Dienstag, 7. Juli 2015

Bitch Slap (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1212974/

Hel (Erin Cummings), Trixie (Julia Voth) und Camero (America Olivo) - eine Maklerin, eine Stripperin und eine entflohene Psychopathin - suchen in der amerikanischen Wüste Diamanten im Wert von 200 Millionen Dollar. Leider sind sie da nicht die einzigen! Punk Hot Wire (William Gregory Lee) und seine durchgeknallte japanische Freundin Kinki (Minae Noji) wollen ebenfalls reich werden. Die Polizei weiß längst Bescheid und zu allem Überfluss scheint auch noch die phantomhafte Unterweltlegende Pinky in die Sache verwickelt zu sein. Das Hauptproblem der Ladies aber sind sie selber: Sie können sich gegenseitig keinen Meter weit trauen...

Auf der Rückseite des Cover ist vermerkt: "Genre: Männerfilm". Okay, was sich die Macher auch immer unter "Männerfilm" vorstellten, aber dieses Genre scheint nur aus wahllos zusammengesetzten Szenen zu bestehen, die einzig zum Zweck haben, dass die 3 Protagonistinnen ihre großen Brüste in Richtung der Kamera strecken können. Dazu gesellen sich eine Wasserschlacht in der Wüste (wo auch immer die 3 bumsblöden Barbies diese Unmengen an Wasser herbekommen haben) und heiße Küsse mit wolllüstigen Lippen. Ein Blick auf die Filmographie Rick Jacobsons hätte wohl im Vorhinein verraten können, welche Qualität man zu erwarten hat, wenn er vorher Perlen wie "Bloodfist Fighter", "Blood Hunter" oder "Baby Blood" gemacht hat.

Und nun also "Bitch Slap". Story? NIcht der Rede wert! Sichtbarer CGI-Einsatz? Na klar! Dialoge aus der Gruft und Übertreibungen pur: wenn sich Olivo und Cummings gefühlte 10 Minuten lang die Fresse blutig hauen wird das spätestens nach dem dritten Uppercut (von wem auch immer) zur willkommenen Pause zum Bier holen. Okay, zwei oder drei Szenen sorgen dann durchaus für ein flüchtiges Schmunzeln. Wäre der Film doch wenigstens nur 70 Minuten lang, aber nein, der Herr Jacobsen muss ja in ausufernder Russ Meyer-Manier jedes noch so dumme Klischee aus dem Hut zaubern. Und das alles nur, um die nächste Brust zu zeigen. Wenn die dann doch wenigstens unverhüllt wäre, aber nein, immer wird im letzten Moment zahm zurückgerudert. Das ödet irgendwann an, zumal sich der Film offenbar selbst noch in höhere Sphären heben will, indem er die Storyline wild durcheinander würfelt und nicht im Zusammenhang erzählt. Das haben andere wesentlich besser drauf. Das dann so "überraschende Ende" wird an den Haaren in die Wüste geschleift und sorgt nur noch für ein müdes Gähnen. Tja, vielleicht wird der Film mit einem Kasten Bier ja besser. Oder gleich mit einer Flasche Tequila. Jede Feministin wird diesen Film lieben.

3,5/10