Mittwoch, 9. August 2017

Fortress - Fortress: Die Festung (Unrated) (1992)

http://www.imdb.com/title/tt0106950/

In den Vereinigten Staaten der Zukunft ist es verboten mehr als ein Baby zu bekommen. John (Christopher Lambert) und Karen Brennick (Loryn Locklin) versuchen aus diesem Grund über die Grenze nach Mexiko zu flüchten, denn: Karen ist mit ihrem zweiten Kind schwanger. Sie werden entdeckt und inhaftiert. Das Gefängnis ist eine, unter der Erde errichtete, hochmoderne Verwahrungsanstalt, in der die Gefangenen mit Lasern, Kameras, Gedankenscannern und anderen Methoden kontrolliert werden. Die Kinder, die in Gefangenschaft geboren werden, werden dem High-Tech-Unternehmen MenTel für die Erschaffung von Cyborgs zur Verfügung gestellt. John und Karen wollen diesem Schicksal entgehen und planen eine gewagte Flucht. Doch der sadistische Gefängnisdirektor Poe (Kurtwood Smith) hat sein Auge auf die attraktive Karen geworfen, was die Flucht zusätzlich erschweren könnte...

"Fortress" ist im Kern ein klassischer B-Movie aus den frühen Neunzigern. Christopher Lambert durfte, noch frisch von seinem "Highlander"-Erfolg, zum wiederholten Male den Action-Helden geben. Ob als "Highlander" oder als John Brennick, Lambert kann sein limitiertes Schauspiel-Spektrum nie verstecken, macht aber mit seinem charmanten Accent vieles wieder wett. Regie bei "Fortress" führte kein Geringerer als Stuart Gordon, seines Zeichen Vater von Trash-Perlen wie "Re-Animator", "From Beyond" und "Castle Freak". Und Herr Gordon weiss, wie Filme blutig inszeniert werden. So schmuggelte er diverse hübsche Gore-Effekte in den vermeintlichen Blockbuster. Obwohl der Film absolut keine Genre-Grenzen sprengt, sprengt er so immerhin ein paar Gedärme durch die Luft.

"Fortress" ist natürlich kein cineastischer Meilenstein. Und schon gar nicht besonders originell. Ein bisschen "Gesprengte Ketten", ein Hauch "Flucht von Alcatraz", die Techno-Komponenten werden mit Essenzen aus "Robocop" abgedeckt und dann noch ein bisschen Hau-Ruck-Gefängnis-Action à la "Mit stählerner Faust" reinmixen, kräftig schütteln und fertig ist der Sci-Fi-Action-Kracher. Das tönt jetzt vielleicht gar böse, ist aber nicht böse gemeint. Denn "Fortress" unterhält auch zwanzig Jahre nach seinem Release noch bestens. Die Action kracht, die Story ist einigermassen stringent und bietet sogar ein/zwei nette Einfälle, die Gore-Momente sind hübsch anzusehen und das sympathische Schauspieler-Ensemble trägt den Film locker über die Ziellinie. Kurtwood Smith verkörpert den tyrannischen Gefängnisdirektor schleimig und passiv aggressiv. Loryn Locklin bringt mächtig Eye-Candy auf die Leinwand und Clifton Collins Jr. war schon vor zwanzig Jahren eine sichere Bank, wenn es um kleine, aber feine Nebenrollen ging. "Fortress" ist damit ein kurzweiliges, Action-Sci-Fi-B-Movie, welches sich bei den richtigen Filmen bedient und trotzdem einigermassen eigenständig bleibt.

7,5/10

Von NAMELESS Media kommt der Film erstmalig ungeschnitten/unrated in HD im auf 666 Stück limitierten Mediabook: