Donnerstag, 31. Oktober 2013

Halloween - Die Nacht des Grauens (1978)

http://www.imdb.com/title/tt0077651/

1963, Halloween-Nacht im Kaff Haddonfield: Die Teenagerin Judith Myers (Sandy Johnson) wird in ihrem Elternhaus von ihrem sechsjährigen Bruder brutal erstochen - Michael Myers (Will Sandin) hat das erste Mal zugeschlagen! Der Junge kommt daraufhin in das Smith’s Grove Warren County Sanatorium in die Obhut von Psychiater Sam Loomis (Donald Pleasence). Schon bald ist dieser davon überzeugt, dass sich in der Gestalt des Kindes das absolut Böse verbirgt. 15 Jahre danach, am Vorabend von Halloween, gelingt Michael (Tony Moran) die Flucht aus der Heilanstalt. Der markierte Killer macht sich auf den Weg nach Haddonfield, wo sich arglose Teenager wie Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) auf ein bisschen Horrorspaß freuen...

Der Auftakt zu einer der besten Horrorfilmreihen aller Zeiten, und natürlich passend zu Halloween. Der Film "Halloween" zählt nicht umsonst zu den Klassikern des Horror-Genres. Er hat nicht umsonst das Slasher-Genre auf seine Art salonfähig gemacht und etliche Sequels, neue Horror-Reihen und Spielfilme und Hommagen nach sich gezogen. Denn "Halloween" ist und vor allem bleibt spannend. Auch nach dem fünften oder sechsehnten Mal.  Hier wird nicht auf ausgefallene oder gar extrem blutige Morde gesetzt, sondern auf nervenzerrende Spannung und Atmosphäre. Das fängt schon bei der großartigen Musik von John Carpenter an. Minimalistisch, hypnotisch und alarmierend. Doch oftmals passiert überhaupt nichts. Man hört die Musik, man weiss, Michael Myers ist irgednwo in der Nähe, aber es passiert nichts. Man weiss, dass etwas passieren wird. Aber nicht wann. Man weiss, er wird zuschlagen. Er hält sich oft im Hintergrund, sichtbar für den Zuschauer, unsichtbar für die Protagonisten. Seine Auftritte sind rar gesät, dafür aber eben umso effektvoller.

Regisseur John Carpenter weiß diese Grundsituation des psychopathischen Killers so stilvoll zu inszenieren, dass es kaum stört, dass die Charaktere allesamt etwas farblos bleiben, die Dialoge nicht immer überzeugen, das auch die Darsteller nicht alle in Hochform spielen und eine Handlung kaum existiert. Aber diese Atmosphäre trägt Halloween. Und die Konsequenz des Killers, ebenso wie die herausragende Kameraarbeit. Ein handwerklich perfekter Film. Und für mich einer der besten Slasher aller Zeiten. Happy Halloween!

8,5/10

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf (1998)

http://www.imdb.com/title/tt0122151/

Und weiter geht’s mit der Lethal-Weapon Serie! Martin Riggs (Mel Gibson) und Roger Murtaugh (Danny Glover) sind immer noch gemeinsam unterwegs. Dieses Mal stoßen sie auf einen Menschenschmugglerring, der Asiaten illegal in die Vereinigten Staaten bringt, und dabei über Leichen geht. Auch privat gibt es einige neue Dinge: Martin wird Vater und Roger Großvater.

Es tut mir fast weh, ies zu schreiben, aber mit dem vierten Teil der Reihe hat zwar die gesamte "Quadrilogie" einen würdigen Abschluss gefunden, aber der vierte Teil ist auch irgendwie nicht ganz "rund". Naja, er ist keine Katastrophe, soviel ist sicher. Dieser Abschluss ist durchaus würdig fürs "Lethal Weapon"-Erbe und beschenkt Riggs und Murtaugh am Ende auch mit einer großen Wundertüte Familien-Glück. Und beim finalen Schnappschuss darf ruhig zum Taschentuch gegriffen werden. Davor heißt es aber die bösen Triaden zu verkloppen und sich nicht zu alt für diesen Scheiß fühlen. Und dann hat man Joe Pesci als Leo Gets noch ein wenig überdrehter und nerviger gemachtund mit Chris Rock einen völlig unnötigen, weil nicht minder nervigen Typeneingebaut. Klar, die Geschichte muss weitergehen, aber da hätte man jemand anderen besetzen können - und vor allem dien Charakter nicht durch blöde Sprüche versuchen cooler wirken zu lassen.

Ja, der Spaß steht nun mal an erster Stelle, deshalb kann "Lethal Weapon 4" nicht mehr ganz mit seinen Vorgängern mithalten. Ein wenig "Zu-viel-Gefühl" schleicht sich bei dieser Episode ein. Ob nun die Dual-Schwangerschaften bei Riggs/Murtaugh, inklusive Schwiegersohn, die selbstlose Hilfe für eine chinesische Immigranten-Familie oder das Heckmeck mit den dubiosen bösen Buben aus dem Reich der Mitte. Immerhin wird das Asia-Flair nicht ganz zum Selbstzweck ausgebeutet, dafür sorgt allein der Name Corey Yuen als Choreograf. Es fängt emotional an (und hört ebenso auf), dazwischen glimmt der Film dann doch eher von einer groß-angelegten Sequenz zur nächsten. Wäre für einen Streifen billigeren Kalibers ein arger Negativ-Punkt. Für den letzten "Lethal Weapon" bedeutet dass ausnahmsweise einen lächerlichen Kratzer auf der Weste. Der toll bebilderte Abspann sorgt schließlich fürs richtige Familien-Feeling, aber trotzdem bvleibt der vierte Teil trotz einige cooler Actionszenen der schwächste der Reihe.

7/10

Minority Report (2002)

http://www.imdb.com/title/tt0181689/

Washington, D.C. im Jahre 2054. Durch die Hilfe von drei "PreCogs" (die in der Lage sind, in der Zukunft geschehende Mordfälle vorauszusehen) und entsprechender Technologie ist die Stadt seit über sechs Jahren frei von Gewaltverbechen wie Mord. Departement Chief John Anderton (Tom Cruise) und sein Team sind eine Spezialeinheit, die auf Grund der Visionen der Precogs den zukünftigen Mörder festnehmen, noch bevor er Schaden anrichten kann. Das äußerst erfolgreiche Departement of Pre-Crime wurde von Lamar Burgess (Max von Sydow) gegründet, der nun den Plan hegt, das System auf das gesamte Land auszubreiten. Doch zuvor soll durch einen Sonderermittler des Justizministeriums, Danny Witwer (Colin Farrell), ausgeschlossen werden, dass das System Fehler produzieren kann. Kurz darauf taucht Andertons Name als Mörder im Departement of Pre-Crime auf. Nun wird der Jäger zum Gejagten und Polizist Anderton macht sich gemeinsam mit der PreCog Agatha auf die Flucht vor seinen eigenen Leuten. Von der Erfinderin von Pre-Crime (Lois Smith) erfährt er von einem so genannten Minority Report, der bei jeder Vision durch Uneinigkeit zwischen den drei Prcogs entstehen kann. Um seine Unschuld beweisen zu können, versucht Anderton gemeinsam mit Agatha diesen Report besorgen...

Obwohl ich Tom Cruise nicht wirklich richtig gut leiden kann, muss man dem Mann einfach lassen dass er trotzdem fast stets gute Filme abliefert, die ich mir auch immer wieder gern ansehe. Dazu gehört auch der hier.
"Minority Report" ist ein ebenso genial durchdachtes wie optisch perfekt durchgestyletes kleines SciFi-Meisterwerk, welches ich auch immer mal wieder hervorhole und mir mit derselben Spannung und fast ähnlichem Anreiz ansehe wie vor 10 Jahren. Dazu gibt es einen hochkarätigen Cast, der fast ausnahmslos seine Sache richtig gut macht. Tom Cruise lediglich bleibt etwas blass, aber dafür überzeugt Max von Sydow voll und ganz und auch Colin Farrell zeigt sich als Ermittler von seiner besten Seite. Ebenfalls sollte man Peter Storemare und sogar Vorzeige-Bad Guy Patrick Kilpatrick erwähnen, die eine nicht minder gute Leistung abliefern.

Die Handlung ist durchgängig sowohl von der Botschaft als auch vom Thrillerpart her sehr intelligent, die Effekte sehen absolut erstklassig aus. Die Ausgangsidee ist genial und wurde zu großen Teilen auch konsequent umgesetzt. Nur gegen Ende - und das führt zum Punktabzug - macht der Film einen unschönen Bruch und wird nach all dem komplexen Handlungsgeflecht dann doch unnötig mainstreamig und auch kitschig. Das und das zu süßliche und leider unausgegorene Ende lassen den Film zwar immer noch im oberen Feld mitschwimmen,lassen aber einen faden  Nachgeschmack zurück. Schade.

Doch insgesamt sieht man hier eine von Spielbergs besseren (neueren) Arbeiten und der Film wäre sogar perfekt gewesen wenn er die düstere Stimmung bis zum Abspann konsequent durchgehalten hätte. Aber ansonsten ein klasse Sci-Fi-Thriller. 
 8/10

http://tinyurl.com/nelfm5w

Die Erstauflage gab es ein einem limitierten DigiPak mit Schuber und ist schon längst ausverkauft:


The Perfect Storm - Der Sturm (2000)

http://www.imdb.com/title/tt0177971/

Der Atlantik türmt sich zu 30 Meter hohen Wassermauern auf. Die heulenden Böen erreichen mit Windstärke 12 Spitzengeschwindigkeiten. Im Oktober 1991 treffen drei tobende Wetterfronten - eine davon der Hurrikan Grace - aufeinander und entfesseln den gewaltigsten Sturm seit Menschengedenken. George Clooney, Mark Wahlberg und weitere brillante Darsteller erleben hautnah ein erschütterndes Special-Effects-Abenteuer, in dem sich die Seeleute verzweifelt in Richtung Hafen vorankämpfen, während ihnen gleichzeitig heldenhafte Rettungsmannschaften zu Wasser und aus der Luft Hilfestellung geben. Unter der Regie von Wolfgang Petersen lässt "Der Sturm" ein unwiderstehlich spannendes Inferno über den Zuschauer hereinbrechen.

Viele mögen "Der Sturm" von Regisseur Wolfgang Petersen nicht. Mir geht das anders: ich kann mich immer wieder hinsetzen und mit Interesse, Spannung und einem Hauch von Rührung den Film über die Katastrophe und das Schicksal der Männer an Bord der 'Andrea Gail' verfolgen. Vielleicht ist es ja der großartige Cast, der den Film für mich imemr wieder so sehenswert macht, vielleicht ist es die Besessenheit des Käpt'ns, der seine Crew immer weietr voran treibt, vielelicht auch die Schicksale der Männer an Bord, die anfangs zum Teil genauer beleuchtet werden. So kann ich mich quasi in den Film hineinfallen lassen und erlebe diese Drama mit. Die Figuren wurden zu Beginn sehr sympathisch eingeführt, einfach jeden konnte man leiden - und der Augenblick, in der die mannschaft ihren großen Fang an Bord holt ist irgendwie magisch. Und was den Film darüber hinaus noch sehenswert macht, ist diese Naturgewalt namens Wasser, die den stärksten Mann aus den Latschen reißt. Der Wind nimmt zu, die Wellen werden höher und höher, die Gischt spritzt über die Reling, das Boot knarrt und wankt und du weißt genau, du wirst das hier vielleicht nicht überleben. Klar, die Figuren, deren Umfeld und überhaupt die ganze Situation war ziemlich glaubhaft, aber der Sturm an sich war dann doch der Protagonist, sehr imposant, gewaltig, ungemütlich und einfach nur phänomenal gut gemacht. So muss das in einem Katastrophenfilm aussehen. Wolfgang Petersen bannt die stürmische See in doch atemberaubende 130 Filmminuten, die optisch absolut überzeugen.

Trotz seiner bald 12 Jahre, die "Der Sturm" auf seinem Buckel hat, hat der Film nichts von seinen Katastrophenqualitäten eingebüßt. Auch wenn man um den Ausgang dieses auf wahren Ereignissen beruhenden Spektakels weiß, bangt man bis zur letzten Minute mit den Helden. Dazu trägt in nicht unerheblichem Maße der eindringliche Score von James Horner bei, der einem das ein ums andere Mal mitreißen kann. Ein toller Film, eine gut eingefangen Katastrophe, für mich einer der besten in dem Genre.

8/10

Dienstag, 29. Oktober 2013

12 Rounds: Reloaded (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2317524/

Rettungssanitäter Nick Malloy (Randy Orton) ist im Einsatz an einem grauenvollen Unfallort, wo er das Leben eines betrunkenen Fahrers rettet. Damit beginnt für ihn jedoch auch ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem es nur um eins geht: Überleben! Er muss 12 perfide Aufgaben lösen, die ihn selbst und jeden, der mit ihm in Kontakt steht, in tödliche Gefahr bringen. Dabei steht nicht nur sein eigenes Leben auf dem Spiel, sondern auch das seiner Familie. Nick hat nur eine Chance – er muss alle “12 Runden” überstehen, bevor es zu spät ist!

Und wieder 12 Runden? Die Drehbuchautoren scheinen schon nach der fünften Runde die Ideen ausgegangen zu sein. So etwa ab der Hälfte erfahren die Ringrichter im Publikum, worum es eigentlich geht und irgendwie verliert hier auch die Handlung an Schlagkraft. Das Interesse geht zu Boden und erholt sich nicht wirklich im Verlauf der letzten Runden: Das gute siegt nur nach Punkten über das Böse - ansonsten lassen einen die Gegenspielern am Ende äusserst unbefriedigt zurück. Naja, DTV, was will man erwarten?

5/10

http://tinyurl.com/npbwqfx

Sonntag, 27. Oktober 2013

The Croods 3D - Die Croods 3D (2013)

http://www.imdb.com/title/tt0481499/

Wer kennt nicht das Höhlengleichnis nach Platon, in dem die Menschen in einer Höhle leben und die Schatten an der Wand für die Wirklichkeit halten? Nicht wesentlich anders geht es den Mitgliedern der Familie von The Croods. Das Oberhaupt dieser prähistorischen Familie, Grug (gesprochen im Original von Nicolas Cage), trägt nachhaltig dafür Sorge, dass auch alle ja in der Höhle bleiben, sehr zum Verdruss von Sprössling Eep (Emma Stone). Sie ist der Überzeugung, dass es mehr in ihrem Leben geben muss, als die sattsam bekannten vier Wände. Als sie sich eines Tages aus der Höhle stiehlt, bekommt sie einen Eindruck davon, den sie wenig später mit ihrer ganzen Familie teilen kann, als ein Erdrutsch die Höhle zerstört. Gerade so mit dem einen Leben davon gekommen, eröffnet sich den Croods auf der Suche nach einer neuen Heimat nun ein völlig neues Leben: voller Farbe, gefährlichen Abenteuern und – Erkenntnisgewinn.

Was für krude Ideen manche Animateure und Charakterdesigner haben zeigt sich spätestens hier. In diesem absolut kinderfreundlichen Steinzeitabenteuer hat man immer wieder etwas zu entdecken: sei es nun der Krokodilshund oder der Schildkrötenpapagei, man bekommt beinahe das Gefühl, dass die Designer sich mal so richtig asutoben konnten. Aber auch sonst ist "Die Croods" ein toller Spaß für die ganze Familie, auch wenn es am Anfag echt dämlich zugeht - Höhlenmenschartig eben. Es wird aber besser - und wenn dann ein wenig Nachdenken seitens der Charatere ins Spiel kommt, bekommt die ganze Geschichte um Familie und Zusammenhalt und Lernen miteinander umzugehen sogar noch eine rührselige Komponente. Und spätestens wenn der alte Höhlenmenschenpapa sogar die Tiere der Kinder vor der nahenden Katastrophe rettet findet man die Geschichte einfach nur noch süß. Zumindest ging es mir so, da mag man von mir halten was man will.


Das 3D ist bombastisch gut, bietet ein klasse Tiefenschärfe und viele Popouts, bei denen man das Gefühl hat, man könne danach greifen. Klasse gemacht und ein Film, den ich mir sicher noch ein paar Mal ansehen werde. Spätestens mit Kindern. :)

7,5/10

http://tinyurl.com/oqqoqfn

Im Saturn gibt es ein exklusives Steelbook mit Lenticular-Magnetcover. Sieht toll aus und beinhaltet den Film auch in 3D.


Samstag, 26. Oktober 2013

After Earth (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1815862/

In "After Earth" treibt die Menschheit seit 1000 Jahren ohne einen Heimatplaneten ziellos durchs All. Als der legendäre General Cypher Raige (Will Smith) und sein Sohn Kitai (Jaden Smith) in einen Asteroidensturm geraten, stürzen sie mit ihrem Raumschiff ab und landen auf der Erde. Doch die Erde ist zu einem gefährlichen Ort geworden. Cypher wird bei der Bruchlandung schwer verletzt. Der 13-jährige Kitai muss nun einen Weg finden, ihn zu retten. Sein ganzes Leben träumte Kitai davon, in die Fußstapfen seines legendären Vaters zu treten. Jetzt erhält der Junge seine Chance.

Regisseur M. Night Shyamalan hat in der Vergangenheit viele gute Filme abgeliefert, angefangen von "The Sixth Sense" über "Unbreakable" und "Lady In The Water" bis hin zu "Signs", welcher schon nicht mehr ganz so innovativ war. Mit "After Earth" begibt er sich auf das Sci-Fi-Terrain - und scheitert kläglich. Leider. Dabei gab die Story einiges her: die Menschheit verlassen und verloren im All auf der Suche nach einer neuen Heimat - und auf der Suche nach jener neuen Welt gerät das Erkundungsschiff, welches das Vater-Sohn-Gespann Smith an Bord hat, in Schwierigkeiten und stürzt ab - auf der Erde.

Bis dahin ist es ja noch ganz gut, aber der ständig den Tränen nahe und doch so hart an sich arbeitende Rekrut Kitai (Jaden Smith, für den ich von Film zu Film mehr Abneigung empfinde) fängt schon nach 5 Minuten an, mich tierisch zu nerven. Anstatt sich der Situation zu stellen und seinen Mann zu stehen guckt er sich ständig ängstlich um und kämpft immer mit sich selbst und seinen Gefühlen, heimgesucht von Flashbacks und Kindheitserinenrungen. Natürlich will er seinem Vater etwas beweisen, wie es jeder Sohn will. Aber so? Das kaufe ich ihm nicht ab.

Will Smith hingegen macht seine Sache als ständig abwesender Vater, der fast völlig emotionslos ist, eine gute Figur. Nichtsdestoweniger trägt ja sein Sohn den Film und genau das ist das Kriterium, was ihn abstürzen lässt. Zudem ergeben sich völlig slurrile und unlogische Situationen (Warum rettet der"Adler" Kitai, wenn er ihn doch vorher seinen Kindern zum Fraß vorwerfen wollte? Nur weil Kitai seinen Brut vor angreifenden Großkatzen retten wollte - und selbst dabei scheiterte? Neeeee!). Abgesehen davon ist der Film extrem vorhersehbar und lässt schon ab Zeitpunkt des Absturzes keinen Zweifel darüber offen, wie der Streifen ausgeht. Zum Glück ist der Film nicht noch dazu ewig lang. Der Score hingegen ist gelungen und auch die Animationen (vor allem vom menschenjagenden Alien-Viecht URSA) sind großartig, auch wenn man manchen Tieren nahezu ansehen kann, dass diese eben nicht echt sind. Beim Alien hätte man es mit der Animation belassen sollen.

Tja, Herr Shyamalan, das war nichts, bzw. nicht viel. Der Trailer sagt im Grunde schon alles, was man über den Film wissen muss - und dabei bleibt es auch. Da hätte man mehr herausholen können, aber scheinbar gehen dem Herrn die Ideen aus. Schade.

5,5/10

Im Saturn gibt es ein exklusives Steelbook zum Film, welches den Film in einer 4K-gemasterten Fassung an Bord hat, welche tatsächlich ein bombastisch-gutes Bild liefert:



Lethal Weapon 3: Die Profis sind zurück (Director's Cut) (1992)

http://www.imdb.com/title/tt0104714/

Dieses mal haben es Mel Gibson und Danny Glover mit Waffenhändlern zu tun, die Knarren und Zubehör, das eigentlich schon von den Beamten des LAPD sichergestellt wurde, irgendwie über dunkle Kanäle wieder verhökern. Mit dabei auch wieder Plappermaul Joe Pesci, neuerdings als Makler unterwegs; neu als Beamtin der Abteilung für innere Angelegenheiten: Rene Russo.

Im dritten teil der Reihe stimmt auch wieder alles: es gibt viel Action und noch mehr Komik - und trotzdem hat er nicht mehr die Klasse der beiden Vorgänger. Dem Humor wurde wieder ein wenig mehr Platz eingeräumt und dies fängt schon damit an, dass eine der besten Bombenentschärfungsszenen den Anfang des Films markiert. Eine der besten, weil eine der witzigsten Szenen des Films. Die Dialoge sind witzig und passend, eine halsbrecherische Situation jagt die nächste, die Action kann sich mehr als sehen lassen und die Charaktere passen so gut zusammen wie in den vorangegangenen Teilen.  Was mich sehr freut, ist, dass Joe Pesci als Nebencharakter beibehalten wurde, wenngleich er mit der Handlung an sich nichts mehr zu tun hat. Er gehört mittlerweie irgendwie zur Reihe dazu, es macht Spaß, ihm dabei zuzusehen, wie er Riggs und Rog auf die Nerven geht - und wie die sich oft recht fies revanchieren.

Sowohl handlungs- als auch gagtechnisch finde ich diesen dritten Teil etwas schlechter als den vorangegangenen Part, wenn auch aus unterschiedlichen und sogar persönlichen Gründen. Es fehlt irgndwie an "Drive" - und dennoch ist es ein guter dritter Teil. "Lethal Weapon 3" entfaltet seine Faszination in erster Linie durch viele kleine unterhaltsame Szenen, Anspielungen und Gags, die neuen Charaktere, sowie die Entwicklungen der bereits bekannten. Auch hier gibt es einen längeren Director's Cut, der etwas Handlung und eine "Folterszene" mehr inne hat. Der Streifen ist eine explosive Mischung aus rasanter Action, originellem Humor und flotten Charakteren - und somit ebenfalls ein Highlight im Genre des Buddy-Movies! Kommt nicht an die Teile 1 & 2 heran und ist trotzdem sehr unterhaltsam!

7/10

Lethal Weapon 2 - Brennpunkt L.A. (Director's Cut) (1989)

http://www.imdb.com/title/tt0097733/

Dieses Mal haben es unsere Helden aus dem ersten Teil, Riggs und Murtaugh, mit korrupten, südafrikanischen Diplomaten zu tun, die wegen ihrer Immunität einige Sachen anstellen können, die ein “normaler” Verbrecher nicht kann. "Lethal Weapon 2" ist einer von wenigen Filmen, die es rechtfertigen, daß Fortsetzungen erfolgreicher Streifen überhaupt gedreht werden dürfen. Und es sollte auch nicht der letzte dieser Reihe bleiben.

"Lethal Weapon 2 - Brennpunkt L.A." ist, genauso wie der Vorgänger, einer der besten Action-Buddy-Movies die es gibt. Regisseur Richard Donner hat auch hier alles richtig gemacht und setzt gegenüber dem Vorgänger noch eins drauf: mehr Action, etwas mehr Humor, mehr Dramaturgie. Doch nichts wirkt überdosiert, die Balance wurde perfekt getroffen. Vor allem darf man hier, dank Mel Gibsons (positiver) Charakterenwicklung, viele lustige Momente erleben. Auch ein überragender Joes Pesci bringt witzigen Wind als Sidekick Leo Getz in die ganze Sache. Der Film wirkt einfach rund, ausgereift und überlegt: humorige Dialoge, geniale Szenen, tolle Darstelleleistungen, überragender Soundtrack, immer wieder perfekt eingesetzte Action und eine kleine Liebesgeschichte die tragisch endet und dem Film dadurch im letzten Drittel einen sehr ernsten Anstrich gibt. Besser geht es eigentlich nicht.

Danny Glover und Mel Gibson harmonieren in jeder Filmsekunde, selten hat mich ein Filmpaar so begeistert wie in der "Lethal Weapon" - Reihe, es scheint eine verschworene Einheit zu sein, versprüht sogar familiäres Flair, man fiebert mit ihnen mit. Der komplette Film wirkt wie aus einem Guss, es gibt so gut wie keine Negativpunkte für mich. Leerläufe oder Langeweile sind hier ein Fremdwort. Dazu sind einige der Szenen bis heute unerreicht und so gut wie jedem Fan ein Begriff, man denke allein an die "Toilettenszene" mit Gibson und Glover. Die "bösen Buben" sind herrlich fies und genauso kompromisslos, wie es Gibson ist, der mit seiner ihm eigenen Art genau weiß, wie er gewisse Personen zur Weißglut bringt.

Der Director's Cut des Films bietet nur ein paar Erweiterungen, ein oder zwei humorige Elemente, die wohl aus Straffungsgründen aus der Kinofassung entfernt wurden. Hier kann man sich noch einmal ein genaueres Bild darüber machen: schnittberichte.com. Alles in allem ist so der zweite Teil gleichauf mit dem Vorgänger. Ein Actioner zum immer wieder ansehen mit einem grandiosen Cast und vielen coolen Momenten. Besonders das Ende, an dem "Knockin' On Heaven's Door" von Eric Clapton und später "Cheer Down" von George Harrison gespielt wird. Klasse.

8,5/10

Freitag, 25. Oktober 2013

Violet & Daisy (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1634136/

Violet (Alexis Bledel) und Daisy (Saoirse Ronan) – sehen vielleicht unschuldig aus. Doch weit gefehlt, die beiden sind Profikillerinnen und von einem verärgerten Gangsterboss auf Michael angesetzt. Ein Routineauftrag, wie es scheint: Rein in die Wohnung, Kerl erschießen, raus, Geld kassieren und sich endlich ein Kleid von Barbie Sunday leisten! Doch Michael (James Gandolfini) ist kein gewöhnliches Opfer. So hatten sich die zwei das nicht vorgestellt!

Nicht Fisch, nicht Fleisch, irgendwie anders, irgendwie komisch und doch interessant. Was als Thriller beginnt, wird zu einer Komödie, hält dieses Niveau eine ganze Weile, das ein wenig an Tarantino erinnert und wird dann schließlich zu einem Drama. So richtig will aber der Funke nicht überspringen. Auch wenn dieses Kammerspiel, welches sich fast nur an einem Platz in der Wohnung von Michael abspielt, gut geplant und erdacht ist und mal etwas völlig anderes darstellt, so fehlt es letztendlich an Drive und/oder Konsequenz, um einen Knüller daraus werden zu lassen. Die beiden Mädels spielen ihre Rollen gut, aber vor allem James Gandolfini (Möge er ihn Frieden ruhen!) als Michael hat es drauf und reißt somit den ganzen Film an sich. Dazu gibt es ein paar coole Brüller, schlagfertige, sowie naive Wortwechsel und witzige Szenen, die einen bei der Stange halten.

Fazit: halb und halb, gewollt und nicht alles gekonnt. Schade, aber dennoch einen Blick wert. Ich habe das Gefühl, dass Danny Trejo in den letzten drei Jahren mehr Filme gemacht hat, als so mancher Hollywoodstar in seiner gesamte Karriere.

6/10

Das ganze Ding gibt es als hübsches Mediabook von CAPELIGHT PICTURES:

Man Of Steel 3D (2013)

http://www.imdb.com/title/tt0770828/

Schon früh entdeckt Clark Kent, dass er über außergewöhnliche Kräfte verfügt, die ihn von allen anderen Menschen unterscheiden. Sein Vater erzählt ihm daraufhin, dass er vor vielen Jahren von Krypton auf die Erde gesandt wurde. Als junger Mann macht sich Clark schließlich auf die Reise nach seinem Ursprung und nach der Antwort auf die Frage: Wieso wurde ich auf die Erde gesandt? Wie lautet mein Auftrag? Um die Welt vor der kompletten Zerstörung zu retten und um als Symbol der Hoffnung für die Menschheit zu gelten, muss sich Clark als wahrer Held offenbaren. Als Gegner des Superhelden treten in Man of Steel zwei Überlebende vom Planeten Krypton auf: der verschlagene General Zod und seine bösartige Partnerin Faora.

Regisseur Zack Snyder mag ich. Spätestens seit "Watchmen" und"300". Der Mann hat es einfach drauf Bilder zu produzieren, die irgendetwas Episches inne haben und die einen immer wieder wie gebannt vor dem Bildschirm fesseln können. Als ich hörte, dass mit "Man Of Steel" ein Superman-Reboot von ihm kommt, war ich sofort Feuer und Flamme - undhabe den Film doch im Kino verpasst. Seis drum, denn nun habe ich die Limitierte Edition des Films im passenden Steelbook zu Hause und konnte nicht anders als gleich den Player anzuwerfen.

Die Story beginnt auf Krypton und mit Kal'Els Geburt, während sich der Planet selbst schon am Rande der Zerstörung befindet. Und damit hat man auch gleich alle beisammen: die liebenden Eltern (Russell Crowe spielt einen phantastischen Vater Jor'El), den Gegenspieler General Zod (ebenfalls klasse: Michael Shannon) und natürlich ein Baby-Kal'El, noch nackt, wie er eben zur Welt kam. Und dort schon entwickelt sich die Kontroverse, die gleich mit voller Wucht und bildgewaltig über dem Zuschauer (mit der Zerstörung Kryptons) zusammenkracht - man merkt sofort: da war nicht nur Snyder am Werk, auch Christopher Nolan ("The Dark Knight" Trilogie) hatte hier gewaltigen Einfluss. Es ist nicht mehr ganz so maßlos übertrieben, sondern im Rahmen einer Superheldenverfilmung, ruhig erzählt, episch, untermalt mit der stimmigen Musik von Hans Zimmer. Aber dann wird der Film hektisch, schneidet hin und her und ganz plötzlich ist dann, nach ein wenig mehr Vorgeschichte und Flashbacks plötzlich Superman da. Tja, das ging mir zu schnell. Also ich suche  nicht mein Leben lang nach meinen Eltern und ziehe dann, sobald ich sie finde, einen Neoprenanzug mit rotem Cape über und mache mich daran die Welt zu retten - nur weil ich zwei Minuten mit dem Abbild meines Vaters parliere. Auch Kevin Costners Rolle als Clarks Stiefvater ist mir ein wenig zu kurz geraten und erinnerte mich in Teilen an die "Spider-Man"-Trilogie von Sam Raimi. Denn die Stiefväter agieren so unauffällig auffällig gleich, um ihren Adoptivsöhnen den richtigen Pfad zu weisen, dass es fast schon schmerzt. Naja und dann, wenn die Welt am Abgrund ist, kommt natürlich Superman, der seinen Namen passenderweise von Lois Lane (Amy Adams, die ich im FIlm gar nicht mochte, ja, die mir sogar in ihrer Rolle unsympatisch war) bekommt, und rettet sie, indem er halb Metropolis dem Erdboden gleich macht. Das fetzt schon irgendwie, aber sollte Superman nicht eigentlich Menschen beschützen, anstatt sie mit Häusern und Tanklastwagen zu bewerfen? Gut, er hat auf General Zod gezielt, aber das Ergebnis spricht gegen ihn. Auch finde ich es immer wieder fremdschämartig lächerlich, wenn sich auf der Straße zwei Superwesen Autos um die Ohren schlagen und durch Häuser katapultieren, und die ängstlichen Anwohner laufen in ihre Häuser und versperren symbolisch die Holztür(!) - *facepalm*

Nette, kleine Gags im Hintergrund lassen einen lächeln (Superman wird von Zog gegen ein Baugerüst geworfen und im Hintergrund sieht man nur kurz "160 Day since the last accident" - und die "1" und die "6" fallen herunter). Sowas ist nett und zum Glück nicht in übertriebenem Maße eingebaut. Es lockert auf. Und dann - nach knapp zweineinhalb Stunden ist der Film rum und war eigentlich viel zu kurz. Viel mehr Geschichte um den jungen Clark Kent hätte ich mir gewünscht, dafür ein bissel weniger Endkampf - der nimmt nämlich fast die ganze letzte Stunde ein. Und dann fängt Clark natürlich auch noch seinen Job beim "Daily Planet" an - und man mag es kaum für möglich halten - kein Mensch erkennt den Helden - nur weil er eine Brille trägt. Aber das war schon früher so und hat mich schon damals gestört und es stört mich auch heute noch.

Das 3D ist wie so oft überflüssig, denn es spricht weder für noch gegen den Filmgenuß. Es verleiht dem Film eine schön, gleichmäßige Tiefe und verzichtet fast völlig auf Pop-Outs. Einzig bei den schnellen Kampfszenen strengt es etwas an und man irgendwie das Gefühl irgendetwas verpasst zu haben. Dennoch trübt das nicht den Gesamteindruck des Films. Es ist ein gutes Re-Re-Reboot. Es passt in die heutige Zeit und weiß mit bombastischen Szenen grandios zu unterhalten. Da darf man gespannt sein, ob einer zweiter Teil kommt. Ich vermute mal ja, denn auch der Teil hier hat extremes Wiedersehenspotential. Nicht unbedingt in 3D, aber cool war er schon.

7,5/10

Passend zum Titel gibt es ein schickes Steelbook, auf dem der Film auch in 3D enthalten ist:

[SERIE] The X-Files, Season 09 - Akte X

Die Luft ist eindeutig raus. Nicht nur, dass die Qualität der Folgen merklich abgenommen hat, es werden auch alte Fälle neu  aufgehübscht und verarbeitet. Das langweilt und man hat das Gefühl, dass den Machern die Ideen ausgegangen sind. zudem stört mich die Rolle der Monica Reyes, die mir zu sehr und zu offensichtlich hinter jeden Hokuspokus herjagt. Naja. Zumindest gibt es ein paar nette Folgen und die Serie findet auch einen würdigen Abschluß mit einer gigantisch guten letzten (Doppel-)Folge.

http://www.imdb.com/title/tt0751167/
9.1 Unter Wasser (Nothing Important Happened Today (1))
Agent John Doggett und seine Kollegin Monica Reyes erhalten einen anonymen Hinweis auf einen mysteriösen Todesfall: Carl Wormus, Leiter der Umweltschutzbehörde, ist mit seinem Wagen in den Potomac gestürzt und ertrunken. Doch Scully stellt bei einer Autopsie fest, dass Wormus von jemandem ertränkt worden sein muss. Als kurz darauf ein Mitarbeiter des Wasserwerks ums Leben kommt, der mit Chloramin zu tun hatte, beschließen Doggett und Reyes, dort ein wenig herumzuschnüffeln. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751168/
9.2 Adam und Eva (Nothing Important Happened Today (2))
Doggett wurde bei seinen Recherchen im Wasserwerk von Shannon McMahon, einer Ex-Marine-Kollegin, unter Wasser gezogen und so vor Follmer gerettet. Shannon gehört zur ersten Generation biotechnisch manipulierter Elitesoldaten mit besonderen Fähigkeiten. Mittels manipulierten Chloramins im Trinkwasser sollen nun aus der US-Bevölkerung immer mehr ihrer Sorte entstehen. Die Ermittlungen führen Doggett und Reyes zu einem Navy-Schiff, das sich als riesiges Genlabor erweist. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0751096/
9.3 Daemonicus (Daemonicus)
Als ein älteres Ehepaar offenbar Opfer eines satanischen Ritualmords wird, glaubt Agentin Monica Reyes, die „Anwesenheit des Bösen“ persönlich zu spüren – aber Doggett misstraut ihren Empfindungen. Wenig später meldet eine Nervenklinik die Flucht eines gefährlichen Patienten und eines Aufsehers. Darauf verhören Doggett und Reyes in der Klinik den Patienten Joseph Kobold, der zuletzt mit den Verschwundenen zusammen war. Und Joseph scheint ein dunkles Geheimnis zu haben. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751067/
9.4 4-D (4-d)
Als Agent John Doggett den mutmaßlichen Frauenmörder Lukesh observiert, wird er angeschossen und ist danach querschnittsgelähmt. Dubioserweise stammt die Patrone aus der Waffe von Doggetts Partnerin Monica Reyes, und auch Lukesh behauptet, die Agentin am Tatort gesehen zu haben. Doggett schließlich gibt an, Lukesh habe auf ihn geschossen und Monica Reyes die Kehle durchgeschnitten. Monica vermutet, dass Lukesh ein Wanderer zwischen den parallelen Welten ist. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751155/
9.5 Der Herr der Fliegen (Lord Of The Flies)
An der High School von New Jersey kommt ein Schüler auf einer selbst initiierten „Volltrottel-Show“ bei einem blödsinnigen Stunt ums Leben. Doggett und Reyes recherchieren und stellen fest, dass der Junge nicht durch die Unfallverletzungen starb, sondern weil Fliegen ihm das Gehirn weggefressen haben. Als auch der Veranstalter der Stunt-Show von Fliegen angegriffen wird, führt die Spur zu Dylan, dem Sohn der Direktorin, – und der trägt ein furchtbares Geheimnis in sich. - 6/10

http://www.imdb.com/title/tt0751250/
9.6 Schattenmann (Trust No. 1)
Ein geheimnisvoller Informant macht Doggett und Reyes das Angebot, die Namen der genetisch manipulierten Supersoldaten zu nennen, mit denen die Agenten zuletzt zu tun hatten. Allerdings will der „Schattenmann“ sein Wissen nur an den verschwundenen Mulder weitergeben, da dieser als einziger die richtigen Verbindungen herstellen könne. Schließlich lässt sich Scully, die als einzige manchmal noch E-Mails von Mulder erhält, dazu überreden, den Kontakt mit ihm herzustellen. - 5,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0751146/
9.7 Häutungen (John Doe)
In Novi, Virginia, sollen John Doggett und Monica Reyes eine schreckliche Mordserie untersuchen: Zwei Mitglieder einer Therapiegruppe der Psychologin Dr. Lisa Holland sind bei lebendigem Leib gehäutet worden. Der Verdacht fällt zunächst auf Schlachthofarbeiter Ed Kelso; doch als er und die Psychologin selbst von grausamen Visionen gehäuteter Menschen heimgesucht werden, findet Monica zusammen mit Scully heraus, dass die brutale Mordserie ein historisches Vorbild hat. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0751134/
9.8 Desaparecido (Hellbound)
John Doggett wacht völlig orientierungslos im Gefängnis der mexikanischen Stadt San Gradura auf und kann sich nicht mehr an seinen Namen erinnern. Schließlich sorgt ein Ganove namens Domingo für Doggetts Freilassung. Dieser erklärt ihm, dass er ein namenloser „Desaparecido“ – ein Verschwundener – sei und nun für ihn arbeiten müsse. Als Doggett aber herausfindet, dass Domingo im Namen der örtlichen Mafia Menschenschmuggel im großen Stil betreibt, droht ihm der Tod. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751181/
9.9 Drohungen (Provenance)
Als ein Motorradfahrer an Kanadas Grenze versucht, illegal in die USA zu gelangen und dabei in eine Schlucht stürzt, geht die Maschine in Flammen auf. Doch von dem Fahrer fehlt jede Spur. An der Absturzstelle findet das FBI lediglich mysteriöse Abdrücke, die stark jenen ähneln, die man bei einem an der Westküste Afrikas abgestürzten Ufo fand. Noch ahnt Scully nicht, dass ihr kleiner Sohn William von einer Ufo-Sekte für den künftigen Führer der Außerirdischen gehalten wird. - 6,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0751182/
9.10 Die Prophezeihung (Providence)
Bei Scullys und Reyes’ Versuch den Gesundheitszustand des Ex-FBI-Agenten Comer zu verbessern, um Informationen über den Verbleib von Scullys Sohn William und die Motive der obskuren UFO-Sekte zu erhalten, werden sie von FBI-Kollegen behindert und Comer getötet. Sekten-Führer Josepho kontaktiert Scully, schlägt ihr ein Treffen vor und stellt die Freilassung ihres gekidnappten Sohnes in Aussicht, wenn sie den Beweis erbringt, dass Mulder tot ist. Scully geht scheinbar auf die Bedingung des Entführers ein. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751079/
9.11 Audrey (Audrey Pauley)
Kurz nachdem sich John Doggett und Monica Reyes nähergekommen sind, erleidet Monica einen schweren Autounfall und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Als die Diagnose auf Hirntod lautet, will Doggett dies nicht einfach so hinnehmen und recherchiert auf eigene Faust. Mit Unterstützung der Aushilfspflegerin Audrey gelingt es ihm, Kontakt zu Monicas Seele aufzunehmen und sie vor den tödlichen Injektionen von Dr. Preijers zu retten, der einen schwunghaften Organhandel treibt. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0751253/
9.12 Der Mörder in mir (Underneath)
Aufgrund einer fraglichen DNA-Probe wird Serienmörder Bob Fassl freigelassen. Agent Doggett, der Fassl damals verhaftet und für dessen Verurteilung gesorgt hatte, bittet Scully um eine erneute Untersuchung des DNA-Materials. Diese stellt dabei mit ihrer Kollegin Monica Reyes eine abenteuerliche Theorie auf: Fassl kann sich als tiefgläubiger Katholik seine Sünden nicht eingestehen und hat in seiner gespaltenen Persönlichkeit ein zweites Ich als brutaler Massenmörder entwickelt. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0751142/
9.13 Sechs und neun (Improbable)
Bei einer mysteriösen Mordserie kommt Monica Reyes dem Täter mit Hilfe ihrer Numerologie-Kenntnisse auf die Spur. Dieser scheint seine Opfer nach deren Karmazahlen auszuwählen. Während ihr die Kollegen mit Skepsis begegnen, versucht Reyes sie verzweifelt von dieser Theorie zu überzeugen. Einzig John Doggett fällt auf, dass die Anordnung der Tatorte auf der Landkarte die Zahl sechs ergibt. Ferner lassen ähnliche Spuren an den Opfern die Vermutung zu, dass der Täter einen Ring mit drei Sechsen trägt. Handelt es sich um einen geisteskranken Satanisten oder gar den Teufel persönlich? - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751198/
9.14 Unter dem Bett (Scary Monsters)
Alarmiert von ihrer Kollegin Leyla Harrison, die sich um den Enkelsohn einer Freundin sorgt, brechen Doggett und Reyes zum Wohnort des Kindes Tommy auf, dessen Mutter sich mit 16 Stichen in den Bauch umbrachte. Dort angekommen scheint erst alles normal. Eine Motorpanne zwingt die Special Agents dazu die Nacht im Hause von Tommy und seinem Vater Jeffrey zu verbringen und diese Nacht hat es in sich: Reyes bekommt fürchterliche Bauchkrämpfe, und Leyla blutet aus den Augen. Verursacher dieser Phänomene ist Tommy. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751148/
9.15 Helden (Jump The Shark)
Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Morris Fletcher bittet Reyes und Doggett um Schutz vor seinem derzeitigen Arbeitgeber, der ihn umzubringen versucht. Dafür bietet Fletcher dem FBI die Aushändigung einer „Supersoldatin“ namens Yves Adele an. Yves war früher eine Hackerkollegin der drei einsamen Schützen Byers, Langley und Frohike. Doch die drei glauben Fletcher nicht, da sie ihn als ständigen Lügner kennengelernt haben und versuchen, ihre Ex-Kollegin auf eigene Faust aufzuspüren, um sie an ihrer nächsten Mordtat zu hindern. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751261/
9.16 Zum Wohle des Kindes (William)
Ein von Brandnarben gezeichneter, geheimnisvoller Mann attackiert Agent Doggett in dessen Büro. Weil er über die Verschwörung der Regierung, deren Ziel es ist, die Wahrheit über die Existenz von Aliens zu vertuschen, bescheid weiß, hält man ihn erst für den verschollen geglaubten Mulder. Nur Scully erkennt seine wahre Identität – es handelt sich um Mulders Halbbruder Jeffrey Spender, ebenfalls ein Sprössling des Nichtrauchers. Währenddessen verabreicht Spender Scullys Sohn William heimlich eine Metallinjektion, die ihn für die Außerirdischen unbrauchbar machen soll. Um ihrem Sohn ein normales Leben zu ermöglichen, entschließt sich Scully William zur Adoption freizugeben. - 6,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0751189/
9.17 Erlösung (Release)
Doggett findet aufgrund eines anonymen Hinweises eine in die Wand eines Mietshauses eingemauerte Frauenleiche. Mithilfe der scharfsinnigen Analysen des jungen FBI-Kadetten Rudolph Hayes recherchieren die Agenten, dass der Täter noch einen weiteren Mord begangen hat und auch der Mörder von Doggetts Sohn Luke ist. Doggett setzt nun alle Hebel in Bewegung, um Regali zu überführen. Doch der erweist sich als harter Brocken, der offensichtlich besonderen Schutz genießt. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751209/
9.18 Die perfekte Familie (Sunshine Days)
In einem Vorort von L.A. sterben zwei Männer kurz hintereinander auf die gleiche Weise: Sie werden durch das Dach eines Hauses geschleudert und schlagen dann aus großer Höhe auf dem Boden auf. Doggett und Reyes nehmen das unscheinbare Vorstadthaus unter die Lupe und stoßen da auf den Sonderling Oliver Martin alias Anthony Fogelman, der über besondere psychokinetische Kräfte verfügt. Doch genau diese Kräfte verzehren Anthony – wendet er sie an, begibt er sich in Lebensgefahr ... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0408347/
9.19 Die Wahrheit (The Truth Part 1 & 2)
Als sich Mulder unerlaubt Zugang zum Militärstützpunkt Mount Weaver verschaffen will, gerät er in einen Kampf mit einem Supersoldaten, der dabei getötet wird. Mulder wird gefasst, vor einem Militärgericht wegen Mordes angeklagt und unerbittlich zum Tod durch die Giftspritze verurteilt. Doch Skinner, Doggett und Reyes befreien ihn aus dem Gefängnis und raten ihm dringend, zusammen mit Scully die USA zu verlassen. Mulder aber will die Suche nach der Wahrheit nicht aufgeben ... - 9/10

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Scott Pilgrim vs. The World - Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt (2010)

http://www.imdb.com/title/tt0446029/

Der ebenso charmante wie arbeitslose 22-jährige Scott Pilgrim (Michael Cera) spielt Bass in der Indieband Sex Bob-omb und hat eben Ramona Flowers (Mary Elizabeth Winstead) kennengelernt – buchstäblich das Mädchen seiner Träume. Aber leider muss er erst ihre sieben bösen Ex-Lover besiegen, wenn er Ramonas Herz gewinnen will. Die Comicverfilmung von Kultregisseur Edgar Wright ("Hot Fuzz", "Shaun Of The Dead") ist das knallbunte Actionabenteuer eines romantischen Abhängers, der um den Highscore für die Liebe kämpft, bevor es GAME OVER heißt!

Der Film beginnt mit einem Universal-Logo im C64-Stil, unterlegt mit Adlib-Sound. Das müsste eigentlich schon alles sagen. "Scott Pilgrim vs. The World" ist defintiv kein Film der jedem gefällt, denn seine Story und seine Aufmachung sind vielleicht nur was für Hardcore-Nerds. Mir hats jedenfalls gefalllen, die Story ist herrlich skurril und unlogisch, ebenso wie die wunderbar überdrehten Charaktere. Der Film ist unglaublich witzig, und das sogar noch auf eine höchst innovative Art. Das Universum des Streifens funktioniert nämlich ähnlich einem Videospiel ("Street Fighter", "Tekken" oder "Mortal Kombat"), was vielen Kennern mehr als einmal die Lachtränen in die Augen schießen lässt, wenn zum Beispiel ein Gegner besiegt wird, und dieser daraufhin in Münzen aufgeht, diese aber nicht mal für den Bus nach Hause reichen. Oder vielen kleinen (oft pixeligen) Grafiken ("One Up!"), die immer wieder eingespielt werden, sobald etwas abgedreht, laut oder emotional wird. Oder die "Tricky!"-Einlage. Geil. Allgemein ist der Film mit Popkultur-Verweisen bis unter die Decke vollgestopft und zitiert sich einmal quer durch Filme, Comics, Videospiele, Musik und wieder zurück.

Es ist zudem erstaunlich wie detailreich die Szenerie zum Teil ist und wieviele kleine Anspielungen darin verteckt sind. Dabei fordert der Film den Zuschauer sehr oft heraus, sein nerdiges Vorwissen einzusetzen. Und man wird dafür belohnt. Aber genau hier liegt auch die große Gefahr: Ich kann mir gut vorstellen, das Leute die eben nicht über die oben genannten Themen einigermaßen Bescheid wissen, nicht ganz soviel Spaß an dem Film haben werden. Das ist aber gar nicht mal so schlimm, denn hierbei handelt es sich nunmal um einen Film, der eben von einer bestimmten Zielgruppe für eine bestimmte Zielgruppe gemacht wurde. Das hierbei die Sehgewohnheiten des Mainstreams gekonnt umschifft wurden, macht es für die Leute die den Film mögen nur noch schöner. Und wer jetzt denkt es handle sich hierbei nur um eine Komödie mit Popkultur Referenzen, dem sei gesagt das sich hinter dem Klamauk auch eine schöne und von allen Darstellern bis in die Nebenrollen schön gespielte Coming-of-Age Geschichte verbirgt.

Abschließend kann gesagt werden, dass Regisseur Ed Wright hier eine wundervoll symphatische Komödie abgeliefert hat, wie man sie im heutigen Einheitsbrei nur noch selten sieht.

8/10

Dienstag, 22. Oktober 2013

Fright Night 2: New Blood - Fright Night 2: Frisches Blut (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2486630/

Bei Tag ist Gerri Dandridge eine sexy Professorin, nachts jedoch verwandelt sie sich in einen Vampir mit einem unstillbaren Durst nach menschlichem Blut. In ihr gnadenloses Spiel von Lust und Terror geraten der Student Charley und seine Ex-Freundin Amy. Auf diese hat die Professorin Gerri ein Auge geworfen, denn das Blut der "Neumond-Jungfrau" könnte der Professorin zu ewiger Jugend verhelfen. Dies müssen Charley und sein Freund "Evil" Ed unbedingt verhindern. Deshalb bitten sie Peter Vincent, einen Vampirjäger und Moderator der Reality Show "Fright Night", um Hilfe. Gemeinsam versuchen sie, Amy vor einem Schicksal zu retten, das grausamer ist, als zu sterben...

Bei DTV-Produktionen ist es ja meistens so, dass ein überflüssiger Ableger eines mitunter gut beim Publikum angekommenen Films gedreht wird. So ähnlich ist es auch hier. Die Story bietet nichts Neues, sondern versucht eher mittels ein wenig mehr Gore und Blut, gewürzt mit überflüssiger, wenn auch nett anzusehender Nacktheit, zu punkten. Leider erreicht sie das nicht wirklich. Abgesehen davon, dass ich die Schauspieler - bis auf die Vampirin (Jamie Murray - konnte man auch schon nackig in "Spartacus: Gods Of The Arena" bewundern), die ihre Rolle wirklich gut spielt - recht unsympathsich finde und die Geschichte spätestens ab dem Zeitpunkt, wo im Comicstil (den ich sehr mochte) erklärt wird, wie die mittlerweile enttarnte Blutgräfin erlöst werden kann, so was von vorhersehbar wird, ist es ein netter kurzweiliger Streifen für zwischendurch, aber mit Sicherheit kein Meisterwerk. Auch mit Stereotypen und "coolen" Sprüchen und Kraftausdrücken gewinnt man bei mir keinen Blumentopf. Lediglich die Effekte sind klasse und wenn es dann Vampir gegen Mann geht ist es dann sogar recht spannend. Das Ende ist dann wider Erwarten ebenfalls recht gut. Dazu gibt es sogar ein paar nette Einfälle, wie man den Vampiren Herr werden kann, aber im Großen und Ganzen bleibt dieser zweite Teil trotz allem lediglich Mittelmaß.

5/10

http://tinyurl.com/kefxwul

Sonntag, 20. Oktober 2013

[SERIE] Star Trek: The Next Generation: Redemption - Star Trek: The Next Generation: Der Kampf um das klingonische Reich

http://www.imdb.com/title/tt0708762/
http://www.imdb.com/title/tt0170501/

Die Blu-ray bietet die Folgen "Redemption, Part I" (Der Cliffhanger und die finale Folge aus der Serie "Star Trek: The next Generation, Season 04") und "Redemption, Part II" (Die Fortsetzung und gleichzeitig der Opener aus "Star Trek: The next Generation, Season 05") erstmal als zusammenhängende Fassung und einen somit knapp 90-minütigen Kinofilm.

In diplomatischer Mission wird Picard mit der wichtigen Aufgabe betraut, das Ritual zur Kanzlerwahl des Hohen Rates der Klingonen abzuhalten. Gowron ist der rechtmäßige neue Vorsitzende. Doch dagegen haben Lursa und B’Etor, Angehörige seines verstorbenen Widersachers Duras, entschieden etwas einzuwenden. Sie planen eine Intrige, um die Macht an sich zu reißen. Die Romulaner unterstützen sie bei ihrem Intrigenspiel. Die Lage spitzt sich immer mehr zu und es droht ein Bürgerkrieg auszubrechen. Worf quittiert daraufhin seinen Dienst an Bord der Enterprise, um für Gowron zu kämpfen. Die Romulaner beabsichtigen, die Allianz zwischen der Föderation und dem klingonischen Imperium zu beenden. Dafür unterstützen sie die Duras-Familie, die mit allen Mitteln die Macht des Hohen Rates der Klingonen übernehmen will. Als die Crew der Enterprise die skrupellosen Machenschaften der Romulaner entdeckt, möchte Captain Picard das Intrigenspiel entlarven. Doch ihm gelingt es nicht, diese Einmischung in klingonische Angelegenheiten aufzudecken. Die Romulaner scheinen der Besatzung der Enterprise immer einen Schritt voraus zu sein...

Wie schon bei "The Best of Both Worlds" sind nicht einfach nur beide Folgen zusammengeschnitten worden, sondern so zusammengefügt, dass ein insgesamt nahtloser Kinofilm daraus geworden ist. Insgesamt eine geniale Folge, in der man auch eine Figur wieder sieht und so die Folge 3.15 noch einmal einen tieferen Sinn ergibt. Die Idee dahinter ist mehr als großartig und bietet so völlig neue Möglichkeiten - und darüber hinaus einen klasse Wendepunkt. Passt wunderbar und lässt die Wartezeit auf die fünfte Staffel etwas schneller vergehen.

9/10

Kaufen bei amazon.de

Die Blu-ray gibt es mittlerweile auch in Deutschland, wo man momentan noch die Blu-ray in einem schicken glanzlackiertem Schuber erhält, der noch dazu aufklappbar ist, auf der Außenseite ein Bild von Worf und im Innenteil den klingonischen hohen Rat mit den Protagisten des Films bietet. Schick.

The Cell (2000)

http://www.imdb.com/title/tt0209958/

Carls (Vincent D'Onofrio) Fantasien sind grellbunt, obszön und gewalttätig. Die Opfer des Serienkillers sind immer junge Frauen - seine Methode immer dieselbe: Zuerst sperrt er sie in eine gläserne Zelle. Dann kommt das Wasser. Und wenn sie ertrunken sind, tauchen sie in seiner Wahnvorstellung als Sexmarionetten wieder auf. Als Carl geschnappt wird, hat sein letztes Opfer nur noch wenige Stunden zu leben. Im Kampf gegen die Zeit bleibt FBI-Agent Peter Noviak (Vince Vaughn) nur noch ein einziger verzweifelter Versuch: Er bittet die Psychologin Cathererine (Jennifer Lopez), in das Bewusstsein des Killers einzudringen und das Versteck der jungen Frau herauszufinden. Für Catherine beginnt damit ein bizarrer Trip in eine wüste Gedankenwelt. Viel zu spät wird ihr klar, dass Carl sie in seinen Träumen schon längst erwartet...

Tarsem Singhs Film "The Cell" ist vor allem eines: unterbewertet. Der Film liegt mittlerweile ein gutes Jahrzehnt zurück, aber lebt heute immer noch von einer Bildgewalt, wie man sie selten vorfindet. Wer auch "The Fall" kennt, weiß, dass Singh ein Händchen für Bildsprache hat. Es gibt in der Mitte des Films eine Szene, die dies am besten beschrieben kann: die Taufe des jungen Stargher. Die Kamera taucht aus dem Wasser auf, beschreibt einen halbkreisförmigen Bogen darüber hinweg und taucht wieder ins Wasser ein. Alleine diese Art der Konstruktion dieses einen Moments und ihre perfekte Umsetzung erscheint mir gekonnter, als das, was die meisten Regisseure heute ihren Zuschauern vorsetzen. Und auch der Soundtrack von Howard Shore mag genügen, um den Albtraum vor dem geistigen Auge wiederzubeleben. Zu bemängeln hätte ich lediglich Jennifer Lopez, die nicht ganz in den Film passen mag, auch wenn sie ihre Arbeit gut - aber etwas farblos - abgespult hat.Trotz allem ein sehr sehr guter Thriller. Wenn auch etwas anders.

8/10

Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis (Director's Cut) (1987)

http://www.imdb.com/title/tt0093409/

Beide sind Cops in L.A.. Beide sind absolute Profis. Und beide hassen es, mit einem Partner arbeiten zu müssen. Gemeinsam sind sie das perfekte Team: Der durchgeknallte Martin Riggs (Mel Gibson) und der besonnene Roger Murtaugh (Danny Glover), die auf der Jagd nach Heroinschmugglern gnadenlos Los Angeles auf den Kopf stellen.

Wenn man an einen Buddy-Actionfilm denkt, dann denkt man mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auch an den legendären ersten Teil der "Lethal Weapon"-Reihe. Ich weiß nicht, woran es liegt: an der großartigen Story, der coolen, aber nie aus dem Ruder geratenden Action oder dem ungleichen Gespann. Allein schon aufgrund seiner extrem markanten Protagonisten mit viel Wiedererkennungswert. Im Grunde funktioniert der Film auf vielen Ebenen und bildet so eine perfekte Symbiose, die einfach Sapß macht. Mit der genau richtigen Portion an Humor und One-Linern, die sich ebenso gekonnt wie stimmig in die Ermittlungen und das Kennenlernen des ungleichen Duos einreihen und selbstverständlich der spannende Weg der Ermittlung, die man eigentlich nicht als solche wahrnimmt. Ein großer Pluspunkt der Reihe ist aber vor allem die hohe Kontinuität. Diese reicht von Nebenhandlungen, über Nebendarsteller, Beziehungsgeflechte so wie einige Running Gags ("Ich bin zu alt für diesen Scheiß!").

Alle Filme sprechen eine gemeinsame, vertraute Sprache. Wobei der Klang dieser von Film zu Film besser wird und mit dem ersten Teil schon einen guten Auftakt bekommt. Klar ist da eine gehörige Portion Unsinn mit drin, wahrscheinlich vollkommen beabsichtigt, denn es ist auch dieser Unsinn, der hier entscheidend zum Sehvergnügen beiträgt. Außerdem trumpft hier der zu oft unterschätzte und von mir sehr gern gesehen Gary Busey als rechte Hand des eigentlichen Bösewichts auf, was auch noch einmal für eine gewisse Aufwertung sorgt. Der FSK-16 Director's Cut ist erstaunlicherweise wesentlich brutaler als die ab 18 eingestufte Kinofassung. Woran das liegt und was man dort mehr zus ehen bekommt, sagt diese Seite am besten aus: www.schnittberichte.com. Für mich ist der DC ebenfalls die "rundere" Fassung, bekommt man doch hier ein paar mehr Infos und Szenen über Riggs zu sehen, die seinen anfänglichen Zustand noch besser beschreiben und so zur Erklärung seiner Handlung beitragen.

Alles in allem also ein großartiger Actionfilm, eine grandiose Reihe und ein insgesamt spannendes und unterhaltendes Teil, das auch beim dritten oder zwölften Mal ansehen nicht langweilig wird.

8,5/10

Samstag, 19. Oktober 2013

Lincoln (2012)

http://www.imdb.com/title/tt0443272/

Das epische zweieinhalbstündige Drama konzentriert sich auf die letzten Monate der Präsidentschaft Lincolns, seine Bemühungen, den Bürgerkrieg zu einem Ende zu führen, und vor allem den dreizehnten Verfassungszusatz durch den Senat zu bringen. Der damals extrem kontroverse Gesetzentwurf verbot (und verbietet) Sklaverei in jeder Form auf dem Boden der Vereinigten Staaten. Dennoch gab es starken Widerstand, nicht nur unter den politischen Feinden, sondern auch in der Bevölkerung. Lincols wusste, dass er den Verfassungszusatz durchsetzen musste, bevor der Krieg mit den Südstaaten beendet ist, da der Rückhalt in der Bevölkerung vor allem dadurch gewährleistet war, dass der Verfassungszusatz den Krieg mit dem Süden beenden sollte. Der Präsident und sein Kabinett mussten ihre ganze politische Raffinesse in die Waagschale werfen, damit das Gesetz den Kongress passieren konnte, bevor die Südstaaten kapitulieren. Wären sie gescheitert, hätte die Möglichkeit bestanden, dass Sklaverei auch nach einem siegreichen Ende des Krieges seitens der Nordstaaten, wenn wieder wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund rücken, erneut Fuß gefasst hätte.

"Lincoln" ist mal wieder ein Film, bei dem ich nicht mal dran denken würde, ihn im Kino zu schauen. "Lincoln" ist ein Biopic über den 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Abraham Lincoln. Um genau zu sein, konzentriert sich "Lincoln" auf die letzten Monate im Leben seines Protagonisten, bevor er einem Attentat zum Opfer fiel, welches letztendlich zu seinem Tod führte. Der Film ist zwar lang aber im Endeffekt geht es fast ausschließlich um Lincolns Bemühungen den 13. Verfassungszusatz durchzusetzen. Die Handlung ist an sich eigentlich recht interessant, doch die ganzen politischen Diskussionen haben mich einfach nicht wirklich mitgerissen. Der Themenbereich ist einfach zu komplex, um ihn durch einen Film zu jagen. Zu wenig bekommt man von allem mit: von der Zeit und den Leuten, vom Bürgerkrieg an sich, von der Spaltung des Landes, von der Sklaverei. Sicher, man weiß vieles selbst, aber genau das muss man mitbringen und somit liegt es an jedem selbst, was einen der Film zeigt und lehrt. Außerdem kommt mir Joseph Gordon-Levitt in der Rolle des älteren Sohns von Lincoln einfach unnötig vor. Er trägt einfach nichts zum Film bei. Das selbe Gefühl hab ich auch mit Sally Fields Charakter Mary Todd Lincoln sowie Gulliver McGrath als der jüngere Sohn Lincolns. Daniel Day-Lewis hingegen ist der beste Darsteller des Films. Optisch ist Lincoln großartig gestaltet. Ich hab nie an dem Setting des 19. Jahrhunderts gezweifelt.

Für einen Spielberg-Film braucht er Ewigkeiten um in die Gänge zu kommen. Und am Ende kann man sich Lincoln einmal anschauen, immerhin geht es hier um ein wichtiges, geschichtliches Ereignis, doch bis ich zum Wiederholungstäter werde muss ich wohl einige Zeit verstreichen lassen.

8/10

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Hot Shots! Part Deux - Hot Shots! Der 2. Versuch (1993)

http://www.imdb.com/title/tt0107144/

Irgendwo in Asien. Zwei Männer im Zweikampf. Die Menge tobt. Die Regeln sind einfach – wer überlebt, ist Sieger. Die Waffe: Gummibärchen. In seinem neuen Abenteuer wird Topper Harley (Charly Sheen) noch härter rangenommen – jetzt gilt es, die als Geiseln festgehaltenen Geiselbefreier zu befreien, die der böse Diktator in seinem Spukschloss durch Schnürsenkel-zusammenbinden foltern lässt. Ein Einsatzkommando wird zusammengestellt – die besten Idioten der Special Forces sind gerade gut genug. Doch am Ende bleibt Topper auf sich allein gestellt – bis der Präsident selbst eingreift. Schließlich ist das Chaos vollends komplett.

Zweite Teile können es eben manchmal doch mit  ihren großen Brüdern und/oder Schwestern aufnehmen. Der zweite Teil von "Hot Shots!" nimmt dieses mal von "Rambo" über "Apocalypse Now" und "American Gladiators" wieder einmal alles auf die Schippe was nur geht. Dabei ist es ganz klar, dass mehr Augenmerk auf möglichst viele Gags gelegt wurde und auch nur so lassen sich manche Situationen erklären. Lloyd Bridges als President Benson ist genial blöde und mit auch wirklich jeder Situation gleichsam überfordert wie auch cool. Das bringt mich jedes Mal zum Lachen. Allein die Sprüche!

Topper Harley: "President Benson..." - Benson: "Sind sie nicht! Hab ihn im Fernsehen gesehn - alter Mann, etwa meine Größe..." - Michelle: "Sir, das ist Topper Harley." - Benson: "Topper, ja, natürlich, der Sohn, den ich nie hatte. Verdammt, kein Wunder, dass ich Sie nicht erkannt habe. Nur ein Rat unter Freunden: laufen Sie nicht rum und erzählen Sie, Sie wären der President. Ich würde das nicht tun und ich schätze Sie sollten das auch nicht - ist unglaubwürdig! Da oben ist eine Wanze, gehen wir weiter."

Besonders gefreut habe ich mich über Rowan Atkinson, der zwar erst am Ende eine kleine Rolle hat, diese aber mit Bravour spielt und so für den einen oder anderen Brüller sorgt. Auch schön zu sehen, dass wieder Ryan Stiles dabei ist, der dieses Mal sogar zu erkennen ist und herrlich erfrischend für die eine oder ander skurrile Situation sorgt. Tja, "Hot Shots - Part Deux" ist einfach ein Klassiker des Klamauks, der erfrischenden Blödsinns und bietet immer wieder Lach- und zumindest Schmunzelgarantie. Toll.

8/10 

Dazu gibt es bei unseren Nachbaren in Frankreich ein tolles Steelbook mit beiden Filmen in HD (und natürlich deutschem DTS 5.1-Ton):

Dienstag, 15. Oktober 2013

Lone Wolf McQuade - McQuade, der Wolf (1983)

http://www.imdb.com/title/tt0085862/

Schon sein Schießeisen macht den legendären Ex-Texas Ranger J.J. McQuade (Chuck Norris) ziemlich gefährlich - sein schwarzer Gürtel aber absolut tödlich! Als das Leben seiner Tochter von Kidnappern bedroht wird, die einen Truck voller Waffen und Munition stehlen wollen, nimmt McQuade das sehr persönlich. Er kommt einem gigantischen Waffenschmuggler-Ring auf die Spur, der Terroristen auf der ganzen Welt mit tödlicher Ware versorgt. Der Chef der Schieberbande aber ist Rawley Wilkes (David Carradine), ein weltbekannter Kampfsport-Experte, der noch nie einen Fight verloren hat. Kann der Ranger seine Tochter und seine Ehre retten? Oder sieht er endlich seinem Meister - und dem Tod - in die Augen?

Guter und auch solider Actionstreifen, bei dem Norris sein ganzes Potential als "einsamer Wolf" so richtig entfalten kann. Die Story ist nicht der Rede wert und könnte in jedem anderen beliebigen Actioner Platz finden. Leider hat der Film ein paar Durchhänger und langatmige Stellen. Der Score erinnert auch eher an einen Western. Carradine als Gegenspieler wird zu wenig beleuchtet. Er tritt nur dann auf, wenn er in eine Konfrontation gerät - typisch für die 80er. Wie geschrieben: solide, unterhaltsam. Chuck Norris eben.

6,5/10

Von NSM im auf 555 Stück limitierten Mediabook erhältlich:

The Jungle Book - Das Dschungelbuch (1967)

http://www.imdb.com/title/tt0061852/

Unter der Obhut des Panthers Bagheera wächst das Findelkind Mowgli sorglos bei einer Wolfsfamilie auf. Doch eines Tages erschüttert die unerwartete Rückkehr des menschenfressenden Tigers Shere Khan den gesamten Dschungel. Die große Sorge um Mowgli zwingt Bagheera zu der einzig möglichen Entscheidung: Mowgli muss gegen seinen Willen zurück zur Menschensiedlung. Und so beginnt ein spannendes und lustiges Abenteuer mit dem swingenden Affentanz von King Louie, einer pompösen Elefantenparade, singenden Geiern und der hinterlistigen Schlange Kaa. Vor allem aber lernt der kleine Mowgli durch den lebensfrohen Bären Baloo die gemütlichen Seiten im Leben und die Bedeutung wahrer Freundschaft kennen. Doch Shere Khan, der Tiger, ist ihnen bereits auf der Spur ...

Wieder einmal ein Klassiker aus meiner Kindheit. "Das Dschungelbuch" ist wie viele andere Disney-Zeichentrickfilme ein schönes kurzweiliges Abenteuer, hier nach der Geschichte von Rudyard Kipling. Ein Meisterwerk mit unvergesslicher Musik, die ebenso im Gedächtnis bleibt wie viele Szenen im Film selbst. Er ist witzig, spannend und klässt auch die Moral nicht aus - wie bei Disney üblich. Aber er kann über die gesamte Laufzeit perfekt unterhalten. Und das immer und immer wieder. Dazu spielen die Animationen in einem unverkannbaren Stil und noch heute - für einen Trickfilm - in der oberen Liga. Toll.

7,5/10

Montag, 14. Oktober 2013

Chillerama (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1727252/

Mehrere Jugendliche treffen sich zu einem Autokino-Marathon, bei dem mehrere Horrorfilme gezeigt werden. Im ersten Beitrag Wadzilla wird New York von einem bestialischen Spermium angegriffen, das eine Schneise der Zerstörung durch menschliche Unterleibe und Big Apple zieht. In I Was a Teenage Werebear entdeckt ein junger verschlossener Mann (in Anlehnung an … denn sie wissen nicht was sie tun und Grease), dass er ein Werbär wird, wenn er erregt ist. Doch er ist nicht allein. Und in The Diary of Anne Frankenstein bringt Anne Frank und Hitler zusammen, der ein Monster erschaffen will, um den Krieg für sich zu entscheiden. Doch stattdessen erschafft er einen Golem, der seine Judenlocken kreisen lässt und sich gegen den Schöpfer auflehnt.
Doch während die Teenager im Autokino sitzen, merken sie nicht, dass sich gleichzeitig eine Zombie-Armee bereit macht, die Tore der Hölle zu durchbrechen. Das kann ja Eiter werden!

Die Idee, einen Episodenfilm zu machen ist ja nun auch nicht gerade neu. Das kann tierisch in die Hose gehen, einen spannenden Beitrag hervorbringen oder zu einem großen Spaß werden. Dieser Film hier macht es fast richtig und bringt mit insgesamt 3 Episodenfilmen und einer hübschen Umverpackungung einen blutigen und teilweise sehr skurrilen Beitrag zur Thematik. Aber von vorn. "Wadzilla" war für mich der lustigste Film. Allein schon die Idee, dass ein Mann durch die Einnahme eines Medikamentes Supersperma produzieren kann, welches allerdings immer größer wird und letztendlich durch die Straßen New Yorks wabbert um Leute zu verspeisen - nur auf der Suche nach einer entsprechend großen Eizelle zum Befruchten - welche ausgerechnet die Freiheitsstatue innehat... Dialoge genial, Schauspieler passend auf B-Movie-Niveau und Kulissen wie aus dem Puppentheater. Fetzt.

Der zweite Film "I Was A Teenage Werbear" war da schon gar nicht mehr so cool. Vielleicht war es das Thema oder die Sing- und Gesangseinlagen, die sehr an "Grease" erinnern sollten (evntl. war der Beitrag auch als Hommage gedacht), für mich war das jedenfalls nix - vermutlich auch wegen der zu sehr thematisierten Homosexualität, die nun mal jeden Werbear auszeichnet. Da gab es mehr Potential, was hätte ausgeschöpft werden können. Zudem fand ich die Schauspieler sehr unsympathisch.

Ganz anders im dritten (s/w-)Film. "The Diary Of Anne Frankenstein" erklärt kurz und knapp, dass die Frankensteins zu Zeiten des ersten Weltkrieges nach Deutschland flohen und dort - um nicht gefunden zu werden - ihre Nachnamen einkürzten. Allein schon diese Idee verdient einen Preis! Als dann ein Slapstick-Hitler mitsamt Gefolgsleuten die komplette Familie auslöscht, um im Tagebuch die Bauanleitung für den Golem zu finden und auszuprobieren wird es imemr witziger, angefangen von nicht endend-wollenden Schreikrämpfen, die die Schauspieler sehr schön übertrieben-gelangweilt spielen bis zu den Kulissen, die der Golem einfach umgeht, um an seine Opfer zu kommen. Klasse!

Und dann folgt der vierte Film - Halt! - eigentlich kam jetzt ein Film, wo ich kurz daran dachte, den TV einfach auszuschalten, denn in "Deathication", der drohte, den Film mit derben Fäkalhumor in den Abgrund zu reißen. Glücklicherweise übernahm nach ein paar Sekunden das Konstrukt, der "Zom-B-Movie" die Kontrolle über den Film, brach "Deathication" schlagartig ab und verwandelte das Autokino in eine Zombieapokalypse mit einigen genialen Szenen! Und so bleibt nach knappen 2 Stunden ein amüsanter Episodenhorror, wenn man sich darauf einlässt. Gut.

6,5/10

Sonntag, 13. Oktober 2013

The Marine 3: Homefront (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2334841/

Sergeant Jake Carter (Mike Mizanin) ist auf Urlaub in seiner Heimatstadt und erfährt, dass seine Schwester (Ashley Bell) von einer Gang gewalttätiger Extremisten entführt wurde. Um sie zu retten, startet Mike einen waghalsigen Ein-Mann-Angriff auf die Operationsbasis der Entführer. Dabei entdeckt er, dass der skrupellose Anführer (Neal McDonough) der Truppe einen verheerenden Terroranschlag plant. In einem Wettlauf gegen die Zeit muss Mike sein Leben aufs Spiel setzen, um das Leben Tausender Unschuldiger zu retten.

Eieiei... Stereotypen wohin das Auge schaut. Es scheint fast so, als hätte sich der Regisseur nicht entscheiden können. Nimmt er nun den schmierigen Badguy, oder den muskelbepackten Handlanger, den intelligenten, aber doch leicht verrückten Gangsterboss oder den FBI-Maulwurf, den man seine Rolle schon 10 Meilen gegen den Wind ansehen kann. Dazu finde ich den Hauptdarsteller auch nicht besonders charismatisch. Das liegt vielleicht an der Rolle des Schönling-Wrestlers, der erst am Ende aussieht als könne er richtig zulangen. Da war John Cena im ersten Teil noch eine ganz andere Nummer. Schauspielern können zwar beide nicht, aber immerhin sieht Cena schon so aus als müsste man Angst vor ihm haben. Dabei gibt Neil McDonough einen herrlichen fiesen Bösewicht, der zwar öfters mal zum Leidwesen des Zuschauers seine blödsinnigen Motive ausbreitet, aber dennoch irgendwie ein bekanntes Gesicht reinbringt. Wenn dann in dem 90-minütigem Kaugummiartigem Film endlich mal nach 50 Minuten die richtige Action losgeht wirds so unrealistisch wie vorhersehbar, nur damit der Marine sein ganzes Können zeigen kann. Es scheint auch so, als wäre jedes S.W.A.T.-Team stragisch unterbelichteter als so machner dahergelaufener Redneck. Und das kaufe ich denen nicht ab. Natürlich ist es Mittel zum Zweck, aber eben auch genauso stumpfsinnig. Wenigstens ist das alles in einem sehr schön dreckigem Look eingefangen und ein paar nette Shootouts und Prügelszenen gibts auch. Nur eben zu wenig. Alles in allem gerade noch Mittelmaß.

4,5/10

Snowtown - Die Morde von Snowtown (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1680114/

Ein heruntergekommenes Viertel in Snowtown, Australien. Hier lebt der introvertierte Jamie (Lucas Pittaway) zusammen mit seiner Mutter und seinen beiden Brüdern. In dieser tristen Umgebung trifft der Junge auf John (Daniel Henshall), der für ihn wie ein Vater ist, den er nie gehabt hat. Noch weiß er nicht, wer John wirklich ist.
Doch hinter Johns väterlicher Fassade lauern Hass und Brutalität. Denn er ist John Bunting, der zwölf Menschen auf sadistische Art und Weise quälen und töten wird. Eine der schrecklisten Mordserien aller Zeiten beginnt. Zu spät merkt Jamie, worauf er sich eingelassen hat.

"Snowtown" ist ein eindringliches Drama über die sogenannten "Snowtown Murders", eine Mordserie, die in den 90er Jahren den Süden Australiens in Aufregung versetzte. Seine herausragende atmosphärische Dichte bezieht der Film nicht zuletzt aus seiner atemberaubenden und extrem ruhigen Kameraarbeit, die durch außergewöhnliche Einstellungen und wunderbare Farbgebung besonders erwähnt werden sollte. Der Film erinnert mich vom Stil her sehr an die "Red Riding"-Trilogie, die ähnliche Motiv auffasst, aber bei weitem nicht so grausam in den Magen fährt wie dieser Film hier.

Anders auch als vergleichbare Serienkiller der Filmgeschichte wie beispielsweise in David Finchers "Zodiac", nimmt Regisseur Justin Kurzel jegliche Rätsel von seinen Killern. Durch dessen teilweise nachvollziehbaren Motive ist es sehr schwer ihn als das Monster zu sehen, was er eigentlich ist, findet man doch immer wieder Gründe, warum er die Taten begeht. Stattdessen keimt zweitweise, hauptsächlich zu Beginn des zweiten Aktes, sogar der Eindruck, einen etwas anderen "Wohltäter" bei seiner Arbeit zuzusehen. Das gekonnt-intelligente Drehbuch trägt zu dieser These mit seiner behutsamen und nie zu schnellen Erzählweise bei, die allerdings in krassem Kontrast zu der gnadenlosen Brutalität steht, mit der die Morde begangen werden - und die sehr graphisch dargsestellt sind.

Doch irgendwie ist der Film viel mehr als ein Drama über einen Serienkiller. Noch viel angsteinflößender ist die Willenlosigkeit, mit der der junge James Vlassakis seinem Vorbild folgt und diesem wie paralysiert unter die Arme greift. "Die Morde von Snowtown" ist eine beeindruckende Studie über die soziale Unterschicht, die mit herausragenden Darstellern und deren natürlichen Spie, ein sehr sehenswertes Stück Kino ist.  Vielleicht nicht für jedermann aber ein krasses Stück Zelluloid.

8/10

12 Rounds - Zwölf Runden (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1160368/

Als Officer Fisher (John Cena) einen Multimillionen Dollar Coup verhindert und die Täter festsetzt, verunglückt die Freundin von Miles Jackson (Aiden Gillen), dem Kopf der Verbrecherbande, beim Fluchtversuch tödlich. Jackson schwört, sich an Fisher zu rächen. Als er kurz darauf aus der Haft flieht, beginnt er sein gefährliches Spiel mit Fisher. Er entführt dessen Verlobte Molly Porter und legt eine Spur aus zwölf Rätseln und Aufgaben, denen sich Fisher stellen muss, um das Leben seiner Verlobten nicht zu gefährden.

Der von Actionspezialist Renny Harlin ("Stirb Langsam 2", "Cliffhanger") inszenierte Film erinnert in großer Breite an "Stirb Langsam - Jetzt erst recht" und bietet neben einer einfachen aber stimmigen Story diverse wirklich nette Actionszenen, in denen das Muskelpaket Cena beweisen kann, dass er der Mann fürs Grobe ist. Leider konnte ich mich mit den Figuren nicht wirklich anfreunden, sodass ich mich zwischendurch fragen musste "Kommen da jetzt wirklich noch 6 weitere Runden?". Aber dann ging es etwas rasanter weiter und wenn man von diversen Filmfehlern und physikalischen - ich nenne es mal "Ungereimtheiten" - absieht, dann ist der Film solides Mittelmaß. Der Film ist simpel gestrickt und man kennt von Anfang an das Ende, auch wenn versucht wurde mit einigen netten Ideen ein paar Haken einzubauen. So bleibt eine kurzweilige Unterhaltung und auch wenn John Cena nur zwei Gesichtsaudrücke beherrscht, so passt er doch gut in die Rolle des Polizisten, der plötzlich um das Leben seiner großen Liebe spielen muss. Nett.

6/10

http://tinyurl.com/mjp3mw9

Samstag, 12. Oktober 2013

See No Evil (2006)

http://www.imdb.com/title/tt0437179/

Eine Gruppe krimineller Teenager wird vom Gericht zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Unter der Aufsicht von Officer Williams sollen die Kids ein heruntergekommenes Hotel renovieren. Allerdings nehmen die Jugendlichen ihre Aufgabe nicht gerade ernst, so dass die Aufräumarbeiten eher einer Party gleichen. Als sich jedoch herausstellt, dass der Serienkiller Jacob Goodnight im Hotel residiert, ist der Spaß vorbei. Der sadistische Hüne riegelt mit grausamer Gründlichkeit alle Türen ab, um seiner absoluten Lieblingsbeschäftigung nachzugehen – dem Sammeln von Augäpfeln.

"See No Evil" ist nichts anderes als Videothekenmassenhorrorkost, mit Story wie gehabt, die Schauspieler genauso verhaltensvorherseh- wie austauschbar, muss man also nicht zwingend gesehen haben. Wenn man es dann doch macht, sieht es zumindest nicht so schlecht aus und langweilig ist es eigentlich auch nicht. Trotz dass die Story so vorhersehbar ist, so ist sie zumindest nicht völlig langweilig. Und Wrestler Kane eignet sich für so eine Rolle gar nicht schlecht. Ansonsten bietet der Streifen ein paar nette Kill-Einfälle und einen splattrigen Abgang. *Splat!*

6/10

Underworld: Rise Of The Lycans - Underworld: Aufstand der Lykaner (2009)

http://www.imdb.com/title/tt0834001/

Der dritte Teil ist eigentlich ein Prequel und zeigt den Aufstand der Lykaner, der sich lange vor den Ereignissen in "Underworld" und "Underworld: Evolution" ereignete. Die Geschichte geht zurück zu den Anfängen der jahrhundertealten Blutfehde zwischen den aristokratischen Vampiren (Death Dealer) und ihren einstigen Sklaven, den barbarischen Lycan-Werwölfen. In diesen finsteren Zeiten erhebt sich der junge Lycaner Lucian (Michael Sheen) zum Revolutionsführer im Kampf gegen den grausamen Vampirkönig Viktor (Bill Nighy), der die Lycaner seit hunderten von Jahren verfolgt. In seinem Kampf wird Lucian von seiner heimlichen Liebe, der schönen Vampirfrau Sonja (Rhona Mitra), unterstützt...

Dasgrößte Manko dieses Teils gleich vorweg: Kate Beckinsale (als Selene) spielt leider nicht mit. Und Rhona Mitra ist zwar ebenfalls hübsch anzusehen, kann sich aber nicht im Mindesten ersetzen. Der dritte Teil bietet dennoch ein erstaunlich gutes Prequel zu den beiden ersten Teilen. So gut, dass man sich trotz der teils klischeebehateten Story fragt, wieso die beiden Charaktere - Lucian und Victor - eigentlich nicht ausgezeichnet wurden. Rückblickend blieben aber die beiden durchaus interessanten Charaktere ziemlich blass und inhaltsleer zurück. Und - ich hatte es eingangs erwähnt - zwar vermisst man Selene in diesem Teil merklich - und die neue weibliche Hauptrolle ist mit Rhona Mitra auch weit davon entfernt, alles richtig zu machen - aber trotzdem geht der eigentlich recht kitschige Plot mit dergewohnt-grandiosen Optik wieder gut auf, fängt den mystischen Vampir-Werwolf-Flair erneut gut ein und kann somit trotz Vorhersehbarkeit über die gesamte Laufzeit gut unterhalten.

Insgesamt also noch gut, aber für mich der bisher schlechteste Teil der Reihe.

7/10

http://tinyurl.com/moyygae