Sonntag, 21. April 2013

The Jackal - Der Schakal (1997)

http://www.imdb.com/title/tt0119395/

Niemand kennt seine Identität, sein Ziel, seinen Zeitplan. Für ein Kopfgeld von 70 Millionen Dollar angeheuert, soll der Schakal (Bruce Willis) eine der prominentesten Polit-Persönlichkeiten der Welt öffentlich töten. FBI und KGB setzen alles daran, das Attentat zu verhindern. Ihre Chancen: dürftig. Der Killer ist zu schnell, zu wandlungsfähig, zu kaltblütig. Wo immer die Geheimdienste hinkommen, finden sie nur blutige Spuren. Ihre einzige Hoffnung: Jemand, der Gewalt aus erster Hand kennt und den Schakal womöglich identifizieren kann. Jemand wie der zu lebenslanger Haft verurteilte Ex-Terrorist Declan Mulqueen (Richard Gere). Er gibt sein Wort, nicht zu flüchten. Wird er das Versprechen halten? Die Uhr tickt unerbittlich...


Michael-Caton-Jones liefert mit "Der Schakal" eine Neuversion des 1973 Stoffes von Fred Zinnemann ab und ihm gelingt somit einen typisch-gelungen Action-Thriller, dass mit Bruce Willis und Richard Gere als Kontrahenten bestens bestückt ist. So liefern sich ein Profikiller (Willis) bzw. ein Ex-IRA Scharfschütze (Gere) ein hitziges Duell um Leben und Tod.

Zwei Superstars, die sich ein tödliches Duell leisten ist in Hollywood nichts Neues mehr und schon längst Gang und Gäbe (siehe "Speed", "Face/Off", usw.). Doch kann der Schakal aufgrund seiner hammerharten, authentischen Darstellung der beiden Protagonisten punkten und ihm zu einem soliden unterhaltenden Thriller verhelfen. Der Plot lebt eben mehr von seinen Darstellern und der Inszenierung als von der Story, die immerhin noch einen ordentlichen Hintergrund abgibt. Die Dialoge wirken echt, intelligent und nicht aufgesetzt. Dazu passt der fetzige Score von Carter Burwell und eine sich langsam aufbauende Spannungskurve mit diversen hakenschlagenden Actionszenen hier und da. Insgesamt also ein gelungenes Remake, das vor allem von den Hauptdarstellern lebt. Der Film ist spannend und Bruce Willis ist ein so cooler und verwandlungsfähiger Killer, dass es eine Freude ist. Definitiv ein sehenswerter Genrevertreter, der von der Inszenierung her (auch zum Glück) einen gewissen 90er Jahre-Charme nicht ablegen kann. 

8/10