Freitag, 30. August 2013

[SERIE] Star Trek: The Next Generation: The Best Of Both Worlds - Star Trek: The Next Generation: Angriffsziel Erde

http://www.imdb.com/title/tt0708785/
http://www.imdb.com/title/tt0708786/

Die Blu-ray bietet die Folgen "Best of Both Worlds, Part I" (Der Cliffhanger und die finale Folge aus der Serie "Star Trek: The next Generation, Season 03") und "Best of Both Worlds, Part II" (Die Fortsetzung und gleichzeitig der Opener aus "Star Trek: The next Generation, Season 04") erstmal als zusammenhängende Fassung und einen somit knapp 90-minütigen Kinofilm.

Die ehrgeizige Borg-Expertin Shelby hofft, erster Offizier der Enterprise zu werden, vorausgesetzt, Riker verläßt seinen Platz, um ein eigenes Kommando zu übernehmen. Dann entdecken sie, dass die Borg zurückgekehrt sind und die Föderationskolonie Jure 4 zerstört haben. Während einer Konfrontation mit der Enterprise entführen die Borg Picard und verwandeln ihn in ihren Sprecher. Durch ihn kündigen sie an, dass sie die Eroberung der Erde planen. Data, Shelby und Worf unternehmen einen dramatischen Rettungsversuch, bei dem sie entdecken, dass Picard zu Locutus, dem König der Borg, geworden ist. Auf der Enterprise nimmt Riker dessen ursprüngliche Position ein und versucht sein Bestes. Doch die Borg wissen inzwischen von Picard alles, was es über die Enterprise zu wissen gibt. So sind sie heillos überlegen und Rikers Angriff geht ins Nichts. Er braucht einen verdammt guten Plan, um Picard zu retten.

Natürlich handelt es sich dabei um dieselben Folgen, die schon einzeln in den Staffeln bewertet worden, allerdings ist natürlich der Übergang, der im Grunde die Spannung hoch hielt und ungeduldig auf die nächste Season warten lies, hinüber, denn es geht natürlich nahtlos weiter. Die Musik wurde dahingehend angepasst, dass keine Schwelle entsteht und auch sonst macht die Folge (oder vielmehr die Doppelfolge) so etwas mehr Spaß.

9/10

Kaufen bei amazon.de

Die Blu-ray gibt es in einem schicken glanzlackiertem Schuber, der noch dazu aufklappbar ist und so ein Bild von Picard als Mensch und als Borg bietet. Schick.

Donnerstag, 29. August 2013

Arlington Road (1999)

http://www.imdb.com/title/tt0137363/

"Arlington Road" beginnt wie eine scharfsinnige Studie über paranoide Vorstadtbewohner. Und ist doch etwas anderes. Etwas viel schlimmeres.

Michael Faraday (Jeff Bridges) ist ein College-Professor, der amerikanische Geschichtskurse über Terrorismus gibt. Seit seine Frau, eine FBI Agentin, bei einer vermasselten Razzia, die entfernt an die Waco-Tragödie erinnert, ums Leben kam, sind Verschwörungstheorien für Michael zur Besessenheit geworden. Nachdem er dem Nachbarsjungen das Leben rettete, freundet sich Faraday mit den Eltern (Tim Robbins & Joan Cusack) des Jungen an, hält den Ehemann aber bald für einen Terroristen. Ungeachtet der Tatsache, dass übertriebene Paranoia der Regierung seiner Frau das Leben kostete, verhält sich Faraday irgendwann ebenso paranoid...

Was für ein Brett von einem Thriller! Selten habe ich so gespannt vor dem Fernseher gesessen und wie gebannt auf die Mattscheibe geglotzt. Dabei beginnt der Film recht gemächlich, vom Einstieg mal abgesehen. Die Spannung steigert sich von Minute zu Minute und mündet in einem Finale, dass man garantiert nicht mehr vergessen wird. "Arlington Road" wartet mit einer Rasanz auf, die wie ein Schlag in die Magengrube wirkt. Joan Cusack gehört für mich in diesem Film zum Besten, was an Bösewichten in Hollywood bisher das Licht der Leinwand verzierte. Genial. Was zum Punktabzug führt sind die kleinen Längen, die zwar irgendwie dazu gehören, aber auch etwas langatmig daher kommen. Wäre der Film kürzer, gäbe es volle Punktzahl.

8,5/10

http://tinyurl.com/nb8ajfz

Mittwoch, 28. August 2013

[SERIE] Sex And The City, Season 06

http://www.imdb.com/title/tt0698694/
6.1 Kursschwankungen (To Market, To Market)
Seit einiger Zeit vergnügt sich Samantha mit einem Börsenmakler, der ihr neben sexuellen Höhepunkten auch zu einem Höchststand auf dem Konto verhilft, indem er ihr Insidertipps gibt. Ihr persönliches Glück ist jedoch nur von kurzer Dauer. Carrie hofft indessen, etwas mehr Glück mit der Männerwelt zu haben und freut sich schon immens auf ihr erstes richtiges Date mit Jack Berger. Nervös bereitet sie sich mit Hilfe ihrer Freundinnen auf dieses wichtige Ereignis vor ... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0698639/
6.2 Sexistenzangst (Great Sexpectations)
Den vier Freundinnen Carrie, Miranda, Charlotte und Samantha wird wieder einmal schmerzlich bewusst, wie schwer es ist, einen passenden Partner zu finden. Vor allem Miranda ist verzweifelt, nachdem sie erfahren hat, dass Steve sie nicht mehr liebt. Ein wenig Trost findet sie in ihrem digitalen Aufnahmegerät „TiVo“. Auch Samantha hat Probleme, an das Objekt ihrer Begierde zu gelangen: Unzählige Frauen wollen ihr Jerry, den heißesten Kellner Manhattans, streitig machen ... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698686/
6.3 Die Ex-Akten (The Perfect Present)
Bei jedem Mensch kommt die Zeit, in der er mit der Vergangenheit abschließen muss – so auch bei Miranda, deren Herz immer noch an Steve hängt. Dies wird ihr schmerzlich bewusst, als sie zufällig erfährt, wir glücklich er mit seiner neuen Freundin Debbie ist. Auch Carrie wird von Geistern der Vergangenheit heimgesucht: Obwohl Berger deutlich seine Abneigung gegenüber seiner Ex-Freundin Lauren zeigt, sind ihre Spuren noch immer in seiner gesamten Wohnung zu finden ... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698656/
6.4 Reden ist Silber ... (Pick-a-little, Talk-a-little)
Carrie und Jack Berger sind wahnsinnig ineinander verliebt und genießen jede Sekunde, die sie gemeinsam verbringen können. Den ersten handfesten Streit zwischen den beiden gibt es erst, als Carrie auf einem kleinen Schwachpunkt in Bergers neuem Buch „Hurricane Pandora“ herumreitet. Auch Charlotte hat eine Auseinandersetzung mit ihrem Liebsten: Obwohl sie sich größte Mühe gegeben hat, den ersten gemeinsamen Schabbes-Vorabend mit Harry zu feiern, würdigt er es nicht genug ... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0698647/
6.5 Licht, Kamera, Beziehung! (Lights, Camera, Relationship)
Samantha ist rundum glücklich, seitdem sie mit dem attraktiven Jerry liiert ist. Als dieser ihr eröffnet, seinen Job als Kellner aufgegeben zu haben, um Schauspieler zu werden, will sich Samantha der Herausforderung stellen und ihren Liebsten zum Star machen. Nicht ganz so viel Glück in punkto Beziehung haben Miranda und Charlotte. Die beiden leiden immens unter der Trennung von ihren Freunden Steve und Harry und suchen nach einem geeigneten Weg, um den Schmerz zu lindern ... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698640/
6.6 Die längste Woche (Hop, Skip And A Week)
Zu ihrem eigenen Leidwesen muss Carrie feststellen, dass es in der Beziehung zwischen ihr und Berger immer häufiger zu Spannungen kommt. Dies scheint auch ihrem Liebsten bewusst zu sein, da dieser eine Woche Abstand vorschlägt. Unterdessen leidet Charlotte unter der Trennung von Harry. Über den Schmerz können ihr auch nicht die Söhne der Synagogen-Frauengruppe hinweghelfen. Auch wenn sie noch so toll sind, fehlt ihnen eine wichtige Eigenschaft – sie sind nicht Harry! - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698687/
6.7 In Rauch aufgelöst (The Post-it Always Sticks Twice)
Charlotte ist überglücklich, mit Harry verlobt zu sein. Dennoch verliert die bevorstehende Hochzeit an Bedeutung, da es bereits ihre zweite ist. Nachdem Carrie auf unwürdigste Weise von Berger verlassen wurde, will sie Größe zeigen und sich nicht ihrerseits zu einer Boshaftigkeit hinreißen lassen. Doch die Verlockung, ihm eins auszuwischen, ist schließlich doch zu groß. Mit Smiths Karriere geht es bergauf. Samantha rät ihm, offiziell als Single zu gelten – was sie jedoch bald bereut. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0698674/
6.8 Fang mich! (The Catch)
Miranda will auf keinen Fall Steves Freundin Debbie kennenlernen. Und so schafft sie es immer wieder, Debbie auszuweichen – wenngleich dies manchmal nur auf sehr peinliche Art und Weise funktioniert. Charlotte ist derweilen vollauf mit den Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt. Als Carrie ihr hilft, lernt sie Harrys Trauzeugen Howie kennen und landet prompt mit ihm im Bett. Ein großer Fehler, wie sich schnell herausstellt, denn Howie ist der schlechteste Liebhaber der Welt ... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0698609/
6.9 Das Recht auf Schuhe (A Woman’s Right To Shoes)
Carrie und Stanford besuchen die Babyparty ihrer Freunde Kyra und Chuck. Als sie gehen wollen, sind Carries Manolos weg. Es ist ihr unangenehm, ihre Freundin um Schadensersatz für die teuren Schuhe zu bitten. Nach ihrer Hochzeit mit Harry muss sich Charlotte erst an die Gewohnheiten ihres frisch Angetrauten gewöhnen. Besonders störend findet sie, dass Harry zu Hause am liebsten nackt herumläuft. Miranda freundet sich mit ihrem neuen Nachbarn, dem attraktiven Kinderarzt Dr. Robert Leeds, an. - 7,5 /10

http://www.imdb.com/title/tt0698621/
6.10 Nostalgie, Nostalgie! (Boy, Interrupted)
Carrie trifft nach 20 Jahren ihren Highschool-Freund Jeremy wieder – ein attraktiver Mann, der sich leider gerade für einen Monat freiwillig in der Psychiatrie aufhält. Carrie lässt sich dennoch nicht beirren, ihn zu becircen ... Samantha leidet unter der Hitze. Zu dumm, dass sie kein Mitglied in dem angesagten Sportclub mit Swimmingpool auf dem Dach ist. Als ihr zufällig die Mitgliedskarte einer gewissen Annabell Bronstein in die Hände fällt, fackelt sie nicht lange ... - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0698678/
6.11 Der Domino-Effekt (The Domino Effect)
Mr. Big ist in der Stadt. Beim Diner mit Carrie eröffnet er ihr beiläufig, dass er sich einem kleinen Eingriff am Herzen unterziehen muss. Zu ihrer eigenen Überraschung bricht Carrie im vollbesetzten Restaurant in haltloses Weinen aus. Da es Big nach der OP im Krankenhaus nicht aushält, zieht er ins Hotel. Carrie stattet ihm einen Besuch ab – verkleidet als sexy Krankenschwester. Indes hat Samantha Probleme, mit ihrem Lover Händchen zu halten – bis sie sich den Fuß bricht. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698654/
6.12 Die Nummer eins (One)
Carrie lernt den eigentümlichen Künstler Aleksandr Petrovsky kennen, der sie einige Tage später zu einem nächtlichen Essen mit anschließendem Galeriebesuch einlädt. Carrie zögert zunächst – Aleksandr entpuppt sich jedoch bald als überaus interessant, intelligent und humorvoll ... Indes steht Bradys erster Geburtstag ins Haus, und Miranda veranstaltet eine Party. Robert schenkt ihr einen Keks, auf dem „Ich liebe dich“ steht. Plötzlich wird ihr klar, wen sie wirklich liebt ... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0698646/
6.13 Es werde Licht (Let There Be Light)
Carrie lässt sich auf eine Affäre mit Aleksandr Petrovsky ein. Sie genießt die Aufmerksamkeit, mit der ihr Lover sie überhäuft – wenngleich sie sich die Frage stellt, ob sie die Einzige ist, die in diesen Genuss kommt ... Samantha befürchtet indessen, dass ihre Beziehung zu Smith zu intensiv wird. Um sich zu beweisen, dass er eigentlich nicht das ist, was sie braucht, greift sie spontan zu, als sich die Gelegenheit zu einem kleinen Seitensprung mit ihrem Ex Richard ergibt ... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698683/
6.14 Der Igitt-Faktor (The Ick Factor)
Aleksandr Petrovsky ist ein Romantiker der alten Schule, der Carrie jeden Wunsch von den Augen abliest, ihr Gedichte vorliest und Klaviermusik für sie schreibt. Carrie hat jedoch bald das Gefühl, einer Überdosis Romantik zu erliegen ... Miranda und Steve heiraten. Auf der Feier nach der Trauung überrascht Samantha ihre Freundinnen mit einer Neuigkeit: Bei einer Brustuntersuchung hat der Arzt einen Knoten in ihrer linken Brust festgestellt – sie hat Krebs ... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698622/
6.15 Zeitgefühl (Catch-38)
Miranda und Steve beschließen, für vier Tage in ein romantisches Hotel zu fahren – den kleinen Brady lassen sie in der Obhut von Carrie und Charlotte. Bald stellt sich Carrie die Frage, ob sie selbst ein Kind haben möchte. Als sie erfährt, dass Aleksandr bereits eine 22-jährige Tochter hat, kommt sie ins Grübeln ... Die dauergestresste Miranda ist indes ganz kribbelig: Nichts weiter zu tun, als im Bett zu liegen und mehrmals am Tag mit Steve Sex zu haben, ist nichts für sie ... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698655/
6.16 Von Mäusen und Menschen (Out Of The Frying Pan)
Für Samantha beginnt die Chemotherapie. Das Grauen ist perfekt, als sie in einem sehr intimen Moment Haare zu verlieren beginnt. Carrie ist indes überrascht, wie sehr sie Sams Krankheit mitnimmt. Als Aleksandr unsensibel reagiert, rastet Carrie aus. Nachdem Charlottes und Harrys Versuche, ein Baby zu bekommen, wieder einmal gescheitert sind, ist Charlotte der Verzweiflung nahe. Beim Joggen im Park macht sie die Bekanntschaft einer kleinen Hundedame namens Elizabeth Taylor ... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698677/
6.17 Kalter Krieg (The Cold War)
Carrie erfährt zufällig, dass Aleksandr eine Ausstellung in Paris plant – sie ist gekränkt, dass er sie darüber nicht informiert hat. Indes beschließt sie, ihren Lover endlich ihren Freundinnen vorzustellen. Als die Mädels Aleksandr in seinem Atelier überraschen, fertigt er sie jedoch kühl ab. Währenddessen beginnen Miranda und Steve, sich in Brooklyn häuslich einzurichten. Zu ihrer großen Überraschung liest Miranda in einem Klatschblatt Ungeheuerliches über Samanthas Freund ... - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0698666/
6.18 Fragen über Fragen (Splat!)
Carrie und Aleksandr sind bei Enid, der Chefredakteurin von „Vogue“, eingeladen. Kurz vor der Party überrascht Aleksandr sie mit der Frage, ob sie ihn nach Paris begleiten will – nicht nur für seine Ausstellung, sondern um dort mit ihm zusammen zu leben. Carrie ist von diesem Angebot völlig erschüttert. Als auf der Party ein tragischer Unfall passiert, bei dem Carries Bekannte Lexi stirbt, wird ihr klar, dass ihr Leben in seiner bisherigen Form so nicht weitergehen kann ... - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0698613/
6.19 Eine Amerikanerin in Paris (1) (An American Girl In Paris (Part Une))
Am Abend vor ihrer Abreise steht unerwartet Big vor Carries Tür. Er versucht ihr zu erklären, dass er in der Vergangenheit Fehler gemacht habe – Carrie fertigt ihn jedoch kurz ab. Bei ihrer Ankunft in Paris muss Carrie feststellen, dass sich niemand über ihr Ankommen freut – außer Aleksandr, der aber wegen seiner großen Ausstellung kaum Zeit für sie hat. So wandert Carrie allein durch die Straßen von Paris und überlegt, wie es wohl wäre, mit Big dort zu sein ... - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0698612/
6.20 Eine Amerikanerin in Paris (2) (An American Girl In Paris (Part Deux))
Carrie fühlt sich von Petrovsky völlig allein gelassen. Seine Kunst ist ihm wichtiger als sie. Nach einem heftigen Streit läuft sie Mr. Big in die Arme, der ihr nach Paris nachgereist ist. Charlotte und Harry wollen ein Baby adoptieren. Nach mehreren Rückschlägen scheint ihr Traum von einem Kind in Erfüllung zu gehen. Samantha erkennt, wie sehr Smith sie liebt. Endlich gibt sie ihren Widerstand auf und lässt eine Beziehung zu. Miranda nimmt Steves kranke Mutter bei sich auf. - 9/10

Ein würdiger und vor allem schöner Abschluss der Serie, die dieses Mal vor allem mit guter Musik und viel Happy end aufwartet. Wenn man die Staffeln vergleicht ist die sechste Season auch gleichzeitig die "erwachsenste" Staffel, auch wenn wieder viele Lacher und amüsante Peinlichkeiten dabei sind. Insgesamt eine sehr gute Serie, die auch nach der dritten oder vierten Sichtung nicht langweilig wird - sofern man etwas Zeit verstreichen lässt.

Dienstag, 27. August 2013

[COLLECTION] The Elder Predator Ceremonial Mask Prop Replica

http://www.sideshowtoy.com/

Von Sideshow kommt, zusammen mit Amalgamated Dynamics Inc. (ADI), ein Prop Replica mit einigen der fortschrittlichsten Waffen und Rüstungen, die jemals für das Predator Arsenal konzipiert wurden. Jede Nachbildung ist eine exakte 1:1-Wiedergabe der Original-Replikas, wie sie von ADI für die Filme erstellt worden sind. 

In Fiberglas gegossen, ist jedes Stück ist individuell handbemalt und entspricht den anspruchsvollen Standards mit seiner eigenen, einzigartigen Qualität und Ausführlichkeit.

"The Elder Predator Ceremonial Mask Prop Replica" ist die perfekte Ergänzung für jedes Predator Legacy-Display. Meine hat die Nummer 151/750.




The Silence Of The Lambs - Das Schweigen der Lämmer (1991)

http://www.imdb.com/title/tt0102926/

Der Klassiker unter den Thrillern schlechthin! Mit "Das Schweigen der Lämmer" gelang nicht nur Anthony Hopkins die Verkörperung eines genialen Killers und Psychopathen, sondern auch Jodie Foster der Durchbruch in Hollywood. Ein genialer und böser Film.

Der jungen FBI-Auszubildenden Clarice Starling (Jodie Foster) wird die Mitarbeit in einem schwierigen Fall anvertraut. Schon seit langem ist das FBI auf der Suche nach dem Serienkiller Buffalo Bill (Ted Levine), der es jedoch hervorragend versteht, sich zu verstecken. Als letzte Möglichkeit soll Starling nun in Gesprächen mit Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins), seineszeichen Psychiater und Liebhaber von Menschenfleisch, mehr über den Täter herausfinden. Denn Lecter vermag es, sich in den Mörder hinein zu versetzen und womöglich auch Anhaltspunkte zu seinem Aufenthaltsort zu geben. Doch Lecter will Gegenleistungen für seine Hilfe und bringt Clarice Starling dazu, ihm persönliches aus ihrem Leben zu erzählen. Das psychologische Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Lauf, während Buffalo Bill bereits ein weiteres Opfer gefunden hat - die Tochter der Senatorin.

Ich hatte vor langer Zeit das Vergnügen das Buch gelesen zu haben, allerdings erst nach der Sichtung des Films von Jonathan Demme. Was der Regisseur aus der Buchvorlage von Thomas Harris gebastelt hat, ist Spannung und vor allem Angespanntheit pur. Sparsam eingesetzte, aber heftige Schockeffekte unterstreichen die Stimmung, die einen knapp 2 Stunden lang nicht loslassen will. Die Kameraeinstellung, die die Personen während der Dialoge oftmals frontal zeigt, ist verblüffend, der Soundtrack nervenzerreisend und die Story einfach legendär.

"Was wurde aus Ihrem Lamm Clarice?" - "Er tötete es." - "Sie wachen immer noch manchmal auf, nicht wahr? Wachen auf im Dunkeln und hören die Lämmer schreien." - "Ja." - "Und Sie glauben, wenn Sie die arme Catherine retten, dann würde all das aufhören? Sie glauben, wenn Catherine lebt, würden Sie nie wieder im Dunkeln aufwachen, durch dieses grauenhafte Geschrei der Lämmer." - "Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht." - "Danke Clarice, danke."

Die bedrückende Atmosphäre und die Intensität der Bilder sind genial. Jodie Foster und Anthony Hopkins tragen den kompletten Film. Foster spielt die scheue und anfänglich fast schon ängstliche Nachwuchs-FBI-Agentin spitzenmässig. Und trotzdem ist dies gegenüber der Leistung von Anthony Hopkins doch nur Durchschnitt. Er ist zwar nur gut 16 Minuten im Film zu sehen, aber was bringt dieser Mann in dieser Zeit rüber! Eine Figur zwischen Kultiviertheit und Wahnsinn, zwischen Symphatie und Abscheu. Er verleiht seiner Person Lecter ein markantes und einprägsames Gesicht und bohrt sich mit seiner Darstellung in die Hirne der Zuschauer. Die Szenen mit ihm sind die absoluten Highlights des Films und seine Schauspielkunst ist aus meiner Sicht qualitativ nicht mehr zu überbieten.

Der einzige Grund warum der Film die Höchstwertung nur knapp verpasst hat, ist das verhältnismäßig seichte Ende. Aber das ist jammern auf sehr sehr hohem Niveau, denn seine intensive Inszenierung, sein unvergleichliches Talent extreme Spannung zu erzeugen, sowie das überragende Schauspiel in diesem Film, machen aus diesem ohnehin schon grandiosem Drehbuch einen alptraumhaften, fiesen, faszinierenden Trip in die Abgründe des Menschen. Ein Meisterwerk, das nach jeder Sichtung immer besser zu werden scheint.

"Zu gern würd ich mit Ihnen noch plaudern, aber ich habe ein Festessen mit einem alten Freund."

9,5/10

eightyfour Entertainment veröffentlichte dieses Mediabook, welches den Film (natürlich ungeschnitten) auf BD und DVD enthält. Dazu gibt es haufenweise Bonusmaterial, sowie einen interessanten Textteil:

Sucker Punch (Extended Cut) (2011)

http://www.imdb.com/title/tt0978764/

Nach "300" und "Watchmen" wurde dieser Film im Vorfeld mit so viel Spannung erwrtet, wie man es kaum beschrieben kann. Die Trailer versprachen ein visuelles Meisterwerk. Und das ist es auch geworden, aber auch leider dabei geblieben.

Baby Doll (Emily Browning) wird von ihrem sadistischen Stiefvater (Gerard Plunkett) in die Nervenheilanstalt von Brattleboro, Vermont, geschickt, wo sie einer Lobotomie unterzogen werden soll. Um mit der Situation besser umgehen zu können flüchtet die Hauptfigur von "Sucker Punch" in eine fantastische Vorstellungswelt, in der sie fortan ums Überleben kämpfen muss. Ihr zur Seite stehen weitere Insassen der Nervenheilanstalt, mit denen sie sich angefreundet hat. Schon bald plant Baby Doll die Flucht aus dieser alternativen Realität, doch dazu muss sie fünf Objekte stehlen, um der Gefangenschaft eines verrückten Unbekannten zu entgehen. Parallel dazu tickt auch in der realen Welt die Uhr, denn es bleiben Baby Doll nur fünf Tage, bis sie ihr Schicksal ereilen wird. Doch dann beginnen in Sucker Punch die Grenzen zwischen Traum und Realität zu verschwimmen...

Regisseur Zack Snyder hat im Nachhinein für seinen Film "Sucker Punch" viel Kritik einstecken müssen und wenn man ehrlich ist, dann weiß jeder sofort: der Film ist mit Sicherheit kein Meisterwerk. Aber er hat eben einige Elemente , die ihn zu einem hätten werden lassen können. Der Anfang, der durch Hauptdarstellerin Emily Brownings Gesangs-Cover zu "Sweet Dreams" perfekt unterlegt wird, ist so genial und macht Lust auf mehr... leider flacht der Film dann etwas ab und verliert sich später in zwar spektakulären aber doch allzu übertriebenen und damit belanglosen Kampfsequenzen. Der fantastische Soundtrack (unter anderem mit "Yoav", "Blörk" und "Skunk Anansie" passt wie die Faust aufs Auge und gibt mit seinem rockigem Charme genau die Stimmung wieder, die die Bilder visuell vermitteln. Mal laut, mal traurig, mal Actionreich, mal emotional.


Ich habe nach den Kritiken dann gedacht, in der Story wäre weniger Substanz, als dann doch letztendlich enthalten war. Ich erwartete, dass es im Film nur um brachiale Kämpfe geht. Aber nein. Die Hintergrundgeschichte ist durchaus vernünftig und sogar interessant. Erinnert - wie schon gesagt - zwar leicht an "Inception", hat aber nicht dessen kalte, analytische Atmosphäre, sondern seinen eigenen Znyder-typischen comichaften Charme. Es gibt auch keine philosphischen Phrasen über den Sinn der Exentenz oder ähnliches und auch keine übergeordnete Symbolik, aber das braucht der Film auch nicht. Es wird eine gute Stimmung aufgebaut und man ist durchaus geneigt bis zum Ende weiterzugucken. Die Dialoge sind zwar auch nicht der Weisheit letzter Schluß, aber auch nicht völlig bescheuert. Zudem bleiben die Charaktere im Großen und Ganzen recht blass. Besonders bei den Hauptdarstellerinnen hätte ich mir etwas mehr Individualität und charakterische Tiefe gewünscht. Aber die Mädels sind offenbar nur dafür da, um gut auszusehen. Was im Prinzip auch reicht. Sie geben alle auch keine schauspielerische Glanzleistung ab.


Bei "Sucker Punch"scheiden sich eben die Geister. Klar, ist die Traum-im-Traum-Realität - wie schon bei "Inception" leicht verwirrend und es gibt reichlich Logikfehler. Dennoch ist er für mich ein visuelles wie auch akustisches Meisterwerk. In den Szenen wo Baby Doll anfängt zu tanzen und dann in ihre Traumwelten versinkt, waren wirklich beeindruckend und gut gemacht. Außerdem lässt er viel Platz für Spekulationen und Interpretationsmöglichkeiten was mir persönlich ebenso sehr gut gefiel. Aber mir hat der Film auch insgesamt sehr gut gefallen; optisch und aukustisch ist er oft einfach eine Wucht. Er will im Grunde auch nur unterhalten und kein tiefgründiges Meisterwerk oder eine vertrackte Reise zum Sein - und das schafft er locker. Toll.

8/10

Amazon.de-exklusiv gab es ein Steelbook, von dem es zwar mittlerweile eine zweite Auflage gibt, die aber im Gegensatz zur Erstauflage keine Glanzlackierung hat und innen nicht bedruckt ist. Das Steelbook beinhaltet die Kinofassung und die hier besprochene Extended Edition und ist bei amazon.de nur noch über Marketplace zu haben:

Montag, 26. August 2013

The Grudge - Der Fluch (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0391198/


Die Krankenschwester Karen (Sarah Michelle Gellar) wird in das Haus einer alten Frau gerufen. Vom ersten Moment an hat sie das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Erst sind es nur seltsame Geräusche. Doch als sie einen kleinen Jungen, der unerklärlicherweise in einem Schrank eingesperrt ist, entdeckt und die alte Frau plötzlich stirbt, weiß sie, dass sie in Lebensgefahr schwebt. Obwohl sie es schafft, das Horror-Haus zu verlassen, merkt sie schnell, dass der Schrecken noch nicht vorbei ist. Sie und alle, die je mit dem Haus in Kontakt waren, werden von einer übermächtigen, bösen Macht heimgesucht, die wie ein Fluch auf dem Gebäude lastet. Karens einzige Chance ist, das tödliche Rätsel um das Haus zu lösen und den bösen Bann zu brechen.

Die beste Entscheidung, die bei "The Grudge" getroffen wurde, ist ihn in Tokio spielen zu lassen. So kommt ein überaus interessanter Culture Clash zustande, der weniger Sprachbarrieren und Traditionen aufeinanderprallen lässt als verschiedene Verständnisse von Horror. Protagonisten, die an die üblichen amerikanischen Gruselhelden erinnern, dringen in eine Welt ausgeflippter schwarzhaariger Gespenster ein. Beide Welten treffen überaus eindrucksvoll zusammen, ohne die andere zu stören, genauer gesagt entsteht genau darin der Reiz: die typische amerikanische Scream Queen des 21. Jahrhunderts (die nicht wegläuft, sondern versucht, aufzudecken) lernt die Schrecken des Japan-Horrors kennen.

"The Grudge" entspringt einer Welle von amerikanischen Remakes asiatischer, vorwiegend japanischer Filme, die vom Mysterythriller "Ring" von Gore Verbinski ausgelöst wurde, der seine eigene Interpretation des gleichnamigen Films von Hideo Nakata zu Bild bringt. "The Grudge" gehört dabei zu den wenigen, die sich auch in ihrer westlichen Fassung wie ein Teil der Reihe anfühlen. Der Erfolg dieses Werkes liegt vor Allem daran, dass Takashi Shimizu, aus dessen Hirn der Stoff entsprang, selbst am Regiestuhl Platz nahm und dafür sorgte, dass man sein Projekt nicht verwurstet. Es ist somit das dritte Mal, dass er derselben Inhalt verfilmt: erstmals als "Ju-On" in Form eines japanischen Direct-to-Video-Filmes, nach dem Überraschungserfolg desselben im gleichen Land als Kinofilm "Ju-On: The Grudge" und zu guter Letzt als dieses Quasi-US-Remake.

Über seine Dauer von nicht ganz eineinhalb Stunden hält sich "The Grudge" sehr nahe an seinen Vorgänger, ohne aber eine vollkommene Kopie darzustellen. Im Gegenteil: die Neuverfilmung übertrifft das Original. Wie auch das Vorbild dieses Films ist "The Grudge" nicht linear erzählt, er wirkt allerdings leichter verständlich und fokusierter. Im japanischen Original wurden 3 Geschichten auf 6 Teile aufgeteilt, und unchronologisch über den Film verstreut, was zeitweise etwas willkürlich erschien. Zum einen war da eine Familie, die nach dem Tod, durch den der Fluch entstanden ist, in das Haus einzog, dann die Krankenpflegerin Rita, die sich um die letzte Überlebende kümmern soll, und dann eine Gruppe von Mädchen, die als Mutprobe das Haus betreten. Letzterer Handlungsstrang wurde entfernt, dafür wurde Ritas US-Pendant Karen zur absoluten Protagonistin, die erste Storyline wird für den Zuschauer rückblendenartig erzählt. Dadurch wird ein Spannungsaufbau möglich, der dem Original durch seine für das Genre unkonventionelle Erzählung etwas gefehlt hat.

Takashi Shimizu übernimmt die für das Land typischen grotesken Spannungsmomente, die nur selten auf Jump Scares setzen, dafür stimmungsvoll aufgebaut werden, und ersetzt sie nicht durch US-konforme billige Thrills. Was er allerdings macht, ist sein nun viel größeres Budget in hochwertige und düstere Optik zu setzen. So spielte "Ju-On" großteils tagsüber in relativ hellen Farben, wohingegen "The Grudge" einen doch deutlich dunkleren und schmutzigeren visuellen Eindruck aufweist. Auch sind die Bilder schockierender und blutiger, wenngleich das Werk kaum On-Screen-Gewalt aufweist. Tendenziell erscheint die Neuverfilmung weitgehend brachialer, aber keinen Deut weniger japanisch. Neben dem großen Kultfaktor der Geister, die in Japan zu den großen Horrorikonen gezählt werden, lebt "The Grudge" in erster Linie von einer effektvollen Inszenierung. Und hier macht er etwas cleveres: er bedient die breite Masse wie auch ein Nischenpublikum. Fans der Originalreihe sagen selten, dass der Film die Vorlage versaut hat. Dafür übernimmt er zu viele, ja sogar so gut wie alle Qualitäten von "Ju-On". Aber er setzt sie runder, leichter konsumierbar und intensiver in Szene. Und die Rechnung geht zur Gänze auf.

"The Grudge" ist anders als andere Geisterfilme, er wirkt durch die enge Verwebung östlicher und westlicher Sehgewohnheiten verdammt individualistisch, und das auf eine sehr finstere und raue Art und Weise. Ob man die stillere und kalte Variante von "Ju-On" oder die brodelnde, temporeichere Koproduktion "The Grudge" bevorzugt, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmackes. Doch hierbei handelt es sich um ein gelungenes und respektvolles Remake eines guten Regisseurs.

8/10

The Matrix Revolutions (2003)

http://www.imdb.com/title/tt0242653/

Willkommen im Finale. The Matrix Revolutions ist der dritte und letzte Teil der Sciene-Fiction Trilogie um Neo (Keanu Reeves) und seine verbündeten Freiheitskämpfer und damit das große Finale. Neo hat seine Kräfte in der realen Welt zu sehr strapaziert und liegt nun im Koma. Mittlerweile haben die Menschen aus Zion den Glauben an den Auserwählten verloren, während sie weiterhin tapfer den immer aussichtsloseren Kampf gegen die Wächter führen und so versuchen nicht nur ihre Stadt, sondern die gesamt Menschheit zu retten. Allerdings versteckt sich im Hintergrund noch jemand, der das Ziel hat beide Welten zu zerstören.

Teil 1 Story, Teil 2 Effekte, Teil 3 Action. Das beschreibt eigentlich ganz genau, worauf pro Film Augenmerk gelegt wurde. Auch wenn mir die beiden Vorgänger mehr gefallen, finde ich "The Matrix Revolutions" immer noch gelungen. Im Finale der postapokalyptischen SciFi-Trilogie geht es um alles oder nichts. In keinem der beiden Vorgänger gibt es mehr Tod, Tragik und Tränen. Weshalb sich "The Matrix Revolutions" definitiv als der düsterste aber auch emotionalste Teil der Reihe auszeichnet. Die Zuschauer sind gezwungen sich von geliebten Charakteren zu verabschieden, die selbstlos ihr Leben geben um das der Menschheit zu retten. Man verpasst der Story einen halbwegs würdigen Abschluss, der sämtliche eckigen Kanten immer noch zumindest versucht abzurunden. Man wird trotzdem das Gefühl nicht los, irgendetwas verpasst zu haben.

Was Action und Effekte betrifft, versucht auch hier sich der Vorgehensweise der beiden vorherigen Filme treu zu bleiben und bisher Unversuchtes und Ungetanes zu wagen. Sei es die Schlacht in Zion oder das spektakuläre Showdown der beiden Erzfeinde Neo und Smith, welches ein Traum für jeden Comic-Fan ist. Auch der Soundtrack ist durch Don Davis wieder einmal mehr großartig behandelt worden. Die Philosophie ist leider dem Spektakel an sich gewichen und macht Platz für die fette Action Mensch gegen Maschine. Genau das ist der Punkt, der den Film vergleichsweise so sehr herunter zieht. Ich denke ferner, dass man einfach andere Erwartungen in die gesamte Trilogie hatte, nachdem man den ersten Teil sah.

Im Endeffekt ist und bleibt "The Matrix Revolutions" das würdige Finale der legendären Trilogie, dass völlig neue Maßstäbe gesetzt hat. Die Wachowski-Brüder geben noch einmal alles um ihre epische Geschichte des Krieges zwischen Mensch und Maschine mit einem Knall zu beenden. Und knallen tut es durchaus. Die "Matrix"-Trilogie als Ganzes ist zudem ein Meilenstein der Filmgeschichte und sollte in keiner vernünftigen Filmsammlung fehlen.

7/10

The Matrix Reloaded (2003)

http://www.imdb.com/title/tt0234215/

Sechs Monate, nachdem die Revolte gegen die Maschinen unter der Führung von Neo (Keanu Reeves), Trinity (Carrie-Anne Moss) und Morpheus (Laurence Fishburne) begonnen hat, erfahren die Freiheitskämpfer in The Matrix Reloaded endlich mehr über Neos Kräfte als Auserwählter. Es können immer mehr Menschen befreit und nach Zion gebracht werden. Aber schon müssen die Bewohner sich rüsten, denn eine gewaltige Maschinenarmee steht vor den Toren Zions. Die Bewohner werden mehr als nur Waffen brauchen um das zu überstehen...

Teil 2 setzt voll auf Effekte und macht so viel Augenwischerei, anstatt eine gute Geschichte abzuliefern. So erreicht "The Matrix Reloaded" nie das hohe Niveau seines Vorgängers. Für viele Leute ist der Film eine große Enttäuschung gewesen. Ich empfand das gar nicht so. Er ist zwar nicht genau das, was ich erwartet oder erhofft hatte, aber dennoch ein guter Actionfilm. Man merkt das erhöhte Budget, im Vergleich zum Erstling, deutlich. Die Kampfchoreographien und die Special Effects sind eben wie im ersten Teil heute noch das beste was es gibt. Während der erste Teil nur am Schluss wirklich die Action-Schiene fuhr, zieht sie sich hier durch den gesamten Film und täuscht so gekonnt über gewisse Längen und auch Unzulänglichkeiten in der Story hinweg.

Der Plot schlägt also deutlich eine andere, eine offensivere Richtung ein. Die Wachowski-Brüder haben sich bemüht, philosophisch dort anzuknüpfen, wo sie aufgehört hatten; das ist anzumerken und sei ihnen zugute zu halten. Aber vieles wirkt dennoch einfach zu gewollt, zu aufgesetzt. Im ersten Teil ging das einfach leichter, hat sich besser in die Handlung integriert. Ein gutes Beispiel bildet das Orakel, das in "Matrix" ein unumgängliches Handlungselement war und im Nachfolger mehr als Störfaktor in Erscheinung tritt. Was ebenfalls im Vorgänger besser geklappt hat, war die Aufteilung der philosophischen Elemente: häppchenweise wurde immer wieder etwas dem Zuschauer präsentiert; hier wird vieles in überlangen Dialogen einfach nur bedeutungslos heruntergerasselt. Das ist langweilig und auf Dauer ermüdend. Die Ursache/Wirkung-Rede von Franzose Lambert Wilson alias Merovingian war durchaus interessant und vielschichtig, in der Einstellung aber einfach zu lang geraten.

Insgesamt ist das Ergebnis im Vergleich zum ersten Film also eher ernüchternd. An sich ist der Film ansehnlich, da er fabelhafte Action, peppigen Sound und jede Menge Tempo bietet. Aber es ist halt ein zweiter Teil - und der muss sich die Kritik im Hinblick auf den Vorgänger nun mal gefallen lassen.

8/10

The Matrix (1999)

http://www.imdb.com/title/tt0133093/

Thomas A. Anderson (Keanu Reeves) arbeitet als Programmierer und führt nebenbei unter dem Pseudonym Neo Jobs als professioneller Hacker aus. Immer wieder beschleicht ihn das Gefühl, dass etwas Unvorstellbares und Geheimnisvolles sein Leben lenkt. Das Gefühl wird zur Gewissheit als die Hackerin Trinity ihm den mächtigen Anführer einer Untergrundorganisation Morpheus (Laurence Fishburne) vorstellt. Morpheus bietet Neo die Möglichkeit eine Wahrheit kennenzulernen, welche die Grenzen seiner Fantasie überschreitet. Er erwacht in einer für ihn bis dahin unvorstellbaren Realität: Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz ist aus dem Ruder gelaufen. Maschinen haben die Weltherrschaft übernommen und die Menschheit unterworfen. Normalen Menschen wird in ihrem Leben nur eine Scheinrealität vorgespielt. Tatsächlich werden sie von intelligenten Maschinen in riesigen Zuchtanlagen gehalten und dort als lebende Energiequellen missbraucht. Ihre physischen Hüllen sind an eine komplexe Computersimulation, die Matrix, angeschlossen. Die Simulation halten die Menschen für das echte Leben. Nur in der unterirdischen Stadt Zion leben einige wenige Menschen, die sich aus der Matrix befreien konnten. Als Neo zu ihnen stößt, erkennen sie in ihm den Auserwählten, der den bevorstehenden Kampf gegen die übermächtige Maschinerie anführen soll…

"Matrix" ist ein in jeder Hinsicht gelungener, weil gekonnt gemachter und vor allem ambitionierter Film der Wachowski-Brüder. Dazu ist er auch noch in einem wohldosierten Maße Genre-übergreifend: ein wenig Utopie und Märchen, dazu Action, eine Prise Liebesfilm und nicht zuletzt Martial Arts. Hier kommt alles zusammen und wird so gekonnt zu einem Netz verflochten, dass der Zuschauer auch noch lange nach dem Film darüber nachdenkt und darüber spricht. "Matrix" hebt sich von den üblichen Ideen des Science-Fiction-Genres dabei so deutlich ab - und genau das ist sicher auch der Grund für den Erfolg. Eigentlich hebt er sich nicht nur ab - er geht sogar darüber hinaus. Allein schon der in grüne Farbtöne getauchte Teint des Films (sobald man sich in der Matrix befindet) macht ihn zu einem Unikat.

Somit war "Matrix" schon 1999 beste Unterhaltung und ist es heute auch umso mehr, wennman sich auf die Komplexität in der Story einlässt. Dazu kommen großartige und vor allem authentische Schauspieler, wie Keanu Reeves oder Laurence Fishburne, denen ihre Rolle sichtlich Spaß macht und die sie mit Begeisterung rüberbringen. Gerade die Action kommt natürlich auch nicht zu kurz und bietet zahlreiche grandiose Sequenzen, angefangen beim training in der Matrix bis zu den finalen Shootouts, die vor allem eins waren: innovativ. Denn in Punkto Effekte war dieser Film (damals) allen anderen weit voraus und die allseits bekannte "Bullet-Time" wurde erst durch diesen Film bekannt und berühmt. Die Fights (vor allem zwischen Neo und Agent Smith (genauso grandios: Hugo Weaving) sind klasse: gut choreografiert, noch besser in Szene gesetzt und von unheimlicher Spannung.

Dazu kommt der großartige Score von Don Davis, der das Geschehen gekonnt untermalt und ein ebensolcher Meilenstein für die Geschichte des Films war. "Matrix" ist und bleibt einfach ein toller Film, der bis auf wenige Logiklöcher und Ungereimtheiten alles richtig macht - und dabei noch bestens unterhält.
 
9/10

Sonntag, 25. August 2013

Transformers: Dark of the Moon - Transformers 3 3D (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1399103/

Am 20. Juli 1969 landet Apollo 11 auf dem Mond. Auf der dunklen Seite des Mondes stoßen die Astronauten auf das Wrack eines Raumschiffs. 40 Jahre lang hält die Regierung die Entdeckung geheim. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Ein bislang unentdeckter Transformer wird an Bord des Raumschiffs reaktiviert. Es ist der verschollen geglaubte Herrscher von Cybertron, Shockwave. Seine Rückkehr entfacht den erbitterten Krieg zwischen den Autobots und den Decepticons aufs Neue. Jetzt geht es nicht mehr nur um die Zukunft und das Überleben der Erde, sondern des ganzen Universums… damit hatten weder Sam Witwicky (Shia LaBeouf) noch die Autobots gerechnet!

Zumindest hat Sonnenuntergangsexperte Michael Bay im dritten Teil des erfolgreichen Franchises mal weniger dumme Gags eingebaut und ein wenig mehr - aber wirklich nur ein Quentchen mehr - Story bereitgestellt. Man muss ja zugeben: die Optik ist wirklich vom feinsten - auch in 3D. Man könnte von Effekthascherei sprechen, doch finde ich das alles ziemlich passend und auch recht beeindruckend. In Kombination mit den Explosionen zeigt Michael Bay sich da wirklich von der besten Seite. Man könnte beinahe meinen, dass Bay aus den Fehlern des zweiten Teils etwas gelernt hat.


Trotzdem: es gibt massenweise Logiklöcher, dazu kommen Filmfehler wohin man auch schaut, ein etwas weniger nerviger Shia LeBeouf (den ich trotzdem noch nicht leiden mag) und eine ausgetauschte Hauptdarstellerin. Auch wenn ich Megan Fox schön aber dumm finde, konsequent ist auch etwas anderes. Die Roboter pissen diesmal nicht auf Menschen, zeigen nicht ihre Metalhoden in Grossaufnahme und tragen keine Goldzähne. Zum Glück. Das Ende ist dann auch eine Materialschlacht wie man sie sich wünscht - vor allem in 3D kommt diese echt genial rüber, wenn Optimus Prime durch die Stadt fliegt und am Ende noch Shockwave platt macht.

Unterhalten fühlt man sich hier zumindest etwas mehr als im Vorgänger. Das ist dann schon den einen oder anderen Punkt mehr wert. Mal sehen, was der kommende Teil 4 kann und macht.

7,5/10

No Escape - Flucht aus Absolom (1994)

http://www.imdb.com/title/tt0110678/

In nicht allzu ferner Zukunft hat die Kriminalität überhand genommen und der weltweite Strafvollzug wurde privatisiert. Der ehemalige Marine J.T. Robbins (Ray Liotta) wird - nicht ganz unschuldig - für die Ermordung seines Vorgesetzten zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt und inhaftiert. Die von strenger Hand geführte Strafanstalt veranlasst ihn zu einer Rebellion gegen die Wärter. Doch dies führt nur dazu, dass er in die sicherste Verwahrungsanstalt überhaupt verlegt wird: Absolom. Die schlimmsten Kriminellen werden auf dieser Insel ausgesetzt, um sich dort nach eigenen Regeln durchzuschlagen. Noch niemanden ist es gelungen, das Hochsicherheitsgefängnis lebendig zu verlassen: Ein Satellitenüberwachungssystem und bewaffnete Wachposten machen eine Flucht nahezu unmöglich. Dort stehen sich zwei Gruppen von Gefangenen gegenüber - und Robbins gerät zwischen die Fronten…

Neben "Fortress: Die Festung" ist "Flucht aus Absolom" einer meiner Lieblingsfilme um das Thema Knast, düstere Zukunftsvision und Ausbruch. "No Escape" ist mehr oder weniger eine Mischung "Escape From New York" und "Fortress", mit einer Prise "Mad Max" und "Waterworld". Ein ziemlich komischer Mix, der hier vom Stapel gelassen wird, aber das gar nicht mal schlecht. Ray Liotta spielt den typischen Actionhelden der 80ger und frühen 90ger Jahre. Ehemaliger Marine, aufsässig, (beinahe) zu Unrecht verurteilt, usw.. Er wird dann auf der Gefängnisinsel Absolom abgeworfen, wo sich die wilden, bösen Jungs der "Outsiders" mit den guten, braven Jungs der "Insiders" bekriegen. Robbins schließt sich den "Insiders" unter der Führung von Vater (Lance Henriksen) an und versucht sich nun gegen die bösen Jungs unter der Führung von Marek (Stuart Wilson) zur Wehr zu setzen.

Die Story des Films ist wahrlich keine Besonderheit und auch nicht besonders gut. "Herr der Fliegen" für Erwachsene mehr oder weniger. Die eine Stärke des Films ist die Hoffnungs- und Ausweglosigkeit, die den Film sogar noch ein ganzes Stück barbarischer machen als beispielsweise "Fortress". Die andere ist das gekonnte Setting und die "Mad Max"-mässige Zukunft. "Flucht aus Absolom" ist damit insgesamt ein guter und recht brutaler Knast-Actioner mit gelungen Actionszenen, einem durchgehend konstanten Spannungsbogen und in den Hauptrollen mit zwei Hollywoodgrößen u. a. Ray Liotta und Lance Henrikson auch sehr gut besetzt. Einer der Klassiker unter den zahllosen Actionstreifen.

7/10

Samstag, 24. August 2013

The Wolfman (Unrated Director's Cut) (2010)

http://www.imdb.com/title/tt0780653/

Jeder kennt die alte Horrorerzählung vom Werwolf. Mit dem 2010er Remake des Klassikers "The Wolf Man" aus dem Jahre 1941 geht man auch hier keinen neuen Weg, sondern peppt die ganze Story lediglich durch gute Special Effects und eine Menge Blut und Gekröse auf.

England, 1891: Lawrence Talbot (Benicio del Toro) kehrt in seine Heimat Blackmoor zurück, um bei der Suche nach seinem verschwundenen Bruder zu helfen. Schon seit längerer Zeit verschwinden die Dorfbewohner auf mysteriöse Art und Weise, nur um kurz darauf entstellt und völlig zerfleischt wieder aufzutauchen. Es kursieren Gerüchte um einen uralten Fluch, der Menschen bei Vollmond in blutrünstige, mörderische Wölfe verwandelt. So kann auch nur noch die verstümmelte Leiche von Lawrences Bruder geborgen werden. Entgegen den entsprechenden Warnungen seines Vaters (Anthony Hopkins), das Haus nicht bei Vollmond zu verlassen, will Lawrence eine Sippe von Zigeunern zu den seltsamen Vorkommnissen befragen, deren Medaillon er in den Habseligkeiten seines Bruders entdeckt hatte. Dort angekommen wird das Lager von einem unidentifizierbaren, animalischen Wesen attackiert, das Lawrence am Hals beißt. Nachdem die Wunde in kürzester Zeit verheilt ist und Lawrence enorm an Kraft und Sinnesschärfe gewonnen hat, beginnt auch er, der alten Legende Glauben zu schenken. Lawrence macht sich auf die Jagd nach der wilden Kreatur: die, die sich in den Wäldern Blackmoors versteckt und jene, die in ihm selbst lauert…

Das Reamke macht eigentlich alles richtig: es übertreibt nicht maßlos, sondern erzählt die Geschichte wortwörtlich nach. Also ist es keine große Überraschung, was hier wie wann wo passieren wird, sofern man den Klassiker kennt. Was allerdings überrascht sind die vielen geschickt eingesetzten Schock- und Erschreckmomente, die gut animierte Verwandlung zum Werwolf und nicht zuletzt die phantastischen Bilder, die das ganze Paket in bewusst blassen Bildern malerisch einfangen. Del Toro und Hopkins sind natürlich die Stars und machen ihre Sache auch enstprechend gut, da gibt es nichts zu meckern. Auch der klassische Soundtrack weiß zu überzeugen. Allerdings wirkt der Film trotz der 17 Minuten längeren Fassung wie hier im sogenannten "Unrated Director's Cut" ein wenig ungelenk und kopflos. Zu hastig wird erzählt, zu konfus manche Szenarien, und - sind wir mal ehrlich - wem nicht spätestens nach 20 Minuten klar ist, was hier gespielt wird, der hat geschlafen. Auch einen Werwolf kann man besser designen, auch wenn der hier schon okay ist. Okay. Mehr aber nicht. Trotzdem eines der besseren Remakes.

7/10

Der Film ist auch als "Limited Edition" in einem Steelbook erhältlich. Dieses enthält natürlich auch den hier besprochenen "Unrated Director's Cut".

Transformers: Revenge Of The Fallen - Transformers - Die Rache (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1055369/

Nachdem in Transformers die Erde zum Schauplatz des ewig währenden Kriegs zwischen Autobots und Decepticons erkoren wurde, geht die Schlacht in Transformers - Die Rache in die zweite Runde. Bevor Sam Witwicky (Shia LaBeouf) gemeinsam mit seiner Freundin Mikaela (Megan Fox) überhaupt dazu kommt, vergangene Ereignisse zu rekapitulieren, bahnt sich die nächste Bedrohung an: The Fallen, ein bösartiger und mächtiger Decepticon, droht erneut unseren Planeten ins Chaos zu stürzen. Unterstützt von Optimus Prime (Peter Cullen) sowie dessen hochtechnologisierte Gefolgschaft auf vier Rädern stellt sich Sam ein weiteres Mal seinem Schicksal als Weltenretter - frei nach dem Motto "Ohne Opfer gibt es keinen Sieg!"...

Woran erkennt man nochmal einen Film von Michael Bay? Richtig: die Kamera steht für keine Sekunde still, die Darsteller werden bevorzugt vor dem Gegenlicht einer untergehenden Sonne in satten, rötlich-braunen Farbtönen abgelichtet und bombastische Spezialeffekte sind alles, die Schauspieler hingegen nur Begleiterscheinungen. Letztere müssen trotzdem über eine extrem gute körperliche Kondition verfügen, denn gerannt wird in dem Film viel, gesprochen hingegen wenig. Außerdem bekommt auch in diesem Teil das US-Militär regelmäßig die Chance, ausgiebig sein komplettes Arsenal an Hightech-Waffen in Aktion zu zeigen. Der zweite Teil macht somit genau das, was zweite Teile üblichweise tun: im Vergleich zum ersten Teil versagen.

Der hier versagt aber zumindest nicht auf ganzer Linie. Das Positive vorweg: die Action, die Effekte, der Soundtrack: grandios und noch eine ganze Ecke besser als noch in Teil 1. Leider aber ist die sowieso schon sehr magere Story zugunsten noch mehr kindischer Gags gewichen. Das dass nach dem schon sehr infantil-humoristischem ersten Teil überhaupt noch möglich war beweist "Die Rache" mit blöde herumquarkenden Kleinst-Transformern, peinlich aufgesetzter Humor, noch dümmlicheren Dialogen und einem noch mehr minderbemittelten Agent Simmons (John Turturro) sehr eindrucksvoll. Die Charatere sind absolut substanzlos und somit austauschbar. Bei Shia Lebeouf wünsche ich mir sogar einen Austausch. Der hat sich nämlich nicht weiter entwickelt, sondern ist trotz seiner erzwungenen heroischen Einlagen in die Sparte "nervender Loser" abgerutscht. Und das trübt natürlich das Erlebnis.

Die Fortsetzung vertraut somit fast völlig auf das Special-Effekt-Erlebnis und wilde Zerstörungsorgien. Die sind auch gut und man bekommt den "Wow!"-Effekt. Aber dennoch: im Endeffekt ist und bleibt es eine gigantische und auch teilweise unterhaltsame No-Brain-Materialschlacht ohne logische Handlung. Ich hätte mir deshalb gewünscht: banaler Humor raus und Story mit mehr Pepp rein ... und ein besserer Cast ..

6,5/10

Freitag, 23. August 2013

Transformers (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0418279/

Vor langer Zeit herrschten die Optimus Prime (Peter Cullen) und Megatron (Hugo Weaving) als Stammesführer über eine hochentwickelte sowie hochtechnologisierte Robotorrassen auf dem Planten Cybertron. Doch das friedvolle Miteinander sollte durch den Größenwahn und Machthunger von Megatron gebrochen werden und aus dem darauffolgenden, verheerenden Bürgerkrieg formatierten sich zwei verfeindete Lager. Angeführt von Optimus Prime versuchen die Autbobots Megatron sowie seine Gefolgschaft, die Decepticons, daran zu hindern, das gesamte Universum ins Choas zu stürzen. Mit dem sogenannten Allspark existiert zumindest ein mythisches Artefakt, mit dessen Hilfe die Zerstörung der gesamten Zivilisation ein Kinderspiel wäre. Unterdessen ersteht Erdenbürger Sam Witwicky (Shia LaBeouf) sein allererstes Auto – unwissend, dass es sich dabei um einen dieser Transformers handelt...

Wenn man sich "Transformers" das allererste Mal ansieht, dann ist man völlig geflasht von den unglaublich fetzigen Effekten, von dem gigantischen Spektakel, was "Militär-vor-Sonnuntergang"-Meister Michael Bay da zusammengepuzzelt hat. Klar scherbelt es bei dem Film an allen Ecken und Enden und dabei sind vor allem die sehr coolen Animationen der sich transformierenden Roboter sehenswert. Darüber hinaus gibt es eine  gute Choreografie, einen guten und vor allem einprägsamen Score, ein - für einen zweieinhalbstündigen Film - ausreichend schnelles Tempo, zerstörungsreiche Explosionen und genug Action für zwei Filme.

Das wirkt - beim ersten Mal.

Dann schaut man den Film - wie ich - noch einmal und noch einmal und beginnt hinter die Fassade, die so langsam bröckelt, zu sehen und ist gar nicht mehr so fasziniert wie am Anfang. Es fehlt irgend etwas. Es liegt noch nicht einmal an der Wackelkamera, die keine einzige der zahlreichen Transformationen mal in Ruhe einfängt oder an der brachialen Action, eher an blöden und krampfhaft witzigen Dialogen. Dieser aufgesetzte Witz, der nicht wirklich humoristisch, sondern eher reichlich dämlich und somit offenbar für eine No-Brain-Generation gemacht ist. Zudem finde ich ja das Hauptdarsteller Shia LeBeouf ein Milchgesicht vor dem Herrn ist. Er redet mir einfach zu schnell, zu faserig, zu unüberlegt, zu übertrieben. Er hat kein Charisma. Und dann noch die Haupt-Nebendarstellerin Megan Fox, die zwar  - das muss man neidlos anerkennen - bildhübsch ist, aber vor der ich, sobald sie den Mund aufmacht, einfach nur um Gnade schreiend davonlaufen möchte. Dazu kommt der völlig übertriebene Patriotismus, der quasi immer im Hintergrund mitschwingt, sofern er nicht in voller Größe auf dem Bildschirm prangt. Aber das ist halt Michael Bay, der alte Army-Lover, das ist nun mal so. Das weiß man spätestens seit "Bad Boys II"oder "The Rock".

*Tief durchatmen*

Naja, immerhin hat der Film dann aber trotzdem eine gewisse Prägnanz, die ihn zu einem der Filme macht, die man trotz seiner Blödheit immer wieder herauskramt und anguckt. Nicht wegen Megan Fox. Und schon gar nicht wegen Shia LeBeouf. Sondern wegen den Autobots wie Optimus Prime, Bumblebee oder Ironhide und den Decpeticons, allen voran Megatron, Starscream und Shockwave. Denn sobald diese auftauchen, kracht es. Auch wenn ich mir immer noch an den Kopf fasse, sobald sich Hochhausgroße Robtoter versuchen in einem Hinterhof zu verstecken...

Und weil es unterhält, ohne das man großartig nachdenken muss. Lieber mit einem Bierchen auf die Couch lümmeln und anglotzen. Entspannung am Abend. Reicht.

7,5/10

Donnerstag, 22. August 2013

[SERIE] Spartacus: Vengeance (2012)

Nach der blutigen Flucht aus dem Hause Batiatus zetteln die Gladiatoren rund um Spartacus, eine Rebellion an, die bis in das Herz des Römischen Reichs vordringt. Spartacus Erzfeind Claudius Glaber ist inzwischen jedoch zum Prätor aufgestiegen und sinnt auf Rache! Er schickt seine römischen Truppen nach Capua, um die immer größer werdende Anzahl von befreiten Sklaven zu stoppen, bevor die Revolution Überhand nimmt. Währenddessen muss sich Spartacus entscheiden - will er Rache für die Versklavung und den Tod seiner Frau, oder opfert er seine persönlichen Rachegelüste für die Revolution?

http://www.imdb.com/title/tt1833511/
2.1 Auf der Flucht (Fugitivus) - Spartacus muss nach der Flucht aus der Gladiatorenschule erkennen, dass seine neue Rolle als Anführer große Verantwortung mit sich bringt. Immer wieder ist er gezwungen, zwischen den Sklaven zu vermitteln, damit die Gruppe nicht auseinander bricht. Denn nur so werden sie gegen die Truppen von Claudius Glaber bestehen können, die von den Machthabern Roms entsandt wurden, um ihren Aufstand mit allen Mitteln zu beenden. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt1929963/
2.2 Einen Platz in der Welt (A Place In This World) - Unter der Führung von Spartacus gelingt es den flüchtigen Sklaven, eine weitere Villa in Rom zu befreien, doch die Bediensteten des Hauses begegnen den Gladiatoren mit Misstrauen. Oenimaus lässt sich auf die brutalen Zweikämpfe in der berüchtigten Grube ein. Gegen den Protest von Ilithyia unterstützt Glaber die Prophezeiungen von Lucretia. -7,5 /10

http://www.imdb.com/title/tt2132029/
2.3 Das höhere Wohl (The Greater Good) - Nachdem die Gladiatoren über das Schicksal von Naevia informiert wurden, muss Spartacus seine ganze Kraft einsetzen, damit sich seine Anhänger nicht durch Streitigkeiten verfeinden. Lucretia benutzt ein lange zurück gehaltenes Geheimnis, um an Informationen zu gelangen, die ihren gesellschaftlichen Einfluss weiter ausbauen könnten. Ein Angriff der gegnerischen Truppen wird für die flüchtigen Sklaven zu einer harten Bewährungsprobe. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2132025/
2.4 Mit leeren Händen (Empty Hands) - Als Spartacus seine verbleibenden Kämpfer über einen Gewaltmarsch durch ein Waldgebiet in Sicherheit bringen will, wird Crixus von der Gruppe getrennt. Plötzlich findet sich Crixus an einem Ort wieder, den er aus seiner Vergangenheit kennt und aus seiner Erinnerung fast verdrängt hat, weil er schmerzliche Erlebnisse mit ihm verbindet. Lucretia mischt sich weiterhin in die Angelegenheiten von Ilithyia ein und verbindet damit die Hoffnung, einen der mächtigsten Römer für ihre Ziele gewinnen zu können. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt2132026/
2.5 Befreiung (Libertus) - Crixus wird noch immer von den römischen Machthabern gefangen gehalten. Spartacus organisiert eine groß angelegte Befreiungsaktion. Sein Plan wird kompliziert, als sich ein sagenumwobener Gladiator aus der Gladiatorenschule von Batius einmischt. Ilithyia spinnt weiterhin ihre Intrigen, unterschätzt aber das Risiko, dem sie sich damit aussetzt, denn ihre Ehe zu Glaber scheint gefährdet zu sein. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2132024/
2.6 Gewähltes Schicksal (Chosen Path) - Spartacus kehrt mit Mira und den Männer zum Tempel zurück. Dort bereiten sie sich auf das Eintreffen der römischen Truppen vor … Glaber kann nur an das Vermögen von Ilithyias Vater herankommen, wenn der Erbe volljährig ist. Also befiehlt er Ilithyia, das Kind auszutragen. Um Spartacus endlich zur Strecke zu bringen, gibt Glaber Ashur die Freiheit, eine Gruppe von Mördern um sich zu scharen. Zusätzlich schlägt er Spartacus’ Verfolger Seppius vor, mit ihm zusammenzuarbeiten. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2132028/
2.7 Sacramentum (Sacramentum) - In Neapolis befreien Spartacus und seine Männer cheruskische Sklaven von einem Schiff. Spartacus lässt sie ausbilden und integriert sie in seine Gruppe … Mark Anton, der bei dem Einsturz der Arena umkam, hatte Gannicus eine Entlohnung für seine Teilnahme an der Hinrichtung der drei ehemaligen Gladiatoren versprochen. Nun erhofft sich Gannicus eine Auszahlung durch das Magistrat Gallienus oder durch Glaber. Beide lehnen ab … - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2132023/
2.8 Ausgleich (Balance) - Gannicus übergibt Ilithyia an Spartacus, damit er sie töten und seinen Rachefeldzug gegen Glaber beenden kann. Ilithyia behauptet, dass Spartacus der Vater des Kindes ist, das sie in sich trägt. Obwohl ihn Gannicus mehr und mehr drängt, weigert sich Spartacus, Ilithyia zu töten. Als Mira erfährt, dass Spartacus der Vater des ungeborenen Kindes sein soll, beschließt sie, die Sache selbst in die Hand zu nehmen … - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2132027/
2.9 Monster (Monsters) - Als Römer verkleidet inszenieren Spartacus und seine Männer einen Angriff auf den schlecht bewachten Tempel. Sie wollen damit auf die mangelnde Wachsamkeit der Leute aufmerksam machen. Unterdessen ringt Mira um Spartacus’ Liebe … Glaber ist gerade mit Seppia zugange, als Ilithyia auftaucht. Glaber will von ihr wissen, wo sie gefangen gehalten wurde und findet mit Ashurs Hilfe heraus, dass es sich um den zerfallenen Tempel handelt … - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2132030/
2.10 Der Zorn der Götter (Wrath Of The Gods) - Bei einem unbesonnenen Alleingang einiger Aufständischer gegen Römer wird Mira getötet. Unterdessen sucht Ilithyia ihren Mann im zerstörten Tempel auf. Sie will Lucretia durch ihn gefördert wissen. Ilithyia zeigt Glaber den Armreif von Seppius und schiebt die Schuld an dessen Tod auf Ashur. Glaber will nicht nur gegen Ashur vorgehen, sondern auch gegen Lucretia, deren orakelhafte Begabung nun nicht mehr gebraucht wird … - 9,5/10

http://tinyurl.com/q8dqyas

Eine sehr geile dritte Staffel. Jetzt heißt es warten auf Staffel 4.

The Running Man (1987)

http://www.imdb.com/title/tt0093894/

Nach dem Bestseller "Menschenjagd" von Richard Bachmann, besser bekannt als Stephen King, kam 1987 die filmische Adaption. Nur schade, dass Film und Buch so gar nichts miteinander gemein haben, abgsehen von der Grundthematik: dem Medienwahn. Bis heute ist "The Running Man" einer der zeitlosen Action-Klassiker einer ganz schön kranken Zukunftsvision. Nicht über die Maßen intelligent, dafür aber mehr als unterhaltsam.

Der Polizist Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) wird ungerechterweise beschuldigt, einen Massenaufstand in Bakersfield blutig beendet zu haben. Er bricht nach Monaten zusammen mit einigen Freunden aus dem Gefängnis aus - nur um wieder gefasst und vor die Wahl gestellt zu werden: die Teilnahme an einer brutalen TV-Show oder der Tod seiner Freunde in derselben. Dort wird er zur Unterhaltung der Zuschauer von futuristischen Gladiatoren mit Kettensägen und Flammenwerfern gejagt - sollte er überleben, winkt allen die Freiheit...

Eine Karikatur einerAnti-Utopie, die allerdings Spaß beim Zusehen bereitet. Arnold in Top-Form, immer mit einem coolen Spruch auf den Lippen und ein ebenso charismatischer wie zweispältiger Richard Dawson als Gegenspieler Damon Killian. Mein geheimer Favorit ist aber das Studio-Publikum, eine schöne zynische Überzeichnung des Medien-Wahns und das "Erfüllen der Bedürfnisse der tumben Masse", kombiniert mit der unheimlichen Kreation eines Staates, der ähnlich wie in "1984" oder "Fahrenheit 451" die Kunst beschneidet. Der rockige 80er-Jahre-Soundtrack passt hervorragend zur Szenerie und natürlich gibt es auch die eine oder andere Actionszene zu sehen. Der Film ist aufgrund seiner gewaltverherrlichenden Thematik bis heute in Deutschland indiziert. Da es sich aber eindeutig um eine Karikatur handelt ist dies eigentlich lächerlich. So bleibt in der ungeschnittenen Form ein fetziger Actionkracher mit Arnie und tollen, echt fiesen Widersachern! Ich liebe diesen Film, der übrigens nichts mit dem Buch zu tun hat - außer dem Titel. (Im Buch wird einem verarmten Lehrer das Angebot gemacht, sich für 100.000 $, 4 Wochen lang zu verstecken und für jedermann als vogelfrei zu gelten, was dabei auch zum Tode führen kann. Der arme Teufel lässt sich darauf ein, um seiner geliebten Frau die lebensnotwendige Operation bezahlen zu können. Dieses perverse Spektakel wird 24 Stunden live übertragen. Der arme Teufel gewinnt das Spiel offiziell, stirbt aber kurz drauf an seinen schweren Verletzungen die er sich im Laufe der Hetzjagd zugezogen hat.) Der Film ist nach wie vor toll.

7,5/10

Leider nur mit viel Glück über das deutschsprachige Ausland zu bekommen. Die Erstauflage im Blu-ray-Mediabook war auf 2.000 Stück limitiert, beinhaltet beide deutsche Sprachfassungen, den Soundtrack und gibt es so gut wie gar nicht mehr zu kaufen.

Mittwoch, 21. August 2013

Hansel & Gretel: Witch Hunters - Hänsel und Gretel: Hexenjäger 3D (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1428538/

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald… und kommen nach 15 Jahren mit "Hänsel & Gretel: Hexenjäger" als professionelle, gnadenlose Hexenjäger wieder! Das gerissene Geschwisterpaar hat sich nicht nur seine eigene Peinigerin vorgenommen. Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) haben das Pfefferkuchenhaus hinter sich gelassen und aus ihrem traumatischen Erlebnis eine Lebensaufgabe gemacht. Sie ziehen nun durch das Land, um böse Hexen zur Strecke zu bringen. Praktischerweise sind die beiden immun gegen böse Zaubersprüche und Flüche prallen an ihnen ab wie Kugeln an Panzerglas. Der Ruf der Geschwister als der Hexen schlimmster Albtraum bringt Hänsel und Gretel gutes Geld ein.

"Don't eat the fuckin' candy!"

Natürlich ist der Film absoluter Blödsinn und nur die Namen erinnern noch an Grimm's Märchen. Auf der anderen Seite hat man hier ein unkompliziertes, effektgeladenes Actionfeuerwerk, dass mit gerade mal 88 Minuten gerade lang (oder kurz) genug ist, um nicht auszuufern oder sinnlose Längen zu produzieren. Mit ungeheurer Wucht schlägt Regisseur Tommy Wirkola eine Schneise der Verwüstung durch den deutschen Märchenwald. Dabei sind gerade die beiden Hauptdarsteller und Famke Jannsen sehr gut besetzt und haben richtig Spaß an ihren Rollen. Der Film kann mit frechen Dialogen, einer Idee, die sich glücklicherweise selbst nicht zu ernst nimmt, guten Schauplätzen und netter Choreografie in das Genre humoristischer Fantasy-Splatter einreihen.

Der Soundtrack ist unauffällig und hält sich dezent im Hintergrund - trotz Hans Zimmers produzierender Beteiligung. Das 3D bietet eine gute Tiefenschärfe und hat einiges an Pop-Outs zu bieten. Hier passen diese aber so gut rein, dass man es vermissen würde, wenn diese Effeklte fehlten. Aber Achtung! - Diese Version des Grimmschen Märchens ist definitiv nicht für Kinderaugen gedacht! Die FSK 16-Freigabe ist wörtlich zu nehmen, mit ganzen Sturzbächen aus herumspritzenden 3D-Blut, abgetrennten Köpfen und nicht gerade wenigen herumfliegenden Gedärmen wird hier nicht gespart. Erstaunlich eigentlich, dass der überhaupt diese Freigabe bekam.

Alles in allem ein totel krasser und fetziger Party-Actionfilm mit ordentlich Blut und Action. Und irgendwie trashig-edel. Einfach ein toller Film!

7,5/10

http://tinyurl.com/me99fbo

The Fly II - Die Fliege II - Die Geburt einer neuen Generation (1989)

http://www.imdb.com/title/tt0097368/

Martin, der Sohn des Forschers, der zu einer Fliege mutierte, muß in einem von der Außenwelt abgeriegelten Institut des Großindustriellen Anton Bartok aufwachsen. Bartok wartet darauf, daß er sich in etwas kommerziell verwertbares verwandelt. Martin jedoch will nur eines: ein normales Leben führen, besonders als er sich in die schöne Beth verliebt.

Die Fortsetzung zu Cronenbergs Meisterwerk. Eigentlich eine ganz nette Idee, die aber wie so oft im Schatten ihres Vorgängers steht und trotz interessanter Story nicht an Genialität des Erstlingswerkes heranreicht. Dafür gibt es ein paar sehr nette Splattereffekte. Die Fortsetzung ist also nun nicht ganz schlecht und nicht völlig öde, aber man hat immer wieder - durch Anspielungen, gleiche Handlungsweisen oder Zitate - den Vorgänger im Kopf und so fällt es schwer den zweiten Teil tatsächlich losgelöst zu betrachten. So richtig in Fahrt kommt der Film erst ab dem letzten Drittel, vorher steht Forschung und Entwicklung im Vordergrund, die zwar auch schon auf das unausweichliche Ende hinweisen, aber dennoch sehr vorhersehbar und damit "schon mal erlebt" wirken. Die Dialoge sind auch nicht mehr so ausgefeilt. Dennoch einen Blick wert.

6/10

The Fly - Die Fliege (1986)

http://www.imdb.com/title/tt0091064/

Der exzentrische Wissenschaftler Seth Brundle (Jeff Goldblum) hat auf dem Gebiet der Teleportation einen Durchbruch geschafft. Er ist sich sicher, die letzten kleineren Fehler seiner Erfindung ausgemerzt zu haben, und wagt einen Selbstversuch. Doch dummerweise gerät bei dem Experiment eine gewöhnliche Stubenfliege in die Apparatur. Brundle beginnt langsam, sich zu verändern.

Einer der besten Horrorfilme aller Zeiten. Eigentlich nur ein Remake. Aber das weiß kaum einer. "Die Fliege" ist Bodyhorror von Ausnahme-Regisseur und Visionär David Cronenberg in reinster Formvollendung, der sein Genre über die Verwandlung eines Mannes in eine Fliege so perfekt definiert wie niemals zuvor oder danach. Dazu wird alles so verpackt, dass man über diese absurde Grundidee, adaptiert von dem 50er-Jahre-Vincen-Price-Schinken, nicht lachen muss, sondern mitfiebert und mitfühlt und dass man auf einer durchaus ernsten Ebene erreicht wird. Dieser Umstand funktioniert bestens und geht Hand in Hand mit den großartigen Effekten, der grandiosen Maske, der emotionalen und kafkaesken Last (die an Gregor Samsa - "Die Verwandlung" - erinnert), der integrierten und (das ist wichtig!) nicht aufdringlichen Liebesgeschichte, einer tollen Geena Davis und einem über alle Maße genialen Jeff Goldblum.


Ungewöhnlich auch, dass es so gut wie keine Vorgeschichte gibt. Man wird mitten in Handlung geworfen. Die langsam aber stetig mit anzusehende Verwandlung des weltfremden Zynikers und euphorischen Wissenschaftlers ist dabei so gut in Szene gesetzt, dass man beinahe mitfühlen kann: man ist genau wie Geena Davis hin- und hergerissen zwischen Liebe und Angst. Sie besucht ihren Liebhaber wie einen Krebskranken, um den sie sich zu kümmern versucht, ihm aber nicht helfen kann. Und dass dieser Zustand aus einer enormen Begeisterung erwächst, zeigt nur, welches Gefühl Cronenberg für gesellschaftliche und soziale Paradoxen hat. Noch nie lagen Ekel und Mitleid so nah beieinander - und genau deswegen ist es ein großartiger Film und gesellt sich zu meiner recht spärlichen Anzahl an Lieblings-Horrorfilmen. Und das Ende setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Genial.

9/10

Mittlerweile gibt es den (ehemals indizierten) Film im Mediabook von '84 Entertainment. Limitiert und nummeriert auf 999 Stück mit einem ausführlichem und interessanten Buchteil.