Dienstag, 29. Januar 2013

Payback - Zahltag (1999)

http://www.imdb.com/title/tt0120784/

Jede Woche zur gleichen Zeit transportiert eine asiatische Verbrecherorganisation einen Koffer mit viel Geld quer durch die Stadt. Wer das weiß, ist natürlich auch daran interessiert, dieses Geld in seinen Besitz zu bringen. Mit einem guten Plan will Porter (Mel Gibson) den Koffer gemeinsam mit seiner heroinabhängigen Ehefrau Lynn und seinem Freund Val stehlen. Das klappt so weit auch ganz gut – wenn Porter nur seine Partner besser kennen würde. Lynn und Val wollen das Geld nämlich keineswegs mit ihm teilen, sondern ihn aus dem Weg räumen, damit sie die 140.000 Dollar nicht mit ihm teilen müssen. Die beiden hätten sich aber besser vom Tod Porters überzeugt, und ihn nicht schwerverletzt mit einer Kugel im Rücken liegen lassen, denn er überlebt unerwartet, und will jetzt nur zwei Dinge: seinen Anteil von 70.000 Dollar und vor allem Rache! Dummerweise können Lynn und Val ihm das Geld aber nicht geben, selbst wenn sie es wollten, denn Val hat sich mit fast der kompletten erbeuteten Summe in ein Verbrechersyndikat eingekauft, und das Geld bekommt er von denen sicherlich nicht zurück. Also muß Porter sich selbst auf den Weg nach ganz oben machen, und den "Dienstweg" des Syndikats von unten nach oben durchlaufen, um an das Geld zu kommen.

Ich weiß auch nicht, warum, aber ich mag diesen Film. Man wird mitten in die Geschichte geworfen und weiß erst einmal nicht so richtig wohin. Der eigentliche Plot nähert sich sehr langsam, aber wenn man nach ca. 20 Minuten in der Handlung drin ist, entwickelt sich ein sehr guter Thriller mit Film-Noir Elementen und ein brutaler Rachefeldzug durch die komplette mafiöse Hierarchie. Gelungen ist in jedem Fall die Kombination zwischen zynischer Härte und den unerwartet einschlagenden humorigen Parts. Gibson selbst brilliert mit lässigen Dialogen und Lucy Liu als schlagfeste Domina. Auch wenn Payback ohne die ganz große Action auskommen muß, darf sich der Zuschauer auf kleinere Schießereien und Fight freuen und Gibson als konsequenten Killer gibts ja auch nicht so oft zu sehen.

8/10