Mittwoch, 30. Oktober 2013

The Perfect Storm - Der Sturm (2000)

http://www.imdb.com/title/tt0177971/

Der Atlantik türmt sich zu 30 Meter hohen Wassermauern auf. Die heulenden Böen erreichen mit Windstärke 12 Spitzengeschwindigkeiten. Im Oktober 1991 treffen drei tobende Wetterfronten - eine davon der Hurrikan Grace - aufeinander und entfesseln den gewaltigsten Sturm seit Menschengedenken. George Clooney, Mark Wahlberg und weitere brillante Darsteller erleben hautnah ein erschütterndes Special-Effects-Abenteuer, in dem sich die Seeleute verzweifelt in Richtung Hafen vorankämpfen, während ihnen gleichzeitig heldenhafte Rettungsmannschaften zu Wasser und aus der Luft Hilfestellung geben. Unter der Regie von Wolfgang Petersen lässt "Der Sturm" ein unwiderstehlich spannendes Inferno über den Zuschauer hereinbrechen.

Viele mögen "Der Sturm" von Regisseur Wolfgang Petersen nicht. Mir geht das anders: ich kann mich immer wieder hinsetzen und mit Interesse, Spannung und einem Hauch von Rührung den Film über die Katastrophe und das Schicksal der Männer an Bord der 'Andrea Gail' verfolgen. Vielleicht ist es ja der großartige Cast, der den Film für mich imemr wieder so sehenswert macht, vielleicht ist es die Besessenheit des Käpt'ns, der seine Crew immer weietr voran treibt, vielelicht auch die Schicksale der Männer an Bord, die anfangs zum Teil genauer beleuchtet werden. So kann ich mich quasi in den Film hineinfallen lassen und erlebe diese Drama mit. Die Figuren wurden zu Beginn sehr sympathisch eingeführt, einfach jeden konnte man leiden - und der Augenblick, in der die mannschaft ihren großen Fang an Bord holt ist irgendwie magisch. Und was den Film darüber hinaus noch sehenswert macht, ist diese Naturgewalt namens Wasser, die den stärksten Mann aus den Latschen reißt. Der Wind nimmt zu, die Wellen werden höher und höher, die Gischt spritzt über die Reling, das Boot knarrt und wankt und du weißt genau, du wirst das hier vielleicht nicht überleben. Klar, die Figuren, deren Umfeld und überhaupt die ganze Situation war ziemlich glaubhaft, aber der Sturm an sich war dann doch der Protagonist, sehr imposant, gewaltig, ungemütlich und einfach nur phänomenal gut gemacht. So muss das in einem Katastrophenfilm aussehen. Wolfgang Petersen bannt die stürmische See in doch atemberaubende 130 Filmminuten, die optisch absolut überzeugen.

Trotz seiner bald 12 Jahre, die "Der Sturm" auf seinem Buckel hat, hat der Film nichts von seinen Katastrophenqualitäten eingebüßt. Auch wenn man um den Ausgang dieses auf wahren Ereignissen beruhenden Spektakels weiß, bangt man bis zur letzten Minute mit den Helden. Dazu trägt in nicht unerheblichem Maße der eindringliche Score von James Horner bei, der einem das ein ums andere Mal mitreißen kann. Ein toller Film, eine gut eingefangen Katastrophe, für mich einer der besten in dem Genre.

8/10