Sonntag, 14. April 2013

District 9 (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1136608/

Insektoide Außerirdische haben bereit vor Jahren Kontakt mit Menschen aufgenommen. Im Jahr 1982 verharrte ein riesiges Raumschiff unbeweglich über Johannesburg in Südafrika. Als die Menschen sich nach dreimonatigem ereignislosem Warten einen Weg in das Raumschiff schneiden, finden sie über eine Million Außerirdische vor, welche gesundheitlich in einem sehr schlechten Zustand sind und später als Arbeiter klassifiziert werden. Die Außerirdischen wurden in behelfsmäßigen Flüchtlingslagern im südafrikanischen Distrikt 9 untergebracht, während versucht wird, die außeridische Technologie für Mmenschen nutzbar zu machen. Um die außerirdischen Waffen zu aktivieren, wird jedoch außerirdische DNS benötigt. Im Rahmen einer geplanten Umsiedlung der Aliens hat der MNU-Beamte Wikus van de Merwe (Sharlto Copley) Kontakt mit einer Flüssigkeit, die seine DNS verändert. Wikus wird zum meistgesuchten Mann der Welt, denn er ist der erste Mensch, der außerirdischen Technologie nutzen kann. Ohne menschliche Freunde, die ihm helfen könnten, gibt es für ihn nur einen Platz um sich zu verstecken: Mitten im Alien-Slum District 9...

Es ist ja nicht so, dass die Metaphern von "District 9" nicht reichhaltig wären. Aber die Filmemacher heben sie nicht einfach plump hervor, sondern verpacken sie ihre Ideen, in bester B-Movie-Tradition, in eine einfallsreiche, kurzweilige und spannende - teilweise sogar komödiantische - Action-Story ein. Aber eben in kein dummes, geistloses Actionkino, sondern in eine intelligente und somit gelungene All-You-Can-Eat-Platte. Und das auch während sie bewirkt, das einem die Augen übergehen (oder sich sein Magen umdreht).

Der Film beginnt wie Found-Footage, irgendwie halb Rückblende, halb Nachrichtenshow, gewürzt mit erklärenden Interviews und optisch untermalt von gegenwärtigen Ereignissen. So wandelt sich der Film stilvoll ab einer gewissen Zeit in einen normal gefilmten Streifen ohne Wackellamera und inmitten aller Action nimmt man die sorgfältige ausgearbeiteten Hintergrund-Details, den knackigen Schnitt und die innovativen Special Effects fast als selbstverständlich hin.

In seinem Kern erzählt "District 9" eine Geschichte - nicht unbekannt in der modernen Literatur Südafrikas - wie ein Angehöriger der herrschenden Gruppe die Ungerechtigkeiten erkennt, die ihn an der Macht und andere als seine Untergebenen erhält. Somit kann "District 9" wirklich viel - aber vor allem kann er unterhalten. Und das macht doch letztendlich einen guten Film aus.

8/10


Der Film war auch in einem schicken Steelbook zu haben, welches man heute nur noch zu Mondpreisen bekommt: