Freitag, 25. Juli 2014

Shrek The Third 3D - Shrek der Dritte 3D (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0413267/

Als König Harold (John Cleese) von Weit Weit Weg schwer erkrankt, wird ausgerechnet Shrek (Mike Myers) zum Thronfolger auserkoren. Doch der grüne Oger wünscht sich nichts mehr, als in Ruhe zusammen mit seiner Frau Fiona (Cameron Diaz) in ihrem geliebten Sumpf zu leben. Im Sterben liegend verrät ihm der König, dass es noch einen anderen möglichen Erben gibt: seinen rebellischen Neffen Artie (Justin Timberlake). Zusammen mit dem Esel (Eddie Murphy) und dem gestiefelten Kater (Antonio Banderas) macht sich Shrek auf die Suche nach dem zukünftigen Herrscher. Währenddessen hat Prinzessin Fiona am Hof andere Probleme: Prinz Charming will um jeden Preis die Herrschaft über das Märchenland an sich reißen. Unterstützung erhält er dabei von den besiegten Antagonisten der letzten Teile und so schafft er es, eine große Armee zusammenzustellen. Zusammen mit ihren Freundinnen hat Fiona nun alle Hände voll zu tun, um die Machtübernahme zu verhindern.

"Shrek der Dritte" kommt qualitativ bei weitem nicht an die beiden Vorgänger und das liegt vor allem an der lahmen Story. Bei den Vorgängern war beinahe alles perfekt: eine gut ausgewogene Geschichte mit guter Gagdichte, alles war in irgendwie originell. Hier sieht das etwas anders aus.

Es gibt Ansätze für einen guten Film, aber eigentlich wirkt das alles nur mehr gezwungen. Einige Witze sind sehr gelungen, das muss man sagen. Das Highlight sind für mich zum Beispiel Szenen, in denen die Prinzessinnen miteinander agieren und dadurch Zickenkrieg pur erleben. Un die Schlußszene mit dazugehörigem Endkampf lässt ebenso "Shrek"-Feeling aufkommen. Das reicht aber eben leider nicht für einen ganzen Film.

Es gibt einige Witze, die einfach nur aufgesetzt, vorhersehbar, oder ausgeschlachtet wirken. Oder einfach deplatziert. Die Traumszene ist der Tiefpunkt des ganzen Films, nicht weiter witzig, zu lang und passt nicht so recht in den Kontext. Dazu finde ich die Handlung des Films eher zweitklassig. Eigentlich sehr dünn, wirkt sie wie eine Aneinanderreihung von Szenen. Charming allein als Bösewicht klappt auch nicht so richtig. Und das finde ich sehr schade. Eine Ansammlung unausgereifter Ideen und unausgeschöpften Potenzials, gepaart mit einer unaufregenden Umsetzung. Das dreifache Aus also.

Als Gagspektakel angelegt, muss man zwar öfters schmunzeln, aber das große Lachen gibt es nur hin und wieder. Aber immerhin ist es da, und damit schwebt der Film ganz leicht über dem Durchschnitt. Aber vor allem das recycelt wirkende Storykonstrukt, das wirkt, als hätte man sich eines verworfenen Rohentwurfs bedient, trübt doch etwas den Spaß. Schade.

6/10

Donnerstag, 24. Juli 2014

Dallas Buyers Club (2013)

http://www.imdb.com/title/tt0790636/

Wir schreiben das Jahr 1985: Ein Virus geistert durch die Gazetten wie ein Schreckgespenst und bringt Verwirrung, Hilflosigkeit, Leid und schließlich den Tod. Der Virus ist der HI-Virus, und er bringt die tödliche Krankheit Aids. Es ist eine Krankheit, die man im Volksmund zunächst als ‘Schwulenkrankheit’ bezeichnete, da sie in Homosexuellenkreisen weit verbreitet ist. Der Vollblut-Cowboy und Teilzeit-Elektriker Ron Woodroof (Matthew McConaughey) ist Homophobiker, der die Frauen ebenso liebt wie die Drogen. Als dem Elektriker die Diagnose Aids eröffnet wird, fällt er entsprechend aus allen Wolken. Die Ärzte geben ihm noch einen Monat zu leben. Da das einzig legale Medikament AZT Ron mehr schadet als nützt, sucht er nach anderen Wegen, die ihn jedoch in die Illegalität führen. Er importiert Medikamente aus dem Ausland, die bei seinen Leidensgenossen reißenden Absatz finden. Als Ron unter stillschweigender Billigung seiner Ärztin Dr. Eve Saks (Jennifer Garner) und mit dem ebenfalls kranken Rayon (Jared Leto) den sogenannten Dallas Buyers Club gründet, der schnell landesweit verstreute Vertretungen findet, gerät Ron mit der FDA (Food and Drug Administration) in Konflikt. Aber Ron sagt diesen Repressalien mit der gleichen Hartnäckigkeit den Kampf an wie seiner Krankheit.

Ein richtig ehrlicher Film, der sich auch traut von Tränendrüse herunterzugehen, um auch mal kritische Töne anschlagen zu können. Matthew McConaughey spielt den homophoben Cowboy namens Ron Woodroof, der wettet, Drogen konsumiert und ungeschützten Geschlechtsverkehr praktiziert. Nachdem er unerwartet zusammenbricht kommt er ins Krankenhaus, wo HIV bei ihm diagnostiziert wird. Er hat höchsten noch einen Monat. Ron, naiv wie er ist, glaubt davon kein Wort und ist auch der Meinung, dass die Diagnose ein Fehler sein muss, denn nur Homosexuelle bekommen HIV. Nach eigener Recherche erkennt er allerdings die bittere Wahrheit.


Das ist die ernste Grundsituation von Dallas Buyers Club, aber der Film kann noch viel mehr. Denn Ron Woodroof freundet sich relativ schnell mit AIDS-Kranken Rayon (dargestellt von Jared Leto) an. Rayon ist Transsexuell und an dieser Stelle greift der Streifen einen interessanten Aspekt auf. Ron entwickelt sich von der Homophobie zu einem Befürworter. So gibt es in der Mitte des Films eine Szene, indem er einen Mann zwingt sich zu entschuldigen, nachdem Rayon als "Schwuchtel" beschimpfte.

Außerdem erzählt der Film auch vom Kampf ums Überleben. Jon Woodroof beschafft sich nicht zugelassene Medikamente, die sein Leben erheblich verlängern. Schnell fällt ihm ein, dass er auch das Leben anderer HIV-Erkrankte verlängern kann. Er gründet den titelgebenden "Dallas Buyers Club", in dem sich Patienten unter einer Monatsgebühr selbst mit Medikamenten verarzten können, so schützt er sie vor dem Medikament AZT, mit dem in den US-Krankenhäusern experimentiert wird. Der Film ist somit auch eine nette kleine Anklage an die Pharmaindustrie, an die US- Politik seinerzeit und an diesen elenden bürokratischen Lobbyismus. Aber er ist auch ein Film voller Mut und Hoffnung.

Ich bin begeistert von "Dallas Buyers Club", denn er versucht nicht einfach nur auf die Tränendrüse zu drücken (im Gegenteil), sondern spricht viel mehr von einem Kampf gegen die Hoffnungslosigkeit. Jared Leto und Mathhew McConaughey verkörpern zudem die beiden Hauptcharaktere wunderbar. Matthew McConaugheys Leistung ist unglaublich, beinahe außergewöhnlich. Er spielt brilliant, er spielt um sein Leben in allen psychischen und physischen Facetten des Films und das ist berührend und prägend. Ein schöner filmischer Stil, atmosphärisch sehr dicht und eine Erzählweise, die ihre Dynamik gut dosiert und so wirklich zu überzeugen weiß. Ich bin beeindruckt.

8,5/10

In einer Sammlerdeition gibt es den Film inkl. eines informativen 12-seitigen Booklets auch im Mediabook, welches den Film auf BD und DVD beinhaltet. Einziges Manko dieser Edition: der FSK-Hinweis ist fest aufgedruckt...

[SERIE] Star Trek: The Next Generation, Season 06

Was für eine geniale Season mit vielen guten bis sehr guten Folgen. Zu erwähnen wäre da "Relics", in der Scotty (James Doohan) auftaucht, die Doppelfolge "Chain of Command", die im September auch als abendfüllender Spielfilm auf Blu-ray erscheinen wird, die Folge "Tapestry", in der Picard sein Leben nocheinmal erlebt - mit ungeahnten Folgen und natürlich die Folgen "Starshp Mine" und "Timescapes". Der finale Cliffhänger "Descent, Part I", in der wieder einmal die Borg auftauchen, hält die Spannung zur finalen siebten Season aufrecht. Auch die Folge "Rascals", in der Guinan, Ro Laren, Keiko O'Brien und Picard wieder (körperlich) zu Kindern werden sollte man aufgrund ihrer Witzigkeit erwähnen. Eine der besten Staffeln insgesamt.

http://www.imdb.com/title/tt0708829/
6.1 Gefahr aus dem 19. Jahrhundert – Teil 2 (Time’s Arrow – Part 2)
Ein Außenteam der Enterprise installiert sich mit Unterkunft und neuer (alter) Kleidung im San Francisco des 19. Jahrhunderts: Ihre Suche gilt Data. In der Stadt herrscht die Cholera. Fremde Männer haben in einem Krankenhaus einen Kranken getötet. Die Suchenden stoßen auf triolische Spuren. Ein Schlangen-Knauf schleudert plötzlich Blitze. Waren es die verdächtigen Außerirdischen? - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708761/
6.2 Todesangst beim Beamen (Realm Of Fear)
Trotz seiner Panik vor dem Beamen, kann Troi Barclay soweit beruhigen, dass er sich mit dem Außenteam der Enterprise auf das Forschungsschiff Yosemite transportieren lässt. An Bord der Yosemite sind alle tot. Vier der Mitglieder der ehemaligen Crew fehlen. Da hat Barclay auf dem gebeamten Weg zurück eine unheimliche Begegnung... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708746/
6.3 Der unmoralische Friedensvermittler (Man Of The People)
Seit der Vermittler Ves Alkar an Bord ist und Deanna berührt hat, ist sie wie ausgewechselt und zickt ständig herum. Kurz zuvor ist Alkars alte „Mutter“ auf der Enterprise gestorben. Deanna aber zettelt einen Streit nach dem anderen an, ist eifersüchtig und greift zum Schluss sogar Alkar mit einem Messer an. Zu allem Überfluss ist sie innerhalb weniger Tage um Jahre gealtert... - 6/10

http://www.imdb.com/title/tt0708764/
6.4 Besuch von der alten Enterprise (Relics)
75 Jahre war die Jenolen vermisst, nun empfängt die Enterprise einen Notruf. Im Inneren des Transportschiffs entdeckt die Crew ein noch vollständig erhaltenes menschliches Muster. Es gelingt sogar, es wieder herzustellen. Es ist der einzige Überlebende: Montgomery Scott, Chefingenieur zweier ehemaliger Enterprises! Doch weshalb mussten die anderen sterben? - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0708770/
6.5 In den Subraum entführt (Schisms)
Dr. Crusher hat einiges zu tun: Ein Crewmitglied nach dem anderen kommt mit seltsamen Symptomen zu ihr. Riker ist ständig übermüdet, Geordis Visor ist ausgefallen. Zudem haben fast alle seltsam flüchtige Erinnerungen, die sie aber nicht fassen können. Da werden aus Frachtraum vier Explosionen gemeldet... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708834/
6.6 Eine Echte „Q“ (True Q)
Alles, was sie sich wünscht, tritt ein. Vor sechs Monaten hat Amanda diese Fähigkeit an sich entdeckt; nun macht sie als einzige Auserwählte aus vielen hundert Bewerbern ein Praktikum auf der Enterprise. Da taucht Q auf dem Schiff auf und will das Mädchen mit ins Kontinuum nehmen. Denn angeblich ist Amanda eine waschechte Q... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0708760/
6.7 Erwachsene Kinder (Rascals)
Von ihrem Landurlaub kehren Picard, Keiko O’Brien, Guinan und Fähnrich Ro unversehens als Kinder zurück. Die Verwandlung muss nach dem Shuttle-Unfall beim lebensrettenden Beamen auf die Enterprise passiert sein. Aber ein 12-Jähriger auf der Brücke? Dr.Cusher überzeugt Picard, Riker das Kommando zu übergeben. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708669/
6.8 Eine Handvoll Datas (A Fistful Of Datas)
Eine Verabredung der Enterprise hat große Verspätung. Also vertreiben sich die Crewmitglieder die Zeit. Worf ist mit Sohn Alexander auf dem Holodeck; Alexander will mit ihm Wilder Westen spielen. Als Hilfssheriffs streifen sie durch einen Ort namens Deadwood. Da gibt es plötzlich überall an Bord Programmstörungen und aus der Revolverspielerei wird bitterer Ernst... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0708820/
6.9 Data’s Hypothese (The Quality Of Life)
Die Mitglieder der Enterprise sollen sich eine Partikelquelle näher ansehen und beurteilen, ob die Technologie für den Bergbau geeignet ist. Dr. Farallon, die technische Leiterin des Projekts, setzt dabei von ihr entwickelte Miniroboter, Exocops, ein. Bei einem Einsatz aber verhält sich ein Exocomp entgegen seinen Befehlen und so, als ob er über Intelligenz verfügen würde... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0708686/
6.10 Geheime Mission auf Celtris drei - Teil 1 (Chain Of Command, Part 1)
Captain Picard erhält von der Sternenflotte den Auftrag, in geheimer Mission auf den Planeten Celtis III zu beamen. Dort sollen die Cardassianer an der Entwicklung einer Massenvernichtungswaffe arbeiten. Begleitet wird er von Worf und Beverly Crusher. Gemeinsam sollen sie das Labor der Cardassianer aufspüren und zerstören. Während Picards Abwesenheit übernimmt Captain Jellico das Kommando an Bord der Enterprise, der die Besatzung zunächst mit seinen eigenwilligen Befehlen verwirrt. Indessen gerät die Situation auf Celtis III zunehmend außer Kontrolle: Captain Picard wird von den Cardassianern gefangen genommen... - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708687/
6.11 Geheime Mission auf Celtris drei - Teil 2 (Chain Of Command, Part 2)
Picard befindet sich immer noch in der Gewalt der Cardassianer. Der Captain wird von dem skrupellosen Beamten Madred brutal gefoltert. Mit allen Mitteln möchte er geheime Information über die Verteidigungspläne der Föderation erlangen, doch Picard bleibt standhaft. Scheinbar plant die cardassianische Schiffsflotte einen Angriff auf Minos Korva, einen Planet der Klasse-M, der sich im Föderationsgebiet befindet. Währenddessen arbeiten Captain Jellico und die Besatzung der Enterprise an einem Plan, Picard, der langsam am Ende seiner Kräfte ist, zu befreien... - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0708773/
6.12 Das Schiff in der Flasche (Ship In A Bottle)
Data schlüpft in die Rolle des Meisterdetektivs Sherlock Holmes. Er hat sich einen seiner Fälle ausgesucht und wandert als Holmes durch die Hologramm-Welt. Da kommt es zu einem folgenschweren Programmfehler und eine der Figuren rebelliert: Professor Moriarty, Sherlock Holmes’ Erzfeind, will auch in der realen Welt existieren und möchte das Holodeck verlassen. Er fordert, dass auch seine Geliebte, Gräfin Regina Bartholomew, materialisiert wird. Als Captain Picard diese ungeheuerliche Forderung sofort ablehnt, übernimmt Moriarty die Kontrolle über die Enterprise und bringt die Besatzung und das gesamte Schiff in große Gefahr... - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708677/
6.13 Aquiel (Aquiel)
Die Enterprise fliegt zu einer Außenstation, um Nachschub zu liefern. Doch die dortigen Crewmitglieder, Lieutenant Aquiel Uhnari und Commander Rocha, sind spurlos verschwunden. Das Außenteam der Enterprise findet nur noch deren Hund. Bei der Untersuchung der Station entdecken sie Zellspuren, die auf einen Mord hindeuten. Der Verdacht fällt zunächst auf einen Klingonen namens Morag, den Aquiels persönliche Logbucheinträge schwer belasten. Captain Picard sieht sich gezwungen, den Vorfall dem zuständigen klingonischen Gouverneur zu melden... - 6/10

http://www.imdb.com/title/tt0708712/
6.14 Das Gesicht des Feindes (Face Of The Enemy)
Deanna Troi wurde entführt. Als sie an Bord eines romulanischen Warbird aufwacht, muss Troi mit Entsetzen feststellen, dass sie in die Offizierin Major Rakal vom romulanischen Geheimdienst Tal Shiar verwandelt wurde. Gegen ihren Willen soll sie eine Geheimmission erfüllen. Deanna Troi alias Major Rakal wird befohlen, mit dem Schiff Kurs auf den Kaleb-Sektor zu nehmen, wo die Fracht eines corvellanischen Transportschiffes übernommen werden soll. Indessen erhält auch die Enterprise ungebetenen Besuch... - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708782/
6.15 Willkommen im Leben nach dem Tode (Tapestry)
Picard wird bei einer Mission schwer verletzt und sein künstliches Herz droht auszusetzen. Während Beverly Crusher in der Krankenstation alles versucht, um den Captain zu retten, trifft er im Leben nach dem Tod auf Q, der ihm ein verlockendes Angebot unterbreitet: Er versetzt Picard in die Vergangenheit zurück, als er bei einem Kampf mit einem Nausikaner niedergestochen und nur durch den Einsatz eines künstlichen Herzens gerettet wurde. Q gibt ihm die einmalige Möglichkeit, nachträglich den Streit zu verhindern. Kann Picard den Konflikt vermeiden, wird er überleben. Doch seine Karriere wird dann anders verlaufen. Der Captain steckt in einem Dilemma... - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708679/
6.16 Der Moment der Erkenntnis - Teil 1 (Birthright, Part 1)
Die Enterprise stattet der Raumstation Deep Space Nine einen Besuch ab, um der dortigen Crew bei der Reparatur des bajoranischen Wasserleitungssystems zu helfen. Bei den Reparaturarbeiten kommt es zu einem Zwischenfall und Data wird von einem Plasmablitz getroffen. All seine Systeme versagen für knapp 30 Sekunden. Als der Android wieder zu sich kommt, berichtet er den anderen unglaubliche Neuigkeiten: Er hat zum ersten Mal geträumt! Um Datas neue Fähigkeit näher zu untersuchen, wiederholen sie die Geschehnisse. Indessen wird auch Worf mit überraschenden Neuigkeiten konfrontiert... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708680/
6.17 Der Moment der Erkenntnis - Teil 2 (Birthright, Part 2)
Worf hat von einem Yridianer Hinweise bekommen, dass sein totgeglaubter Vater doch noch am Leben sein könnte, jedoch als Gefangener der Romulaner. Er macht sich sofort auf die Suche und fliegt zu dem Planeten. Kaum dort angekommen, gerät Worf in eine Falle und wird von den Romulanern gefangen genommen. Eine Flucht scheint unmöglich. Der Gefängniswärter Tokath eröffnet Worf ein Angebot: Er bietet ihm an, auf dem weit entfernten Planeten in Ruhe weiterzuleben. Doch dafür müsste der Klingone auf jeglichen Freiheitswillen verzichten. Wenn Worf das Angebot ablehnt, droht ihm der Tod... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708777/
6.18 In der Hand von Terroristen (Starship Mine)
Die Enterprise dockt an einer Raumstation an. Dort soll das Raumschiff einer routinemäßigen Säuberung unterzogen werden. Da die dabei verwendeten Baryonpartikel hochgiftig sind und jeden an Bord töten würden, wird die gesamte Besatzung vorab auf einen nahegelegenen Planeten evakuiert. Als Captain Picard plötzlich einfällt, dass er noch etwas vergessen hat, kehrt er noch einmal auf die Enterprise zurück. An Bord trifft er auf skrupellose Terroristen, die anscheinend einen Anschlag planen... - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0708741/
6.19 Der Feuersturm (Lessons)
Zufällig lernt Picard die Wissenschaftlerin Nella Daren, eine passionierte Musikliebhaberin, kennen. Sie verbringen viel Zeit miteinander und kommen sich näher. Scheinbar bahnt sich zwischen Captain Picard und Nella Daren eine Romanze an. Doch dann erreicht die Enterprise ein Notruf von Bersallis III, wo heftige Feuerstürme ausgebrochen sind. Picard lässt Nella mit einem Team auf die Planetenoberfläche beamen. Der Außentrupp soll die in Not geratenen Kolonisten evakuieren, doch bei der Rettungsmission kommt es zu Komplikationen: Nella und einige andere Crewmitglieder können nicht mehr an Bord der Enterprise zurück gebeamt werden... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708789/
6.20 Das fehlende Fragment (The Chase)
Captain Picard will die letzte Mission seines ehemaligen Mentors Professor Galen zu Ende bringen. Bei einer Forschungsreise wurde Galen von Yridianern attackiert und getötet. Offenbar war der Professor kurz vor einer spektakulären Entdeckung, die das gesamte Bild der Galaxis auf den Kopf stellen könnte. Schon nach kurzer Zeit entdeckt Picard in Galens Notizen einen vier Milliarden Jahre alten Computercode. Der Captain will unbedingt herausfinden, was die rätselhaften Aufzeichnungen des Professors bedeuten, und gerät so in große Gefahr. Denn auch die Klingonen und Cardassianer sind an den Forschungsergebnissen interessiert.... - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708718/
6.21 Phantasie oder Wahrheit (Frame Of Mind)
Riker probt zusammen mit Data ein Theaterstück. Er nimmt die Rolle eines Patienten in einer psychiatrischen Klinik ein und Data verkörpert den Arzt. Zugleich schickt Captain Picard Riker auf eine streng geheime Mission. Vor kurzer Zeit ist auf dem Planeten Tilonus IV ein Forschungsteam spurlos verschwunden. Auf der Suche nach den Vermissten hat Riker ein Déjà-vu-Erlebnis: Er befindet sich plötzlich in einer psychiatrischen Anstalt, wo er dieselben Geschehnisse wie in dem Bühnenstück durchlebt. Dort kann Riker die Grenzen zwischen Phantasie und Realität nicht mehr klar trennen... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708780/
6.22 Verdächtigungen (Suspicions)
Beverly Crusher ist fest davon überzeugt, dass es durch einen neu entwickelten Schutzschild möglich ist, mit einem Shuttle in den Lichtkranz der Sonne zu fliegen. Zusammen mit dem Ferengi Dr. Reyga arbeitet sie an der Fertigstellung des Projekts. Doch der erste Testflug in die Korona der Sonne endet für den Piloten, den Takaranen Jo’Bril, tödlich. Auch der tragische Unfall kann Beverly nicht von ihrem Plan abbringen, selbst einen Versuch zu unternehmen. Um ihr Ziel zu erreichen, riskiert Dr. Crusher sogar ihren Posten an Bord der Enterprise... - /10

http://www.imdb.com/title/tt0708767/
6.23 Der rechtmäßige Erbe (Rightful Heir)
Worf bittet Captain Picard, ihm Urlaub zu geben und ihn auf dem Planeten Boreth abzusetzen. Im dortigen Kloster soll in Kürze die Rückkehr des sagenumwobenen Kahless stattfinden. Der Legende nach soll er das klingonische Reich einen. Viele Klingonen, darunter auch Worf, haben sich auf Boreth versammelt, um Kahless feierlich zu empfangen. Als der legendäre Held tatsächlich erscheint, ist der Jubel groß. Doch Gowron, der Vorsitzende des Hohen Rates, hat von Anfang an Zweifel an Kahless wahrer Identität... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0708771/
6.24 Riker : 2 = ? (Second Chances)
Ein Außenteam der Enterprise ist sehr erstaunt, als es auf einer Station auf dem Planeten Nervala IV mit einem Doppelgänger von Commander Riker konfrontiert wird. Der Mann behauptet felsenfest, Will zu sein. Es stellt sich heraus, dass Riker, als er vor acht Jahren schon einmal auf Nervala IV gebeamt wurde, durch eine damalige Störung im Transportersystem zweimal materialisiert worden ist. Deanna Troi hatte damals mit ihm eine Romanze und ist nun zwischen den beiden Männern hin- und hergerissen. Doch auch Riker hat zu seinem Klon ein zwiespältiges Verhältnis... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708830/
6.25 Gefangen in einem temporären Fragment (Timescape)
Ein Notsignal eines romulanischen Schiffes erreicht die Crew der Enterprise. Riker gibt den Befehl, dem Notruf nachzugehen. Währenddessen nehmen Captain Picard, Data, Geordi und Deanna, die gerade eine Konferenz besucht haben, Kurs auf die Enterprise. Doch dann kommt es zu einem Zwischenfall: Plötzlich bleibt die Zeit stehen. Alle vier sind für einige Sekunden wie eingefroren. Picard und die anderen können sich das Zeitphänomen nicht erklären. Als sie den vereinbarten Treffpunkt erreichen, müssen sie entsetzt feststellen, dass ihr Heimatschiff spurlos verschwunden ist... - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708700/
6.26 Angriff der Borg - Teil 1 (Descent, Part 1)
Die Enterprise erreicht von einem Außenposten auf Ohniaka III einen Notruf. Als sie den Ort erreichen, müssen sie feststellen, dass sie nichts mehr tun können. Alle Personen sind tot. Während Riker und Data auf Ohniaka III nach Hinweisen suchen, werden sie plötzlich von den Borg attackiert. Es gelingt ihnen, die Angreifer zu überwältigen. Data hat bei dem Kampf zum ersten Mal intensive Gefühle durchlebt. Daraufhin ist Data vollkommen verwirrt und fliegt mit Crosis, einem Borg, auf einen Planeten. Sofort nehmen Captain Picard und die Crew der Enterprise die Verfolgung auf. Ein Außenteam beamt auf den Planeten. Als Picard, Geordi, und Troi dort nach Data suchen, werden sie in eine Falle gelockt und von den Borg gefangen genommen... - 8,5/10

Mittwoch, 23. Juli 2014

Non-Stop (2014)

http://www.imdb.com/title/tt2024469/

Fliegen gehört zu seinem Job, doch Bill Marks (Liam Neeson) ist kein Pilot. Er ist Air-Marshall und sorgt an Bord für die Sicherheit von Passagieren und Crew, wenn Not am Mann ist. Doch auf diesem Non-Stop-Flug von New York City nach London ist alles anders. Zunächst verwickelt ihn seine Sitznachbarin Jen Summers (Julianne Moore) in ein Gespräch. Dann erhält Bill während des Fluges eine SMS von einem Unbekannten - eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, denn er glaubt, das Netz wäre gegen unbekannte Eindringlinge gesichert. Bill wird unter Druck gesetzt und der Erpresser droht, alle 20 Minuten einen Menschen an Bord zu töten, wenn die Verantwortlichen der Fluglinie nicht die von ihm geforderten 150 Millionen Dollar auf ein mysteriöses Bankkonto überweisen. Doch dann spitzen sich die Ereignisse zu, plötzlich gerät Bill selbst unter Verdacht und die Uhr tickt weiter.

Ein durchaus solider, unterhaltsamer und kurzweiliger Thriller, der einen ab einem gewissen Zeitpunkt noch dazu gut fesseln kann. Mit einigen interessanten Wendungen, in einer spannenden Story mit beklemmendem Setting. Der Plot selbst birgt zwar ein paar Schwächen und Logiklöcher, wirkt aber nicht ganz so zerfahren wie "Unknown Identity". Dafür weiß Regisseur Jaume Collet-Serra mittels Optik, Charakteren und Skript aufs Neue den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Allen voran das sich bis zur Paranoia konstruiernde Spiel mit dem Zweifel erfreut sich einmal mehr der beispielhaften Fertigkeit dieses Regisseurs. Getragen wird das Ganze vom durchweg guten Cast. Liam Neeson scheint sowieso immer eine gute Wahl für diese Art von Film zu sein. Entführungen mit Zeitmangel sind offenbar genau sein Ding. Lediglich das Ende von "Non-Stop" ist irgendwie dann doch zu typisch und ein wenig zu holprig, was zu Punktabzug führt.

7,5/10

Auch als Limited Edition in einem schicken Steelbook erhältlich:

Dienstag, 22. Juli 2014

[KINO] Transformers: Age Of Extinction 3D - Transformers 4: Ära des Untergangs 3D (2014)

http://www.imdb.com/title/tt2109248/

"Transformers 4: Ära des Untergangs" spielt vier Jahre nach der finalen Schlacht, die im vorhergehenden Film "Transformers 3" in Chicago stattfand. Autobots und Decepticons, die für die Zerstörung verantwortlich gemacht werden, sind von der Erde verschwunden und für viele nur noch eine beängstigende Erinnerung. Auch Cade Yeager (Mark Wahlberg), ein Erfinder, der mit seiner Tochter zurückgezogen in Texas lebt, weiß nicht, dass einige Wissenschaftler noch immer mit allen Mitteln versuchen, das Geheimnis der Transformers zu ergründen und für das Militär nutzbar zu machen. Als er eines Tages einen alten Truck zu ausschlachten auf seine Farm holt, erkennt er bald, dass dies einer der letzten verblieben Autobots ist. Gleichtzeitig schwebt die ahnungslose Menschheit in großer Gefahr, denn eine Armada des Bösen ist auf dem Weg zu Erde, mit einer neuen, noch gefährlicheren Waffe: den Dinobots - Mischwesen aus Auto und Dinosaurier-Roboter.

Michael Bay hat es wieder getan. Sonnenuntergang. Militär. Amerikanische Flagge. Am besten noch mit einem aus der Bodenperspektive gefilmten und unfassbar muskulösen Mark Wahlberg. Oder einem Titus Welliver. Oder einer Nicola Peltz, die auch schön ihren Hintern in viel zu kurzen Hot-Pants/Jeans raustrecken darf. Und dazwischen immer wieder Geballer, Explosionen und massive Roboteraction mit einigen - das muss man zugeben - richtig guten Shots und Zeitlupenaufnahmen. Eigentlich müsste das Erfolgsrezept der Vorgänger doch auch hier aufgehen? Müsste man meinen, aber hier mangelt es an allen Ecken und Enden. Darf man einen Film, der scheinbar aus vielen einzelnen Versatzstücken, beliebig austauschbaren und dazu noch recht blassen Figuren und zu 70% aus Zerstörungsorgie besteht, eigentlich noch 'Film' nennen?


Damit fängt es schon an: der Streifen hat eigentlich keine richtige Story - und wenn man doch so etwas wie eine Story hinter der blechernen Fassade zu erkennen vermag, dann fällt einem sofort auf, dass es an Substanz fehlt. Dazu kommt die derzeit allgegenwärtige Vater-(Teeny-)Tochter-Nummer, die schon seit Jahren keinen mehr hinter dem Ofen hervorlockt. 

Prinzipiell ist die Idee, den Film vier Jahre nach der völligen Verwüstung Chicagos in "Transformers 3" spielen zu lassen, völlig in Ordnung. Auch die Jagd auf alle verbliebenen Transformers, seien es nun Autobots oder Decepticons, durch eine Sondereinheit ist nicht schlecht, aber damit hat der Film auch schon das nächste Problem: zu viele Endgegner. Da ist die vorgenannte Spezieleinheit,  da ist Lockdown (Mark Ryan), da ist Galvatron (Frank Welker). Puh. Das ist irgendwann einfach zu viel und hat schon in "Spider-Man 3" und "The Amazing Spider-Man 2" für mich nicht funktioniert.

Ehrlicherweise muss man sagen: die CGI sehen (vor allem auch in 3D) bombastisch aus und machen eine Menge Spaß. Aber selbst mir wurde das irgendwann zu viel und vor allem zu fade. Da blickt man im Kino gelangweilt an die Decke, wenn sich Optimus Prime oder Bumblebee zum gefühlt tausendsten Mal mit einem weiteren Gegner prügelt. Dabei wird man zu Beginn des Films eigentlich gut abgeholt. Ein gemächlicher Einstieg, eine Vorstellung der Figuren, sogar noch halbwegs geschickt verknüpft. OK, Mark Wahlberg, den ich als Schauspieler sehr mag, einen Erfinder abzukaufen ist schon reichlich schwer, aber darüber kann ich ganz großzügig hinwegsehen. Stanley Tucci, den ich ebenfalls immer wieder gern sehe, ist auch noch gut und bringt mit seinem Charakterkopf noch ein wenig frischen Wind in die Geschichte. Titus Welliver darf einmal mehr den fiesen Kerl raushängen lassen. Das hat er drauf. Er macht eigentlich nichts anderes. Und das war es aber dann auch schon.


Positiv zu erwähnen ist, dass die Gagrate deutlich veringert wurde, auch wenn es noch einige (sogar für Lacher sorgende) Sprüche gibt (Hound, während er wild um sich schießt: "Ich bin eine Ballerina!") und der Film dadurch sogar etwas ernster wird. Auch der Soundtrack von Steve Jablonsky ist passend und vor allem fetzig. Trotzdem... man quält sich irgendwann durch den Film und schaut auf die Uhr und hofft, dass er irgendwann enden möge. Eine Straffung hätte dem Film nur gut getan. Dazu stellt der Film einen unfassbar-traurigen Rekord im Product-Placement auf, welches dem Zuschauer quasi ins Gesicht geklatscht und nie subtil oder unauffällig präsentiert wird. Hätte nur noch gefehlt, dass sie das Werbeprodukt direkt in die Kamera halten... ach halt. Das ist ja tatsächlich geschehen! Das ist einfach nur dreist.

Fazit: Dumm, dass das Überwältigungs-Konzept dieses Mal lediglich in den ersten 90 Minuten der unnötig langgezogenen Spieldauer von 166 Minuten aufgeht, weil es anschließend trotz Hongkong-Zerlegung und den monströsen Dinobots einfach keine Steigerung mehr gibt und die reichlich redundante Action trotz technisch perfektem 3D irgendwann eher anstrengt statt zu unterhalten. Mit 6 Punkten tue ich dem Film noch einen großen Gefallen.

6/10

Exklusiv bei der Drogeriekette Müller gibt es den Film in 3D im Steelbook. Bisher einzigartig:  die englische Tonspur liegt in Dolby ATMOS vor und sorgt für brachialen Sound.

Montag, 21. Juli 2014

Diamonds Are Forever - James Bond 007: Diamantenfieber (1971)

http://www.imdb.com/title/tt0066995/

Geheimagent ‘007’ James Bond (Sean Connery) spürt seinen Erzfeind Blofeld (Charles Gray) auf, als dieser gerade dabei ist, sich einen perfekten Doppelgänger schaffen zu lassen. Nach hartem Kampf befördert Bond den Superschurken ins Schlammbad. Das ist Blofelds Ende (meint Bond). Anschließend erwartet ‘M’ (Bernard Lee) von seinem Spitzenmann ein Stück solider Alltagsarbeit, als er ihn unter falscher Flagge auf internationale Diamantenschmuggler ansetzt. Der Fall scheint fast unter Bonds Niveau zu liegen, lediglich die aufregende Tiffany Case (Jill St. John), an die er dabei in Amsterdam gerät, entspricht seinem Format. Die hart gesottene Schöne ist ebenso attraktiv wie undurchsichtig, mit der Haarfarbe scheint sie auch öfters die Fronten zu wechseln.

So also kehrt Ex-Bond Sean Connery noch ein letztes Mal zurück. Und nachdem er am Anfang Katzenliebhaber und Erzfeind Blofeld nun endlich erlegt hat... ach nein, Halt! Der Kerl ist einfach nicht totzukriegen! Aber dennoch darf sich Bond, so scheint es, niederen Tätigkeiten widmen, denn es geht mal nicht um die Weltherrschaft, sondern nur um ein paar gestohlene Diamanten. Gut, so harmlos die Ausgangssituation auch ist, umso spannender ist die Story, die sich daraus ergibt. Aus meiner Sicht tut es dem Film gut, dass Bond seinen Gegner am Anfang noch nicht kennt. Auch fällt mir auf, dass Diamantenfieber der bislang witzigste Teil der Reihe ist: beispielsweise ertrinkt Blofeld in einer Chemie-Suppe und wird damit ironischerweise mit seinen eigenen Waffen geschlagen und die Verfolgungsjagd durch Las Vegas ist aufgrund der völlig überforderten Polizisten gestaltet sich auch durchaus spaßig.


Auch das Gespräch mit dem doppelten Blofeld ist eine witzige Angelegenheit. Die Krönung sind aber die beiden verrückten und albernen Auftragskiller und vor allem Bonds Flucht im Mondauto, dass er vorher aus einem Fernsehstudio geklaut hat. Ein Schelm, wer böses denkt. Sehr positiv finde ich, dass der Film damit etwas realistischer ist. Die Vorgänger (zum Beispiel "You Only Live Twice") hatten meist übertriebene Sci-Fi- und Action-Effekte, welche damals vermutlich auf der Höhe der Zeit waren, heute aber eher etwas lächerlich wirken. Diesem Teil fehlen solche Elemente zum größten Teil, sodass der Film für mich optisch etwas aufgewertet wird. Zumindest gilt das für die ersten neunzig Minuten, danach nehmen die albernen Effekte wieder zu.

Geblieben sind auch die riesigen technischen Applikationen (zum Beispiel die Satellitensteuerung oder die Superlaser), die ebenfalls etwas albern sind, aber, wie in den anderen älteren Filmen, den besonderen Charme aus dieser Zeit und vor allem einen der vielen Teile der Bondfilme ausmachen, weswegen man sich den Superagenten eben auch gern ansieht. Die hiesige Story finde ich ganz nett, aber leider nicht außergewöhnlich. Leider ist es letztendlich doch wieder die Untergrundorganisation "Spectre", die es zu bekämpfen gilt, aber dadurch, dass dies erst am Ende klar wird und Bond immer wieder erheiternde Gespräche mit ihrem Anführer führen darf, weil er mehrmals gefangen genommen wird, geht das in Ordnung. Ich habe auch das Gefühl, dass Sean Connery etwas mehr Spaß an seiner Rolle als Bond hatte als in seinem letzten Film, zumindest sieht er nicht mehr so gelangweilt aus wie zuvor.

Alles in allem ein spannender Bond-Film mit Comedy-Elementen und ein würdiger endgültiger Abschluss von Sean Connerys Karriere als Darsteller des britischen Super-Agenten. Ab hier übernimmt Roger Moore in seinem ersten Auftritt, der klären soll, wen man leben oder besser sterben lassen soll.

7,5/10

Zum Jubiläum 2012 gab es eine tolle Box, die alle Filme (nur "Sag niemals Nie" fehlt, da dieser Film nicht offiziell zur Reihe gehört) rund um den Geheimagenten 007 enthält - es war sogar Platz für den zu dem Zeitpunkt im Kino laufenden "Skyfall".


Donnerstag, 17. Juli 2014

R.I.P.D. - Rest In Peace Department 3D (2013)

http://www.imdb.com/title/tt0790736/

Von wegen: Der Himmel soll warten! Dass es ein Leben nach dem Tod gibt, muss der viel versprechende Cop Nick Walker (Ryan Reynolds) am eigenen Leib erfahren, als er bei einem Einsatz mit seinem SWAT-Team erschossen wird. Ehe er sich versieht, sitzt er Procter (Mary-Louise Parker) gegenüber. Sie teilt ihm lapidar mit, dass er soeben gestorben sei, und das R.I.P.D. (Rest In Peace Department), welches sie repräsentiere, an seinen Fähigkeiten interessiert. Das R.I.P.D. ist eine himmliche Institution, die – allein Gott Rechenschaft schuldig – sich der Verbrechensbekämpfung in der Geisterwelt verschrieben hat. Denn immer wieder finden Untote Mittel und Wege, sich in die Welt der Lebenden einzuschleichen. So weit, so akzeptiert. Doch verstoßen die Untoten gegen Gesetze, die die Freiheiten der Lebenden nachhaltig beeinträchtigen, ruft dies die Spezialeinheit auf den Plan, deren Vertreter sehr rigoros gegen Delinquenten vorgehen. Damit der Rookie Nick sich schnell in sein neues Dasein einfindet, wird ihm der erfahrene Roy Pulsipher (Jeff Bridges) zur Seite gestellt, der mitunter etwas bärbeißig rüberkommt. Viel Zeit bleibt den beiden allerdings nicht, um sich gegenseitig zu beschnuppern, denn ein Dämon, der sich unter dem bürgerlichen Namen Bobby Hayes (Kevin Bacon) tarnt, trachtet danach, die Einbahnstraße zwischen der Welt der Lebenden und der Toten umzukehren, was nicht unbeträchtliche Konsequenzen für die Menschheit hätte.

"R.I.P.D." ist einen Blick Wert. Er ist eine angenehm leichte Actionkomödie mit einigen kleinen Ideen und durchaus netten Special-Effects. Irgendwie eine Mischung aus "Ghostbusters" und "Men In Black". Das Storyboard ähnelt "Men In Black" auch unglaublich, weicht aber in ein paar wenigen Kernelementen davon ab. Die Handlung ist so vorhersehbar wie das Ende von Titanic-Verfilmungungen - der einzige Vorteil ist: man weiß, was man kriegt. Nämlich eine effektgeladene 90-minütige Actionkomödie.

Leider funktioniert aber der komödiantische Teil über den kompletten Film hinweg nicht immer gut. Dafür sorgt allein schon Ryan Reynolds, der mit fehlender Mimik und Gestik sich irgendwie durch den Streifen wurstelt. Auch Jeff Bridges als sein Partner im Leben nach dem Tode habe ich schon in besseren Rollen gesehen, allerdings hat er gegenüber Reynolds immer noch die Nase vorn. Kevin Bacon merkt man von Anfang an an, auf welcher Seite er steht. Offenbar hat der Herr gefallen an Rollen des Bösewichts. Die Effekte sind gerade in 3D schön und vor allem fetzig, errinnern ein wenig an "Matrix" und "Independence Day" und der Westerntouch gibt sogar noch eine kleine Prise zum Wohlfühlen dazuz. Das wars dann aber auch schon. Denn wenn man alles zusammen nimmt, dann ist "R.I.P.D." ganz schön klischeehaft und stellenweise - da bin ich ganz ehrlich - hat man alles mehr oder minder schon einmal gesehen.

Kein noch so kleiner Ausbruch aus den Rollen wird geduldet - klar, der "alte Hase" muss ja unbedingt immer allein arbeiten wollen und hasst es natürlich, wenn man ihm einen Partner an die Seite setzt, nur um dann festzustellen, dass beide doch ein gutes Team... schnarch. So bleibt "R.I.P.D." nette Unterhaltung, mehr aber auch nicht.

6/10

Mittwoch, 16. Juli 2014

Raze - Fight Or Die! (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2111392/

Früher hieß es ‘Brot und Spiele’ für die Bewohner Roms, um sie satt und befriedigt zu halten. An die Gladiatoren hat dabei keiner gedacht. So geht es auch Sabrina (Zoe Bell): Als sie nach ihrer Entführung erwacht, muss sie feststellen, dass sie sich in einer finsteren Bunker-Anlage wiederfindet. Und nicht nur das: Kaum ist sie wieder Bewusstsein, muss sie auch schon um ihr Leben kämpfen – gegen eine andere Frau. Schnell kristallisiert sich heraus, dass sie und andere Leidensgenossinnen für die Pläsier obskurer Männer gegeneinander in Death Matches antreten müssen. Die Regeln, so erklärt ihnen der ‘Zeremonienmeister’ Joseph (Doug Jones), sind einfach: Mit jedem (gewonnenen) Kampf erkaufen sich die Frauen einen Tag mehr Leben für ihre unter Beobachtung stehenden Verwandten, Freunde etc. In Jamie (Rachel Nichols) findet Sabrina eine Freundin und Verbündete. Gemeinsam versuchen sie sich gegen die Imperatoren aufzulehnen, bevor sie in einem Death Match gegeneinander antreten müssen.

Eine reichlich perfide Angelegenheit. Und was an Ideen fehlt, wird durch Brutalität ausgeglichen. So ist "Raze" ein bitterböser aber leider reichlich uninspirierter Überlebenskampf, der eine überschaubare Anzahl an Lichtblicken bietet. Der Cast schlägt sich insgesamt ganz gut (im wahrsten Sinne des Wortes), leidet aber natürlich auch unter dem schwachen Script. Zoe Bell ist sicher nicht die schlechteste Wahl für die Hauptheldin gewesen. Enttäuschend ist hingegen, dass Rachel Nichols zwar großkotzig auf Postern und Covern mit genannt wird, im Film selbst aber vielleicht fünf Minuten zu sehen ist und absolut nichts zum Geschehen beitragen kann. Das Kerngeschäft des Streifens, die Kämpfe, sind im Großen und Ganzen recht anständig inszeniert. Die attraktiven Ladies hauen sich ziemlich brutal, blutig und kompromislos auf die Fresse. Von den letzten zwei Minuten mal abgesehen, die man sich echt hätte sparen können, ist auch das Ende ganz gut, wenn auch nicht gerade überraschend. Kann mich nicht vollends überzeugen, einfach weil es so bescheuert ist. Als Langeweile-Killer taugt diese extreme Form des Ultimate Fighting aber durchaus.

6/10

"Pierrot Le Fou UNCUT #1", so lautet der Editionsname des limitierten Mediabooks, welches den Film in der ungeschnittenen Fassung (SPIO/JK SU) enthält:

Sonntag, 13. Juli 2014

On Her Majesty's Secret Service - James Bond 007: Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969)

http://www.imdb.com/title/tt0064757/

Nach zwei Jahren erfolgloser Jagd auf Blofeld wird James Bond (George Lazenby) von seinem Auftrag, den Schurken zu eliminieren, entbunden. Frustriert darüber möchte Bond seinen Job an den Nagel hängen, doch Sekretärin Monnypenny (Lois Maxwell) holt statt dessen zwei Wochen Urlaub für ihn heraus. Bond stellt sogleich eigene Nachforschungen an und findet heraus, dass Blofeld einen gefährlichen Virus entwickelt. Bond gelingt es sich einzuschleichen und das Vertrauen von Blofeld (Telly Savalas) zu gewinnen. Doch als seine Tarnung auffliegt muss er mit Hilfe der hübschen Teresa (Diana Rigg) einige Verfolger abhängen.

Für mich der schlechteste Bondfilm, der jemals gemacht wurde. Ich halte George Lazenby für eine absolute Fehlbesetzung, der außer seinem Aussehen eigentlich nichts zu dem Film beisteuert. Sean Connery hatte keine Lust mehr, weshalb ein neuer Darsteller gefunden werden musste. Zusammen mit der Verpflichtung von George Lazenby wurde gleich der komplette Ton der Reihe verändert. Weit weg von Sean Connerys zynischem und ironischen Gebaren, hin zu mehr Ernsthaftigkeit und der Romanvorlage von Ian Flemming. An und für sich ist daran nichts verwerfliches. Wenn sich jedoch Connerys grandiose Darstellung in den Vorgängern ins Gedächtnis des Zuschauers gebrannt hat, hat es dieser sehr schwer, Gefallen an Lazenby zu finden. "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" sticht aus den bisherigen Bondverfilmungen heraus, wie ein Eisberg im Meer. Gänzlich ungestüm meidet er beinahe sämtliche "Klischees", die seine Vorgänger ausmachten: Bond verliebt sich tatsächlich, er zeigt Schwäche und Gefühle und generell scheint er die Dinge nicht so sehr unter Kontrolle zu haben. Da ich mir die Bondfilme aktuell der Reihe nach anschaue, gehöre damit auch ich zu denjenigen, die mit der Umstellung von Connery auf Lazenby so seine Probleme haben.

"Im Geheimdienst Ihrer Majestät" ist beileibe kein schlechter Film und würde als alleiniger Vertreter um einiges besser dastehen. Allerdings merkt man auch deutlich, dass dieser Teil wesentlich früher geplant war. Das Fehlen jeglicher Kontinuität im Hinblick auf den direkten Vorgänger macht dem Film zu schaffen und stört den Genuss des Streifens ganz gewaltig. Blofeld selbst ist plötzlich ein völlig anderer Charakter. Keine Spur mehr von einem Mastermind im Hintergrund. Er agiert an vorderster Front, liefert sich mit Bond eine Actionszene nach der anderen. Das widerspricht völlig der Charakterzeichnung aus den Vorgängerfilmen. Für mich ist Blofeld jemand, der durch Worte Angst einflößt und nicht durch Gewalt - und dieser Wandel ist schade.

Auch die Liebesgeschichte Bonds wirkt nicht sonderlich glaubwürdig, auch wenn mit Diana Rigg endlich mal ein vollwertiges Bondgirl in Erscheinung tritt, das Bond des Öfteren in den Hintern tritt. Die aufkeimende Emanzipationswelle lässt sich hieran gut erkennen. Die Story an sich ist glücklicherweise wieder etwas bodenständiger als im Vorgänger. Ein ruhiges Tempo wird angeschlagen, Realitätsnähe und langsame Detektivarbeit wird großgeschrieben. Bis hierhin macht der neue Bond das meiste richtig. Sobald sich das Geschehen jedoch hin zur Schweiz verlagert, verliert derStreifen jeglichen Drive. Das Tempo wird gedrosselt und ertränkt sich selbst in ermüdenden Nebensträngen mit den dortigen Frauen. Wie war das nochmal mit Bonds Liebe zu Diana Rigg? Hier liegen die Stärken ganz bei Connery. Dieser konnte, gerade wenn die Story etwas schlingerte, durch sein natürliches Charisma und einen lockeren Spruch einiges wieder wettmachen. Wenigstens beherrscht die Action das letzte Drittel des Films. Lazenby überzeugt hier endlich mit physischer Präsenz und weiß durch Härte und vollen Körpereinsatz zu überzeugen. Zudem sind die Actionsequenzen schnell und vergleichsweise modern geschnitten, auch wenn sie durch allzu viele Umschnitte gern auch Filmfehelr produzieren. Ein Höhepunkt bietet die Ski- und Bobverfolgungsjagd.

So ist "Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ für mich ein etwas über dem Mittelmaß agierender Beitrag zum Bonduniversum, gerade auch weil ich mich mit Lazenby etwas schwer tue. Mit etwas zeitlichem Abstand zu Connerys Bond und mehr Lazenby- Filmen, hätte man sich mit diesem Darsteller bestimmt anfreunden können. Immerhin zeigt die Schlussszene, welches Potenzial in ihm steckte. Das reisst es aber nicht raus. Schade.

6/10

Zum Jubiläum 2012 gab es eine tolle Box, die alle Filme (nur "Sag niemals Nie" fehlt, da dieser Film nicht offiziell zur Reihe gehört) rund um den Geheimagenten 007 enthält - es war sogar Platz für den zu dem Zeitpunkt im Kino laufenden "Skyfall".


Any Given Sunday - An jedem verdammten Sonntag (1999)

http://www.imdb.com/title/tt0146838/

Als Star-Quarterback Cap Rooney (Dennis Quaid) durch einen schweren Schlag spielunfähig wird, kommt ein junger, unbekannter Ersatzmann für ihn ins Team. Der Neuling zeigt eine beeindruckende Leistung, und so muß der gealterte Trainer Tony D’Amato (Al Pacino) seine Taktik neu abstimmen. Auch Christina Pagniacci (Cameron Diaz), die neue Besitzerin und Präsidentin des Teams, übt einigen Druck auf die Mannschaft aus, um sich in einer von Männern dominierten Welt zu behaupten...

"Because in either game - life or football - the margin for error is so small. I mean, one half a step too late or too early and you don't quite make it. One half second too slow, too fast and you don't quite catch it. The inches we need are everywhere around us."

Was könnte an einem Tag, an dem das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet, besser passen, als ein Film über Sport. Über American Football, für mich einer der härtesten und kontaktfreudigsten Sportarten der Welt?

Es ist ein typischer Film von Oliver Stone, hart aber gerecht. Im Nachhinein betrachtet fast schon eine Mischung aus Kriegs- und Gladiatorenfilm, der von Anfang an mit unglaublicher Wucht aus dem Bildschirm springt und den Zuschauer regelrecht überrennt. Dazu die hektisch geführten Dialoge, immer durch Hintergrundmusik- oder geräusche fast kaum zu hören. Man freut sich über jede Ruhepause, in der man mal kurz nach Luft schnappen kann. Aber selbst diese anfänglich ruhigen Passagen laufen schnell mal aus dem Ruder und enden oft genug in einem chaotischen Streit. All das macht "An jedem verdammten Sonntag" aus. Man ist immer hart am Zentrum des Geschehens, man fühlt die Energie und Gewalt dieses Sports, man erlebt hautnah mit, was die Spieler selbst erleben, ein Chaos aus Leibern, Schreien, Beleidigungen, Schmerzen und Blut. Wir sehen die Spieler in den Pausen und nach dem Spiel, am Tropf hängend, mit Schmerzmitteln ruhiggestellt.Eben all das, was man sonst so nie zu sehen bekommt.

Wie vom Regisseur wahrscheinlich beabsichtigt, ist dieser intensiv-emotionale Einblick in die American-Football-Szene kurzum gleichermaßen erschreckend wie faszinierend. Anhand eines Teams aus Miami wird in dezenter Überlänge allerlei Schicksalswege und Erfolg/Misserfolg-Optionen ins Visier genommen. Dabei zieht Stone formal so gut wie alle Register, was Bildsprache, Schnittfolge, die Auswahl an expliziten Szenen oder die Musikuntermalung angeht. Die Spielsequenzen sind dementsprechend furios. Eine langsame Sogwirkung entsteht für den Zuschauer, wenn der Weg durch die Endphase der Saison immer dramatischere Züge annimmt. Gleichzeitig bleibt ein trauriger, melancholischer Unterton ständig dabei, nachdem auch die Schattenseiten dieses Profisports eindeutig gekennzeichnet werden. Diese überschwängliche Vielfalt an unterschiedlichsten Eindrücken beeindruckt bisweilen sehr.

Sowohl Al Pacino als auch Jamie Foxx füllen die Zweckgemeinschaft des Coaches (Pacino) und Quarterbacks (Foxx) sehenswert mit Leben und Gefühl. Wie klischeehaft oder symptomatisch u.a. diese beiden Typen diesen Sport kennzeichnen, vermag ich nicht eindeutig zu beurteilen. Doch es funktioniert für diesen Film sehr gut, genauso wie die Nebenhandlungen in Sachen wirtschaftlicher Zukunftsschreibung des Vereins oder die nicht zu unterschätzenden Gesundheitsrisiken des Sports. Unbequem aber trotzdem sehr sehenswert.

8/10

Samstag, 12. Juli 2014

Shrek 2 3D - Shrek 2: Der tollkühne Held kehrt zurück 3D (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0298148/

Im zweiten Teil statten Shrek und Prinzessin Fiona ihren Eltern, dem Königspaar von Weitweitweg einen Besuch ab. Doch Shrek will sich nicht in die Rolle des vorbildlichen Schwiegersohns fügen. Und auch der König hätte sich lieber den Sohn der guten Fee, Prince Charming, als Nachfolger gewünscht, der ursprünglich zur Rettung von Prinzessin Fiona ausersehen war. Also wird kurzerhand ein Auftragskiller in Gestalt des gestiefelten Katers auf Shrek angesetzt, kann ihn aber nicht überwinden. Shrek, Esel und der gestiefelte Kater wollen die Verschwörung aufdecken und finden bei der guten Fee einen Trank, der Shrek in einen Menschen verwandelt (und Esel in ein prachtvolles Ross). In dieser Gestalt hofft Shrek Fiona wieder für sich zu gewinnen, die von Shreks erstem Treffen mit ihren Eltern wenig begeistert war. Ein weiterer Trank kommt ins Spiel, den der König Fiona einflößen soll, damit sie sich unsterblich in Prince Charming verlieben möge. Am Ende werden  den Regeln des Märchens gemäß  die Guten allerdings wieder belohnt, die Schlechten bestraft, und so endet auch Shrek 2 mit einem Happy End.

Nachdem Dreamworks damals mit dem ersten Teil der Shrek Reihe einen wahren Knaller hinlegte, ließ eine Fortsetzung natürlich nicht lange auf sich warten. Und diese Fortsetzung hat es in sich - und übertrifft in meinen Augen sogar noch den Vorgänger, und das in vielerlei Hinsicht: das fängt bei der liebevoll erzählten Geschichte des Filmes an, die sich als interessanter, durchdachter, spannender und vor allem unterhaltsamer als die des ersten Teils herausstellt. Das soll nicht heißen das die Story des Vorgängers schlecht ist, doch hier wurde für mich alles noch einen kleinen Tick besser umgesetzt. Vor allem die vielen neuen Figuren tragen ihren Teil dazu bei. Dieses Mal bekommt es der allseits beliebte Oger mit einer guten, - naja eigentlich bösen - Fee, deren sich selbst überschätzenden Sohn und in gewisser Weise seinem eigenen Schwiegervater zu tun.

Doch der wohl beste Neuzugang ist ganz klar der gestiefelte Kater. Es ist unglaublich wie dieser Kater die Shrek-Filme beeinflusst hat. Fragt man heute jemanden nach "Shrek", so kommt in den meisten Fällen gleich die Antwort: "Ist das nicht das wo der niedliche Kater mitspielt?" Ja, der gestiefelte Kater ist wohl der Hauptgrund warum " Shrek 2" so gut ist. Diesen kleinen Kerl, der so liebevoll gucken kann und es doch faustdick hinter den Ohren hat, muss man einfach gern haben! Es geht gar nicht anders! Da sieht sogar der gute Esel manchmal etwas alt aus. Doch auch dieser ist wieder für einige Lacher gut und aus dieser Reihe gar nicht mehr wegzudenken. Auch der Soundtrack ist wieder mehr als gelungen und bildet ein buntes Gemisch aus eigenen Kompositionen und diversen Rock-Klassikern. So ist für jeden Geschmack etwas dabei und jeder Situation wird musikalisch passend untermalt. Das Ende ist mit den vielen Szenenwechseln, textgenau untermalt von eben dieser rockigen Musik (hier: ein Bonnie Tyler-Cover von "I Need A Hero") eines der besten und auch fetzigsten der Reihe und wenn dann Shrek mit seinen Freunden durch die Burgmauer bricht, freut man sich insgeheim, dass es jetzt den Bösen an den Kragen geht. Und was für eine geniale Idee mit dem König, die nicht nur eine kleine Moral verbreitet sondern auch so ganz nebenbei noch Fionas Wesen erklärt.

Wie schon gesschrieben, für mich persönlich übertrifft "Shrek 2" seinen Vorgänger in allen Belangen. Die Story ist super erzählt und enthält einige wichtige Botschaften über Freundschaft, Zusammenhalt, etc. parat. Doch was auch diesen Teil so stark macht, sind die wunderbaren Figuren, die allesamt kultverdächtig sind und die man über die ganze "Shrek"-Reihe hinweg einfach ins Herz schließt. Das 3D ist unaufdringlich und bietet eine schöne Tiefenschärfe ohne allzuviele nervige Popouts. Toll!
 8,5/10

[SERIE] Spartacus: War Of The Damned (2013)

Das Serienfinale wartet augenscheinlich mit etwas mehr Budget auf, denn alles wirkt etwas feiner, etwas stilsicherer, etwas realistischer. Und damit meine ich nicht die immer noch mehr als übertreibenen Kampfszenen, die mit jeder Menge Blut und Gekröse ausgeschmückt sind; vielmehr ist es die Landschaft, die Umgebung, die Städte. Dazu kommen ein paar neue Intrigen und ein sehr cleverer Gegenspieler namens Marcus Crassus, der zusammen mit einem jungen Soldaten namens Julius Caesar gegen Spartacus zu Felde zieht. Dies äussert sich in spannenden Gefechten und hinterhältigen Listen, sodass es eine Freude ist der vierten und letzten Staffel dieser großartigen Serie zuzusehen.

http://www.imdb.com/title/tt2396394/
3.1 Die Feinde Roms (Enemies Of Rome)
Spartacus’ größter Feind Gaius Claudius Glaber ist tot. Inzwischen sind Monate seit seiner Niederlage vergangen und die von Revolutionsführer Spartacus und seinen Generälen Crixus, Gannicus und Agron angeführte Rebellenarmee erringt eine Reihe weiterer bedeutender Siege über die römische Republik. Zugleich wächst die Anzahl der Rebellen beständig. Mittlerweile stehen Tausende befreiter Sklaven bereit, um die mächtigsten Armeen Roms herauszufordern. Und Spartacus ist mehr denn je dazu entschlossen, die gesamte römische Republik zu Fall zu bringen. Die Rebellen müssen eine blutige Auseinandersetzung nach der anderen überstehen und sich schließlich für das Unausweichliche wappnen: einen offenen Krieg mit der römischen Großmacht. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2553384/
3.2 Wölfe (Wolves At The Gate)
Spartacus, Crixus und Gannicus suchen nach Schutz und Nahrung für ihre Leute. Sie bereiten sich darauf vor, die römische Stadt Sinuessa zu erobern. Hier sollen die Rebellen einen Stützpunkt für ihrem Angriff auf Rom finden. Der römische Senator Marcus Crassus stellt indes seine Armee für den Kampf gegen Spartacus' Männer zusammen. Er bekommt überraschende Unterstützung durch den hitzköpfigen Gaius Julius Caesar. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2553386/
3.3 Männer der Ehre (Men Of Honor)
Nach der Eroberung von Sinuessa hat Spartacus Mühe, seine Männer ruhigzuhalten - zu groß ist ihr Hass und Rachedurst gegenüber den überlebenden, unschuldigen römischen Bewohnern. Darüber kommt es auch zu einer Auseinandersetzung zwischen seinen Generälen Crixus und Gannicus. Um die Versorgung des Heeres zu gewährleisten, überlegt Spartacus, einen Handel mit Piraten einzugehen. Derweil macht sich Tiberius gegen den Befehl seines Vaters mit einigen Römern auf den Weg nach Sinuessa. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2553392/
3.4 Dezimierung (Decimation)
Die Rebellen, die sich unter Spartacus in den Stadtmauern eingenistet haben und zu denen täglich neue geflohene Sklaven stoßen, sind hungrig und voller Durst nach römischem Blut. Anders als Crixus und Agron will Spartacus Crassus' Heer jedoch vorerst nicht angreifen. Während sich die Gemüter erhitzen, kann sich der Römer Caesar unbemerkt unter die Rebellen mischen. Im römischen Lager bestraft Crassus seine ungehorsamen Truppen mit einem grausamen Ritual: der Dezimation. - 9/10


http://www.imdb.com/title/tt2553394/
3.5 Blutsbrüder (Blood Brothers)
Das von Crixus initiierte Massaker an den Römern hat zu einem Bruch zwischen Spartacus und seinem General geführt. Der Anführer der Rebellen beschließt, seinen Schlachtplan gegen die Römer nur mit wenigen Vertrauten auszuarbeiten. Neben Agron weiht er zunächst nur Gannicus ein: Er will Crassus' Heer von zwei Seiten angreifen. In dessen Lager droht sich derweil Tiberius von seinem Vater Crassus abzuwenden. Und der Römer Caesar infiltriert weiter unbemerkt die Rebellen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2553398/
3.6 Kriegsbeute (Spoils Of War)
Crassus und sein Heer fallen in Sinuessa ein. Spartacus wird schnell klar, dass seine Rebellen-Armee hoffnungslos unterlegen ist und sie fliehen müssen. Sein General Gannicus meldet sich freiwillig, um die Römer abzulenken. Er und Donar setzen den Getreidespeicher in Brand. Unterdessen will Spartacus die Stadt evakuieren. Als er und seine Männer das Nord-Tor erreichen, stoßen sie auf Crassus... - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2553404/
3.7 Mors Indecepta (Mors Indecepta)
Spartacus und seine Sklavenarmee haben sich bei unbarmherzigem Wetter auf einem vereisten Bergrücken versammelt. Er musste bereits einige seiner Kämpfer erfroren oder geschwächt zurücklassen, als Crassus' Armee näher rückt. Spartacus, Gannicus, Crixus und Agron machen sich zunächst allein auf den Weg ins Lager der Römer. Sie wollen Crassus überraschen, doch der Feldherr hat ihnen eine Falle gestellt ... - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2553406/
3.8 Schicksalslinien (Separate Paths)
Marcus Crassus und sein Heer sind nur wenige Tagesmärsche hinter den Rebellen. Crixus ist müde und will die Sklavenarmee nach Rom marschieren lassen, um die Stadt anzugreifen. Spartacus dagegen will die verbliebenen Männer und Frauen über die Alpen und damit in Freiheit führen. Die beiden entscheiden sich, getrennte Wege zu gehen. Es dauert nicht lange, bis Crassus, Tiberius und Caesar davon Wind bekommen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2553410/
3.9 Der Tod und das Sterben (The Dead And The Dying)
Als Spartacus und seinen Männern eine Gruppe Römer in die Hände fallen, stellt sich bald heraus, dass es sich nicht um Crassus' Gefolgsleute handelt. Sie gehören zum Heer von Gnaeus Pompeius Magnus. Derweil kehrt Naevia mit schlimmen Nachrichten wieder ins Lager zurück: Ihr Geliebter und Spartacus' Vertrauter Crixus hat auf dem Schlachtfeld sein Leben gelassen. Der Anführer der Sklavenarmee beschließt Crassus eine Falle zu stellen und bringt dessen Sohn Tiberius in seine Gewalt. - 10/10

http://www.imdb.com/title/tt2553414/
3.10 Sieg (Victory)
Nachdem Spartacus auf Crassus' Handel eingegangen ist, kehren 500 seiner Männer aus der Gefangenschaft zurück. Zeit, um zu neuen Kräften zu kommen, bleibt den Männern und Frauen jedoch nicht: Spartacus ruft die Rebellen zur letzten großen Schlacht gegen Rom. Die Geschwächten und Kampfuntüchtigen schickt er indes in die Berge. Die beiden Armeen liefern sich einen erbitterten Kampf, der im Duell zwischen Spartacus und Crassus entschieden werden soll ... - 10/10

Freitag, 11. Juli 2014

You Only Live Twice - James Bond 007: Man lebt nur zweimal (1967)

http://www.imdb.com/title/tt0062512/

Als amerikanische und russische Raumschiffe auf ungewöhnliche Weise gekapert werden, verdächtigen Washington und Moskau sich gegenseitig. Der britische Geheimdienst glaubt, es besser zu wissen, und so kommt Agent 007 alias James Bond (Sean Connery) zu einem neuen brisanten Auftrag. Zunächst täuscht er seinen Tod vor, um sich nach Tokio abzusetzen. Dort bekommt er es mit den Damen Aki (Akiko Wakabayashi) und Mrs. Brandt (Karin Dor) zu tun bekommt. In Japans Geheimdienstchef ‘Tiger’ Tanaka (Tetsuro Tamba) findet er einen Verbündeten, der ebenfalls mit allen Wassern gewaschen ist. Es dauert nicht lange und sie finden heraus wer hinter all dem Übel steckt: Schurke Blofeld (Donald Pleasence).

"Man lebt nur zweimal" führt Bond wieder einmal zurück in witzigere Gefilde. Man hat langsam aber sicher das Gefühl, dass die Macher sich dachten "Wir machen einen ernsten Bondfilm und dann einen mit Klamauk". War "Feuerball" wieder eine einigermaßen gemäßigte Angelegenheit mit weitaus mehr Hang zum Realismus, so wildert Sean Connerys fünfter Ausflug als titelgebender Held doch eher im Phantastischen.

Bond verschlägt es nun erstmalig nach Asien. Dort bekommt er es mit seinem größten Erzfeind zu tun, der nichts unversucht lässt die Großstaaten aufeinander zu hetzen. "Man lebt nur zweimal" funktioniert auch prima als ironischer Kommentar auf den Kalten Krieg, immerhin versucht Bonds Gegenspieler Blofeld Russland und Amerika gegeneinander auszuspielen. Das ist zu weiten Teilen natürlich eher naiv und kaum ausgereift, zudem schreitet der Film schlussendlich sowieso auf ein sehr comichaftes Finale hin. Die erste Hälfte des Films vergeht sehr zügig, vor allem weil die Story hier noch Zug hat. Aber wie schon "Thunderball" vor ihm, leidet auch dieser Film stark daran, dass er an einigen Stellen in der zweiten Hälfte einfach zu langgezogen ist.


Für mich ist aber Sean Connery als James Bond 007 immer am besten, wenn es halb-ernst zur Sache geht. Etwa im Stile eines "Liebesgrüße aus Moskau" oder "Feuerball". "Man lebt nur zweimal" schlägt allerdings in dieselbe Kerbe wie der großartige"Goldfinger", steigert dies sogar noch um ein Vielfaches und verliert sich dadurch aber auch beinahe in seiner überspitzten Darstellung des Bösewichts und seines Plans.

Dennoch ist das japanische Setting vorzüglich. Zwar werden alle bekannten Klischees aufgelistet, vom Sumoringer-Kampf bis hin zur asiatischen Gastlichkeit; dennoch: Spaß macht das Treiben trotzdem. Eines mindert die Qualität des Films aber doch merklich und das ist die Kung-Fu-Thematik, in der Bond als "Ninja" eher lächerlich wirkt und dieses "Wissen" am Ende noch nicht einmal einen nennenswerten Einfluss auf den Storyverlauf hat. Solange die Geschichte rund um verschwundene Raketen auf dem Boden bleibt, ist der Zuschauer auch noch voll und ganz bei der Sache. Sobald Blofeld jedoch in Erscheinung tritt, sein Plan offensichtlich wird schleichen sich dann doch ein paar Längen ein. Connerys Charme, der in solchen Situationen vortrefflich wirkt, kann dieses mal auch nicht alles wieder herausreißen. Seine fünfte und zugleich vorletzte (ich zähle bewusst "Never say Never" nicht mit) Darstellung wirkt mittlerweile zu routiniert und (man bekommt das Gefühl) auch gelangweilt.

Dafür wird man aber wieder einmal mit einem knalligen Finale belohnt, dass in seiner Größenordnung sogar beeindruckt und mitzureißen weiß. "Man lebt nur zweimal" muss zwangsläufig hinter seinen übergroßen Vorgängern zurückbleiben, ist aber immer noch ein guter Vertreter der Reihe.

7/10

Zum Jubiläum 2012 gab es eine tolle Box, die alle Filme (nur "Sag niemals Nie" fehlt, da dieser Film nicht offiziell zur Reihe gehört) rund um den Geheimagenten 007 enthält - es war sogar Platz für den zu dem Zeitpunkt im Kino laufenden "Skyfall".


Thunderball - James Bond 007: Feuerball (1965)

http://www.imdb.com/title/tt0059800/

Der skrupellose Mitarbeiter Largo (Adolfi Celi) der Verbrecherorganisation Spectre stiehlt ein Natoflugzeug mit 2 Atombomben an Board. Spectre’s Forderung: 300 Millionen britische Pfund oder es werden 2 Großstädte der Welt von ihnen vernichtet. Dem britischen Geheimdienst ist klar, für diesen Auftrag kann es nur einen geben: 007! Doch die Zeit ist knapp, das Ultimatum läuft in Kürze ab. Doch der frisch erhohlte James Bond folgt einer Spur und reist auf die Bahamas, wo er auf die wunderschöne Domino trifft...

"Feuerball" hat allgemein gesehen kein so hohes Ansehen, wie seine drei Vorgänger. Nach Gert Fröbe alias "Goldfinger" kann dieser einfach keine besseren Akzente setzen, sei es storytechnisch oder in Bezug auf seinen Antagonisten. Letzteres mag vielleicht stimmen, denn Adolfi Celi ist, bis auf seinen Charakterkopf und seine im Film vorherrschende Vorliebe für gefährliche Haie, nicht sonderlich einprägsam. Macht aber rein gar nichts, ist der Rest doch zumindest spannend und mitreißend.

Zum allerersten Mal wagen sich hier die Macher für längere Zeit unter Wasser. Vor der malerischen Kulisse der Bahamas muss Bond nun nach gestohlenen Atomraketen suchen. Schon der Raub der Waffen ist unglaublich spektakulär aber unaufgeregt gestaltet und in seiner Art tatsächlich noch äußerst originell. Zwar entwirrt sich die Story relativ langsam, doch ist diese fein konstruiert, mit allerlei seltsamen Nebenfiguren, die allesamt in das Spiel des Raketendiebstahls verwickelt sind. Doch, obwohl dieser Film wie auch die Vorherigen für seine Zeit extrem gute Action hat, so hapert es bei diesem Film mal so mächtig an der Story bzw. deren Umsetzung: sie ist löchrig und man hat ständig das Gefühl, wichtige Sachen verpasst zu haben. Bond ist aber immer noch ein Chauvinist erster Klasse, jedoch beschränkt sich sein diesbezügliches "Treiben" hier auf das erste Drittel des Filmes. Mittlerweile scheint sich bei ihm aber auch schon Routine eingestellt zu haben, denn er spielt den Superagenten gut wie immer, seine Darstellung allerdings wirkt schon ein wenig zu abgehoben.


Nachdem sein direkter Vorgänger "Goldfinger" auch noch etwas komödiantisch war, so ist "Feuerball" wieder gemäßigter, was Ton und Klamauk-Einlagen betrifft. Natürlich treffen Bonds zynische Kommentare immer noch ins Schwarze, dennoch wirkt sein neuester Auftritt reifer und wesentlich ernster - wie schon in "Liebesgrüße aus Moskau". Neben wiedergewonnener Ernsthaftigkeit tritt endlich nochmals die geheimnisvolle Untergrundorganisation 'Spectre' aus dem Schatten hervor. Eine Entwicklung, die ich eigentlich schon im Vorgänger "Goldfinger" erwartet hatte, dessen Ausbleiben mich jedoch auch nicht enttäuschte.

Zusammen mit der Tiefsee als neuen Hintergrund entspinnt sich also ein spannendes Katz- und Mausspiel, das Bond in bisher unbekannte Gefilde führt. So findet der Showdown komplett unter Wasser statt. Das kommt dermaßen unerwartet, dass der Zuschauer sofort mitgerissen wird. Kein lautes Actionfeuerwerk, keine Prügeleien - nur stille Messer- und Harpunenangriffsgeschwader. Das hat was, macht Spaß, ist tatsächlich interessant und spannend, wobei mir die letzte, große Schlacht dann aber doch ein wenig lächerlich und vor allem langatmig vorkam (vor allem auch, weil trotz sichtbar eindringender Harpunen in allerlei menschliches Gewebe kaum oder nur selten Blut zu sehen ist).

Abseits des unüblichen Schauplatzes gibt es mit Claudine Auger als Domino und Luciana Paluzzi als Fiona Volpe zwei äußerst interessante Frauenfiguren auf beiden Seiten des Gesetzes. Auch optisch sind beide wieder eine Augenweide und zeigen, dass Frauen damals um ein Vielfaches mehr an natürlichem Sexappeal ausstrahlten, als Hungerhaken heutzutage. "Feuerball" agiert für mich im guten Mittelfeld aller Sean Connery-Bonds, auch wenn das Jammern auf hohem Niveau ist.

7,5/10

Zum Jubiläum 2012 gab es eine tolle Box, die alle Filme (nur "Sag niemals Nie" fehlt, da dieser Film nicht offiziell zur Reihe gehört) rund um den Geheimagenten 007 enthält - es war sogar Platz für den zu dem Zeitpunkt im Kino laufenden "Skyfall".