Montag, 1. Mai 2017

Hellraiser: Bloodline - Hellraiser IV - Hellraiser 4: Bloodline (Unrated) (1996)

http://www.imdb.com/title/tt0116514/

Im 22. Jahrhundert bemüht sich ein brillanter Wissenschaftler das Böse, dass einer seiner Vorfahren unwissentlich auf die Welt losgelassen hat, zu verbannen. Der Einsatz, die Menschheit vor der Hölle auf Erden zu bewahren, war nie größer und allein Paul Merchant (Bruce Ramsey) besitzt die Fähigkeit und das Wissen um Pinhead (Doug Bradley) in die Falle zu locken. Das Schicksal der Welt wird sich in einer finalen Konfrontation entscheiden – begonnen hatte alles mit einer einfachen Rätsel Box, die der Spielemacher und Vorfahre des Wissenschaftlers, Phillipe Lemarchand, im 18. Jahrhundert angefertigt hat. Die unglaubliche Macht, die in dem Kasten enthalten war, war in der Tat das Tor zur Hölle und ließ die Dämonen der Unterwelt auf der Erde wüten. Die Nachkommen Lecharmands sind auf ewig verflucht, außer sie finden einen Weg das Portal zu schließen. Paul Merchant ist ihre letzte Hoffnung.

Wenn Horrorfilmreihen in den Weltraum katapultiert werden bedeutet das meist, dass die Serie am Boden angelangt ist. "Hellraiser: Bloodline" ist glücklicherweise gar nicht mal unbrauchbar und sogar einen Tick besser als "Hellraiser III". Dennoch wird die Qualität der ersten beiden Filme nicht im Ansatz erreicht. Dies liegt wohl vor allem an der komplizierten Entstehungsgeschichte, denn der Film wurde so oft (auf Drängen des Studios) umgeschnitten, dass Regisseur Kevin Yagher irgendwann entnervt das Handtuch schmiss und ein anderer den Film vollenden musste. In Folge dessen distanzierte sich Yagher von dem Projekt derart, dass sogar in den Credits  sein Pseudonym Alan Smithee als Regisseur aufgeführt wird.

Betrachtet man das Endprodukt unter diesem Gesichtspunkt, ist "Hellraiser IV" doch ein passabler Film geworden. Die Story ist im Vergleich zu "Hellraiser III" deutlich interessanter, insbesondere im Hinblick auf die Rückblicke in die Vergangenheit und die Entstehungsgeschichte des Würfels. Leider wird diese Story etwas wirr und zäh erzählt, da wäre durchaus mehr drin gewesen. Die Cenobiten und Goreeffekte sind hingegen wieder sehr gelungen und eine gewisse Spannung kommt auch auf. Pinhead hat sehr viel Screentime, was erfreulich ist. Dennoch, kommt man aufgrund der Wirrnisse und der zu hektischen Abhandlung im Finale nicht umhin zu denken, dass da mehr drin gewesen wäre und hier überdies viel unnötig verschenktes Potenzial schlummert. Dennoch ist der Film durchaus noch empfehlenswert. Nicht nur für Fans der Reihe.

6,5/10

Von EIGHTYFOUR Entertainment erschien der Film Uncut und Unrated in HD im "3-Disc Limited Uncut Edition" Mediabook. Die auf 999 Stück limitierte "Black Edition" ist schon seit langer Zeit ausverkauft.