Sonntag, 20. Januar 2013

Ghost Rider: Spirit Of Vengeance 3D (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1071875/

Einige Jahre sind vergangen seit der ehemalige Stuntman Johnny Blaze (Nicolas Cage) den Pakt mit dem Teufel (Ciarán Hinds) geschlossen hat und als Ghost Rider auf dem Motorrad durch die Nacht jagte. Er lebt mittlerweile in selbstauferlegter Isolation in Ost-Europa, seine übernatürlichen und unkontrollierbaren Fähigkeiten sind ihm längst zum Fluch geworden. Doch dann bittet ihn ein Klosterorden um Hilfe. Der zehnjährige Danny (Fergus Riordan) wird von finsteren Mächten verfolgt, denn er soll dem Teufel zu einem menschlichen Körper verhelfen. Um ihn und die gesamte Welt zu beschützen, muss Blaze erneut seine Verwandlung in den Ghost Rider zulassen und gemeinsam mit Dannys schöner Mutter Nadya (Violante Placido) sowie dem schlagkräftigen und trinkfreudigen Mönch Moreau (Idris Elba) dem Bösen entgegentreten. 

"Worst fucking deal I ever made."

Großartig. Schon den ersten Teil war gar nichtmal so schlecht, konnte aber von der recht poppigen Aufmachung und dem sehr plastikmäßigen Look des Films nur "ganz gut" unterhalten. Ganz anders dafür der Nachfolger: Bereits nach wenigen Sekunden merkt man die typische Neveldine & Taylor Handschrift und so fühlt sich "Ghost Rider: Spirit Of Vengeance" oftmals wie ein inoffizielles "Crank"-Sequel mit Nicolas Cage hat, was aber beileibe nicht negativ zu sehen ist. Der neue Look des Bikes und das dreckige, rauhe Design vom Rider wirken erwachsener und homogener als im Vorgänger. Klar, man merkt das deutlich geringere Budget, wobei es beachtlich ist, was man dennoch teilweise visuell abliefern konnte. Einige Szenen sind deutliche Lückenfüller um irgendwie Budget zu sparen und Laufzeit zu generieren, dafür entschädigen Neveldine & Taylor mit abgefahrenen Ideen direkt aus der Hölle: Wenn Cage mit irrem Gesicht und verzerrten Bildern overacten darf oder genüsslich einen feurigen Schauffelbagger bedient, dann kann man schon einm agenüsslich applaudieren und Spaß haben.

Den generell so vernichtende Tenor des Publikums ist unverständlich: natürlich ist es nicht die beste Umsetzung der Marvel-Vorlage, aber dafür eine verdammt Unterhaltsame. Cage ist die Idealbesetzung, Neveldine & Taylor holen das Beste aus dem Budget raus und verlieren damit nicht das Gefühl dafür aus den Augen, hier einen bewegten Comic abliefern zu müssen, der auch gerne mal Szenen "zwischen den Bildern" zeigt und auch mutig hier und da visuell gerne mal die beiden Medien verschwimmen lässt.

Denn immerhin kann der Film (vor allem auch in 3D) gut unterhalten - und die Action kam, gepaart mit den flammenden Rider-Effekten, auch nicht zu kurz. Christopher Lambert als Methodius hätte ich beinahe nicht erkannt. Mann, ist der alt geworden!

"Roadkill." 

5,5/10