Dienstag, 31. März 2015

Licence To Kill - James Bond 007: Lizenz zum Töten (1989)

http://www.imdb.com/title/tt0097742/

Felix Leiter, ein langjähriger Freund von James Bond (Timothy Dalton) heiratet. Unmittelbar vor der Hochzeit gelingt es dem Bräutigam allerdings noch, den Drogenboß Sanchez (Robert Davi) festzunehmen. Während die Hochzeit dann voll im Gang ist, flieht besagter Drogenboss und nimmt böse Rache. Bond, der eigentlich einen anderen Auftrag hat, will nun seinerseits den Drogenboss zur Strecke bringen. Als ‘M’ ihn zurückpfeifen möchte, quittiert 007 kurzerhand seinen Dienst und arbeitet ohne seine Lizenz zum Töten auf eigene Faust weiter. Er trifft sich mit Pam Bouvier (Carey Lowell). Sie nimmt mit ihm den Kampf gegen Sanchez auf und können auch seine Freundin Lupe (Talisa Soto) auf ihre Seite ziehen.

Schon Timothy Daltons erster Auftritt, "Der Hauch des Todes", war ein gewisser Bruch in der Bond-Reihe, wirkte der Film doch deutlich ernsthafter und bodenständiger als noch seine Vorgänger. "Lizenz zum Töten" stellt nun die endgültige Entmystifizierung der Person Bond dar. Kein anderer Bond-Film vor ihm war je wieder so kompromiss- und schonungslos. Rein auf den stetig steigenden Adrenalinspiegel bedacht - mit einem teils sehr grausam vorgehenden Bond. Weit weniger Gags, weniger Gadgets, weniger Bondallüren - "Lizenz zum Töten" scheint ganz auf seine wichtigsten Elemente geeicht zu sein. Timothy Dalton geht zum zweiten und letzten Mal in seiner titelgebende Charakterrolle als James Bond 007 über Leichen um seinen einzigen Freund zu rächen - und lässt den Zuschauer noch tiefer in die Abgründe seines Charakters blicken und erahnen, was die Jahre im Dienste Ihrer Majestät mit ihm angestellt haben.

Da passt es vollkommen, dass es sich nicht um einen verrückten Welteneroberer handelt, den Bond zur Strecke bringen muss. Sein bisher persönlichster Auftrag führt ihn mitten hinein in das Haifischbecken des brandgefährlichen Drogenboss Franz Sanchez, gespielt von Robert Davi. Der ist nicht weniger zimperlich als unser aller Lieblingsagent, weswegen "Lizenz zum Töten" ohne Zweifel der brutalste Film der Reihe ist. Auch (und das dürfte ja kein Geheimnis sein) das Ableben von Sanchez ist ein Highlight, da Bond ihn regelrecht zur Hölle schickt. Kein Wunder, dass gerade die letzte Szene nur allzu oft im TV vorenthalten wurde. Aber das passt jedoch auch absolut zum düsteren Grundton, sagt sich Bond doch sogar von Befürworter M und damit dem MI6 los. Gerade diese Wandlung ist es aber, die den sechzehnten Bonfilm zu einem der Besten macht.


Mit Carey Lowell als Bond-Girl bekommt Bond auch noch eine schlagkräftige Mitstreiterin bei seiner Rache-Mission, die ihm wertvolle Dienste leistet. Sie bringt als taffe Pam Bouffier frischen Wind in die Riege der oftmals bemitleidenswerten Bondgirls. Die wenigen witzigen Szenen sind ihr zuzuschreiben, da das Zusammenspiel mit ihr und Dalton - ähnlich wie die Kombination Q/Bond - gekonnt und humorvoll in Szene gesetzt ist. Q. Auch er hat in diesem Bondabenteuer wesentlich mehr Screentime und mutiert quasi zu Bonds persönlichem Handlanger - eine Rolle, die gut zu ihm passt, wenngleich sie ungewöhnlich scheint.

Ganz anders verhält es sich schon mit Talisa Soto alias Lupe, die an sich ja ein einigermaßen interessanter Charakter ist, aber sich bloß mit der Aussage "Ich liebe ihn über alles!" nach dem zweiten Treffen mit Bond selbst ins Aus befördert. Langweilig, unnötig und der einzige Minuspunkt im ansonsten packenden Bondstreifen.

Mit einem blutjungen Benicio Del Torro hat "Lizenz zum Töten" dafür mal wieder ein absolutes Handlangerhighlight auf der Seite der Bad Guys. Der Kampf zwischen ihm und Bond - und vor allem Dingen sein Ableben - bleiben in Erinnerung. Generell sind die Actionszenen auf den Punkt inszeniert. Ohne allzu viel Firlefanz, schön übersichtlich und oft knüppelhart. Letzten Endes führt Bond seine Vendetta natürlich zu Ende und das auf höchst spannende, druckvolle und vor allem sehenswerte Weise. "Lizenz zum Töten" hat zudem einer der besten Titelsongs der Bondgeschichte. Es ist unheimlich schade, dass Timothy Dalton kein drittes Mal sämtliche Bondklischees über den Haufen fahren durfte.

Mit "Lizenz zum Töten" hat man einen weitesgehend eiskalten Action-Thriller geschaffen, in dem ein vorzüglicher Timothy Dalton einen ungewohnt harten Bond durch einen persönlichen Rachefeldzug schickt. Aufgrund der teils extrem blutigen Gewalt wundert es einen, dass der Streifen (damals) überhaupt mit einer 16er Freigabe durchkam. Ein durch und durch konsequenter Bond-Film, der eine gelungene Abwechslung zum bisherigen Rest der Reihe darstellt und durchwegs von sehr hoher Qualität ist. Ohne Zweifel waren Daltons Interpretationen seiner Zeit voraus und es brauchte 20 Jahre, bis sich wieder an solch ein Experiment herangewagt wurde. Nur eben ohne Timothy Dalton und Regisseur John Glen.

8/10

Zum Jubiläum 2012 gab es eine tolle Box, die alle Filme (nur "Sag niemals Nie" fehlt, da dieser Film nicht offiziell zur Reihe gehört) rund um den Geheimagenten 007 enthält - es war sogar Platz für den zu dem Zeitpunkt im Kino laufenden "Skyfall".


Let Us Prey (2014)

http://www.imdb.com/title/tt3148348/

Die frischgebackene Polizistin Rachel (Pollyanna McIntosh) steht kurz vor ihrer ersten Nachtschicht in der verwahrlosten Polizeistation eines kleinen schottischen Nests. Der Ort ist schon länger ein Sammelbecken für ziellose, vergessene und verbitterte Menschen, die allesamt der Meinung sind, dass sie eigentlich woanders hingehören und dass sich ihr Leben mit nur ein bisschen Glück zum Besseren wenden würde. Doch als der mysteriöse Fremde Six (Liam Cunningham) in dem Städtchen eintrifft, wird alles noch viel schlimmer. Der Mann wird von der Polizei aufgelesen, doch während er auf dem Revier festgehalten wird, übernimmt er nach und nach die Kontrolle über den Verstand und die Seelen aller Anwesenden und verwandelt die Polizeistation somit in die Hölle auf Erden...

Mit "Let Us Prey" wirft Brian O'Malley mit seinem ersten Film ein wahrhaft blutiges Höllenspektakel in die illustre Runde der neueren Horrorfilme. Irgendwo zwischen reißerischem Terror-Film und düsterem Slasher-Movie (der teilweise sogar an die bekannten Slasher der 80er erinnert) findet sich dieses Filmchen wieder. O'Malley zeigt eine unglaubliche Liebe zum Genre und möchte augenscheinlich möglichst viel Hommage in seinen Film packen. Die - man könnte schon fast sagen - biblische Zitierwut ist auch unüberseh- und hörbar. Trotzdem funktioniert der Film auf eine perfide Weise sehr gut. Gewalteruptionen verpackt in einen bitterernsten Plot und das Ganze noch mit genügend Pathos versehen. Stellenweise fühlt sich "Let Us Prey" an wie die verquerte Version eines modernen Märchens. Das Präsidium wird zu einem Schauplatz unendlichen Grauens, welches sich in verstörenden Bildern auf den Zuschauer entlädt.

Durch die atmosphärische Gestaltung und die Hingabe der einzelnen Darsteller entwickelt der Streifen einen unangenehmen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Wie bei einem Autounfall schaut man immer wieder hin und fiebert mit. Die archaischen Figuren, der düstere Score und die tiefschwarzen Bilder tun ihr Übriges dazu. Wenn man es zulässt, dann wird man hier in eine Parallelwelt aus Schmutz, Sünde und unfassbarem Sadismus entführt. Klar, vieles wirkt konstruiert und der Spannungsbogen fällt manchmal spürbar ab, aber der Faszination tut dies - auch dank der relativ kurzen Laufzeit von knapp 90 Minuten - keinen Abbruch. "Let Us Prey" ist ein gekonntes Genre-Verwirrspiel, welches sich vor anderen Genre-Vertretern nicht zu verstecken braucht.

Trotz (oder gerade wegen) des geringen Budgets, baut der Film eine einnehmende Intensität auf, welche mich sehr angenehm überrascht hat. Ein brettharter Schocker mit ordentlich Blut und Gekröse.

7/10

"Pierrot Le Fou UNCUT #4", so lautet der Editionsname des limitierten Mediabooks, welches den Film in der ungeschnittenen Fassung (SPIO/JK SU) enthält:  

Montag, 30. März 2015

[SERIE] Game Of Thrones - Game Of Thrones: Das Lied von Eis und Feuer, Season 04

http://www.imdb.com/title/tt0944947/

Fast ein Jahr ist vergangen, nachdem ich Staffel 3 quasi am Stück verschlungen hatte. Heute nun - endlich - ist Staffel 4 eingetroffen und wurde ebenso "gefressen". Kaum eine andere aktuelle Serie hat ein vergleichbares Potential, eine vergleichbare Spannung und einen solchen Hype ausgelöst, wie "Game of Thrones". Zuviele teils unvorhersehbare Wendungen, zuviel Spannung und eine hervorragende Optik machen die Serie von Mal zu Mal besser. Auch wenn man schon stark sein muß, wenn mal wieder eine der Lieblingsfiguren das Zeitliche segnet. Allein schon die Kraft, mit der "Game Of Thrones" auftritt... es ist schwer sich dem zu entziehen. Kurz: es ist die Fantasy-Serie schlechthin. Und wird es vermutlich auch immer bleiben. Aber nun genug des Vorgeplänkels, zu den Episoden der Staffel 4:

http://www.imdb.com/title/tt2816136/
4.1 Zwei Schwerter (Two Swords)
In Königsmund übergibt Tywin Lannister seinem Sohn Jaime ein neues Schwert, das aus dem valyrischen Schwert Eddard Starks angefertigt wurde. Tywin drängt Jaime dazu, sein Erbe in Casterlystein anzutreten. Jaime besteht jedoch darauf, trotz des Verlustes seiner rechten Hand, weiterhin in der Königsgarde zu dienen. Das Verhältnis zwischen Jaime und Cersei hat sich ebenfalls abgekühlt. Sansa ist aufgrund der Nachrichten vom Tod ihres Bruders und ihrer Mutter traumatisiert. Tyrion versucht vergeblich, sie zu trösten, wobei Shae eifersüchtig reagiert. Die Hochzeit von Joffrey und Margaery rückt näher. Doran Martell, Prinz von Dorne, wurde ebenfalls eingeladen, doch an seiner Stelle erscheint sein jüngerer Bruder Oberyn Martell in der Hauptstadt. Dieser will vor allem Rache für die Ermordung seiner Schwester Elia nehmen, der Ehefrau Prinz Rhaegar Targaryens, die am Ende von Roberts Rebellion während der Plünderung von Königsmund zusammen mit ihren Kindern von den Lannisters ermordet wurde. In den Flusslanden ist Arya Stark mit dem Bluthund in Richtung des Tals von Arryn unterwegs. Sie treffen auf Polliver, der Aryas Freund Lommy getötet hatte. Es kommt zum Kampf und Arya tötet Polliver eigenhändig. An der Mauer gesteht Jon Schnee, dass er sich zum Schein den Wildlingen angeschlossen hatte und warnt die Befehlshaber, darunter Alliser Thorne, dass Mance Rayder mit einer großen Streitmacht auf die Mauer vorrückt. In Essos rückt Daenerys Targaryen auf Meereen vor, die letzte große Stadt der Sklavenbucht. Ihre Drachen werden immer schwerer zu kontrollieren, während Daario Naharis versucht, Daenerys näher zu kommen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2832378/
4.2 Der Löwe und die Rose (The Lion and the Rose)
Im Norden vertreibt sich Ramsay, unehelicher Sohn von Lord Roose Bolton, die Zeit mit makaberen Jagdspielen auf Menschen. Der psychisch gebrochene und physisch heruntergekommene Theon begleitet ihn ständig. Lord Bolton trifft bald darauf in Grauenstein ein, dem Stammsitz seines Hauses. Er macht Ramsay Vorwürfe wegen Theons körperlichen Zustandes, da er ihn als Faustpfand gegen Lord Balon Graufreud einsetzen wollte. Ramsay teilt Roose Bolton mit, dass Bran und Rickon Stark noch am Leben sind und solange dies der Fall sei, die Herrschaft der Boltons im Norden in Gefahr sei. Lord Bolton gibt Locke den Befehl, die Starkkinder zu jagen. Ramsay wiederum soll die Eisenmänner vom strategisch wichtigen Ort Moat Cailin (in der dt. Fassung "Maidengraben") vertreiben, da ansonsten das Heer der Boltons nicht in den Norden zurückkehren könne. Bran Stark ist währenddessen mit den Reeds im Land jenseits der Mauer unterwegs, wo er weitere Visionen hat und immer wieder seine Fähigkeit als "Warg" nutzt. Auf Drachenstein wird Selyse Baratheon, Ehefrau von Stannis, immer fanatischer hinsichtlich ihres Glaubens an den roten Gott, während Stannis selbst sogar ein Menschenopfer durchführen lässt. In Königsmund ist Jaime verbittert, da er seine Schwerthand nicht mehr nutzen kann, doch Tyrion stellt ihm Bronn zur Verfügung, damit Jaime seine linke Hand trainieren kann. Tyrion macht sich Sorgen um Shaes Sicherheit und verstößt sie. Es kommt schließlich zur prunkvoll inszenierten Hochzeit zwischen Joffrey und Margaery. Der gesamte Hof ist versammelt, auch Mace Tyrell, Lord von Rosengarten, und Prinz Oberyn Martell, der seine Abneigung gegenüber den Lannisters kaum verhehlt, sind anwesend. Joffrey macht sich mit einem Schauspiel über Tyrion lustig, der daraufhin Joffrey verspottet. Dieser gerät in Rage und demütigt offen seinen Onkel, der nun als sein Mundschenk fungieren muss. Joffrey schneidet den Hochzeitskuchen an und isst davon. Kurz darauf bekommt er keine Luft mehr und stirbt unerwartet an einer Vergiftung. Cersei macht den völlig überraschten Tyrion für den Tod ihres Sohnes verantwortlich und lässt ihn festnehmen. - 10/10


http://www.imdb.com/title/tt2972426/
4.3 Sprengerin der Ketten (Breaker of Chains)
In Königsmund wird Tyrion inhaftiert, da man ihm unterstellt, Joffrey ermordet zu haben. Er wird im Kerker von seinem Knappen Podrick besucht. Dieser hatte sich geweigert, für eine Bestechung gegen Tyrion auszusagen. Tyrion erkennt jedoch, dass Podrick aufgrund seiner Loyalität nun selbst in Gefahr ist. Der Leichnam Joffreys wird in der Septe von Baelor[33] aufgebahrt. Tywin unterweist Tommen, Cerseis zweiten Sohn und zukünftigen König, darin, was einen guten und weisen König ausmache: Nicht Frömmigkeit oder Stärke allein seien entscheidend, sondern auf seine Ratgeber zu hören; Joffrey tat das nicht und war weder ein guter noch ein weiser König. Jaime und Cersei haben kurz darauf Sex in der Septe. Tywin sucht Prinz Oberyn auf und bietet ihm einen Platz im kleinen Rat und die Chance an, Rache an Ser Gregor Clegane zu nehmen, der Oberyns Schwester und deren Kinder am Ende von Roberts Rebellion grausam ermordet hatte. Als Gegenleistung soll Oberyn am Prozess gegen Tyrion als Richter teilnehmen, woraufhin Oberyn einwilligt. Sansa wird von Ser Dontos, der sie während der Hochzeitsfeier fortführte, zu einem Schiff gebracht. Dort wird sie von Petyr Baelish empfangen, der Ser Dontos töten lässt und Sansa versichert, sie sei nun in Sicherheit. Auf Drachenstein erfährt Stannis Baratheon vom Tod Joffreys, doch ihm fehlen derzeit die Mittel, dies auszunutzen. In den Flusslanden sind Sandor Clegane und Arya Stark weiterhin auf der Flucht, wobei Sandor einen Mann ausraubt, der ihnen kurzzeitig Zuflucht gewährt hatte. An der Mauer überfällt und tötet die Vorhut der Wildlinge (mit Ygritte, Tormund und einer Gruppe der kannibalischen Thenns) mehrere Menschen. In der Schwarzen Festung erfahren die Männer der Nachtwache von der Ermordung Jeor Mormonts und der Meuterei bei Craster. Jon Schnee warnt noch einmal vor der drohenden Gefahr durch die Wildlinge, zumal Rayder wohl nun wisse, wie wenig Männer die Mauer verteidigen. In Essos hat Daenerys Targaryen mit ihrem Heer Meereen erreicht. Der Champion der Stadt verspottet Daenerys, wird jedoch rasch von Daario Naharis getötet. Daenerys hält eine Ansprache an die Bewohner der Stadt, vor allem an deren zahlreiche Sklaven. Sie sei nicht ihr Feind und werde alle Sklaven befreien. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2972428/
4.4 Eidwahrer (Oathkeeper)
In Königsmund besucht Jaime seinen Bruder Tyrion im Kerker. Tyrion macht sich keine Illusionen über den Ausgang seines Prozesses, doch versichert er Jaime, Joffrey nicht getötet zu haben. Jaime glaubt ihm, doch Cersei ist fest von der Schuld Tyrions überzeugt. Jaime übergibt Brienne sein neues Schwert und beauftragt sie, Sansa Stark zu finden und in Sicherheit zu bringen; Podrick soll Brienne dabei begleiten. Sansa ist währenddessen mit Petyr Baelish auf einem Schiff unterwegs. Baelish klärt sie darüber auf, dass er weitreichende Pläne verfolgt und auch eine Rolle bei der Ermordung Joffreys gespielt hat, da seine neuen Verbündeten dies gewünscht hatten. Es wird enthüllt, dass Olenna Tyrell dies in die Wege geleitet hatte, damit ihre Enkelin Margaery nicht einen Mann wie Joffrey heiraten musste. An der Mauer intrigieren Ser Thorne und Janos Slynt gemeinsam gegen Jon Schnee. Dieser entschließt sich, die Meuterer bei Crasters Hof zur Strecke zu bringen. Ihn begleitet auch Locke, Gefolgsmann von Lord Bolton, der sich als neuer Rekrut ausgibt. Die Meuterer auf Crasters Hof plündern die Vorräte und vergewaltigen die Frauen dort. Als sie ein Baby aussetzen, das sie wie Craster den „weißen Wanderern“ opfern wollen, fallen ihnen Bran Stark, die Reeds und Hodor in die Hände. Der Anführer der Meuterer, der ehemalige Grenzer Karl, bedroht sie und Bran offenbart ihm, dass er Brandon Stark ist. In Meereen dringen einige Unbefleckte durch die Kanalisation in die Stadt ein und übergeben den dortigen Sklaven Waffen. Die Sklaven der Stadt erheben sich gegen ihre Meister und begrüßen Daenerys Targaryen als ihre Befreierin. Daenerys ordnet die Hinrichtung mehrerer gefangener Meister als Vergeltung dafür an, dass diese auf der Straße nach Meereen 163 Kinder gekreuzigt hatten. Im Land jenseits der Mauer hat ein "weißer Wanderer" das Baby von Crasters Hof an einen unbekannten Ort gebracht, wo es in einen der ihren "verwandelt" wird. - 8/10


http://www.imdb.com/title/tt3060856/
4.5 Der Erste seines Namens (First of His Name)
In Königsmund erfolgt die Krönung Tommens zum "König der Andalen und der Ersten Menschen". Cersei führt ein Gespräch mit Margaery Tyrell und gesteht ihr, dass sie Joffrey als ihren Erstgeborenen zwar geliebt, aber auch gewusst habe, was für ein schrecklicher Mensch er gewesen war. In einem anderen Gespräch mit ihrem Vater Tywin erfährt Cersei, dass die Goldminen der Lannisters seit drei Jahren völlig erschöpft sind. Die Krone könne nur aufgrund von Krediten der "Eisernen Bank" von Braavos die laufenden Kosten decken und die dadurch entstandenen Schulden seien enorm, weshalb das Bündnis der Lannisters mit den Tyrells von so großer Bedeutung sei. Brienne von Tarth und Podrick Payne sind auf der Suche nach Sansa Stark, während Arya Stark immer noch mit Sandor Clegane unterwegs ist. Sansa erreicht mit Petyr Baelish das Tal von Arryn. Auf Hohenehr wird sie von ihrer Tante Lysa begrüßt, doch ihre Identität soll verheimlicht werden. Es wird offenbart, dass Lysa aus Liebe zu Petyr und auf dessen Wunsch hin ihren Ehemann Jon Arryn vergiftet und den Mord in einem Brief an Catelyn Stark den Lannisters nur angehängt hatte. Damit ist Petyr Baelish für den vor Jahren in Gang gesetzten Konflikt der Häuser Stark und Lannister maßgeblich verantwortlich. Lysa heiratet Petyr und plant auch die Verheiratung von Sansa Stark mit ihrem Sohn Robin. Im Land jenseits der Mauer werden Bran Stark, die Reeds und Hodor weiterhin von den Meuterern auf Crasters Hof gefangengehalten. Jon Schnees Trupp überfällt die Meuterer, wobei Locke Bran als Brandon Stark erkennt und ihn heimlich fortschaffen will. Bran gelingt es jedoch, seine Fähigkeit zu nutzen und Besitz von Hodors Geist zu übernehmen und Locke zu töten. Bran, die Reeds und Hodor entfernen sich vom Hof, um den Wehrholzbaum aus Brans Visionen zu finden. Jon Schnee, der nichts davon mitbekommt, kämpft mit Karl, dem Anführer der Meuterer, den er schließlich tötet. In Essos erreicht Daenerys Targaryen die Nachricht von Joffreys Tod. Ser Barristan Selmy rät ihr, mit ihren rund 10.000 Soldaten nach Königsmund aufzubrechen, da sie nun über Schiffe verfüge und die Lage günstig sei. Daenerys erfährt aber auch, dass in den Städten Astapor und Yunkai wieder Tyrannen herrschen. Sie beschließt, zunächst in Meereen zu bleiben und zu herrschen. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt3060910/
4.6 Die Gesetze von Göttern und Menschen (The Laws of Gods and Men)
In Königsmund wird der königliche Rat von Varys darüber informiert, dass Daenerys Targaryen Meereen erobert hat und dort nun residiert. Tywin beauftragt Varys, sich um Daenerys zu kümmern. Der Prozess gegen Tyrion beginnt und ein Zeuge nach dem anderen belastet ihn hinsichtlich des Todes Joffreys. Jaime erkennt, dass der Prozess eine Farce ist und bietet Tywin einen Handel an: Er wird das Weiß der Königsgarde ablegen und (wie von seinem Vater gewünscht) das Erbe in Casterlystein antreten, wenn Tyrion geschont wird. Tywin geht darauf ein; er wird Tyrion nach dessen Verurteilung erlauben, der Nachtwache beizutreten. Anschließend wird jedoch Shae, Tyrions ehemalige Geliebte, als Zeugin aufgerufen. Sie sagt aus, dass Tyrion den Mord an Joffrey mit Sansa geplant habe. Tyrion ist vom Verrat Shaes tief getroffen. Wütend weist er die Anwesenden darauf hin, dass er es war, der ihr Leben bei der Schwarzwasser-Schlacht gerettet und Königsmund vor der Plünderung bewahrt hat. Dies bedauere er nun und bestehe auf seinem Recht eines Gottesurteils durch Kampf. Stannis Baratheon und Ser Davos sind währenddessen nach Braavos gereist, um mit der "Eisernen Bank" zu verhandeln. Die Bankiers sind abweisend, da Stannis kaum noch über Macht verfügt und Tommen nun in Königsmund regiert, hinter dem Lord Tywin steht. Davos weist die Bankiers aber darauf hin, dass Lord Tywin alt sei und Tommen nur ein Kind; wenn Tywin sterbe, garantiere niemand mehr, dass die Bank das geliehene Geld zurückerhalte. Stannis hingegen stehe immer zu seinem Wort. Die Bankiers willigen schließlich ein. Im Norden unternimmt Asha Graufreud einen Befreiungsversuch für ihren Bruder Theon. Dieser ist jedoch von der vorherigen Folter völlig gebrochen und weigert sich, Asha zu begleiten; Ramsay Schnee hingegen ist zufrieden mit Theon und will ihn dafür benutzen, Moat Cailin zu erobern. In Meereen hält Daenerys Targaryen Hof. Hizdahr zo Loraq, einer der führenden Männer der Stadt, bittet um Erlaubnis, seinen Vater würdevoll zu bestatten, der zu den gekreuzigten Meistern der Stadt gehört. Daenerys muss erkennen, welche Konsequenzen sich aus ihren Handlungen ergeben und willigt ein.  - 9,5/10


http://www.imdb.com/title/tt3060876/
4.7 Die Spottdrossel (Mockingbird)
In Königsmund befindet sich Tyrion in einer scheinbar hoffnungslosen Lage. Jaime kann seinem Bruder im kommenden Gottesurteil durch Kampf nicht beistehen und Bronn will es nicht. Er wird in Kürze eine vorteilhafte Ehe eingehen und Cerseis Vertreter im Kampf ist niemand anders als Ser Gregor Clegane. Das Risiko ist Bronn daher zu groß. Zuletzt wird Tyrion im Kerker von Prinz Oberyn Martell besucht. Dieser teilt Tyrion mit, dass Cersei versucht hat, ihn zu manipulieren und sie Tyrion offenbar innig hasse. Doch Oberyns Hass gilt den Lannisters und Ser Gregor, der vor Jahren Oberyns Schwester und deren Kinder getötet hatte. Der Prinz stellt sich daher als Tyrions Champion zur Verfügung. In den Flusslanden sind Arya Stark und Sandor Clegane auf dem Weg ins Tal von Arryn, als sie auf einen sterbenden Mann treffen. Dieser beklagt sich darüber, wie die Welt aus der Balance geraten ist und sie doch eigentlich fair sein sollte. Sandor tötet den Mann, um ihm weitere Qualen zu ersparen und berichtet Arya von seiner Kindheit und den Grausamkeiten seines Bruders. Brienne von Tarth und Podrick sind währenddessen auf eine mögliche Spur von Arya geraten. Auf Drachenstein besteht Melisandre darauf, dass Stannis' Tochter Shireen sie auf ihrer baldigen Reise begleite. Im Tal von Arryn erklärt Petyr Baelish Sansa, dass er ihre Mutter sehr geliebt habe und dies mit ein Grund gewesen sei, warum er sich an Joffreys Ermordung beteiligt hat. Er küsst Sansa, die davon vollkommen überrascht ist. Lysa Arryn weiß jedoch davon und droht Sansa durch das Mondtor in die Tiefe fallen zu lassen. Petyr rettet Sansa und erklärt Lysa, dass er immer nur eine Frau geliebt habe – nämlich Catelyn; dann stößt er Lysa durch das Mondtor. An der Mauer kehrt Jon Schnee von Crasters Hof zurück. Ser Alliser verachtet ihn immer noch und schenkt Jons Warnungen und Ratschläge hinsichtlich der nahenden Masse der Wildlinge unter Rayder keine Beachtung. In Meereen schlafen Daenerys und Daario Naharis miteinander. Ser Jorah ist sichtlich unzufrieden mit dieser Entwicklung und fragt Daenerys, wie sie dem Söldner trauen könne. Sie entgegnet, dass sie dies nicht tue und den Söldnern befohlen habe, Yunkai zurückzuerobern und die dortigen Meister zu töten. Als Jorah sie warnt, dass die Welt nicht schwarz und weiß sei, ändert Daenerys ihre Meinung. Der Adelige Hizdahr zo Loraq aus Meereen solle die Söldner begleiten und den Sklavenmeistern eine Wahl lassen: Sie könnten in ihrer neuen Welt ohne Sklaverei leben oder mit ihrer alten Welt untergehen. - 9/10


http://www.imdb.com/title/tt3060782/
4.8 Der Berg und die Viper (The Mountain and the Viper)
Im Gebiet der Mauer im Norden massakriert die Vorhut der Wildlinge ein kleines Dorf, wobei Goldie und ihr Baby überleben. Mehrere Mitglieder der Nachtwache um Jon Schnee sind beunruhigt über das Vordringen der Wildlinge. Bei der strategisch wichtigen Festung Moat Cailin, die den Zugang zum Norden beherrscht, trifft die Vorhut der Boltons ein. Ramsay Schnee gibt Theon, der weiterhin von sich nur als „Stinker“ redet, den Auftrag, die Kapitulation der Eisenmänner in der Festung zu erwirken; ihnen soll freier Abzug gewährt werden. Nach der Kapitulation werden die Männer der Garnison jedoch brutal getötet und teils gehäutet, so wie es die Boltons seit Jahrtausenden mit ihren Feinden machen. Lord Roose Bolton trifft mit dem Hauptheer ein und ist zufrieden. Nun sei der gesamte Norden, der größer ist als die anderen sechs Königreiche von Westeros, in seiner Hand. Ramsay wird zum Dank von Lord Bolton legitimiert und ist damit nun sein rechtmäßiger Erbe. In Meereen entwickelt "Grauer Wurm" Gefühle für Missandei, die diese langsam zu erwidern scheint. Varys spielt währenddessen Ser Barristan Selmy ein Dokument zu, das die Spionage Ser Jorahs im Auftrag Robert Baratheons belegt und eine Begnadigung Jorahs enthält. Ser Barristan konfrontiert ihn damit; Ser Jorah will dies Daenerys persönlich erklären, doch Ser Barristan erklärt ihm, dass er nie wieder allein mit der Königin sprechen wird. Daenerys Targaryen ist vom Verrat Jorahs getroffen und fordert ihn auf, Meereen sofort zu verlassen. Jorah gesteht ihr seine Liebe, doch Daenerys weist ihn zornig ab; wenn er sich weiterhin in Meereen aufhalte, werde sie ihn hinrichten lassen. Jorah verlässt daraufhin die Stadt. Auf Hohenehr erscheint eine hochrangige Abordnung der Lords des Tals. Sie wollen die mysteriösen Umstände von Lysa Arryns Tod aufklären und laden auch Petyr Baelishs angebliche Nichte Alayne vor. Diese gesteht, dass sie in Wahrheit Sansa Stark ist; Lord Royce erkennt sie und ist außer sich vor Zorn auf Petyr Baelish. Sansa erklärt, sie werde den Adeligen die ganze Wahrheit enthüllen. Stattdessen spielt Sansa den Adeligen jedoch vor, dass ihr einziger Freund am Hof Lord Baelish gewesen sei, der sie gerettet habe. Lady Lysa habe Petyr sehr geliebt, sei aber schließlich ganz dem Wahnsinn verfallen und habe Suizid begangen. Die Adeligen sind überzeugt und versprechen, Sansas Identität geheim zu halten, da sie selbst keine Freunde der Lannisters sind. Sansa erklärt Petyr Baelish später, dass sie mitgespielt habe, weil sie wisse, was Baelish wolle, während die Lords des Tals ein unbekannter Faktor seien. Lord Robin Arryn soll seine Lords und das Tal besser kennenlernen und daher Hohenehr für eine Rundreise verlassen. In Königsmund besucht Jaime seinen Bruder Tyrion im Kerker und beide scherzen miteinander. Kurz darauf findet der Kampf zwischen Prinz Oberyn Martell und Ser Gregor Clegane statt. Tyrion ist sichtlich beunruhigt, da Prinz Oberyn ohne Rüstung und nur mit einem Speer antritt, während Ser Gregor wesentlich stärker, größer und besser geschützt ist. Während des folgenden Kampfes weicht Prinz Oberyn immer wieder geschickt aus und ruft Ser Gregor zu, dass dieser Elia Martell vergewaltigt und sie sowie ihre Kinder getötet hat; Ser Gregor solle nun gestehen. Prinz Oberyn behält die Oberhand und Ser Gregor scheint bereits besiegt zu sein, als dieser im letzten Moment Oberyn ergreift und brutal tötet. Lord Tywin verkündet daraufhin, dass Tyrion schuldig sei. - 10/10

http://www.imdb.com/title/tt3060858/
4.9 Die Wächter auf der Mauer (The Watchers on the Wall)
Die gesamte Episode spielt an der Mauer im Norden, kurz vor, während und kurz nach der dortigen Schlacht zwischen der Nachtwache und den Wildlingen bei der Schwarzen Festung. Goldie erreicht mit ihrem Baby in letzter Minute die Festung, wo Samwell Tarly glücklich darüber ist, dass sie noch am Leben ist. Die Männer der Nachtwache haben sich so gut wie möglich auf den Angriff der Wildlinge unter Manke Rayder vorbereitet, doch ihre Chancen stehen schlecht. Die Wildlinge greifen nachts an und sind zahlenmäßig weit überlegen; sie verfügen zudem sogar über einige Mammuts und Riesen. Während das Gros der Wildlinge die Mauer von Norden her angreift, greift die Gruppe unter Tormund die Festung von Süden her an. Es kommt zu blutigen Gefechten, bei denen auf Seiten der Wildlinge Styr, der Anführer der kannibalistischen Thenns, ebenso getötet wird wie Ygritte, die in Jon Schnees Armen stirbt. Die Männer der Nachtwache erleiden ebenfalls hohe Verluste, wobei auch Freunde von Jon und Sam ums Leben kommen, darunter Grenn und Pyp. Am Ende kann die Nachtwache die Festung jedoch halten und den Angriff abwehren. Jon, der sich während der Kämpfe mehrmals ausgezeichnet und faktisch den Befehl übernommen hat, erinnert aber die überlebenden Mitglieder der Nachtwache daran, dass Manke Rayder mit anderen Teilen der Wildlinge immer noch dort draußen wartet. Jon entschließt sich, Manke direkt aufzusuchen und ihn zu töten. - 9/10


http://www.imdb.com/title/tt3060860/
4.10 Die Kinder (The Children)
In Königsmund teilt Cersei ihrem Vater mit, unter keinen Umständen Loras Tyrell zu heiraten. Lord Tywin reagiert zornig, doch Cersei konfrontiert ihn mit der Wahrheit hinsichtlich ihrer Beziehung mit Jaime, was Tywin nicht wahrhaben wollte. Cersei begibt sich anschließend zu Jaime, berichtet ihm von ihrer Unterhaltung mit Tywin und erklärt, dass sie nur ihn wolle. Beide schlafen daraufhin miteinander. Tyrion wird von Jaime aus dem Kerker befreit. Jaime erklärt, dass Varys bei der Flucht helfen wird und die Brüder verabschieden sich voneinander. Anschließend begibt sich Tyrion jedoch zunächst in die Gemächer seines Vaters. Dort findet er völlig überraschend Shae vor, die offenbar mit Lord Tywin geschlafen hat. Tyrion erwürgt sie und findet seinen Vater auf der Toilette vor, wo er ihn mit einer Armbrust bedroht. Tywin gesteht, dass er Tyrion immer gehasst habe, dass er ihn als Lannister aber nicht hinrichten werde; sie sollen das Gespräch woanders fortsetzen. Als Tywin Shae jedoch als Hure bezeichnet, tötet der tief enttäuschte Tyrion seinen Vater mit der Armbrust. Anschließend wird er von Varys an Bord eines Schiffes gebracht, mit dem beide die Hauptstadt verlassen. Im Gebiet des Tals von Arryn treffen Brienne und Podrick auf Arya und Sandor Clegane. Brienne erkennt schließlich, dass das Mädchen Arya Stark ist und will sie gemäß ihrem Schwur Catelyn gegenüber in Sicherheit bringen. Sandor weigert sich jedoch, Arya zu übergeben; da ihre Eltern und anscheinend auch ihre Geschwister tot sind und Winterfell nur noch eine Ruine ist, sei sie nirgendwo mehr sicher. Brienne und Sandor kämpfen miteinander und der Bluthund unterliegt schließlich. Arya hat sich jedoch abgesetzt; sie begibt sich später zu dem sterbenden Sandor, nimmt ihm die Münzen ab und lässt ihn zum Sterben zurück. Arya findet ein Schiff, das nach Braavos segelt und gibt dem Kapitän die Münze, die ihr einst Jaqen H'ghar gegeben hat und sagt zu ihm Valar morghulis; der Kapitän willigt daraufhin ein, sie mitzunehmen. An der Mauer begibt sich Jon Schnee zu Manke Rayder. Manke erklärt, dass Jon ihn verraten hat, doch Jon entgegnet, dass er seinen Eiden der Nachtwache gegenüber treu war. Manke weigert sich, mit den Wildlingen umzukehren und fordert Jon zur Kapitulation auf; die Wildlinge wissen, dass die "weißen Wanderer" nahen und wollen den Schutz der Mauer für sich nutzen. Das Lager der Wildlinge wird unerwartet von starker Reiterei angegriffen; die überraschten Wildlinge können ihnen nichts entgegensetzen und werden besiegt. Es handelt sich um Stannis Baratheon, der den "König jenseits der Mauer" festsetzen lässt. Jon gibt ihm den Rat, alle Leichen sofort zu verbrennen. Im Land jenseits der Mauer erreichen Bran, Hodor und die Reets den Baum aus Brans Visionen. Sie werden plötzlich von wiederbelebten Skelettkriegern angegriffen. Ihnen kommt ein kleines Kind zur Hilfe und bringt sie in Sicherheit, doch Jojen stirbt während des Kampfes. Ihr Helfer offenbart ihnen, dass ihre Art von den "Ersten Menschen", die Westeros vor Jahrtausenden besiedelt haben, "Kinder" genannt wurden, wenngleich sie älter als die Menschheit seien. Sie werden zu einem uralten Mann geführt, der im Inneren der Baumhöhle lebt. Er ist die „dreiäugige Krähe“ aus Brans Visionen; er sei im Laufe der Zeit vieles gewesen, nun sei er nur noch dies hier. Er habe sie alle schon lange beobachtet und auf sie gewartet. Brandon Stark werde nie wieder laufen können, doch er werde fliegen. In Meereen muss Daenerys Targaryen erkennen, dass ihre Drachen immer unberechenbarer werden. Sie haben nun sogar ein Kind getötet. Daenerys entschließt sich daraufhin, die zwei derzeit in der Stadt befindlichen Drachen anzuketten. Ihr dritter Drache ist jedoch noch auf der Jagd und fehlt daher. - 9,5/10

Es hat einen Tag gedauert, und ich hatte Staffel 4 durch. Gut, es sind "nur" zehn Folgen, aber diese haben es in sich. Sie ist nicht ganz so "furchtbar" wie Staffel 3. Aber dennoch teils unverblümt graphisch, wie gewohnt. Und obwohl gerade beim Verlust mancher interessanter Figuren ein fader Beigeschmack bleibt, so ist Staffel 4 wieder einmal mehr ein Geniestreich.

"Valar Morghulis!"

Auch die vierte Staffel gibt es in der Erstauflage wieder in einem limitierten DigiPak, dieses Mal mit einem gelben Schuber in Grobstoff-Optik- und -Haptik. Für jeden Sammler sicherlich eine Bereicherung der "Game Of Thrones"-Sammlung:


Sonntag, 29. März 2015

V/H/S: Viral (2014)

http://www.imdb.com/title/tt3704538/

Ein außer Kontrolle geratener Eiswagen rast durch das nächtliche Los Angeles, verfolgt von der Polizei. In der Hoffnung, vielleicht die nächste YouTube-Sensation zu werden, machen sich Dutzende Teenager auf, um jenes Spektakel oder ähnlich aufsehenerregende Vorkomnisse auf Video festzuhalten. Doch diese Sehnsucht nach Aufmerksamkeit soll ihnen bald selbst zum Verhängnis werden. Ein Umhang, der einst Houdini persönlich gehört haben soll, verleiht dem Hobby-Zauberer Dante (Justin Welborn) die Fähigkeiten, endlich selbst berühmt zu werden. Doch der Preis, den er dafür zahlen muss, ist hoch. Der Tüftler Alfonso (Gustavo Salmerón) hingegen hat es endlich geschafft, eine Maschine fertigzustellen, die ein Tor in eine andere Welt hinter den Spiegeln öffnet. Er findet sein Spiegelbild, stellt aber zu seinem Entsetzen fest, dass die Parallelwelt sich auf äußerst morbide Weise von unserer eigenen unterscheidet. Auf der Suche nach spektakulären Aufnahmen verschlägt es schließlich vier Adrenalinjunkies (u.a. Nick Blanco) mit ihren Skateboards nach Tijuana. Alles läuft gut bis der abgelegene Schauplatz ihrer Dreharbeiten zum Mittelpunkt des Rituals eines mexikanischen Todes-Kults wird.

Gemessen an den zuweilen verrückten, kreativen und atmosphärischen Vorgänger der "V/H/S"-Reihe, ist dieser dritte Teil fast schon eine Beleidigung. Denn was die ersten beiden Teile gut gemacht haben wird jetzt einfach hier über Bord geworfen. Auch hier wird aus einer Rahmenhandlung ("Vicious Cycles") heraus drei kurze Grusel-/Horrorgeschichten erzählt, aber diese verlieren gegenüber den großartigen beiden Vorgängern etwas an Boden. Außerdem sind sie zusammenhangslos zusammengewürfelt. Nicht, dass es bei den beiden Vorgängern anders gewesen wäre, aber da bekam man zumindest suggeriert, dass sich jemand gerade diese Filme ansehen würde.

Die erste Episode, "Dante The Great", handelt von einem Magier und seinem Zauberumhang, der nur dann seinem Meister gehorcht , wenn er mit frischen Fleisch gefüttert wird, welches er sich dankenswerter Weise auch selbst zu holen vermag. Am Ende gibt es einen netten Gruseleffekt, das war okay. Nicht schlecht also, aber noch ausbaufähig. "Parallel Monsters" ist die zweite Geschichte, die schon ein wenig komplexer daherkommt und es sogar schafft, den Zuschauer bis zum Ende bei der Stange zu halten. Die Parallelwelt ist aber auch böse. Warum und wieso erfährt man nicht, aber das ist auch nicht wirklich wichtig. Wichtig ist nur, dass fiese Geschlechtsorgane immer und jederzeit zu schocken (ekeln) wissen. Die dritte Kurzgeschichte, "Bonestorm", ist eine fast reine Slasher-Episode, in der eine knochige Sekte ein paar Skateboarder angreift und diese sich mit Brett und Waffe effektvoll zu wehren wissen. Auch nicht übel, aber auch nicht wirklich gut und neu.

"Gorgeous Vortex", ist die "fehlende" vierte Episode, die nur im Mediabook  enthalten ist. Abgesehen davon, dass absolut nicht klar ist, was der Regisseur mit dieser Episode ausdrücken wollte, so ist sie rein visuell ein Augenschaus - und das nicht nur wegen der hübschen Protagonistin, sondern auch wegen dem Monster.

"V/H/S: Viral"  ist auf seine Art nicht schlecht. An abgefahrenen Ideen mangels nicht, an der Umsetzung in klassischer Filmsprache schon. Dank der uninspirierten Storyline und der wahllos zusammengewürfelten Versatzstücke leider der schlechteste Teil der Reihe.

5,5/10

Von dem Indie-Label "OFDb-Filmworks" kommt der Film, passend zu "S-VHS" im limitierten und numemrierten Mediabook:

The Living Daylights - James Bond 007: Der Hauch des Todes (1987)

http://www.imdb.com/title/tt0093428/

Ein Übung auf Gibraltar endet im Desaster. Zwei von drei Doppel-Null-Agenten sehen sich überraschend einem Meuchelmörder gegenüber. Nur 007 (Timothy Dalton) kann den Attentäter stellen und ihn in einem spektakulären Kampf töten. In Bratislava angekommen überwacht James Bond das Überlaufen des russischen Generals Koskov (Joeren Krabbé) und verhindert, dass eine Attentäterin (Maryam D'Abo) aus ihm ein Sieb macht. Koskov macht seinen Vorgesetzten General Pushkin (John Rhys-Davies) für die Morde auf Gibraltar verantwortlich. Als Koskov offenbar von den eigenen Leuten aus den Händen des MI6 zurück entführt wird, erhält Bond postwendend den Auftrag, Pushkin zu liquidieren. Aber das geht dem besten Agenten ihrer Majestät dann doch zu schnell. Er beschließt, auf eigene Faust nachzuforschen. Und zwar bei der Attentäterin aus Bratislava. Bond gibt sich ihr gegenüber als Freund von Koskov aus und schleust sie nach Österreich. Doch der MI6 beharrt auf dem Mordauftrag. Bond läuft die Zeit davon...

Nach Roger Moores Weggang weht nun mit Timothy Dalton wieder frischer darstellerischer Wind im Bond-Franchise. Und gleich zu Beginn kann man feststellen, dass der neue Bond wesentlich ernster ist, als sein Vorgänger. Während die Moore-Bonds von viel Humor, bunten Farben, überdrehten Gadgets, skurrilen Charakteren und viel augenzwinkernder Selbstironie lebten, ist der neue Film wieder viel mehr geprägt von den frühen Bonds der 60er und frühen 70er Jahre.

"Der Hauch des Todes" stellt also die Geheimdienst-Arbeit wieder ein wenig mehr in den Vordergrund. Insgesamt wirkt der Film auch in seinen Farben wesentlich monotoner und düsterer, die Actionszenen kommen auch etwas brutaler daher - selbst der Darsteller an sich ist merklich ernsthafter als je zuvor und wieder näher an der Roman-Vorlage Flemings. Aber natürlich nicht, ohne dabei die gewisse Portion Selbstironie, also den Bond-Charme, zu verlieren. So gibt es immer noch den ein oder anderen Gag zu belächeln und James Bond ist auch immer noch ein Charmebolzen bei den Frauen (wenn auch nicht mehr so übertrieben wie noch bei Roger Moore). Auch gibt es immer noch einen Haufen nützlicher Gadgets aus der Q-Abteilung und (und das ist vielleicht das Wichtigste) es gibt wieder ein verdammt cooles Bond-Auto aus dem Hause Aston Martin mit unzähligen Extras an Bord.

Timothy Dalton stand 1987 für eine radikale Neuausrichtung alteingesessener, aber fast schon eingerosteter Winkelzüge Pate. Er ist als Bond-Darsteller ganz sicher eine gute Wahl, vor allem weil er einen starken optischen Kontrast zu seinem Vorgänger herstellt. Aber auch so wirkt er als Geheimagent viel glaubwürdiger und in den Actionszenen deutlich fitter und bestechender. Auch ist Dalton der bessere Schauspieler, dem man sowohl die ernsten, als auch die humorvollen oder romantisch angehauchten Szenen sehr gut abnimmt. Sein James Bond taumelt nicht mehr ins Zimmer des Chefs, nachdem der Flirt mit dessen für Bond-Verhältnisse überalterten Sekretärin die üblichen eifersüchtigen Spitzfindigkeiten hervorbrachte. Sein James Bond ist hart und unnachgiebig, aber vielmehr warm und beruhigend, einer, der den Überblick besitzt und dagegen den selbstzweckhaften Sprücheklopfer ins Abseits stellt.


Schluss mit der Lobhudelei, denn auch wenn ich den Film bis jetzt nur in hohen Tönen gelobt habe, ist er auf keinen Fall perfekt - ganz im Gegenteil: auch wenn die Story sehr spannend beginnt (vor allem die Eröffnungssequenz ist klasse), so verläuft sie später zunehmend holprig und vermisst es sogar, etwa zur Halbzeit Spannung aufzubauen. Auch hat man schon bessere Bond-Gegner gesehen. Entsprechend erweist sich "Der Hauch des Todes" auch trotz der verjüngten, jedoch eindimensional gespielten Miss Moneypenny als bodenständig angesiedelter Geheimdienst-Thriller, dem aber letztendlich der letzte Feinschliff fehlt und sich so wie ein Rohdiamant anfühlt.

Ein verschmitzt-theatralischer Jeroen Krabbé und ein Haudrauf-Waffenfetischist (Joe Don Baker) zeigen sich als ordentliche Kontrahenten. Insgesamt ist es aber auf jeden Fall einguter Bond, der mit einem coolen und beinharten Bond-Darsteller, sowie neu gewonnener Ernsthaftigkeit punktet, aber den besseren Vorgängern das Wasser nicht reichen kann . Zusammen mit den relativ rar gesäten aber aufwendig in Szene gesetzten Action ist es aber ein absolut runder Agententhriller.

6,5/10

Zum Jubiläum 2012 gab es eine tolle Box, die alle Filme (nur "Sag niemals Nie" fehlt, da dieser Film nicht offiziell zur Reihe gehört) rund um den Geheimagenten 007 enthält - es war sogar Platz für den zu dem Zeitpunkt im Kino laufenden "Skyfall".


Platoon (1986)

http://www.imdb.com/title/tt0091763/

Vietnam, 1967. Der Student Chris Taylor (Charlie Sheen) meldet sich voller Idealismus als Freiwilliger im Dschungelkrieg. Er trifft dort u.a. auf Sergeant O’Neill (John McGinley), einen ekelhafter Arschkriecher, Lieutenant Wolfe (Mark Moses) und King (Keith David), der ständig die Tage zählt, bis er nach Hause darf. In der grünen Hölle gelangt Chris schnell zu einer bitteren Erkenntnis: Der Krieg schafft keine Helden, sondern macht aus Menschen rohe Bestien. Chris' Träume zerplatzen endgültig, als er merkt, dass der Kampf auch in den eigenen Reihen tobt - zwischen dem brutalen Sergeant Barnes (Tom Berenger) und Sergeant Elias (Willem Dafoe), der sich trotz der nervenaufreibenden Kämpfe seine Menschlichkeit bewahrt hat, herrscht blanker Hass. Der führt schließlich dazu, dass Barnes Elias tötet. Chris sinnt auf Rache...

"Jemand hat einmal gesagt, die Hölle sei die Abwesenheit jedweder Vernunft."

"Platoon". Es ist der Antikriegsfilm, der so ziemlich alles portraitiert, was am Krieg falsch ist. Und damit schuf Regisseur Oliver Stone einen unglaublich mitreißenden und vor allem aber ehrlichen Film. Aber er portraitiert nicht nur den Krieg als große gesichtlose Masse oder als dunkle Bestie, er konzentriert sich auch auf vielen Facetten, die in dieser Bestie leben und kämpfen (müssen) und zeigt einen wahren, ungeschönten Einsatz in Vietnam mit ehrlichen, um ihr Leben kämpfenden Soldaten: Neuling, Kämpfer, Veteran. Dass es in diesem Konflikt dann noch um menschliche Abgründe und beinahe schon wesenverändernde Situationen geht, macht den Film dann nur noch einmal besser. Er konzentriert sich auf den Einsatz eines Soldaten, Chris (Charlie Sheen), dessen Gang durch die 'grüne Hölle' eindrucksvoll und mitfühlend inszeniert wird. Stone zeigt die Ankunft eines idealistischen Collegeboys in einer Hölle aus Frustration, Langeweile, Ablehnung, Tod, Alkohol- und Drogenexzessen, unkoordinierten Befehlen und gleichgültigen wie unfähigen Vorgesetzten. Das einzig verbliebene heroische Element bleibt das Überleben. 365 Tage lang. Jeder Tag wird zur Zerreißprobe. Körperlich wie emotional. Ein nackter Rausch hervorgerufen durch eine unvorstellbar scheinende Realität.

"In dem Dorf, dass möglicherweise schon seit 1000 Jahren stand, wusste niemand, dass wir an diesen Tag kommen sollten. Hätten sie´s gewusst, sie wären davon gelaufen."

Im Laufe des Filmes ist es dabei eigentlich ein Kinderspiel auch mit den Charakteren neben Chris mitzufühlen und sich von der Story und den Soldaten mitreißen zu lassen. Wenn auch die Perspektive auch sehr beschränkt bei den Amerikanern und deren physischem und psychischen Leid verharrt, so ist "Platoon" dennoch ein eindrucksvoller Film, der das Vietnamtrauma exemplarisch an Sheens Charakter demonstrativ vor Augen führt und dabei derart realistisch die Situationen der Soldaten schildert, dass man vor der Brutalität und der grünen Hölle förmlich zurückschreckt. Beeindruckend inszeniert Oliver Stone seine zum Teil selbst erlebten Ereignisse und kreiert dank treffender musikalischen Untermalung, sowie den durchweg überzeugenden Darstellern, einen symbolträchtigen und ausdruckstarken Kriegsfilm, der weniger die amerikanische Geschichte in den Fokus rücken will, sondern vielmehr die Auswirkungen eines Krieges und die damit verbunden Veränderungen beim Menschen veranschaulicht. 

"Wir haben nicht gegen den Feind gekämpft, wir haben gegen uns selbst gekämpft".

"Platoon" ist ein einziger spannend erzählter psychischer Kampf um das Bewahren der Vernunft, in einer Umgebung in der das Chaos und der Wahnsinn ihre gewaltigen Kräfte ausleben. Spätestens wenn Charlie Sheen das Schlachtfeld am verlassen ist und sein Monolog, begleitet von Samuel Barbers Klängen, das Ende markiert, läuft einem ein kalter Schauer über den Rücken. "Platoon" ist ein Meisterwerk, so eindrücklich und dicht, dass es einen erschaudern lässt. Und so intensiv, dass es einem die Worte "sinnlos" und "Wahnsinn" tief in den Schädel brennt:

"Der Krieg ist jetzt für mich vorbei, aber er wird immer bestimmend sein, sowie auch Elias immer bestimmend sein wird, der mit Barnes, wie Rah sich ausdrückte, um meine Seele kämpfte. In manchen Augenblicken fühle ich mich wie das Kind, das diesen beiden Männern geboren, aber, mag es sein wie es will, diejenigen von uns, die davon gekommen sind, haben die Verpflichtung etwas Neues zu beginnen, einen Wert zu finden, für dieses Leben."

Grandios.

10/10

[SERIE] Dexter, Season 01

http://www.imdb.com/title/tt0773262/

Dexter Morgan (Michael C. Hall), Blutanalyst bei der Polizei von Miami, geht nachts einer etwas anderen Tätigkeit nach. Er streift als Serienkiller durch die Nacht und tötet Menschen, die ihrerseits bereits gemordet haben. Gleichzeitig versucht er, sein Berufs- und Privatleben mit seiner ungewöhnlichen nächtlichen Aktivität in Einklang zu bringen. Um seinen Drang, Menschen zu töten, in eine „geordnete Richtung“ zu lenken, hat Dexter von seinem Vater, dem inzwischen verstorbenen Polizisten Harry (James Remar), einen Code auferlegt bekommen, an den er sich hält. Ein besonders enges Verhältnis hat Dexter zu seiner Stiefschwester Debra (Jennifer Carpenter), die ebenso wie er im Morddezernat von Floridas Hauptstadt arbeitet. Doch wie kann Dexter sein dunkles Geheimnis vor seinen Freunden und Kollegen und auch vor seiner Familie geheimhalten und dabei dennoch auf die Spur von kaltblütigen Mördern gehen?

Lange habe ich diese grandiose Serie vor mir hergeschoben. Warum eigentlich? "Dexter" ist von der ersten Minute an interessant. Interessant weil eben auch anders als andere Polizeiserien. Spannend und unglaublich schwarzhumorig, also im Grunde die perfekte Mischung, um jedem interessierten Betrachter das Beste aus vielen verschiedenen Gernes zu bieten. Die detektivische Aufklärungsarbeit Dexters ist natürlich weitab von regulärer Polizeiarbeit, doch eben diese Spannung zwischen Job (Forensiker) und Hobby (Serienkiller) macht den Reiz aus. Dafür sorgt allein schon der spielerische Vorspann, der vieles suggeriert was dann aber gar nicht so ist. Michael C. Hall, den ich schon in der Serie "Six Feet Under" gern sah, macht auch als "Dexter" eine grandiose Figur. Und durch seine perspektivische Erzählweise fällt es unglaublich schwer nach nur einer Folge abzuschalten, denn - wenn man ehrlich ist und sich auf die Serie eingelasen hat - man will unbedingt wissen, wer nun wem ein Schnippchen schlägt. Dabei ist das Ganze auch noch passend graphisch. Ebenfalls mit der perfekten Mischung: nicht zu viel, nicht zu wenig, aber dann doch blutig genug. Eine tolle Serie. Schon jetzt.

http://www.imdb.com/title/tt0785280/
1.1 Dexter – Pilot (Dexter)
Dexter Morgans durchstreift das nächtliche Miami auf der Suche nach einem Opfer. In dem vermeintlich unschuldigen Mike Donovan, der selbst einige Morde auf dem Gewissen hat, wird er fündig. An ihm kann Dexter seinen Drang zu töten befriedigen. Am nächsten Tag erhält er einen Anruf von seiner Schwester Debra, die genau wie Dexter für das Miami Police Department arbeitet. Sie ermittelt in einem heiklen Fall: Eine Prostituierte wurde tot in einem leeren Pool eines Motels aufgefunden. Die Leiche wurde zerstückelt und seltsamerweise gibt es nirgendwo eine Blutspur. Dexter ist heimlich von der „Arbeit“ des Killers beeindruckt und beschließt, Debra, die sich davon eine Beförderung erhofft, bei ihren Ermittlungen zu unterstützen. Dabei stellt sich heraus, dass der Killer Dexter offenbar sehr gut kennt und ein Spiel mit ihm spielen will... - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0757186/
1.2 Eiskalt erwischt (Crocodile)
Der „Kühllaster-Killer“ treibt weiter sein Unwesen. Dexter ist fasziniert von seiner Technik und seinen perfekt ausgeführten Taten. Wie schafft es der Täter, die Leichen so ausbluten zu lassen, dass am Fundort kein einziger Tropfen mehr zu finden ist? Dexters Schwester Debra bringt Licht in die Sache. Ihre Recherche führt dazu, dass zu LaGuertas Verstimmung tatsächlich ein Kühllaster gefunden wird, in dem sich, in einen Eisblock eingefroren, Fingerspitzen eines der Opfer befinden. Das erlaubt eine Identifizierung der Leiche. Debra wird auf Initiative von Matthew in die Mordkommission befördert. Wenig später wird der Polizist Ricky Simmons, der verdeckt in exilkubanischen Drogenkreisen recherchierte, tot von einer Brücke geworfen. Eine Spur gibt Aufschluss über den Täter Norberto Cervantes. Doch auch die Ehefrau des Polizisten, Kara Simmons, wird lebensgefährlich verletzt in ihrer Wohnung aufgefunden. Kurz darauf stirbt sie im Krankenhaus. Cervantes kann verhaftet werden, aber ehe er gegen seinen Boss aussagt, wird er im Untersuchungsgefängnis ermordet. Doakes gibt LaGuerta gegenüber zu, dass er ein Verhältnis mit der Frau des ermordeten Polizisten hatte. Dexter ermittelt derweil in seiner Freizeit auf eigene Faust. Ein Alkoholiker, Matt Chambers, wird vom Gericht freigesprochen, weil nicht eindeutig nachgewiesen werden kann, dass er selbst betrunken einen Teenager angefahren liegen gelassen und somit letztendlich getötet hat. Dexter sorgt hier auf seine Weise für Gerechtigkeit... - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0828745/
1.3 Cherry On Ice (Popping Cherry)
Dexter hat sich sein nächstes Opfer ausgespäht, Jeremy Downs. Dieser hatte vor vier Jahren einen Teenager umgebracht. Wegen Totschlags kam er dafür in eine Jugendhaftanstalt. Dexter erkennt, dass Jeremy anscheinend wieder einen Mord plant, und beobachtet ihn. Als Jeremy zur Tat schreiten will, rettet Dexter dem Opfer das Leben. Als Dexter nun Jeremy töten will, stellt sich heraus, dass der junge Mann vor vier Jahren von seinem damaligen Mordopfer vergewaltigt wurde. Dexter erkennt sich selbst in Jeremy und lässt ihn am Leben. Währenddessen schlägt der Kühllaster-Killer wieder zu. In der Eishalle der Miami Blades wird die zerstückelte Leiche einer weiteren Prostituierten gefunden. Sie heißt Shari Taylor, genannt Cherry. Dieser Fall wird die erste offizielle Mordermittlung für Debra, die sehr engagiert an die Sache herangeht. Der Nachtwächter der Eishalle, Toni Tucci ist nicht auffindbar und gerät so in Tatverdacht. Außerdem fehlt ein Überwachungsvideo. Durch Befragung von Cherrys ehemaligen „Kolleginnen“ vom Strich, erfährt Debra, dass das Mordopfer letztmalig gesehen wurde, als sie in einen alten Kombi stieg. Bei der Durchsuchung von Tuccis Wohnung wird prompt das fehlende Video gefunden. Darauf ist Tucci zu sehen, wie er die Leichenteile auf dem Eis arrangiert. Debra und Batista erkennen aber, dass der Nachtwächter dabei wahrscheinlich mit einer Waffe bedroht wurde. Zusätzlich stellt sich heraus, dass Tucci nicht einmal ein eigenes Auto besitzt. Für Debra ist damit klar, dass er nicht der Kühllaster-Killer sein kann. Lieutenant LaGuerta ignoriert Debras Erkenntnisse jedoch – für sie steht fest, dass Tucci der Mörder sein muss... - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0824887/
1.4 Mit Hand und Fuß (Let’s Give The Boy A Hand)
Während die Fahndung nach Tucci auf Hochtouren läuft, wird am Strand eine abgetrennte Hand gefunden: Erstmals hat der Kühllaster-Killer ein nicht ausgeblutetes Körperteil hinterlassen. Dexter ahnt, dass dies nicht ohne Grund geschieht und vermutet, dass der Täter ihm damit eine Nachricht übermitteln will. LaGuerta gerät in große Erklärungsnot, als sich herausstellt, dass die abgetrennte Hand dem verschwundenen Nachtwächter Tucci gehört – jenem Tucci, den sie öffentlich des Mordes bezichtigt und zur Fahndung ausgeschrieben hatte. Am Tag darauf wird im Park ein blutiger Fuß gefunden, der in einem Fußballschuh steckt. Auch dieser Fuß gehört Tucci. Die Laboranalyse ergibt, dass Zersetzungsgrad und Blutfluss des abgetrennten Fußes dieselben wie bei der Hand sind, der Fuß aber 24 Stunden danach abgetrennt wurde. Dies bedeutet, dass der Täter Tucci die Gliedmaßen bei lebendigem Leib amputiert hat. Mit weiteren Funden ist zu rechnen, und sie lassen tatsächlich nicht lange auf sich warten. Dabei erkennt Dexter, dass die Körperteile immer an Orten abgelegt wurden, an denen er prägende Momente mit seiner Adoptivvater Harry erlebt hat... - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0823912/
1.5 Das perfekte Paar (Love American Style)
Während Doakes und Debra den wieder zu Bewusstsein gelangten Tony Tucci im Krankenhaus befragen, erfährt Rita, dass Jelinas Verlobter Ernesto verschollen ist: Seine Familie in Kuba hatte sich geweigert, ein Lösegeld an einen Schlepper zu zahlen, der ihn und andere Flüchtlinge in die USA bringen sollte. Dexter lässt seine Polizeikontakte spielen und erfährt, dass ein unbekannter Schlepper regelmäßig kubanische Flüchtlinge, für die kein Lösegeld bezahlt wurde, auf dem offenen Meer über Bord gehen lässt. Diese werden danach an der amerikanischen Küste als Wasserleichen angespült. Als auch Ernestos Leiche an Miamis Küste auftaucht, startet Dexter eigene Recherchen, um den schuldigen Schlepper zu identifizieren. Unterdessen löst Debra mit einer Schockmethode Tuccis Zunge: Sie lässt dem Trauma- Opfer die Augen verbinden. Prompt erinnert sich Tony an Geräusche sowie den Geruch von Menthol: Hustenbonbons! Bei einer erneuten Krankenhausdurchsuchung wird tatsächlich Bonbonpapier gefunden, auf dem sich Teilfingerabdrücke des Kühllasterkillers befinden. Die Ermittlungen sind endlich einen Schritt weiter gekommen – aber auf die Polizisten warten weitere Überraschungen... - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0836899/
1.6 Ein Sturm zieht auf (Return To Sender)
Für Dexter wird es brenzlig: Die Leiche von Valerie Castillo, die er im Meer versenkt hatte, liegt plötzlich und unerwartet wieder in dem Wohnwagen am Tatort. Darüber hinaus hat ein kleiner kubanischer Junge namens Oscar offensichtlich aus dem Kofferraum eines Schrottwagens die Tat beobachtet. Dexters Stiefschwester Debra verfolgt die Theorie, dass es sich um einen Nachahmungstäter des Kühllaster-Killers handelt. Sie erarbeitet ein Täterprofil, das exakt auf Dexter selbst zutrifft. Vince hat eine Einstichstelle am Hals der Toten entdeckt, die darauf schließen lässt, dass sie betäubt wurde – und zwar mit einem Nervengift, auf das nur ein sehr kleiner Personenkreis mit einem speziellen Ausweis Zugriff hat. Zu diesen Verdächtigen gehört auch Dexter, dem nur wenig Zeit bleibt, um alle Spuren professionell zu verwischen. Doch die nächste Hiobsbotschaft lässt nicht lange auf sich warten: Mit Hilfe des kleinen Oscar soll eine Phantomzeichnung des Täters angefertigt werden... - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0859272/
1.7 Freundeskreis (Circle Of Friends)
In einer kleinen Gasse wird die Leiche eines Highschool-Schülers gefunden. Das Opfer wurde mit einem Messer umgebracht. Dexter erkennt schon am Tatort, dass ihm die Art der Schnittwunden bekannt vorkommt. In seinem Labor bestätigt sich die Vermutung. Der Schüler wurde von Jeremy Downs getötet, dem jugendlichen Mörder, den Dexter schon einmal laufen ließ. Dexter will seinen Fehler korrigieren und Jeremy diesmal ausschalten. Doch als er Jeremy in einem Park stellen will, kommt ihm Sergeant Doakes mit seinen Leuten zuvor. Währenddessen verfolgt Debra einen neuen Ansatz, um den Kühllaster- Killer zu identifizieren: Sie überprüft mit Batista Verkehrsdelikte im Umfeld der Tatorte. Bei ihren Recherchen stoßen die beiden auf Neil Perry, der sich schon einmal als Zeuge am Fundort von Tony Tucci gemeldet hatte. Bei der Durchsuchung von Perrys Wohnmobil, in dem auch die Leiche seiner Mutter gefunden wird, erhärtet sich der Verdacht, dass Perry tatsächlich der Kühllaster-Killer ist. Dexter glaubt zunächst nicht daran, aber bei der Vernehmung durch LaGuerta enthüllt Perry Detailkenntnisse über die Morde, die nie an die Öffentlichkeit gelangt sind... - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0859273/
1.8 Therapiestunden (Shrink Wrap)
Die Staatsanwältin Vanessa Gayle wird tot in ihrer Badewanne aufgefunden und eine Pistole mit ihren Fingerabdrücken liegt neben ihr. Zwar deutet alles auf Selbstmord hin, aber Dexter ist nicht überzeugt, da dies keine frauentypische Selbstmordmethode ist. Er erinnert sich, dass auch im Jahr zuvor zwei Frauen auf dieselbe Weise Selbstmord begangen haben und recherchiert. Alle drei Frauen hatten denselben Therapeuten: Dr. Meridian. Daneben gibt er verzweifelte Internet- Kleinanzeigen auf, der Kühllaster- Killer möge sich doch bitte wieder melden. Denn der lässt seit Neils Verhaftung nichts mehr von sich hören. Derweil ärgert sich LaGuerta, dass Matthews die Lorbeeren für die Verhaftung erntet und lässt sich von Dexters Einwürfen überzeugen, dass mit Neil unter Umständen dem Falschen der Prozess gemacht wird. Also geht sie dem Ganzen in einigen Verhören auf den Grund. Der entscheidende Punkt, der Neil zum Hauptverdächtigen macht, ist sein Detailwissen, das in keiner Zeitung veröffentlicht wurde. Da Neil auch über LaGuertas damalige Beförderung bestens Bescheid weiß, lässt sie das Computersystem der Polizei von Miami überprüfen. Wenig später sucht Dexter Dr. Meridian unter falschem Namen auf und wird von ihm mit all seinen Defiziten sofort durchschaut: Dexter ist ein Kontrollfreak, der Nähe mit anderen Menschen nicht zulässt, weil er den Kontrollverlust und die Möglichkeit fürchtet, von seinem Gegenüber als die Bestie erkannt zu werden, die er ist. Der Therapeut rät Dexter, den großen bösen Wolf, den jeder Mensch in sich habe, hin und wieder mal raus zu lassen. Bei einem nächtlichen Einbruch findet Dexter schließlich die Beweise, dass Dr. Meridian die drei Frauen medikamentenabhängig gemacht und dann auf Entzug gesetzt hat, um ihnen anschließend in tiefster Depression den Selbstmord zu empfehlen. Damit ist der Doktor ein sicherer Kandidat für die Säge... - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0866567/
1.9 Spuren der Vergangenheit (Father Knows Best)
Dexter bekommt ein Einschreiben, das ihn über die Tatsache informiert, dass ein Mann namens Joseph Driscoll aus Dade City Florida gestorben ist und ihn, Dexter Morgan, als seinen leiblichen Sohn im Testament erwähnt habe. Dexter ist verblüfft, denn er hatte gedacht, sein Vater sei bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Nun muss er einen Nachlass ordnen. Er fährt mit Rita nach Dade City. Dort tauchen unverhofft Debra und ihr neuer Lover Rudy auf. Wenig später sieht sich Dexter im Leichenschauhaus den toten Joseph Driscoll an. Die Todesursache scheint Dexter unklar zu sein. Heimlich nimmt er eine Blutprobe des Toten und bittet Vince diese anonym mit seiner eigenen abzugleichen. Das Ergebnis: Driscoll ist sein biologischer Vater. Doch Dexter vermutet mehr hinter dem „Herzinfarkt“. Als er die Leiche nochmals nach Injektionsstellen absuchen will, ist sie bereits eingeäschert und er wird vom Wachmann gestellt. Verdächtig ist auch, dass die Nachbarin, Mrs. Holt, kurz vor Joe Driscolls Tod einen Fernsehmechaniker in sein Haus gehen sah... - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0866568/
1.10 Rot wie Blut (Seeing Red)
Im Morddezernat trifft eine anonyme Sendung ein. Sie beinhaltet ein Glasröhrchen mit einer roten Flüssigkeit ein – offensichtlich handelt es sich um Blut. Außerdem befindet sich ein Schlüssel eines Zimmers im Marina View Hotel darin. Lieutenant LaGuerta beauftragt Doakes und Debra damit, zu dem Hotel zu fahren und das Zimmer zu überprüfen. Ihnen bietet sich ein Bild des Grauens. Das Zimmer ist das reinste Blutbad, aber es gibt keine Leichen. Dexter, der schon vermutet, dass es sich hier um eine Nachricht des Kühllaster- Killers handelt, ist sehr aufgeregt. Als er als Blutexperte das Zimmer untersuchen will, übermannen ihn die Erinnerungen und er bricht zusammen. Die späteren Analysen zeigen, dass es sich in dem Zimmer um Blut handelt, das der Kühllaster- Killer seinen bisherigen Opfern entzogen hat. Wenig später hat Debra ihren ersten Streit mit Rudy, worauf sich Rudy bei Dexter Rat holt. Daraufhin entschuldigt sich Rudy bei Debra und gesteht ihr seine Liebe. Im Rahmen der Ermittlungen erklärt Lieutenant LaGuerta wenig später über das Fernsehen, dass Neil Perry nicht der Kühllaster- Killer ist, ohne das vorher mit Captain Matthews abgesprochen zu haben. Dieser ist wegen ihrer Vorgehensweise erzürnt und droht mit Konsequenzen. Unterdessen stellt sich Dexter der Herausforderung und geht noch einmal in das Blutzimmer, um sich mit seinen Erinnerungen zu konfrontieren... - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0866569/
1.11 Tödliche Weihnachten (Truth Be Told)
Rudy geht aufs Ganze. Er nutzt Debras Liebe für ihn kaltblütig aus und geht sogar so weit, ihr einen Heiratsantrag zu machen. Aber bevor es so weit kommt, bringt er zunächst auf gewohnt grausame Weise die Prostituierte Monique um und plaziert ihre Leiche in Weihnachtspapier verpackt in einem Einkaufscenter. Bemerkenswert ist, dass die linke Hand fehlt. Dieser Umstand bringt das Team auf eine neue Spur. Monique war verstümmelt und hatte eine Handprothese. Im Ermittlerteam herrscht große Frustration, weil der Kühllaster-Killer nicht gefasst werden kann. Lieutenant LaGuerta wird von Captain Matthews ihres Postens enthoben. Doakes muss das Kommando übernehmen. Anhand eines Videos, das Rudy kurz vor dem Mord an Monique gedreht hat, um es der Polizei zuzuspielen, werden Teile eines professionellen Kühlraums sichtbar. Nun können die Ermittler gezielter suchen. Dexter fällt auf, dass Rudy eine kaputte Lippe hat. Außerdem findet Dexter Blut am hinteren Hemdkragen von Batista, das nicht von ihm ist. Es stammt von Rudy. Sofort bricht Panik in ihm aus. Er fragt sich, wo seine Schwester ist... - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0877058/
1.12 Blutsbrüder (Born Free)
Beim Miami Police Department erhärtet sich der Verdacht, dass Rudy der Kühllaster- Killer ist, zumal Debra seit geraumer Zeit nicht mehr gesehen wurde. Per Durchsuchungsbefehl stürmt man Rudys Wohnung, wo dieser dem verzweifelten Dexter geheime Zeichen hinterlassen hat, wo er Debra zu suchen habe. Zum Beispiel in jenem Frachtcontainer am Hafen, wo einst Dexters Mutter mit der Kettensäge massakriert wurde. Oder in jenem Haus, in dem er seine Kindheit verbracht hat. In Flashbacks erlebt Dexter an diesen Orten noch einmal die Szenen, die ihn zu dem gemacht haben, was er ist. Schnell stellt sich heraus, dass Rudy die Identität eines Mannes angenommen hat, den er vor 10 Jahren ermordet hat, doch seine wahre Identität ist nicht zu klären, da seine biometrischen Daten nirgendwo gespeichert sind. Batista, der im Krankenhaus von den Selbstgesprächen eines verrückten Zimmernachbarn in den Wahnsinn getrieben wird, hat den Geistesblitz, Rudys Fingerabdrücke mit den Fingerabdrücken zu vergleichen, die in den psychiatrischen Einrichtungen gewöhnlich von den Insassen genommen werden, und wird fündig. Rudy heißt in Wirklichkeit Brian Moser. Rudy hat Dexter bereits erwartet, um mit ihm, nach einem gemütlichen Bier, die bewusstlose Debra zu töten. Debra, die vor ihm Reißaus nehmen würde, wenn sie die Wahrheit über Dexter kennen würde... - 10/10

Die komplette Serie ist in Deutschland nach sehr langer Wartezeit erschienen. Aber das Warten hat sich gelohnt: die aus acht Staffeln bestehende Serie wird in der für die Serie passenden "Bloodslide-Box" ausgeliefert, nur dass hier die Trägerplatten eben die Blu-rays darstellen. Damit handelt es sich um eine der stimmigsten Serienkomplettboxen, die es je gab:

Freitag, 27. März 2015

A Walk Among The Tombstones - Ruhet in Frieden (2014)

http://www.imdb.com/title/tt0365907/

Matthew Scudder (Liam Neeson) ist ein ehemaliger Cop und trockener Alkoholiker. Er verbringt seinen Ruhestand damit, seinen Freunden für Geld Gefälligkeiten zu erweisen. Diese führen ihn oft tief in die Unterwelt von New York. So wird er auch angeheuert, als es im Big Apple zu einer ganzen Reihe von Entführungsfällen kommt, denen die Polizei machtlos gegenüber zu stehen scheint. Zögerlich hilft er dabei auch einem Heroinschmuggler (Dan Stevens), dessen Frau entführt und bestialisch ermordet wurde. Scudder hat dabei keine Skrupel, auch die Grenzen des Gesetzes zu übertreten, um Gerechtigkeit walten zu lassen und hat als unlizensierter Privatermittler Zugang zu Bereichen, die der Polizei stets verschlossen sind. Während er die Täter der schrecklichen Verbrechen jagt, geht er an die Grenze des moralisch Vertretbaren und droht so, selbst zu einem der Monster zu werden, gegen die er eigentlich ankämpft...

Auch wenn die Rolle von Liam Neeson große Ähnlichkeiten zu seiner Paraderolle aus "Taken" hat, trotzdem weiß der Film zu überzeugen. Das liegt vor allem dann doch wieder an Liam Neeson, der es vermag seinen Charakter diese Tiefe zu geben. "Ruhet In Frieden" ist eine teilweise sehr ruhig erzählte Geschichte. Nur selten frischt der übliche Liam Neeson Actionwahnsinn auf, hier besticht mehr die erzählerische Note um den zwiegespaltenen Privatdetektiv. Deutlich düsterer angelegt als die sonstigen Erzählungen, erweckt "Ruhet in Frieden" letztlich aber doch den Eindruck einer sehr "sauberen" Thriller/Krimi-Story. Leider erweißt sich dabei die dramaturgische Note als etwas zäh und langwierig. So besteht der Film aus vielen ruhigen Passagen. Nicht das es mehr Knalleffekte gebraucht hätte, aber die Erzählung bleibt in Anbetracht der Laufzeit insgesamt zu langwierig. Düster, ja, mit vielen Nebenfiguren erweckt diese Verfilmung den Eindruck als könne hier (nach "Taken") eine weitere Reihe entstehen. Auf den zweiten Blick erkennt man aber, dass es schon ein Dutzend ähnlich gearteter Verfilmungen gibt und "Ruhet in Frieden" diesem Stoff nicht wirklich etwas Frisches oder Neues hinzufügen kann.

6,5/10

Exklusiv bei den Drogeriemärkten Müller gibt es den Film von UniversumFilm auch im Steelbook:

Astérix Chez Les Bretons - Asterix bei den Briten (1986)

http://www.imdb.com/title/tt0090667/

Ganz Gallien ist bis auf ein kleines Dorf von den Römern besetzt. Cäsar (Serge Sauvion) will jedoch nicht die Unterwerfung der widerspenstigen Landbewohner um den kleinen Helden Asterix (Roger Carel) abwarten, bevor er sich weitere Ziele vornimmt, sondern er plant die Invasion Britanniens. Nachdem die Römer die Eigenart der Briten außer Acht gelassen haben, um fünf Uhr nachmittags und am Wochenende nicht zu kämpfen, konnten sie das Land überrennen. Aber ein kleines Dorf leistet erbitterten Widerstand gegen die Römer. Bevor der Kampfgeist unter der Übermacht zusammenbricht, wird Teefax nach Gallien geschickt, damit er von Asterix und Co eine Ladung Zaubertrank nach Britannien transportiert. So wollen die Briten die Römer vertreiben...

"Die trinken Wasser! Heißes Wasser mit Milch! Diese Barbaren!"

Diese Folge von Asterix ist "very british" und damit werden jede Menge Vorurteile über die Bewohner der großen Insel durch den Kakao gezogen. Eine absolut bombastische Tour de Force durch das von Römern besetzte Britannien, die den Franzosen Asterix und Obelix Gelegenheit gibt, jedes noch so abgeklapperte Englischman-Klischee breitzutreten und sie lassen nichts aus: ob Teatime, Englisch Lawn, lauwarmes Bier, eigenwillige Küche, absolute Gelassenheit, eintönige Siedlungen, eine Tower Bridge aus Holz, ein Tunnel, der offenbar schon lange in Planung ist, Sport, Oxford und Cambridge, einfach eine unglaubliche Menge grandioser Ideen.

Es ist ein sehr lustiger Streifen mit jede Menge Prügeleien, in denen die Römer (oder die Piraten) natürlich wie immer den Kürzeren ziehen. Die Zeichnungen sind wie immer wunderschön und liebevoll von Hand gezeichnet und die Animationen sind wie schon im Vorgänger nahezu perfekt. Besonders schön ist der britische Akzent mit dem die Briten eben reden. Lustig ist der Film auch nach fast 30 Jahren immer noch. Dabei waren es früher noch die Slapstick-Einlagen die einen als Kind bei Laune hielten, heute sind es eher die Anspielungen und der Wortwitz, welcher den Film für jede Altersstufe unwiderstehlich macht.

Es ist ein sehr guter Asterix-Streifen, der selbst heute noch Spaß macht. Das fünfte Abenteuer der unbeugsamen Gallier ist aber auch insgesamt äußerst unterhaltsam geraten und begeistert mit sehr gutem Humor, sowie einer spannenden Handlung. Eben großartige Zeichentrick-Kunst.

8/10

Donnerstag, 26. März 2015

Zombeavers - Zombiber (2014)

http://www.imdb.com/title/tt2784512/

Um ein bisschen Abstand vom täglichen Stress an der Uni zu bekommen, entschließt sich eine Gruppe von Freunden, an einem abgeschiedenen Ort ein wenig Urlaub zu machen. Tommy (Jake Weary), Buck (Peter Gilroy), Sam (Hutch Dano), Jenn (Lexi Atkins), Mary (Rachel Melvin) und Zoe (Cortney Palm) fahren zu einer kleinen Hütte im Wald, die direkt an einem See liegt. Was eigentlich ein unbeschwertes Partywochenende werden sollte, wird zum realen, skurrilen Albtraum. Die jungen Leute am malerischen See werden von gefräßigen, hochgradig aggressiven Bibern angegriffen! Die tödlichen Nagetiere lassen sich nicht einfach abschütteln. Sobald die Studenten es schaffen, einen zu töten, steht der als untoter Zombiber wieder auf, gefährlicher als zuvor. Den Opfern bleibt nichts anderes übrig, als sich in der Hütte zu verschanzen und einen bitteren Kampf auf Leben und Tod zu führen…

Man kann schon erkennen, die Story von "Zombiber" ist wie bei den meisten Ablegern des Genres Horrorkomödie/Funsplatter denkbar einfach. Die Schauspieler sind natürlich grottenschlecht und besonders bei den Frauen hat man auch wieder nur darauf geachtet, dass sie im knappen Höschen eine gute Figur machen. Dass die Story so herrlich bescheuert ist, ist hier überhaupt nicht schlimm, da "Zombiber" von Anfang an in seiner absurden, trashigen Grundidee und der eigenen Ironie badet. Man nimmt sich hier einfach nie ernst und so werden teilweise ganz gekonnt Flachwitze eingebaut, völlig absurd sind auch schon die Anfangs- und Endszene. Dazu ist das ganze Ding noch handwerklich vorbildlich, denn man arbeitet hier mit tollen handgemachten Splattereffekten und verzichtet fast komplett auf CGI, was den Film in seiner Machart einfach nur unglaublich sympathisch macht. Natürlich sind die Dialoge teilweise einfach nur nervig und viel zu lang, was den sonst rasanten Film eher bremst. Das ist auch der Grund, weshalb er trotz der knapp 80 Minuten noch gut 10 Minuten zu lang ist. Insgesamt kann man sagen, dass "Zombiber" sicher eine der lustigsten Horrorkomödien mit Trashnote ist. Natürlich kein absolutes Muss, aber für alle Fans des Genres besonders aufgrund der handwerklich tollen Machart eine absolute Empfehlung. Einfach ein Fest.

Trash-Wertung: 8/10
Real-Wertung: 4,5/10

Von Splendid kommt der Film im nummerierten "Mediabook":

Montag, 23. März 2015

Astérix Et La Surprise De César - Asterix - Sieg über Cäsar (1985)

http://www.imdb.com/title/tt0088748/

In dem kleinen Dorf in Gallien herrscht Ruhe und Frieden. Selbst die Römer scheinen gerade anderes zu tun zu haben. Nur Obelix ist in Aufruhr, denn er hat sich Hals über Kopf verliebt. Die schöne Falbala hat sein Herz im Sturm erobert. Plötzlich schmecken ihm seine heißgeliebten Wildschweine nicht mehr und selbst der Zaubertrank hat völlig seinen Reiz verloren. Doch wie es der Zufall will, gelingt es den übereifrigen römischen Legionären, Falbala bei einem Waldspaziergang gefangen zu nehmen. Anlässlich Cäsars Geburtstag, so ist der Plan, soll sie den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden. Asterix und Obelix machen sich sofort auf den Weg nach Rom. Als Legionäre getarnt, schleichen sie sich in die Garnison ein, um Falbala zu befreien. Und Cäsar wird an diese neue Geburtstagsüberraschung wohl noch sehr lange denken...

Ein sehr starker und vor allem lustiger Asterix-Film. Es ist der Film, den ich als Kind auf Kassette (und ich meine damit nicht Videokassette!) aufgenommen hatte und Abends zum Einschlafen immer und immer wieder anhörte. kein Wunder also, dass ich hier fast jede Textzeile mitsprechen kann und dieser Teil für mich etwas ganz Besonderes ist. Einmal mehr hat man den Zeichenstil verbessert, es sind noch mehr Details vorhanden, Licht und Schatten werden besser ausgenutzt. Damit ist gerade der Zeichenstil auch in seiner endgültigen Form angekommen. Zudem ist die Gagdichte abermal sehr hoch und der Humor funktioniert nun endlich besser und wirkt nicht mehr so bemüht, wie es gerade in den ersten beiden Teilen noch der Fall war.

Die Handlung basiert größtenteils auf den beiden Comics "Asterix als Legionär" und "Asterix als Gladiator". Leider mangelt es dem Film etwas an dem Tempo und der Abwechslung, die der Vorgänger "Asterix erobert Rom" erfolgreich entwickelt hatte. Er braucht einfach viel zu lange mit der Vorgeschichte um Falbala, Tragicomix und die Siegesfeier zu Cäsars Ehren, bis er endlich mal in Gang kommt. Zudem wurden noch einige neue Elemente hinzugefügt, um das ganze aufzupeppen. Aber das Ergebnis ist grundsolide und spricht für den Streifen. Und damit schafft es dieser Teil letztendlich auch an die Genialität und den perfekten Humor der drei Vorgänger anzuknüpfen. Der Humor ist (vor allem in der ersten Hälfte) äußerst treffsicher, doch danach lässt der Film leider etwas nach. Trotzdem lässt das Geschehen einen niemals kalt, und hin und wieder gibt es sogar eine ordentliche Prise Dramaturgie, die den Zuschauer mit den gezeichneten Figuren stets mitfühlen lässt. Eine prägende Kindheitserinnerung und meines Erachtens nach einer der besten Asterix Filme.

8/10