Donnerstag, 3. Oktober 2013

Star Wars: Episode VI: Return Of The Jedi - Star Wars: Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter (Special Edition) (1983)

http://www.imdb.com/title/tt0086190/

Jabba der Hutte befindet sich im Besitz des in Karbonit tiefgefrorenen Han Solo (Harrison Ford). Beim Versuch, ihn aus der Gewalt des Gangsterbosses zu befreien wird Prinzessin Leia (Carrie Fisher) gefasst und fristet nun ihr Dasein als persönliche Sklavin des interstellaren Verbrecherkönigs. Luke Skywalkers (Mark Hamill) gelingt es in einer wagemutigen Befreiungsaktion, sowohl Leia als auch Han Solo aus den Fängen von Jabba zu befreien. Kurze Zeit später macht sich Luke erneut ins Degoba-System auf, um bei Meister Yoda (Frank Oz) seine Ausbildung zum Jedi-Ritter zu beenden. Dieser erklärt ihm jedoch, dass er sich zu seiner Vollendung seinem Vater Darth Vader (David Prowse) stellen und ihn bezwingen muss. Unterdessen sind die Vorbereitungen zum Bau eines zweiten Todessterns, der den Untergang der Rebellen besiegeln soll, im vollen Gange...

Mit "Die Rückkehr der Jedi-Ritter " findet die Star Wars Saga nun ihren grandiosen Abschluss. Alle noch offenen Fragen werden geklärt, alle Handlungsstränge wurden sinnvoll zu Ende erzählt. Die Story knüpft nahtlos an "Das Imperium schlägt zurück" an. Auch hier ist die Story nicht wirklich komplex, aber es ist das Ganze, was diesen Film und im allgemeinen die "Star Wars"-Reihe so besonders macht. Angefangen bei dem genialen Look, der in der Special Edition auf Blu-ray einfach fantastisch aussieht. Wie in den beiden Vorgängern wurde einiges an Effekt aufgepeppt, ein oder zwei Filmfehler bereinigt und ehemals starre Hintergrundbilder durch eine lebedige, digitale Welt ersetzt. Das mag auch im letzten Teil nicht allen gefallen und klar verliert der Film dadurch etwas an Charme. Dennoch finde ich die neuen Effekte stimmig und passend - mal abgesehen von der absolut sinnfreien Sing- und Tanzeinlage in Jabbas Palast.

Worum s aber wirklich geht, sind die Beziehungen zwischen den Figuren, die Szenen auf dem Todesstern, die Lichtschwert-Kämpfe, Han Solo & Chewbacca, die Kämpfe der Rebellen mit dem Imperium, Darth Vader, der Imperator, die Dunkle Seite der Macht, Gut gegen Böse und so weiter und so weiter. Man schaut "Star Wars" um in eine andere Welt einzutauchen, um es zu genießen, um unterhalten zu werden, oder einfach nur um in einem der größten Weltraumabenteuer der Filmgeschichte teilzuhaben. Als Kind war "Star Wars" für mich das Größte. Ich liebte die Filme, las die Bücher, hatte Poster und Sammelkarten. Und besonders "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" konnte ich mir immer und immer wieder anschauen. Aber damals schon, ging der Anfang - bis auf wenige Szenen - irgendwie an mir vorbei und ich freute mich auf den Endkampf - die Schlacht um Endor.

"Die Rückkehr der Jedi-Ritter" ist zwar ein toller Abschluss der Trilogie, verfehlt aber die großen Fußstapfen seiner Vorgänger. Und das, obwohl der Anfang des Films haufenweise ikonische Charaktere und Szenen zu bieten hat: Jabba the Hutt, der Rancor, Hans Befreiung aus dem Karbonit, Boba Fett, der Sarlacc, ein Wiedersehen mit Yoda, und so weiter. Nur spannend ist das Ganze nicht wirklich - und auch der Ton stimmt irgendwie nicht. Die pessimistische, düstere (und dadurch sehr "erwachsene") Grundstimmung von "Das Imperium schlägt zurück" wird hier zugunsten von familienfreundlicherer Unterhaltung beiseite geschoben. Bestes Beispiel: die Ewoks. Ganz egal wie sehr sich die Einwohner Endors im Kampf behaupten und als "ehrenhafte Ureinwohner" dargestellt werden, schlussendlich sind es nervige, quietschende Teddys mit Speeren. Und auch sonst ist alles eher unbeschwert als wirklich mitreißend. Wirklich Fahrt nimmt der Film erst auf, wenn sich die Rebellen zum letzten Angriff auf das Imperium rüsten. Die Schlacht von Endor ist immer noch so mitreißend und bombastisch inszeniert, dass das Fanherzhöher schlagen lässt. Hier stimmt eigentlich alles und der optimistische Ton des Films fühlt sich längst nicht mehr so fehl am Platz an wie noch zu Beginn.

Besonders die Tatsache, wie virtuos der Film die drei Ebenen seiner Geschichte miteinander verbindet, ist fantastisch: Einerseits die bombastische Raumschlacht, dann der Kampf der Bodentruppen und letztendlich Lukes Kampf gegen Vader und den Imperator - "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" verbindet hier alles, was der Zuschauer von "Star Wars" kennt, liebt und erwartet, in bisher unbekannter Größe und Bildgewalt. Besonders die Verfolgungsjagd mit den Speeder-Bikes ist ungeheuer faszinierend. Und gerade im letzten genannten Teil, dem finalen Aufeinandertreffen zwischen Vater und Sohn, zeigt der Film sein wirkliches Potenzial.

Imperator Palpatine wird von Ian McDiarmid so genüsslich gespielt, dass er wirklich furchteinflößend wirkt. Vader ist der scheinbar unbesiegbare Schwarze Ritter - der Imperator ist das Böse höchstpersönlich: hasserfüllt, sadistisch, intelligent, allen anderen einen Schritt voraus. Ein fadenziehender Teufel, der sogar seinen zuverlässigsten Handlanger sterben lassen würde nur um den Helden auf seine Seite zu ziehen. Eigentlich also ein weitaus interessanterer Bösewicht als Vader, aber gerade das Wechselspiel zwischen den beiden, die fast schon hündische Hörigkeit des mächtigen Darth Vaders gegenüber seinem Meister, macht die beiden so faszinierend. Vor allem aber zeigt sich hier aber auch Lukes persönlicher Werdegang: Vom naiven Jungspund zum sich selbst überschätzenden Hitzkopf und schließlich zum ruhigen, besonnen Jedi. Auch wenn Mark Hamill durch seine stoische Ruhe hier wieder eher langweilig wirkt - der Wandel seiner Figur ist bemerkenswert. Und schlussendlich bekommt auch Darth Vader die Chance sich reinzuwaschen und doch noch zum Guten zurückzufinden. Sein Abschied von Luke ist einer der stärksten Momente der Trilogie.

"Nimm deine Waffe! Strecke mich nieder!"

Somit bleibt am Schluß zu sagen: Ein Film mit einigen Höhen und Tiefen, im Großen und Ganzen aber ein würdiges Happy End für die wohl größte SciFi-Saga der Filmgeschichte. Trotzdem leider eher der (insgesamt) schwächste Teil der alten Trilogie. Erste Hälfte etwas zu lang, die zweite Hälfte bombastisch.

9/10


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