Sonntag, 22. September 2013

X-Men: The Last Stand - X-Men: Der letzte Widerstand (2006)

http://www.imdb.com/title/tt0376994/

Zum ersten Mal haben Mutanten die Wahl: ihre Einzigartigkeit zu bewahren, obwohl es sie von den Menschen isoliert und entfremdet, oder ihre Kräfte aufzugeben und Mensch zu werden. Die unterschiedlichen Ansichten der beiden Mutanten-Führer Charles Xavier, der an ein Miteinander glaubt, und Magneto, der das Recht des Stärkeren predigt, werden auf die Probe gestellt. Dies löst einen Krieg aus, der alle Konflikte beenden könnte. Die Gen-Forscherin Dr. Kavita Rao erfindet ein Serum, genannt Hoffnung, das die Mutationen bekämpft und sogar heilen kann. Dieses umstrittene Mittel kursiert nun auch unter den X-Men, insbesondere bei Dr. Henry ‘Hank’ McCoy alias The Beast, der damit gegen seine Andersartigkeit ankämpfen will. Er ist ein Gründungsmitglied der X-Men und bekleidet nun als erster Mutant ein Regierungsamt. Doch nicht jeder ist von der Wirkung des Mittels überzeugt und schnell entwickelt sich das Heilungsserum zu einer tödlichen Waffe, gegen die die X-Men vereint kämpfen müssen.

Da Regisseur Bryan Singer für den dritten Teil nicht mehr zur Verfügung stand, weil er sich der Inszenierung von "Superman Returns" hingab, übernahm für ihn der routinierte Brett Ratner, der für eher solide Blockbuster-Unterhaltung bekannt ist, aber sein Handwerk versteht. Und man kann zum Glück behaupten, dass sich Ratner’s "X-Men: The Last Stand" nicht hinter den beiden Singer-Werken verstecken muss. Der Abschluss der X-Men-Trilogie ist eine richtig knallige und rasante Angelegenheit, die keinerlei Leerlauf vorzuweisen hat. Allerdings kann man diesen Aspekt auch wieder negativ auslegen. Da der Film mit seinen knapp 105 Minuten Laufzeit wirklich sehr zügig voranschreitet, bleiben die Charaktere und die Story etwas auf der Strecke.

Die Charaktere entwickeln sich zwar weiter, aber das geschieht nur sehr oberflächlich. Die Story hingegen wirkt etwas sehr gehetzt und abgehakt und man fühlt, dass da mehr drin gewesen wäre. Trotzdem schafft es Ratner irgendwie, das Ganze so rüber zu bringen, dass es einem gefällt. Die Action stimmt, es gibt Spannung und guten Storyentwicklungen und natürlich überzeugen auch die Darsteller wieder. Hugh Jackmann und Co. treten in ihren gewohnten Rollen an und liefern eine gute Performance ab. Somit bleibt ein kurzweiliges und actionreiches Comicspektakel, dass seinen Zuschauern fast ein episches und ausgezeichnetes Finale bietet, welches die Trilogie befriedigend abschließt: Blockbuster-Kino in seiner schönsten Form.

7,5/10