Samstag, 21. September 2013

Sinister (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1922777/

Der Buchautor Ellison Oswalt (Ethan Hawke) feierte seinen bedeutendsten Erfolg mit dem Bestseller ‘Kentucky Blood’, in dem er das Versagen der Polizei aufzeigte und den Fall im Anschluss lösen konnte. Seitdem recherchiert er zu diversen ungeklärten Mordfällen, konnte jedoch nie an den Erfolg seines Buches anknüpfen. Mit Versagensängsten geplagt zieht er mit seiner Familie von einer ehemaligen Tatortumgebung zur Nächsten. Doch diesmal landet er den Hauptgewinn. Das ergatterte Haus ist genau das, in dem zuvor eine ganze Familie ums Leben kam. Zusammen mit Frau Tracy (Juliet Rylance), dem zwölfjährigen Trevor (Michael Hall D’Addario) und der kleinen Ashley (Clare Foley), denen er das kleine Detail wohl wissend verschweigt, zieht er in das unheimlich Ambiente. Er macht Bekanntschaft mit dem Sheriff (Fred Dalton Thompson), der weniger erfreut über die neuen Bewohner ist. Dafür bekommt Ellison Hilfe von Deputy (James Ransone) und dem Kriminologen der Universität. Als er auf dem Dachboden eine zurückgelassene Kiste findet, scheinen die darin enthaltenen Super-8-Bänder der Schlüssel zu Lösung des Falles zu sein. Die Aufnahmen zeigen die brutalen Morde in allen Einzelheiten und Ellison entdeckt im Hintergrund eine seltsam verzerrte Fratze. Doch er hat nur wenig Zeit sich damit auseinanderzusetzen, es geschehen merkwürdige Dinge im Haus und schon bald schwebt seine eigene Familie in tödlicher Gefahr...

Den größten Fehler den ich gemacht habe, war, mir "Sinister" in der Dunkelheit anzusehen, denn dadurch konnte sich die ausgezeichnete Atmosphäre erst richtig entfalten und mich wirklich mal wieder schön schocken. Der Film kommt fast komplet ohne Gewalt aus, was wirklich lobenswert ist.  Wieder mal ein Film mit immensen Potential das leider hin zum Schluss nicht vollends ausgenutzt wird. Trotzdem ist der Film sehr spannend. Die ohnehin verstörenden Super 8 Filme, die sich der Hauptdarsteller mit uns ansieht, sind mit einer kranken, unruhigen und beängstigenden Musik- und Geräuschkulisse unterlegt, das einem das Blut in den Adern gefriert. Dazu gibt es ein paar schöne und nicht allzusehr vorhersehbare Schockeffekte und endlich schafft es ein Film wieder ein dermaßen beklemmendes Gefühl zu schaffen und das oder gerade weil nicht zuviel gezeigt wird. Zum Ende hin driftet der Film leider dann doch ins altbekannte Schema ab, statt einfach dabei zu bleiben was man sich dauernd erhofft. Hier und da schwächelt der Film etwas, aber er ist trotzdem sehr sehenswert.

7,5/10