Mittwoch, 11. September 2013

Unsere Mütter, unsere Väter, Teil II: Ein anderer Krieg (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1883092/

Juni 1941, Tage vor dem Überfall auf die Sowjetunion: In Berlin treffen sich fünf Jugendfreunde, um Abschied zu nehmen: Wilhelm (Volker Bruch), überzeugter Soldat der Wehrmacht, Friedhelm (Tom Schilling), sein weniger überzeugter Bruder, die lebenslustige Greta (Katharina Schüttler), die Nazis für Spießer hält und davon träumt, ein UFA-Star zu werden, die ernste Charlotte (Miriam Stein), die fest an den Nationalsozialismus glaubt und sich zur Krankenschwester ausbilden lässt, um Volk und Führer zu dienen, und schließlich der Jude Viktor (Ludwig Trepte), der verzweifelt seine Eltern zu überzeugen versucht, Deutschland endlich zu verlassen. Sie verleben noch ein paar ausgelassene Stunden, dann treibt das Schicksal sie auseinander: Fünf Freunde und die Verabredung auf ein Wiedersehen. Fünf Menschen am Ende ihrer Jugend und mitten im Krieg. Und ohne eine Vorstellung von dem, was dieser Krieg mit ihnen und der Welt machen wird...

http://www.imdb.com/title/tt2764606/

Nachdem ich vom ersten Teil so beeindruckt war, weil er mich einfach fesselte und über die 90 Minuten hin keine Sekunde langweilte, nahm ich mir heute Teil 2 vor. Dieser beginnt gleich sehr verwirrend. Zwar gibt es anfänglich eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse des Vorgängers, aber man befindet sich mit einem Schlag im Juli 1943 - mehr als 6 Monate, nachdem ich Teil 1 im Dezember 1942 verlassen hatte. Man bekommt auch keine konkreten Hinweise oder Aufklärungen, warum für einige der Freunde die Reise so verlief, wie wir sie nun sehen, nur Randbemerkungen und beinahe lieblos dahergeplapperte Puzzleteile. Das finde ich nicht schön und auch zusammenhangslos.

Davon abgesehn und nach der ersten Verwirrung kommt man aber relativ hurtig wieder in die Geschichte hinein und kann schon erahnen, wohin für einige der Weg führen wird - nur um dann über den Haufen geworfen zu werden und doch eine andere Richtung einzuschlagen. Das ist soweit in Ordnung und hält so kontinuierlich die Spannung auf einem guten Niveau. Die Geschichte von Charlotte und Greta rückt auch merklich in den Fokus. Und auch wenn das Hauptaugenmerk trotzdem auf den Brüdern Winter liegt und die traurige Geschichte von Viktor Glodstein ein wenig lieblos und für mich beinahe nur am Rand abgehandelt wird, so macht der zweite Teil seine Sache gut. Gut, mehr aber auch nicht. Und am Ende des Teils gibt es zudem einen netten Cliffhanger, der zwar etwas vorhersehbar ist, aber dennoch auf die dritte Folge mit Spannung verweist. Wie gesagt: gut.

7/10

http://tinyurl.com/plkrcye