Samstag, 13. April 2013

The Avengers 3D (2012)

http://www.imdb.com/title/tt0848228/

Loki (Tom Hiddleston), hat sich nach seinem gescheiterten Angriff auf die Erde mit einer außerirdischen Rasse verbündet. Er ist nun mächtiger als je zuvor und es gelingt ihm, Professor Solveig (Stellan Skarsgard) sowie Agent Clint Barton ("Hawkeye", Jeremy Renner), in seinen Bann zu ziehen. Mit deren Hilfe stiehlt Loki eine grenzenlose Energiequelle, den Tesseract, aus dem Bunker der Geheimorganisation S.H.I.E.L.D. Daraufhin reaktiviert Direktor Nick Fury (Samuel L. Jackson) den Supersoldaten Captain America (Chris Evans), der über Jahrzehnte im Eis eingefroren war. Furys Spionin Black Widow (Scarlett Johansson) holt zudem den Wissenschaftler Bruce Banner (Mark Ruffalo) und auch Milliardär Tony Stark ("Iron Man", Robert Downey Jr.) wird um Hilfe gebeten. Schneller als erwartet erscheint Loki wieder auf der Bildfläche aber es gelingt Captain America und Iron Man, ihn gefangen zu nehmen. Doch auf dem Rücktransport werden sie attackiert: Donnergott Thor (Chris Hemsworth) will seinen Adoptivbruder befreien, um ihn selbst in der Götterwelt Asgard zu bestrafen. Doch Loki will gar nicht gerettet werden, denn in den Reihen der Helden wartet eine ungeheure Zerstörungskraft auf ihre Entfesselung, die er sich zunutze machen will: der unglaubliche Hulk!

Schon in der Opening Sequenz, in der Loki den streng bewachten Stützpunkt von S.H.I.E.L.D. in Schutt und Asche legt, wird recht deutlich gemacht in welche Richtung dieser Film geht. Aber der Film ist nicht nur auf purern Krawal á la "Transformers" oder "Battleship" aus. "The Avengers" hebt sich dank sehr guter Charakterzeichnung und insbesondere durch die Dynamik zwischen den einzelnen Helden deutlich ab. Natürlich lässt es sich Regisseur Whedon nicht nehmen, seine Helden erst einmal auf Konfrontationskurs zu schicken. Da muss sich Thor ausgiebig mit Iron Man und Captain America prügeln, bevor sie sich für die gemeinsame Sache verbünden. Ein zusätzlicher Risikofaktor ist natürlich Bruce Banner, der sich bei Stress in den unkontrollierbaren Hulk verwandelt, das auf alles und jeden einschlägt, nur ein Highlight unter den Heldenkloppereien: Hulk gegen Thor! Mindestens ebenso unterhaltsam wie diese schlagkräftigen Auseinadersetzungen sind die Wortgefechte zwischen den Avengers: die vier Helden bringen im Laufe des Films eine Menge cooler One-Liner. Und obwohl der ein oder andere Spruch etwas zu berechnend gesetzt ist, gibt es immer wieder Anlass für ein wohliges Grinsen, wobei ausgerechnet der so wortkarge Hulk bei seiner Konfrontation mit Loki den Vogel abschießt.


Auch die Nebenfiguren machen wihre Rolle gut, allen voran Agent Coulson (Clark Gregg), der heimliche Fanboy mit unverkennbarer Heldenverehrung. Und auch Scarlett Johansson ("Black Widow") und Gwyneth Paltrow ("Pepper Potts") sind immer nett anzusehen. Es ist natürlich von Vorteil die "Vorfilme" gesehen zu haben, denn sonst kann es passieren, dass man den einen oder anderen Gag nicht versteht. Und auch in Bezug auf die Handlung macht es durchaus Sinn. Aber auch ohne dieses "Vorwissen" muss man sagen: das wagemutige Konzept von Marvel ist komplett aufgegangen. Die Zusammenkunft der Superhelden in "The Avengers" überzeugt mit coolen Sprüchen und reichlich bombastischer Action. Für Comic-Fans ist der Film sowieso ein Must-See und man freut sich jetzt schon auf die Nachfolger, "Iron Man 3" (2013), "Captain America 2: Winter Soldier" (2014), "Thor 2: The Dark World" (2013) und natürlich auf die Fortsetzung "The Avengers 2: Age of Ultron" (2015).

8,5/10


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