sich die beiden am nächsten Tag gefangen in einem Kellerverlies wieder. Aber sie sind nicht allein: Ein entführter japanischer Tourist und ein LKW-Fahrer sind auch gefangen. Nun beginnt der international anerkannte Chirurg für Siamesische Zwillinge, den Gefangenen seine wahnsinnige Vision eines menschlichen Tausendfüßlers näher zu bringen...

"The Human Centipede" ist eigentlich ein brillianter Film. Nicht weil es toll wäre, was da passiert, sondern einfach weil die Idee dahinter so abartig krank und dazu noch unverbraucht ist, dass es sich - auch wenn die Darsteller allesamt Laien sind und doch ihre Rollen gut spielen - wie frischer Wind im Genre anfühlt. Auch wenn es ziemlich perverser Wind ist. Dass die Kritiken so negativ ausgefallen sind, mag wohl daran liegen, dass man es hier nicht mit einem typischen Splatterfilm zu tun hat, bei dem die Gewalt und die Brutalität, die hinter der Geschichte steckt, überspitzt zum Ausdruck gebracht wird, wie es Hollywood vielleicht getan hätte.

"The Human Centipede" lebt nämlich ausschießlich von der kranken Idee seines Protagonisten, ein asiatisches Triplet, einen menschlichen Tausendfüßler zu bauen. Es geht hier also auch nicht ausschließlich und primär um die Darstellung von sterbenden Charakteren. Es geht hier allein um die Vorstellung einer solchen Tat. Dieter Laser, der seine Rolle absolut perfekt spielt, passt wie die Faust aufs Auge in die Rolle des hageren Dr. Heiter. Dieser Film, mag er auch in die Genre "Horrorfilm" fallen, ist eine Genre für sich. Es ist sicher kein klassischer Horrorfilm und es ist anzunehmen, dass sich auch noch in 20 Jahren die Geister daran scheiden werden. "100% Medically Accurate", wie das Filmposter verspricht, ist das alles auch sicher nicht. Aber dafür ist der Horror und die Vorstellung dahinter so wahnsinnig wie krank und zudem versteht die Storyline es, den Zuschauer beid er Stange zu halten. Nicht, weil das alles besonders nervenaufreibend wäre. Es ist spannend, weil man am Anfang nicht weiß, wohin die Reise geht. Leider ist dann das Ende etwas enttäuschend.

6/10

Den Film gibt es - das war zu erwarten - nicht in Deutschland. Noch nicht einmal in einer geschnittenen Fassung. Daher kommt aus Österreich von NSM dieses schicke Mediabook, welches den Film in seiner komplett ungeschnittenen Abartigkeit enthält.

Rush Hour 3 (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0293564/

Das ungleiche Polizisten-Duo Chief Inspector Lee (Jackie Chan) und Detective James Carter (Chris Tucker) verschlägt es dieses Mal nach Paris. Dort müssen sich die beiden mit einer Triaden-Bande herumschlagen, nachdem sie zu Streifenpolizisten degradiert wurden. Lee war nämlich zuvor persönlich für den Schutz des Konsuls Han (Tzi Ma) zuständig, der vor dem internationalen Gerichtshof den Anführer der Triaden-Bande identifizieren sollte. Der wurde jedoch von einem Scharfschützen angeschossen. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd durch L.A. konnte Lee den Attentäter auch einholen. Nur entpuppte sich der als Lees ehemaliger Freund aus dem Waisenhaus, in dem beide aufgewachsen sind, und ließ ihn daraufhin laufen. Die ersten Hinweise führen Lee und Carter schließlich nach Paris, wo sie sich mit französischem Kulturgut, dem Geheimdienst und Triaden-Mitgliedern herumschlagen müssen.

Immer noch amüsant, kommt aber nicht an die beiden Vorgänger heran. Teilweise liegt es auch an den Nebendarstellern aber sowohl die Stunts mit Jackie Chan als auch die Sprüche von Chris Tucker zünden nicht mehr so wie in Teil 1 oder Teil 2, der ja auch bereits ein wenig hinter den Erwartungen zurück blieb. Das gilt nun im dritten Teil sogar für die Outtakes. Man wird das Gefühl nicht los, dass da mehr drin gewesen wäre. Zumal die neue Umgebung mit Paris sehr interessant ist und viel Spielraum bietet. Das wie schon im ersten Teil erneut die Tochter des Konsul entführt wird und der Showdown darauf hinaus läuft sie zu befreien ist ziemlich einfalllos und wirkt demzufolge wie aufgewärmt. Trotz der Tatsache, dass die Geschichte hier mit einigen neuen Elementen (Bruderschaft der Triaden und deren Traditionen) gespickt wurde. Dennoch ist der Film durchaus noch unterhaltsam und hat auch einige gute Action-Szenen zu bieten.

6/10

Caedes - Die Lichtung des Todes (2014)

http://www.imdb.com/title/tt3367250/

Zusammen mit drei Freunden macht Dan (Bernhard Bozian) einen Campingausflug in den Wald. Die vier Urlauber sind allesamt Ex-Soldaten und wollen es auf einer Lichtung fernab der Stadt so richtig krachen lassen. Nach einer durchzechten Nacht wachen sie allerdings mitten im Chaos auf. Ein Tourist beißt sich in dem Fleisch einer jungen Frau fest. Doch das ist kein Einzelfall: Um sie herum drehen mehrere Camper durch und zerfleischen die anderen. Angst greift um sich und schnell entstehen daraus Hysterie und Panik. Das befreundete Quartett ruft ihre militärischen Fähigkeiten ab und flieht in den Wald, um Zuflucht vor dem Grauen auf der Wiese zu finden. Aber sie werden nicht fündig, denn genau dort lauert das absolut Böse zwischen den Bäumen. Es scheint, als wolle sie jemand nicht von der zombieverseuchten Lichtung lassen.

"Caedes" ist ein deutscher B-, ach was sage ich, C-Horror, der an einigen Stellen sogar schön witzig ist. Die 08/15-Story, die sicher nicht aus der Feder der besten Hollywood-Autoren stammt, ist anfangs vorhersehbar, irgendwann absurd, voller Logiklöcher und Fallstricke und letztlich völlig abstrus. Auch haben sich nicht gerade geballte Film- und Schauspielerfahrung versammelt, vor und hinter der Kamera tummeln sich offensichtlich viele Debütanten. Und ein paar davon haben sogar einschlägige TV-Erfahrung. Stellvertretend sei da Hauptdarsteller Bernhard Bozian gennant, in dessen Filmografie sich Perlen vom Schlag "Marienhof", "Anna und die Liebe", "Sturm der Liebe" und "Verbotene Liebe" finden - gibts da noch Fragen? Klar, dass auch der Dialogregie nicht unbedingt großes Augenmerk galt. Dafür gibts als Entschädigung ein paar markige und lustige Oneliner, die sicher ihre Abnehmer finden. Mühe haben sich die fürs Make-up zuständigen Crewmitglieder gegeben. Die Gesichter der Zombies sind zwar wenig beeindruckend, einige der  Splattereffekte sehen aber - im Hinblick auf das geringe Budget und dafür, dass es sich um einen deutschen Film handelt - recht ordentlich aus. Würde sich der Film tatsächlich ernst nehmen, wäre das ein glatter Schuss in den Ofen gewesen. So aber kann man zumindest mit Freunden, Bier und viel Wohlwollen einen Splatterspaß sehen, über den man noch lange den Kopf schüttelt. Allerdings nicht ohne die Mundwinkel nach oben zu ziehen.

6/10

Sonntag, 18. Oktober 2015

Rush Hour 2 (2001)

http://www.imdb.com/title/tt0266915/

Diesmal sind Carter (Chris Tucker) und Lee (Jackie Chan) im Urlaub in Hong Kong. Gleich nach ihrer Ankunft explodiert eine Bombe in der amerikanischen Botschaft. Lee bekommt den Fall zugesprochen. Allerdings ist er persönlich involviert, da der Bombenleger Ricky Tan (John Lone), ein früherer Partner von Lees Vater ist. Tan ist nun der Anführer der tödlichsten Bande in ganz China. Lee und Carter versuchen, die Mitglieder ausfindig zu machen. Die Spur führt sie nach Las Vegas. Dort kommt jedoch alles ganz anders als gedacht.

Auch hier wieder: kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch. Zwar haben die Macher zu Beginn den Ort verlagert (das hätte im übrigen einen tolle neue Erfahrung werden können mit alleinigem Blickwinkel auf Hong Kong), aber dies ist schnell vergessen, denn das dynamische Duo ist alsbald wieder in Amerika und damit auf "heimischen" Boden. Auch die Gags und die Action bleiben im Großen und Ganzen die gleichen wie im Vorgänger. Auch sonst haben sich (mal abgesehen vom Ortswechsel) nur wenige Dinge verändert: allein die Witze passen besser (allein die "Huhnszene" ist grandios), leider zeigt Jackie Chan nur knapp ein Viertel seines Könnens und mit knapp 80 Minuten Nettospielfilmlänge geht der Streifen auch viel zu schnell vorbei. Kurz: es gibt von allen etwas, aber leider nicht ausreichend. Die Gags passen, das Witzigste sind einmal mehr die Outtakes. Leider reicht das allein nicht für einen Überflieger.

6,5/10

Triangle - Triangle: Die Angst kommt in Wellen (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1187064/

Jess (Melissa George), junge Mutter eines autistischen Sohnes, unternimmt am Wochenende mit einigen Freunden einen Segeltörn. Als die kleine Yacht in einen fürchterlichen Sturm gerät und kentert, können sich die Schiffbrüchigen mit Mühe und Not auf einen verlassenen Ozeandampfer retten. Die Kabinen stehen leer, die Brücke ist unbemannt, die Korridore scheinen verwaist. Es dauert jedoch nicht lange, bis die Freunde feststellen, dass sie nicht alleine an Bord sind...

"Triangle" beginnt wie jeder beliebige Genrefilm von der Stange, nur dass Regisseur Christopher Smith seinen Slasher mitsamt der üblichen von Heiterkeit geprägten Exposition und seinen klischeehaften Charakteren von der ansonsten gerne verwendeten Prärie oder wäldlichen Gegenden auf die hohe See verfrachtet. Das Meer als weites Nichts, auf dem es kein Entkommen gibt und dem man schutzlos ausgeliefert ist.

Dann aber begeht Smith andere Wege, beginnt jegliche Zeitebenen und Handlungsversionen zu verschränken und formt aus einem atmosphärischen und durch seinen Schauplatz bestechenden Horrorfilm einen psychotischen Mysterythriller, der gezielte Verwirrung beim Zuschauer hervorruft und durch seine extravagante, intelligente und arg komplexe Täterauflösung aus dem Horror-/Thriller-Einheitsbrei heraussticht. Alle Fragen vermag dieser irreführende Trip letzten Endes aber auch nicht zu beantworten und selbst die fehlende Greifbarkeit ist bei einem solchen filmischen Paradoxon unvermeidlich. Jedoch hinterlässt "Triangle" trotz vieler Fragezeichen, die noch nach den Credits im Kopf herumschwirren, einen insgesamt sehr guten Eindruck. Die geschickte Konstruktion lädt zu ausgiebigen Interpretationsansätzen ein. Auch abseits seines andersartigen Handlungsverlaufs weiß Smith wie ein gelungener Mix aus Slasher, Horror, Survival, Mystery und Psycho zu drehen ist. Der Cast ist durch die Bank weg gut besetzt, Hauptdarstellerin Melissa George mit ihrem facettenreichen Spiel der so dringend benötigte Halt für den verwirrten Zuschauer. Für die nötige Portion an bedrohlichem Momentum sorgt eine mobile, perspektivreiche Kamera, die sich gewandt durch die labyrinthischen Gänge des verlassenen Kreuzfahrtschiffs schlängelt.

"Triangle" braucht keine Jump-Scares, keine Monster, Mutanten oder sonstiges, um (zumindest meistens) bedrückend und schaurig zu wirken. Ein vielschichtiger Schocker, der bei all der Stumpfsinnigkeit, die seine filmischen Brüder im Geiste verbreiten, auch mal für ordentlich Betrieb in den grauen Zellen sorgt.

7,5/10

In Their Skin (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1790869/

Nach dem tragischen Unfalltod ihrer erst sechsjährigen Tochter beschließen Mark Hughes (Joshua Close), seine Frau Mary (Selma Blair) und der gemeinsame Sohn Brendon (Quinn Lord) dem stressigen und biederen Vorstadtleben den Rücken zu kehren. Die trauernde Familie isoliert sich in einem abgeschiedenen Häuschen. Als sie eines Abends in friedlicher Runde mit ihren Nachbarn Bobby (James D'Arcy) und Jane (Rachel Miner) zusammensitzen, wird das gesellige Beisammensein jedoch jäh von den Obsessionen des Ehepaars von nebenan überschattet. Bald wird klar, dass Bobby und Jane wie besessen von den Hughes und deren scheinbar perfektem Leben sind. Sie wollen den Platz der Nachbarn einnehmen, ihr Leben leben. Die beiden Familien kommen an und über Grenzen, von denen sie nie gedacht hätten, dass sie sie jemals überschreiten würden. Es geht ums Überleben...

Besondere Qualität weisen diejenigen Home-Invasion-Filme auf, die von Anfang bis Ende eine dermaßen ungehagliche Atmosphäre verströmen, dass man vom Gegenteil eines Wohlfühlfilms reden kann. "In Their Skin" ist so eine Art Film - kaum zu glauben, dass man es bei Jeremy Power Regimbal mit einem Regiedebütanten zu tun hat. Von Beginn an herrscht im Film eine bedrohliche Atmosphäre, die auch lange anhält, bis dann der Bruder des Hauptcharakteres auftaucht. Ab diesem Zeitpunkt geht etwas an Atmosphäre verloren, allerdings bleibt "In Their Skin" bis zum Ende spannend. Gutes (und sogar recht glaubhaftes, wenngleich ab und zu unlogisches) Schauspiel trifft auf ein stimmiges Bedrohungsszenario, das sich aus leichtem Unbehagen entwickelt und immer weiter steigert. Leider ist der Home-Invasion-Film am Ende recht überraschungslos und unspektakulär vorüber. Das verhindert eine höhere Wertung.

6,5/10

Rush - Rush: Alles für den Sieg (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1979320/

Die wahre Geschichte über die Rivalität zwischen zwei Formel-1-Rennfahrern, dem Österreicher Niki Lauda (Daniel Brühl) und dem Engländer James Hunt (Chris Hemsworth). Im Jahr 1976 gerät Laudas Ferrari in der zweiten Runde des deutschen Grand Prix am Nürburgring ins Schleudern und er selbst verbrennt bei dem Crash beinahe - während Hunt das Rennen gewinnt. Sechs Wochen später sitzt Lauda aber wieder am Steuer und beginnt eine furiose Aufholjagd im Kampf um den Gesamtsieg. Das atemberaubende Duell ist auch der Kampf zweier gegensätzlicher Philosophien im Rennsport: auf der einen Seite der englische Playboy und Frauenschwarm Hunt, der mit dem bekannten Model Suzy Miller (Olivia Wilde) verheiratet ist, auf der anderen Seite der ehrgeizige und disziplinierte Vorzeige-Sportler Lauda. Der schlägt Hunt beim Großen Preis von Italien und anschließend auch in Kanada sowie in den USA, doch damit ist die denkwürdige Rennsaison noch nicht gelaufen...

Es gibt sie also doch noch - Motorsportfilme, die man ernst nehmen kann. Nachdem sich schon Silvester Stallone im 2001er "Driven" nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat und später fast nur noch Ableger oder Crossover-Rennfilme (man denke da an "The Fast And The The Furious" oder "Need For Speed") produziert worden, war das Genre schon fast abgeschrieben.

Zum Glück gibt es aber Filmemacher Ron Howard, der sich mit "Rush" wieder dem ernsteren Thema des Motorsports und damit des Sportfilms zuwendet und ebenso einmal mehr das Genre Drama und Biographie geschickt miteinander verknüpft. "Rush" erzhält für Motorsportsfans die altbekannte Geschichte des Nikki Lauda und seinem Freund/Feind James Hunt, die sich in den siebziger Jahren, einer der Hochzeiten des Formel-1-Sports erbitterte Duelle lieferten. Wie das ausging ist sicher allgemein bekannt. Von daher ist es auch klar, welchen Weg der Film gehen wird und so bietet auch das Ende für alle Motorsportinteressierten keine wirklich Überraschung. Überraschend ist allerdings die Inszenierung, die über volle 2 Stunden - obgleich des erwarteten Finales - jederzeit spannend und interessant ist und kaum Leerlauf bietet. 

Auch wenn vergleichsweise wenig Rennen und mehr Person gezeigt wird, passt dies doch hervorragend in die biographische Erzählweise über den Lebemann Hunt und dessen unmittelbaren Konkurrenten Lauda. "Hunt, the Shrunt", wie er im Motorsport genannt wurde wird wunderbar durch Chris Hemsworth verkörpert, dem man nicht nur vom Aussehen her die Figur Hunt abnimmt, sondern auch angesichts seiner Spielweise und seines ausschweifenden Charakters einen perfekten James Hunt abgibt. Aber auch Daniel Brühl als Nikki Lauda macht seine Sache hervorragend, auch wenn diese stets als der kühl berechnende und alles kalkulierende Ingenieur gezeigt wird - akribisch, ernsthaft und ehrgeizig. Auch wenn dies vielleicht so gewesen sein mag erscheint es teilsweise recht unglaubwürdig. Was aber nicht Brühls spielerischer Leistung, sondern eher einem etwas einseitig beleucheteten Drehbuch zuzordnen ist. "Rush" ist soetwas wie eine cineastische Oase für Fans des schnell bewegten Blechs, die beim Ansehen eines Films mit schnellen Autos eben nicht bloß auf wilde Explosionen und spektakuläre Crashs aus sind. "Rush" ist ein toller Rennfilm mit grandiosen Bildern, ordentlichen Dialogen, charmantem Witz, entzückenden Retroklamotten und sehr ansprechenden Darstellerleistungen.

Hervorzuheben sind dabei auch Christian McKay als sehr überzeugender Lord Hesketh, Pierfrancesco Favini als Clay Regazzoni und Julian Rhind-Tutt als fiktiver Schraubergott "Bubbles" Horsley. Regisseur Ron Howard nähert sich dieser eher unamerikanischen Motorsportform mit Finesse und einem für Hollywood auch beinahe untypischen Blick für Details. Da es sich bei "Rush" nicht um eine Dokumentation handelt, sondern, um einen Spielfilm, ist klar dass bestimmte Situationen und Aspekte etwas überzogen dargestellt werden. Bis zu einem gewissen Punkt ist dies auch akzeptabel, auch weil ein so ein Film nicht nur Informationen transportieren will, sondern vor allem Emotionen. Allerdings ist es immer traurig, wenn zuviel an der Originalgeschichte herumgeschraubt wird. Einige zeitlichen Fakten werden falsch dargestellt und auch Personen wurden nicht korrekt in die Story integriert. Deswegen ist zwar nicht alles richtig, aber doch richtiger als man es hätte erwarten können oder befürchten müssen. Unterm Strich steht ein exzellenter Sport-/Rennfilm mit gut entwickelten Charakteren, tollen Bildern, einem hörenswerten Soundtrack und richtiger Motorsportatmosphäre.

8,5/10

Freitag, 16. Oktober 2015

Rush Hour (1998)

http://www.imdb.com/title/tt0120812/

Untergrundboss Juntao (Tom Wilkinson) entführt in Los Angeles die Tochter des chinesischen Konsul Han (Tzi Ma). Die Familie des Opfers bittet ihren Freund Detective Inspector Lee (Jackie Chan), einen Hongkonger Polizisten, bei den Ermittlungen zu helfen. Dem FBI passt das gar nicht. Also beauftragt die Behörde den lauten Macho-Detective James Carter (Chris Tucker), um Lee von den eigentlichen Ermittlungen fernzuhalten. Schnell merken die beiden unfreiwilligen Partner, dass sie aus völlig entgegengesetzten Welten kommen und nicht viel füreinander übrig haben. Soo Yungs wegen beginnen sie aber, den Fall gemeinsam zu lösen. Das ist schwierig, da die zwei unterschiedlichen Naturelle bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufeinanderprallen: Plappermaul gegen Karate-Ass...

Kurzweiliges Buddymovie mit Jackie Chan und Plappermaul Chris Tucker als skurriles, witziges Pärchen, das aber zu keinem Zeitpunkt an das geniale Duo Gibson/Glover heranreicht. Wer solche Filme mag, macht mit "Rush Hour" nichts verkehrt und wer vor allem Chris Tucker als temporäre Nervensäge ertragen kann, dem wird hier eine unterhaltsame Actionkomödie mit Martial-Arts-Elementen geboten, bei der Jackie Chan seine Stunts wie gewohnt selbst durchführt. Das dabei auch der ein oder andere Stunt nicht auf Anhieb klappt, darf bei den lustigen Outtakes im Abspann belacht werden. Die beiden Hauptdarsteller ergänzen sich wunderbar und spielen sich gelungen die Bälle zu. Damit ist ein erster Grundstein für einen Film dieser Art gelegt. Regisseur Brett Ratner schafft es sogar noch, den Film recht witzig zu erzählen und die Actionszenen auch unterhaltsam zu inszenieren. Somit bietet "Rush Hour" ein rundes Unterhaltungserlebnis, das man sich gerne auch ein zweites (oder drittes) Mal ansieht.

7/10

Dienstag, 13. Oktober 2015

[SERIE] Star Trek - Raumschiff Enterprise, Season 02

 "Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200..." Die Enterprise erhält in ihrem zweiten Jahr Verstärkung durch den charismatischen Pavel Chekov (Walter Koenig). Und diese Hilfe haben Spock (Leonard Nimoy), Kirk (William Shatner) und Co. auch bitter nötig, denn man muss sich nicht nur gegen die imposant niedlichen Tribbles zur Wehr setzen, sondern bekommt es auch noch mit einer Rasse zu tun, die scheinbar auf den Allmachtsfantasien Hitlers aufgebaut wurde...

In den vorliegenden 26 Episoden sind mit den legendären Geschichten "Kennen Sie Tribbles?", "Reise nach Babel" und "Epigonen" drei der unterhaltsamsten Abenteuer von Captain Kirk, Mr. Spock und ihren Schiffskameraden enthalten, die die erste "Star Trek"-Serie zu bieten hat. Den Abschluss der Staffel bildet dann der Pilotfilm zu einer nie realisierten Serie namens "Ein Planet, genannt Erde".

http://www.imdb.com/title/tt0708416/
2.1 Weltraumfieber (Amok Time)
Mr. Spock scheint eine schwierige Phase zu durchleben, weil er tagelang nichts isst und sich allen gegenüber aggressiv verhält. Selbst eine frisch zubereitete Plomeek-Suppe von Christine Chapel kann dem Wissenschaftsoffizier nicht wieder auf die Beine helfen. Er bittet Captain Kirk, ihm Urlaub zu geben und ihn auf seinem Heimatplaneten abzusetzen. Spock, der sich nicht mehr unter Kontrolle hat, kann in dieser Sache keine Ablehnung akzeptieren und bemüht sich mit allen Mitteln, nach Hause zu kommen, da er sich nur dort regenerieren kann. Es stellt sich heraus, dass Mr. Spock sterben wird, wenn er nicht bald auf Vulkan ein Ritual zur Brautwerbung vollzieht. Doch im Rahmen dieses Rituals muss er erneut sein Leben aufs Spiel setzen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0708488/
2.2 Der Tempel des Apoll (Who Mourns For Adonais?)
Ein außerirdisches Wesen zwingt die Crew der Enterprise, es als Gott zu verehren. Bei der Erschließung des Planeten Pollux IV im Beta-Geminorum-System wird die Enterprise von einem starken Energiefeld mit ungewöhnlicher Wellenlänge festgehalten. Kurz darauf tritt der Urheber des Kraftfeldes mit Captain James T. Kirk und seiner Mannschaft in Kontakt. Er gibt sich als der griechische Gott Apoll, Sohn des Zeus, aus und lädt die Besatzung der Enterprise in seinen Tempel ein. Beim Besuch des Tempels erscheint ihnen Apoll als normales menschliches Wesen, das aber über unglaubliche Kräfte verfügt. So wie einst die alten Griechen, so soll auch die Crew der Enterprise ihn nun als Gott verehren. Und Apoll stellt unmissverständlich klar, dass er keine Weigerung akzeptiert. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0708454/
2.3 Ich heiße Nomad (The Changeling)
Als eine hochentwickelte Raumsonde an Bord der Enterprise gebeamt wird, gerät die ganze Crew in große Gefahr. Raumschiff Enterprise erkundet einen Planeten, dessen gesamte Bevölkerung auf unerklärliche Weise ausgerottet wurde. Während dieser Untersuchung greift ein unbekannter Gegner an, der der Enterprise offenbar überlegen ist. Er bezeichnet sich selbst als „Nomad“ und behauptet, keine feindlichen Absichten zu haben. Als er zu Unterredungen auf die Enterprise gebeamt wird, entpuppt er sich als hochentwickelte Raumsonde, die Captain Kirk für ihren Schöpfer und Meister hält. Doch so, wie sich der Crew langsam die Geschichte der mysteriösen Raumsonde erschließt, wird auch bald klar, was "Nomad" unter seiner friedlichen Mission versteht. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708438/
2.4 Ein Parallel-Universum (Mirror, Mirror)
Die Crew der Enterprise findet sich in einem anderen Universum wieder und trifft dort auf ihre kriegerischen Gegenstücke. Nachdem die Verhandlungen um Schürfrechte mit dem friedliebenden Planeten Halkan gescheitert sind, wollen Captain Kirk und sein Bodenteam auf die Enterprise zurückkehren. Ein Ionensturm stört den Vorgang des Beamens jedoch in solchem Maße, dass das Team in einem Gegenuniversum ankommt. Zwar gibt es dort auch ein Raumschiff Enterprise, doch steht dieses im Dienste eines barbarischen Imperiums, das im Begriff ist, die Zivilisation des Planeten Halkan auszulöschen. Und während Captain Kirk, Schiffsarzt Dr. McCoy und der Rest des Teams befürchten, in der grausamen Parallelwelt gefangen bleiben zu müssen, verursachen ihre bösen Gegenstücke Probleme auf der echten Enterprise. - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708452/
2.5 Die Stunde der Erkenntnis (The Apple)
Ein lebensfeindlicher Planet eröffnet der Enterprise und ihrer Crew nach und nach all seine Gefahren. Die Enterprise wird von der Raumkontrolle zu einem scheinbar paradiesischen Planeten geschickt, um diesen zu erschließen. Zunächst erscheint der Planet tatsächlich als wahr gewordenes Paradies mit mildem Klima und fruchtbarer Erde. Als jedoch ein Mitglied des Erkundungstrupps nach dem anderen den Gefahren der dortigen Natur erliegt, wird das wahre Gesicht der so schön anmutenden Welt offenbar. Doch gelingt es Captain Kirk und seiner Mannschaft nicht, zur Enterprise zurückzukehren, denn auch die vermeintlich primitiven Einwohner des Planeten halten ein paar böse Überraschungen für den Landungstrupp bereit. - 6,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708461/
2.6 Planeten-Killer (The Doomsday Machine)
Die Enterprise muss sich einer scheinbar übermächtigen außerirdischen Kraft stellen. Die Enterprise folgt einem Notruf des Föderationsschiffes „Constellation“, der sie in die Überreste zweier völlig zerstörter Sonnensysteme führt. Als sie das schwer beschädigte Schiff finden, können sie dessen Captain, Commodore Matt Decker, bergen. Dieser erzählt davon, wie ein Planet nach dem anderen von einer rätselhaften Macht in Stücke gerissen wurde. Schon bald glaubt Mr. Spock, die Identität des Planetenvernichters erkannt zu haben. Da erscheint das mächtige Wesen bereits vor der Enterprise und lässt ihr keine Möglichkeit zur Flucht. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0708423/
2.7 Das Spukschloß im Weltall (Cat’s Paw)
Die Crew der Enterprise wird von zwei Außerirdischen mit scheinbar magischen Kräften terrorisiert. Von einem Erkundungsteam zur Erforschung eines fremden Planeten kehrt nur Crewmitglied Jackson zur Enterprise zurück und bricht unmittelbar danach tot zusammen. Als aus dem Mund des Toten eine fremde Stimme erklingt und vor einem Fluch und der drohenden Zerstörung warnt, beschließen Captain Kirk, Schiffsarzt Dr. McCoy und Wissenschaftsoffizier Mr. Spock, sich selbst ein Bild von den Geschehnissen auf der Planetenoberfläche zu machen. Da die Kommunikation zur Enterprise durch eine unbekannte Macht abgeschnitten ist, sind Kirk und seine Männer bald auf dem Planeten gefangen. Nach einer Begegnung mit drei Hexen erreichen sie ein mysteriöses Schloss, in dem sie von einer schwarzen Katze in eine Falle gelockt werden. Dort treffen die drei Männer nicht nur auf die verschollenen Mitglieder des ersten Erkundungsteams, sondern auch auf die Schlossherren, die für all die Vorfälle verantwortlich waren. Doch diese können dank ihrer übersinnlichen Kräfte mit der Enterprise und ihrer Besatzung machen, was sie wollen. - 6,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708432/
2.8 Der dressierte Herrscher (I Mudd)
Ein entflohener Verbrecher und seine mechanischen Handlanger wollen die Enterprise auf ihre eigene Art und Weise in ihre Gewalt bringen. Ein Besatzungsmitglied der Enterprise bringt das Schiff in seine Gewalt und zwingt ihr einen Kurs in Richtung eines noch unerschlossenen Planeten auf. Kurz darauf gibt sich der Offizier als Roboter zu erkennen. Als die Enterprise das vorgegebene Ziel erreicht hat, werden sie dem Herrscher des unbekannten Planeten vorgestellt, dem entflohenen Verbrecher und alten Bekannten der Crew, Harry Mudd. Dieser hat sich ein Volk von Robotern zu eigen gemacht und sich mit ihrer Hilfe eine paradiesische Welt geschaffen. Die gesamte Besatzung der Enterprise wird auf den Planeten eingeladen, um sich zu erholen. Doch die Einladung erweist sich schnell als Falle. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708436/
2.9 Metamorphose (Metamorphosis)
Auf einem unbewohnten Planeten trifft die Crew der Enterprise auf einen verschollenen Wissenschaftler und dessen Beschützer. Bei der Eskortierung einer erkrankten Diplomatin geraten Captain Kirk, Mr. Spock und Schiffsarzt Dr. McCoy mit ihrem Shuttle in eine Ionenwolke, die sie auf einen nahe gelegenen Planeten zieht. Dort angelangt, treffen sie auf einen gestrandeten Einsiedler, der sich schließlich als Zefram Cochrane erweist, der erste Mensch, der einen Warp-Antrieb konstruiert hat. Er gilt seit 150 Jahren als tot. Doch schon bald erschließt sich ein Zusammenhang zwischen Chochranes langer Lebensdauer und der Ionenwolke, die das Shuttle auf dem Planeten festhält. Inzwischen droht jedoch die mitgereiste Diplomatin an ihrer Krankheit zu sterben, und die Zeit für eine Rettung wird knapp. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708434/
2.10 Reise nach Babel (A Journey To Babel)
Bei der Eskortierung wichtiger Diplomaten entbrennen interstellare Intrigen an Bord der Enterprise. Die Enterprise ist beauftragt, diplomatisches Personal aus zahlreichen außerirdischen Völkern, darunter auch Mr. Spocks Eltern vom Vulkan, zum Planeten Babel zu bringen. Dort soll über Schürfrechte und den territorialen Status des rohstoffreichen Planeten Coridan verhandelt werden. Doch die „Verhandlungen“ beginnen bereits auf der Enterprise. Als kurz darauf einer der Botschafter ermordet wird, zeichnet sich eine politische Katastrophe ab. Zu allem Überfluss ist Spocks Vater der Hauptverdächtige, und eine fieberhafte Jagd nach dem Mörder beginnt. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0708431/
2.11 Im Namen des jungen Tiru (Friday’s Child)
Auf einem barbarischen Planeten wird die Enterprise in einen Bürgerkrieg verwickelt, in den sich auch die Klingonen einmischen. Um über Schürfrechte zu verhandeln, wird eine Abordnung der Enterprise auf den rückständigen Planeten Capella IV gesandt, dessen Bewohner nur das Recht des Stärkeren kennen. Schiffsarzt Dr. McCoy war damals ein paar Monate auf diesem Planeten stationiert und kennt die Bewohner und ihre Sitten. Auf dem Planeten muss der Landetrupp der Enterprise schmerzlich feststellen, dass auch klingonische Verhandlungspartner auf Capella IV eingetroffen sind. Als zwischen den einzelnen Stämmen und dem Oberhaupt des capellanischen Volkes Uneinigkeit darüber ausbricht, ob der Vertrag mit der Föderation oder den Klingonen geschlossen werden soll, kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Doch der vermeintliche Sieger steht mit den Klingonen im Bund und schon bald ereilen die Enterprise Notrufe von Angriffen der Klingonen auf Föderationsschiffe. Unterdessen verstricken sich Captain Kirk, Mr. Spock und Dr. McCoy zusehends in die Wirren der Machtkämpfe auf Capella IV. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0708459/
2.12 Wie schnell die Zeit vergeht (The Deadly Years)
Eine mysteriöse Krankheit lässt die Besatzungsmitglieder von Raumschiff Enterprise ungewöhnlich schnell altern. Bei einer Routineproviantlieferung findet die Crew der Enterprise auf dem Planeten Gamma Hydra IV die Leiche eines alten Mannes, der eine Stunde zuvor noch als junger Mann mit Captain Kirk Kontakt aufgenommen hat. Kurz darauf treffen sie auch auf zwei weitere Forscher, die behaupten, noch nicht einmal 30 Jahre alt zu sein, äußerlich aber bereits uralt sind. Bevor sie das Phänomen untersuchen können, erkranken weitere Mitglieder an dem rapiden Alterungsprozess. Als auch Captain Kirk im Zuge der Krankheit zusehends schwächer wird, übernimmt der völlig unerfahrene Commodore Stocker das Kommando auf der Brücke und steuert die Enterprise in das feindliche Imperium der Romulaner. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708440/
2.13 Tödliche Wolken (Obsession)
Captain Kirk will sich an einer fremdartigen Kreatur rächen, die er von einer unerfreulichen früheren Begegnung kennt. Bei der Erschließung eines rohstoffreichen Planeten wird Captain Kirk unruhig, als er den Geruch von süßem Honig wahrnimmt. Er versetzt seine Leute in höchste Alarmbereitschaft und warnt sie vor einer gefährlichen gasförmigen Wolke. Als Mitglieder seines Bodenteams tatsächlich angegriffen und getötet werden, scheint Kirk genau zu wissen, worum es sich bei dem Wesen handelt. Die Mannschaft der Enterprise jagt den Angreifer von der Planetenoberfläche und setzt die Verfolgungsjagd im Weltall fort. Als Captain Kirk sich immer weiter in die Bekämpfung der feindseligen Wolke hinein steigert, beginnen Mr. Spock und Schiffsarzt Dr. McCoy ernsthaft an seinen Führungsqualitäten zu zweifeln. Doch es stellt sich heraus, dass der Captain dieser Wolke bereits in der Vergangenheit begegnet ist und seitdem eine Rechnung mit ihr offen hat. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708491/
2.14 Der Wolf im Schafspelz (Wolf In The Fold)
Scotty vergnügt sich auf einem friedlichen Planeten mit einer hübschen Frau und wird kurz darauf wegen Mordes vor Gericht gestellt. Captain Kirk, Dr. McCoy und Mr. Scott vergnügen sich auf dem friedliebenden Planeten Argelius II im abendlichen Nachtleben. Eine argelianische Frau wird ermordet aufgefunden, kurz nachdem sie sich mit Mr. Scott zurückgezogen hat. Zu allem Überfluss wird auch Scotty am Tatort aufgefunden, doch er beteuert, sich an nichts erinnern zu können. Als er daraufhin verhört werden soll, geschehen zwei weitere Morde an Frauen, bei welchen ebenfalls Scotty der Hauptverdächtige ist. Um ihm eine faire Verhandlung bieten zu können, willigt der örtliche Präfekt ein, das Gerichtsverfahren auf der Enterprise nach Art der Föderation zu führen. Im Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass das letzte Opfer kurz vor ihrem Tod den entscheidenden Hinweis über die Identität des Täters gegeben hat. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708480/
2.15 Kennen Sie Tribbles? (Troubles With Tribbles)
Ein Disput zwischen der Enterprise und den Klingonen wird von kleinen, pelzigen Tierchen gestört. Weil sowohl die Föderation als auch das Imperium der Klingonen Besitzansprüche auf den strategisch wichtigen Sherman-Planeten hegen, sollen beide Parteien zeigen, welche den Planeten effizienter bewirtschaften kann. Zu diesem Zweck wird die Enterprise zur Raumstation K-7 gerufen, um von dort aus mehrere Tonnen speziellen ertragsreichen Getreides zum Sherman-Planeten zu bringen. Auf der Station kauft Lieutenant Uhura ein niedliches Pelztier, das unverzüglich wirft. Nach kurzer Zeit breiten sich die Tiere auf der gesamten Enterprise und der Raumstation aus. Zu allem Überfluss erscheinen auch noch Klingonen, als die Enterprise gerade im Begriff ist, die Getreideladungen entgegenzunehmen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0708466/
2.16 Meister der Sklaven (The Gamesters Of Triskelion)
Einige Besatzungsmitglieder der Enterprise werden auf einem fremden Planeten als Gladiatoren gehalten. Zur Untersuchung einer Sendestation sollen Captain Kirk, Lieutenant Uhura und Mr. Chekov auf den unbewohnten Planetoiden Gamma II gebeamt werden. Statt an ihrem eigentlichen Ziel, finden sich die drei jedoch in einer Kampfarena auf dem weit entfernten Planeten Triskelion wieder. Wenig später werden sie gefangen genommen und man eröffnet ihnen, dass sie künftig als Sklaven leben und zu Gladiatoren ausgebildet werden. Eine Flucht erscheint unmöglich. Derweil nimmt Mr. Spock mit der Enterprise die Suche nach Captain Kirk und seinem Team auf. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0708412/
2.17 Epigonen (A Piece Of Action)
Die Crew von Raumschiff Enterprise wird auf einem weit entfernten Planeten in Bandenkriege verwickelt. Einem 100 Jahre alten Funkspruch folgend begibt sich die Enterprise zum weit entfernten Planeten Sigma Iota II, in dessen Nähe einst ein Erkundungsschiff der Föderation verunglückte. Die Zivilisation des Planeten ähnelt stark den USA der 20er Jahre, was auf ein Buch zurückzuführen ist, das Kundschafter von der Erde 100 Jahre zuvor auf dem Planeten zurückgelassen haben. Statt von Regierungen wird der Planet von rivalisierenden Banden beherrscht und der Boss der mächtigsten Bande sieht in der Ankunft der Enterprise seine Chance gekommen, mit den fortschrittlichen Waffen der Besucher alle seine Feinde auszuschalten und den Planeten zu erobern. Doch er bemerkt schnell, dass er die Kooperation von Captain Kirk und seiner Crew gewaltsam erzwingen muss. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708467/
2.18 Das Loch im Weltraum (Immunity Syndrome)
Die Crew der Enterprise muss auf ihren Urlaub verzichten, denn sie bekommt es mit einer gigantischen Amöbe zu tun. Die Enterprise ist nach einer anstrengenden Mission auf dem Weg in ihren wohlverdienten Urlaub, als Mr. Spock eine Eingebung erhält, derzufolge das vulkanische Raumschiff Intrepid zerstört wurde. Ein Notruf der Föderation bestätigt Spocks Vision und bringt zugleich die grausame Erkenntnis, dass nicht nur die Intrepid, sondern auch das gesamte Sonnensystem Gamma 7A völlig zerstört wurde. Als sie sich den Überresten von Gamma 7A nähern, erscheint vor der Enterprise ein riesenhaftes dunkles Objekt, das offenbar alle Energie in seinem Umfeld aufsaugt. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708413/
2.19 Der erste Krieg (A Private Little War)
Die Crew der Enterprise muss miterleben, wie auf einem einstmals friedlichen Planeten Krieg ausbricht. Die Besatzung der Enterprise besucht einen paradiesischen Planeten, dessen Einwohner primitiv, aber glücklich leben. Plötzlich erscheint ein Trupp von Menschen, die nicht nur deutlich moderner angezogen sind, sondern auch über Feuerwaffen verfügen und sich scheinbar mit den anderen, noch steinzeitlich lebenden Menschen bekriegen. Als Captain Kirk in das Geschehen eingreift, wird Mr. Spock angeschossen und schwer verletzt. Kurz darauf wird ein Raumschiff der Klingonen im Orbit des Planeten gesichtet und so entsteht der Verdacht, dass es die Klingonen waren, die der Bevölkerung die fortschrittlichen Waffen und damit den Krieg gebracht haben. Nachdem Captain Kirk bei einem weiteren Besuch des Planeten von einem Raubtier vergiftet wird, nehmen ihn die primitiven Einwohner in ihr Dorf auf und heilen ihn. Wieder genesen beschließt Kirk, mit den Dorfbewohnern einen Gegenschlag gegen die schwer bewaffneten Stadtbewohner zu organisieren. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0708445/
2.20 Geist sucht Körper (Return To Tomorrow)
Ein körperloses Wesen sucht in der Besatzung des Raumschiffs Enterprise seinen neuen Wirt. Einem unbekannten Signal folgend erreicht Raumschiff Enterprise einen weit abgelegenen Planeten. Plötzlich hört die Crew die Stimme des Außerirdischen Sargon, der nicht nur telepathisch mit jedem Besatzungsmitglied kommunizieren, sondern auch jeden beliebigen Teil des Schiffes kontrollieren kann. Er beteuert, keine kriegerischen Absichten zu haben, sondern die Hilfe der Enterprise zu benötigen. Als ein Landetrupp auf Sargons Einladung hin auf den Planeten gebeamt wird, offenbaren sich ihnen die letzten Überlebenden einer mächtigen Zivilisation, deren geistiges Potential so groß war, dass sie viele Jahrtausende ohne Körper überleben konnten. Doch mit der Ankunft der Enterprise sehen diese auch ihre Chance auf neue Wirtskörper gekommen. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708442/
2.21 Schablonen der Gewalt (Patterns Of Force)
Die Crew der Enterprise versucht, einen sinnlosen interplanetarischen Krieg zu beenden. Auf der Suche nach dem verschollenen Kulturforscher John Gill passiert Raumschiff Enterprise die Planeten Zeon und Ekos. Als das Schiff plötzlich von einer thermonuklearen Rakete angegriffen wird, herrscht höchste Alarmbereitschaft, da der vermeintliche Gegner gar nicht über solche hochentwickelten Waffen verfügen dürfte. Captain Kirk und Mr. Spock beschließen deshalb, die Lage auf dem als primitiv und kriegerisch geltenden Planeten Ekos zu untersuchen. Dort müssen sie entsetzt feststellen, dass die Bewohner des Planeten das Dritte Reich imitieren und einen totalen Krieg gegen den technologisch fortschrittlichen Planeten Zeon führen. Umso erstaunter sind Kirk und Spock, als sie erfahren, wer auf Ekos den Führer verkörpert. Es handelt sich um niemand Geringeres als den vermissten Wissenschaftler John Gill. Bei dem Versuch, das Hauptquartier des Führers zu infiltrieren, werden Captain Kirk und Mr. Spock gefangen genommen und lernen dadurch ein Mitglied der Widerstandsbewegung kennen. Gemeinsam wollen sie John Gill aufsuchen und den Wahnsinn des Krieges beenden. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708422/
2.22 Stein und Staub (By Any Other Name)
Die Enterprise wird von Außerirdischen Invasoren gekapert. Einem fremden Notruf folgend gelangt die Crew der Enterprise auf einen scheinbar unbewohnten Planeten. Dort werden sie von einer kleinen Gruppe menschenähnlicher Außerirdischer, den so genannten Kelvanern, empfangen, die sogleich einen Vorgeschmack ihrer überlegenen Waffen liefern. Die Fremden fordern die Kontrolle über die Enterprise, um damit in ihre eigene, weit entfernte Nachbargalaxie Andromeda zurückkehren zu können. Schnell haben die Kelvaner ihre Forderung durchgesetzt und rüsten das Raumschiff nach ihren Bedürfnissen um. Da sie jedoch die Gestalt von Menschen annehmen, um die Enterprise benutzen zu können, nehmen sie auch immer mehr menschliche Züge an und nähern sich langsam der Crew an. Derweil ist die Enterprise im Begriff, die Energiebarriere am Rande der Galaxie zu durchdringen. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708474/
2.23 Das Jahr des roten Vogels (The Omega Glory)
Auf der Suche nach einem Heilmittel für eine gefährliche Krankheit gerät die Crew der Enterprise zwischen die Fronten eines Krieges zwischen zwei außerirdischen Völkern. Auf einem Forschungsflug zum Planeten Omega IV entdeckt die Enterprise das befreundete Raumschiff U.S.S. Exeter in dessen Orbit. Ein Team wird auf das Raumschiff gebeamt und muss entsetzt feststellen, dass die gesamte Besatzung zu kristallinem Staub zerfallen ist. Aus dem Logbuch des Schiffsarztes der Exeter geht hervor, dass dies die Folgen einer tödlichen und höchst ansteckenden Krankheit sind und das einzige Heilmittel dafür auf Omega IV zu finden sei. Da sie nun selbst infiziert sind, beamen sich Captain Kirk und sein Team auf die Planetenoberfläche, wo sie auch den Captain der Exeter, Ron Tracey, treffen. Dieser stellt sich mit seinen fortschrittlichen Waffen auf die Seite des Volkes der Kohms, das scheinbar nie krank wird und nahezu ewig lebt. Gemeinsam mit ihnen trachtet er danach, das primitive Volk der Yangs auszulöschen. Ein Vorgehen, das Captain Kirk und seine Leute nicht hinnehmen können. - 6/10

http://www.imdb.com/title/tt0708481/
2.24 Computer M 5 (Ultimate Computer)
Ein Supercomputer reißt das Kommando über die Enterprise an sich. Die Enterprise soll an einem militärischen Übungsmanöver teilnehmen, in dessen Rahmen auch der neuartige Supercomputer M5 an der Enterprise getestet werden soll. Dieser ist nicht nur in der Lage, jeden Teil des Schiffes ohne menschliches Zutun zu kontrollieren, sondern verfügt auch über enorme taktische Intelligenz und besitzt überdies sogar kreative Fähigkeiten, die denen eines Menschen nachempfunden sind. Zunächst scheint der Computer seine Arbeit auch hocheffizient zu erledigen und überzeugt in dem Übungsmanöver. Doch als die computergesteuerte Enterprise einen unbeteiligten Frachter zerstört, ordnet Captain Kirk die sofortige Deaktivierung des Computers an. Dessen Erbauer Dr. Daystrom sieht dafür jedoch keinen Grund und verteidigt seine Erfindung selbst dann noch, als diese ein Mitglied der Besatzung tötet. Es erscheint unmöglich, die Kontrolle über die Enterprise wiederzuerlangen, doch die Zeit drängt, denn der Computer beginnt damit, weitere Föderationsschiffe anzugreifen. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708421/
2.25 Brot und Spiele (Bread And Circuses)
Die Enterprise besucht einen Planeten, der das Römische Reich imitiert. Die Wrackteile des befreundeten Föderationsschiffes S.S. Beagle führen die Enterprise auf einen Planeten, der zwar über die technologischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts verfügt, auf dem aber noch immer die Gesellschaft des Römischen Reiches nachgeahmt wird. In dieser Welt von Sklaverei und Gladiatorenkämpfen wollen Captain Kirk, Mr. Spock und Dr. McCoy nach Überlebenden der Beagle suchen. Nach einem Treffen mit aufständischen Sklaven werden die drei Männer von römischen Soldaten verhaftet und eingesperrt. Dort treffen sie schließlich auf den örtlichen Machthaber: R.M. Merik, den Captain der Beagle. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708419/
2.26 Ein Planet, genannt Erde (Assignment: Earth)
In den USA der 60er Jahre versucht die Crew der Enterprise, einen außerirdischen Agenten im Zaum zu halten. Nach einem Zeitsprung in die 60er Jahre fängt die Enterprise einen Menschen mit einer Katze ab, der sich auf die Erde beamen möchte. Gary Seven behauptet, ein Agent des 20. Jahrhunderts zu sein, der sich auf einer Mission zur Rettung der Erde befindet. Aus Vorsicht wird der Mann auf der Enterprise unter Arrest gestellt, doch wie sich herausstellt, verfügt er über eine hochentwickelte Ausrüstung, die ihm die Flucht zur Erde ermöglicht. Dort angelangt, sucht er eine geheime Basis auf, die offenbar nicht irdischen Ursprungs ist. Nachdem er dort seinen Supercomputer konsultiert hat, begibt sich der Agent zu einer amerikanischen Abschussbasis für Atomraketen. Captain Kirk und seine Crew nehmen die Verfolgung auf. - 7,5/10

Das zweite Jahr des Crew rund um Captain Kirk bietet viele kleine Höhepunkte, hat aber leider nicht durchgängig eine hohe Qualität. So ist es auffällig, dass sich besonders zu Beginn der Staffel grandiose Folgen mit "nur guten" bis mittelmässigen Folgen abwechseln - ein Kennzeichen, dass sich in späteren Ablegern, wie zum Beispiel "Star Trek: The next Generation" wiederholen sollte. Erst gegen Ende besitzt die Staffel ein gleichbleibend hohe Qualität. Dennoch ist Staffel 2 des legendären "Raumschiff Enterprise" insgesamt eine hervorragende Staffel und hebt die Serie in neue Sphären, wird philosophischer und erweitert sogar die in Staffel 1 noch im Hintergrund schwelgende Kritik an soazialen Umständen, indem sie diese geschickt in ihre Welt transportiert. Ein Grundstein, wenn man so will, auch für viele spätere Folgen des "Star Trek"-Franchises, wobei unbedingt "Star Trek: Deep Space Nine" zu benennen ist, und sich hier mit "Kennen Sie Tribbles?" sogar ein Crossover zwischen den beiden Generationen bildet.

Friday The 13th - Freitag der 13. (2009)

http://www.imdb.com/title/tt0758746/

Am Crystal Lake, da lässt es sich gut feiern, baden und poppen. Das denken sich Whitney (Amanda Righetti), Mike (Nick Mennell), Wade (Jonathan Sadowski), Richie (Ben Feldman) und Amanda (America Olivo), die ein paar Tage in der Natur verbringen wollen. Serienkiller Jason Vorhees (Derek Mears) aber hat etwas gegen das unbeschwerte jugendliche Treiben und stattet den jungen Leuten einen Besuch ab - die Machete im Gepäck. Einen Monat später macht sich Whitneys Bruder Clay (Jared Padalecki) verzweifelt auf die Suche nach seiner Schwester. Von der gesamten Gruppe findet sich keine Spur und die Polizei ist auch keine Hilfe. Clay trifft kurz nach seiner Ankunft eine weitere unvorsichtige Reisegruppe. Trent (Travis Van Winkle), Jenna (Danielle Panabaker), Nolan (Ryan Hansen), Chelsea (Willa Ford), (Julianna Guill), Lawrence (Arlen Escarpta) und Chewie (Aaron Yoo) freuen sich auf ein exzessives Wochenende...

Das 2009er Remake des 80er Horror-Slashers hat im Grunde alles, was es in jedem "Freitag der 13."- Film gibt: strunzdumme Teenies, nette Gore-Effekte, schlechte Schauspieler, blanke Brüste, Sexszenen, die zum Tod führen und einen schier unbezwingbaren Jason Vorhees als eiskalten und mitunter sogar recht kreativen Killer. "Freitag der13." kann also durchaus auf naive und gleichzeitig irgendwie trashige Art gut unterhalten. Oft allerdings ist das sehr zum Kopfschütteln geeignete Gelaber aber auch eher anstrengend und solange Jason nicht auf den Plan tritt, fühlt man sich eher zum Fremdschämen genötigt, als spannend von einem Slasher unterhalten. Aber er ist immerhin kurzweilig, lässt absolut kein Klischee aus und macht dadurch noch irgendwie Spaß.

Vor allem hat er mit Kane Hodder als hünenhafter Jason Vorhees einen guten und gleichzeitig furchterregenden, miesen Killer gefunden: wortkarg, gnadenlos, brutal. Andere Charaktere sind dafür kaum der Rede wert. Müssen sie als Kanonenfutter aber auch nicht sein. Dafür sorgt ein ordentlicher Blut- und Gore-Level und viele klassische Stilmittel der altebekannten Streifen aus der guten alten Zeit für ein akzeptables Feeling. Somit wirkt das Remake auf seine Art gelungen, wenn es auch nie zur Elite der Horrorstreifen gehören wird.

5,5/10

Von Eightyfour Entertainment kommt der Film auch im wattierten und limitierten Mediabook als 3-Disc Special Edition. Komplett ungeschnitten mit Kinofassung und "Killer Cut" und in HD.


Montag, 12. Oktober 2015

[KINO] The Martian - Der Marsianer: Rettet Mark Watney 3D (2015)

http://www.imdb.com/title/tt3659388/

Die NASA treibt mit der "Ares 3"-Mission die Erforschung des Mars voran. Die Astronauten Mark Watney (Matt Damon), Commander Lewis (Jessica Chastain), Rick Martinez (Michael Peña), Chris Beck (Sebastian Stan), Alex Vogel (Aksel Hennie) und Beth Johanssen (Katie Mara) sind auf dem roten Planeten gelandet, inklusive eines Fahrzeugs und eines Habitats, in dem die Forscher leben und Nahrung herstellen können. Doch ein Sandsturm droht die mitgebrachte Technik samt ihrer Einwohner hinwegzufegen, so dass Commander Lewis den Befehl zum sofortigen Aufbruch gibt. Weil ihn seine Crew für tot hält, bleibt der Botaniker Mark Watney auf dem unwirtlichen fremden Planeten zurück. Vorerst ohne Möglichkeit zur Kommunikation und mit beschädigter Ausrüstung versucht er, die wenigen ihm zur Verfügung stehenden Mittel so einfallsreich wie möglich zu nutzen. Und tatsächlich gelingt es Watney, der Erde zu signalisieren, dass er noch lebt. Die NASA unter Direktor Sanders (Jeff Daniels) beginnt, die Rettung des "Marsianers" zu planen. Parallel dazu startet Watneys Crew eine eigene, riskante Mission, ihn heimzuholen…

Ganz im Gegensatz zu Regisseur Ridley Scotts letztem Ausflug ins All ("Prometheus"), schickt "Der Marsianer" den Zuschauer bewusst nicht auf eine in ferner Zukunft liegende, denkwürdige Reise zu unerforschten Welten und rätselhaften außerirdischen Rätseln, er bleibt viel mehr zeitlich und räumlich ganz nahe an aktuellen Themen und nimmt sich die bereits seit langem als nächster logischer Schritt der Raumfahrt geltende Etappe vor: eine bemannte Erforschung des Mars. Und der Film ist sich dabei der Tatsache durchaus bewusst, dass dieses Thema heute natürlich und aus der Perspektive eines klassischen, technikaffinen Science-Fiction-Streifens niemanden mehr ernsthaft hinterm Ofen hervorlockt und kommt konsequenterweise viel mehr einerseits als eine launige Reflektion über die Unzulänglichkeit der aktuellen Raumfahrttechnologie sowie andererseits als ein ironischer und leicht romantischer Blick auf die Vergangenheit daher - denn immerhin muss Watney auch auf Technik zurückgreifen, die bereits seit einigen Jahrzehnten von einer gewissen vergangenen Marsmission auf dem roten Planeten vor sich hinstaubt. Ähnlich wie "Gravity" transportiert so auch "The Martian" ein (im Kontext eines Science-Fiction-Films) realistisches bzw. glaubwürdiges und zugleich sehr pragmatisches Technikbild, das einerseits weder naiv-optimistischen Pathos verströmt und sich nicht im Staunen über phantastische Erfindungen oder technischer Wunder ergeht, noch andererseits kritisch bzw. warnend in die Zukunft der Menschheit projiziert, sondern die Technik ganz geerdet als das sieht, was sie zunächst ist: ein Werkzeug des Menschen. Ein also durch und durch otimistischer und vor allem positver Film.

Dass "Der Marsianer" ein erfreulich bodenständiger Weltraumfilm ist, zeigt sich auch darin, dass das direkt nach der den Film einleitenden Katastrophe ins Zentrum gerückte Gefühl der Einsamkeit und des Verlassenseins, ja im Falle von Watney des Tot-geglaubt-seins, und das robinsonartige, improvisierte Überleben in der sozialen und wirtschaftlichen Abgeschottenheit nur etwa das erste Viertel des Films ausmacht. Relativ schnell ist der Kontakt zur Erde wiederhergestellt und die Handlungsperspektive erweitert sich von Watney auf die beiden übrigen Parteien: die NASA auf der Erde und die Crew der Ares III bzw. die Koordination zwischen diesen dreien. Ein weiterer wichtiger Charakterzug ist die Tatsache, dass der Film immer wieder mit erfrischend leichtem Humor und einem ironischen Zwinkern sich selbst reflektiert (hervorzuheben sind hier natürlich Watneys Videotagebücher, deren Hauptadressat auch unmittelbar der Zuschauer ist) und stellenweise mit einem Schmunzeln auf die Filmgeschichte Bezug nimmt. Ähnlich rückwärtsgewandt ist zudem noch der Soundtrack angelegt, der zum größten Teil aus Disco-Hits der 70er/80er Jahre besteht und einerseits die bereits angedeutete heitere Leichtigkeit des Films unterstreicht, andererseits aber erneut die menschliche Gesellschaft ins Zentrum rückt und den Mars auch musikalisch mit den mitgebrachten (und natürlich ironischerweise zu diesem Zeitpunkt umso mehr gealterten) Kulturerzeugnissen "erdet".

Nicht unterschlagen werden darf bei alledem jedoch, dass der Film bei all dieser Leichtigkeit nie vor sich hinplätschert oder sich gar verliert, da die Handlung von allerhand brenzligen Situationen und einigen Twists jederzeit  spannend gehalten wird. Großen Anteil daran hat natürlich Hauptdarsteller Matt Damon. Er spielt die Rolle des Mark Watney, ein Mensch, der sich offensichtlich mit ungewöhnlichen Situationen schnell anfreunden kann, egal wie lebensfeindlich diese erscheinen, perfekt und vor allem glaubwürdig. Gerade auch die positive und lebensbejahende Einstellung ist es auch, die den Film selbst noch mehr hervorhebt.Dennoch wäre es vielleicht auch interessant gewesen, wenn der Film noch ein wenig mehr die Einsamkeit in einer lebensfeindlichen Umgebung und die sich daran anknüpfende Gefühle des Zurückgelassenen erforscht hätte, denn so bleibt letztlich nicht viel von der Andersartigkeit der fremden Welt - der Mars wird mit der inszenierten engen Verschaltung mit der Handlung auf der Erde nicht viel mehr als ein unbequem weit entfernter Außenposten unserer eigenen Welt, die Rettung Watneys mehr eine organisatorische, physikalische Schwierigkeit, die es, noch dazu unter den Augen der internationalen Bevölkerung, zu lösen gilt, statt ein existenzielles, emotionales Problem eines Einzelnen.

Aber dieser Umstand lässt sich auch anders auffassen: Denn hat der Mensch sich den Mars nicht schon in gewissem Sinne - und vor allem gesellschaftlich und kulturell - zu eigen gemacht und wäre es überhaupt noch ein spektakuläres Ereignis, Menschen dort hin zu schicken? Zumindest lässt der Film eine solche Frage zu, denn immerhin richten sich die Augen eines weltweiten Publikums erst dann wie gebannt auf den roten Planeten, als die Mission aus dem Ruder läuft und es einen Menschen zu retten gilt - es sind also zuletzt menschliche Schicksale, die erneut im Zentrum stehen, nicht die Erforschung einer gar nicht mehr so unbekannten Welt.

Aber alles in allem macht "Der Marsianer" das, was er sich vorgenommen hat, richtig gut: nämlich ein kleiner, ironisch-leichter, aber aber nie seicht oder belanglos wirkender - eben ein etwas anderer - Weltraumfilm zu sein. Ähnlich wie z.B. "Moon" (freilich ohne dessen vertrackte Handlung) konzentriert er sich auf seine Stärken und hält sich bewusst klein - und gerade das macht ihn vielleicht sogar auf einer anderen Ebene sympathischer als das nach den Sternen greifende und sich zum philosophisch-poetischen Meisterwerk aufschwingende "Interstellar" (das sich mit Matt Damon und Jessica Chastain gleich zwei Hauptdarsteller mit "The Martian" teilt). Hervorragend.

8,5/10

Exklusiv bei SATURN gibt es den Film in 3D im Steelbook mit Lenticularmagnetcover: