Mittwoch, 31. Juli 2013

Life Of Brian - Das Leben des Brian (1979)

http://www.imdb.com/title/tt0079470/

"Moin Heiland."

Der zweite Streich der Pythons. Ein Film, der den christlichen Vertretern unserer kleinen Menschheit ganz schön sauer aufstieß und die den Film anfänglich sogar verbot. Noch während der Dreharbeiten sorgte ein weitreichendes Urteil in Großbritannien für Aufsehen und in der Folge für Sorge bei allen Beteiligten des Projekts: Die religiöse Organisation Nationwide Festival of Light konnte vor den Gerichten des Landes die erste Verurteilung wegen Blasphemie seit 55 Jahren erreichen. Ein Brief an den Vorsitzenden der britischen Zensurbehörde British Board of Film Censors (BBFC) warnte: "Sie wissen selbst um die Folgen heimtückischer Schmähungen Gottes, Christi und der Bibel." Als problematisch beschrieben Gutachter vor allem die Szene mit dem Ex-Leprakranken, der sich über Jesus als "verdammten Wohltäter" beschwert. Nach Rücksprachen weigerten sich die Pythons regelmäßig, Änderungen vorzunehmen. (Quelle: Wikipedia)

Noch ein Grund mehr (für mich), diesen Film zu sehen, zu lieben und über alle Maßen in den Himmel zu heben (welch ein Wortspiel!)

In der Krippe liegt das Kind, seine Mutter steht glücklich daneben und drei Astrologen aus dem Orient huldigen dem Neugeborenen mit ihren kostbaren Gaben. Als idyllisches Beisammensein könnte die Situation beschrieben werden, bis der vorliegende Irrtum festgestellt wird: Das Messias wurde im Stall nebenan geboren. Bevor sie sich versieht, sitzt Brians Mutter wieder alleine und ohne Geschenke mit ihrem Nachwuchs in der ärmlichen Behausung. Auch später nimmt das Spiel der Verwechslungen kein Ende, denn anstatt dem Sohn Gottes zu folgen, schließt sich das Volk Brian an, der, ehe er sich versieht, Mitglied der Volksfront von Judäa (oder war es doch die judäische Volksfront?) wird. Was der Wundertäter wider Willen allerdings nicht weiß: Das ihm auferlegte Schicksal schließt den Tod am Kreuz mit ein...

"Was soll das heißen? "Romanes Eunt Domus" - Menschen, genannt Romanes gehen das Haus?" - "Es soll heißen 'Römer, geht nach Haus!'." - "Heißt es aber nicht!" - "Was ist lateinisch für 'Römer'? Na komm schon, komm schon!" - "Romanus." - "Deklinieren!" - "-anus." -  "Vokativ Plural von 'anus' ist?!" - "-ani?" - "RomANI!  - 'eunt', was heißt 'eunt'?!" - "Geh?" - "Konjugiere das Verb 'gehen'!!" - "eo, is, it, imus, itis, eunt." - "Also ist 'eunt'...?" - "3te Person Plural Präsens Indikativ 'sie gehen'." - "Aber 'Römer, geht nach Hause!' ist ein Befehl, also musst du was gebrauchen??" - "Den Imperativ?" - "Der lautet?" - "i" - "Wie viele Römer?" - "Plural! Ite!! ite!!!!!" - "'ITE! Domus.' Nominativ. Aber das ist eine Bewegung auf etwas zu, nicht wahr, Junge?" - "Dativ?... Oh nein, nein, nein. Akkusativ! Akkusativ! Akkusativ!!! 'Ad domus', Herr." - "Nur fordert 'domus' den ...?" - "Den Lokativ!" - "Welcher lautet ..." - "Domum?" - "DOMUM. Also ergibt das ...'Romani ite domum'. Hast du das begriffen?"

Wieder einmal siegt der Wortwitz, die absolute Absurdität, der übele Klamauk und die offensichtliche Blödheit der Protagonisten, allesamt wie immer in mehreren Rollen von der Python-Truppe selbst verkörpert. Genau wie der erste Film der Pythons, "Die Ritter der Kokosnuß", ein Volltreffer mit Lachgarantie - auch noch nach der hundersten Sichtung und auch, wenn man schon (wie ich) quasi jeden Satz mitsprechen und ganze Passagen aus dem Stehgreif heraus mitspielen kann. Das hat schon was. Und allein der Running Gag des Imperators mit Sprachfehler...

 "Also weißt du mein Pester, ich pin üperrascht einen so stämmigen Schwertträger wie dich vor dem Pöpel wanken zu sehen!"

Natürlich ist auch hier die Story nur Mittel zum Zweck, aber sie ist deutlich gradliniger als noch im ersten Film, auch wenn es hier Szenen gibt, für die es offensichtlich keine Erklärung gibt und die nur dazu da sind um eine weitere Absurdität oder einen grandiosen Gag einzuleiten. Mit ihrer bissigen, abgedrehten, kreativen und ihrer einfach nicht zu kopierenden Art, machen sich die Pythons eben nicht über den Glauben her, sondern über die Dogmen, die dieser oft als Joch mit sich trägt. Dies zu unterscheiden ist nicht so sehr eine Frage des Verstandes, sondern des Willens. Hier geht es nicht gegen Jesus, oder um den Disput, ob es ihn nun gab oder nicht, karikiert wird das, was Menschen tun, und dass dies nicht immer Sinn macht, sollte keine bahnbrechende Erkenntnis sein.

"Hm, nunja, ich glaub ich sollte dich erstmal fairerweise darauf hinweisen, daß wir nicht das Rettungskommitee sind. Wie auch immer. Man hat mich gebeten namens der Bewegung folgende vorbereitete Erklärung zu verlesen:
'Wir die Volksfront von Judäa - Klammer auf  - offizielle - Klammer zu - wollen hiermit Dir, Brian, unsere Aufrichtigen brüderlichen und schwesterlichen Grüße übermitteln, anläßlich Deines hier stattfindenden Martyriums." - "Was?!" - "Dein Tod wird dastehen als ein Markstein in unserem fortgesetzten Ringen, das Vaterland zu befreien, aus den mörderischen Krallen der Römisch-Imperialistischen Aggressoren, ausschließlich jener, die befaßt sind mit Entwässerung, Medizin, Straßenbau, Wohnungsbau, Weinanbau und sonstigen römischen Beiträgen zum Wohlergehen der Freiheitsgläubigen und zwar beiderlei Geschlechts und Hermaphroditen. Gez. im Namen der VVJ. Etcetera.' - Und ich möchte noch ein persönliches Wort hinzufügen betreffs meiner Bewunderung für das, was du für uns tust, Brian. Ich meine davon ausgehend, daß es immerhin eine recht schwere Zeit für dich sein muß."

Unverkennbar, unvergleichlich, genial, grandios.

9,5/10

Dienstag, 30. Juli 2013

[KINO] The Wolverine 3D - Wolverine: Weg des Kriegers 3D (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1430132/

Als vor nunmehr 4 Jahren "X-Men Origins: Wolverine"  ins Kino kam, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Genauso war es nun hier, als mit "Der Weg des Kriegers" die vielversprechende Fortsetzung und als Gegener der "Silver Samurai" angekündigt wurde.

"The Wolverine" knüpft einige Zeit nach den Geschehnissen in "X-Men: The Last Stand" an und lässt den Vorgänger beinahe unbeachtet links liegen. Es wird somit in keiner einzigen Szene zumindest auf diesen Teil angespielt. Das dies gar nicht so schlecht ist, zeigt sich aber nach und nach im Verlauf des Films. Nachdem viele der X-Men gestorben sind und die Allianz der Kämpfer mit den übernatürlichen Kräften aufgelöst wurde, befindet sich Logan aka Wolverine (Hugh Jackman) in einer Situation, in der er von der Verantwortung gegenüber seinem alten Team entbunden ist. Auf der Suche nach einem Grund zu leben, begibt er sich in das moderne Japan. Dort trifft er sowohl ihm gut und schlecht gesonnene Menschen und muss sich fragen, wem er trauen kann. Neben Feinden wie Industriellen, Politikern, Frauen und Ninjas trifft er auch auf seinen Erzfeind: Silver Samurai. Als Mutant kann dieser verschiedene Stoffe mit Energie beladen und so mit seinem Samurai-Stahl jede Materie durchdringen. Wolverine entdeckt zum ersten Mal, dass es etwas gibt, das ihn verwundbar macht und stößt an seine körperlichen und emotionalen Grenzen. In einem seiner schwierigsten Kämpfe stellt er sich seiner eigenen Unsterblichkeit...

Ähnlich wie in aktuellen Superheldenverfilmungen werden wir hier einen anfänglich zurückgezogenen Wolverine konfrontiert, der in Ruhe leben und seine Kraft eigentlich nur noch loswerden will. Es ist klar, das dies nicht wirklich funktionieren kann, gerät Logan doch immer wieder in Situationen, in denen er latent für Gerechtigkeit sorgt und so letztendlich seinen Weg nach Japan und zu seinem alten Freund Yashida findet, den er im zweiten Weltkrieg vor den Auswirkungen eines Feuersturms, ausgelöst durch eine Atombombe, rettete. Das Setting im heutigen Japan ist auch in einer gewissen Art das Beste, was dem Film passieren konnte, denn nicht nur die Umgebung, sondern auch die (im Original gehaltene) Sprache und die oft angesprochene japanische Kultur sind etwas, was den Film eine gewisse Authetizität und Originalität verleiht.

Die Story selbst ist geschickt mit kurzen Elementen der vorangegangenen "X-Men"-Trilogie verknüpft, konzentriert sich aber im Wesentlichen auf Charaterentwicklung, sowie die titelgebende Figur und dessen Weg der Selbstfindung. Dabei kommen auch die (meiste durch Logans Coolness ausgelöste) Gags nicht zu kurz, die spärlich aber treffsicher eingesetzt wurden. Und natürlich vernachlässigt die interessante Story auch nicht die Action, die im Laufe des Films immer mehr und mehr an Fahrt aufnimmt, die Gewalt aber dennoch angemessener dosiert, um dann letztendlich in einem großen Showdown zu gipfeln. Dabei möchte ich auch den Einsatz von Viper (Svetlana Khodchenkova) auf keinen Fall vernachlässigen. Selbst wenn "Silver Samurai" (Hal Yamanouchi) der eigentliche Gegner ist, so trägt sie doch maßgeblich zu Logans Problemen bei und spielt ihre Rolle als einziger weiterer Mutant punktuell genau hinterlistig, faszinierend und frei von Klischées.

Insgesamt eine eher ungewöhnliche Geschichte für einen X-Men-Streifen. Aber: sie funktioniert und ist trotz 126 Minuten Laufzeit auch nicht zu lang oder gar langweilig. Die ständige Selbstreflexion des Adamantium-Mannes wird leider etwa ab der Mitte des Films etwas ermüdend, da hätte man gut ein bisschen was kürzen können. Trotzdem macht Hugh Jackmann als Logan/Wolverine wieder einmal mehr eine sehr gute Figur und wie ich bereits zum Vorgänger schrieb: für die Verkörperung dieser Comicfigur kann es auch nur einen geben: ihn.


"Was für ein Monster sind Sie nur?" - "Ich bin... Wolverine!"

Marco Beltrami liefert einen zum Geschehen stimmigen Soundtrack, der unaufdringlich ist und zur Szenerie passt. Er bietet aber auch Elemente, die einen aufhorchen lassen und ein Thema, dass sich unbemerkt einschleicht und irgendwie im Kopf bleibt.

Fazit: Für FSK-12 hart an der Grenze, ganz ehrlich. Manche Szenen sind sehr graphisch, vor allem die Ansicht des durch den Feuersturm schwerverletzten Wolverine. Aber auch einige Actionszenen und Fights sind nicht gerade zimperlich und blutarm. Das 3D bietet zwar eine schöne Tiefenschärfe, ist aber für den Filmgenuss belanglos und somit völlig überflüssig. Aber darüber hinaus ist "The Wolverine" genau das, was ich mir erhofft hatte: eine (im Rahmen des Superheldenkonstrukts) nicht zu übertriebene kurzweilige Unterhaltung, die vor allem nicht die ernste Story vernachlässigt, nur um möglichst viele Actionsequenzen aneinander zu reihen. Das ist gut und wird honoriert. Dieses Drama-Thriller-Actionfeuerwerk ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

8,5/10

PS: Nicht gleich nach der ersten Namenseinblendung das Kino verlassen, es folgt noch (wie fast immer) eine kleine Szene, die Lust auf mehr macht - und einen WTF-Effekt innehat.

Montag, 29. Juli 2013

Monty Python And The Holy Grail - Die Ritter der Kokosnuß (1975)

http://www.imdb.com/title/tt0071853/

Wo fängt man hier mit einer Rezension an? Am besten gleich mit einem Zitat, die noch am ehesten verdeutlicht, in welche Richtung diese grandiose Satire geht:

"Wie seid Ihr dann König geworden ?" - "Die Herrin der See, ihr Arm war in reinster golddurchwirkte Seide gekleidet, reichte empor das Zepter aus den Tiefen des Wassers und kündigte damit an, dass ich Artus durch göttliche Vorsehung bestimmt, dies Zepter tragen soll. Deswegen bin ich euer König!" - "Hör zu! Fremde Weiber, die in irgendwelchen Tümpeln hocken, sind keine Basis für irgendein Regierungssystem! Die oberste Exikutivmacht leitet sich her von einem Mandat der arbeitenden Massen und nicht von einer verlogenen Wasserzeromonie!"- "Halts Maul!"

Im frühen Mittelalter durchwandert König Artus (Graham Chapman) das noch relativ unbewohnte England mit seinen edlen Recken, um das Reich von den einfallenden Franzosen zu befreien und den sagenhaften Heiligen Gral zu erobern. Leider handelt es sich bei seiner Truppe um eine Ansammlung irrer Trottel und Feiglinge und sein Unternehmen erleidet schnell zahlreiche Rückschläge... - "Die Ritter der Kokosnuss" ist ohne Wenn und Aber eine der besten Komödien aller Zeiten. Dabei wird alberner Humor mit gewitzter Gesellschaftsparodie und dreckiger Anarchismus mit edler Hochnäsigkeit gekonnt vermischt. Ohne Respekt, Konventionen und jeden Erwartungen trotzend ist der Film eine der besten Lachgranaten überhaupt. Gesetz dem Fall, man kann mit dem speziellem Humor der Python-Truppe auch etwas anfangen.

"Hör zu mein Junge. Ich hab das Alles aus dem Nichts aufgebaut. Als ich hier anfing, hatte ich nichts als Sumpf. Alle anderen Rancher, ähhh, Könige sagten ich sei verrückt, hier zu bauen. Aber ich habe trotzdem hier gebaut. Das erste Schloss versank im Sumpf. Dann hab ich ein zweites gebaut. Das versank ebenfalls im Sumpf. Also baute ich ein drittes. Das brannte dann ab, weil du gekokelt hast. Aber das vierte, das ich baute, das blieb stehen."

Ein absoluter Klassiker, der selbst nach dem zwanzigsten Mal noch lustig ist - wieviele Komödien können das (gerade heutzutage) schon von sich behaupten? Dabei ist es vor allem der Wortwitzund die teils so offensichtliche Blödheit, die einen immer wieder zum herzhaften Lachen bringen kann.

"Ordonanz, sorgt dafür, dass der Prinz den Raum nicht verlässt, bis ich komme und ihn hole!" - "Nicht den Raum verlassen, selbst wenn ihr kommt, um ihn zu holen." - "Nein, Du Idiot! BIS ich komme, ihn zu holen!" - "O.K. Bis Sie kommen, dürfen wir den Raum nicht betreten?!" - "Herr im Himmel, ihr bleibt in diesem Raum, und sorgt dafür, das er nicht fortgeht, O.K.??" - "Bis Sie kommen und ihn abholen!" - "Genau!!" - "Wir brauchen also nichts weiter zu tun, als ihn daran zu hindern, den Raum zu betreten!" - "Nein, den Raum zu verlassen!" - "Den Raum zu verlassen, O.K." - "Alles klar?" - "Klar!!" - "Ehm, falls er..., falls er wirklich, ich meine äh, falls er wirklich..." - "Falls er was?!" - "...was soll ich dann? ...na ja?" - "Hör zu, es ist ganz einfach!" - "Ich weiß nicht!" - "Ihr bleibt hier, und sorgt dafür, das er den Raum nicht verlässt! ...Alles klar? " - "Oh, da fällt mir was ein, er könnte doch den Raum mit uns verlassen?!!" - "Oh Gott, nein, ihr haltet ihn hier drin fest, und sorgt dafür, das er auf keinen Fall..." - "Natürlich halten wir ihn fest, wir sind ja fest angestellt! Aber wenn er nur mal muss oder so..." - "Ich habe gesagt, ihr sollt ihn hier drin festhalten." - "Bis irgendjemand kommt, und..." - "Nein, nicht irgendjemand, sondern ICH!!!" - "Dann meinetwegen nur Sie!" - "Ist das klar??" - "Völlig klar!" - "Wirklich??" - "Klar! Wir bleiben hier stehen, bis Sie zurückkommen." - "Und sorgt dafür, das er nicht raus kann!" - "Der Prinz??" - "Ja, sorgt dafür, das er nicht abhaut!" - "Ahh, ihr meint den Prinzen - ich dachte, ihr hättet meinen Kameraden gemeint. Ich kam mir schon ein bisschen dämlich vor, einen von der Wach- und Schließgesellschaft bewachen zu müssen, hehe." - "Na gut... wohin wollt ihr?" - "Wir gehen mit euch, Herr." - "Nein, ich möchte, das ihr hier bleibt..., und darauf achtet, das er den Raum nicht verlässt!" - "Oh, wieso sagt ihr das nicht gleich?"

Natürlich ist die Story mehr oder weniger zusammengeschustert, um den einen oder anderen Gag hervorzuzwingen. Die Handlung besteht somit eigentlich nur aus einer einzigen Aneinanderreihung von Gags, aber was solls, denn man kommt aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass es jemals ein komplett ausgearbeitetets Drehabuch gab. Ich kann einfach nicht.

"Im Schloß von Aaaaaaaaaah...?" - "Vielleicht meinte er die Camaaaaargue!" - "Wo ist das?" - "In Frankreich, glaube ich." - "Gibt´s nicht ein St. Aaaaaaaaaaaives in Cornwall?" - "Nein, das ist St. Ives."

Ich weiß nicht, wie oft man auf einer Party die Sätze der Pythons zitiert und damit immer noch einen großteil der Gäste zum fröhlichen Miitlachen anregen kann. Uns geht es zumindest so.

"Zuerst ziehe die heilige Zündnadel aus dem Gehäuse. Sodann sollst du zählen bis 3, nicht mehr und nicht weniger. 3 allein soll die Nummer sein, die du zählest, und die Nummer, die du zählest, soll 3 und nur 3 sein. Weder sollst du bis 4 zählen, noch sollst du nur bis zur 2 zählen, es sei denn, dass du fortfährst zu zählen bis zur 3. Die 5 scheidet völlig aus. Wenn dann die Nummer 3, welches ist die 3. Nummer von vorne, erreicht ist, dann schleudere mit Kraft deine Heilige Handgranate von Antiochia gegen deinen Feind."

Ein absoluter Kultklassiker des derben Humors.

9/10

Die Hard 2 - Stirb Langsam 2 (1990)

http://www.imdb.com/title/tt0099423/

Es war im Grunde nur eine Frage der Zeit, bis nach "Stirb langsam" der zweite Teil kommen würde. "Dieselbe Scheiße passiert demselben Mann zum zweiten Mal" – das dürfte wohl der Leitsatz von John McClane (Bruce Willis) in Stirb langsam 2 – Die Harder sein. Diese Weihnachten will McClane nur seine Frau Holly (Bonnie Bedelia) vom Flughafen abholen und stolpert dabei direkt in den Weg von Terroristen, die einen Drogenbaron befreien wollen. Dafür hat Colonel Stuart (William Sadler) die Kontrolle über den Flughafen übernommen und droht die Maschinen in der Warteschleife nacheinander abstürzen zu lassen, sollte der ehemalige südamerikanische Diktator General Ramon Esperanza (Franco Nero) nicht freigelassen werden. Aber er hat seine Rechnung ohne John McClane gemacht, dessen Frau in einem der bedrohten Flugzeuge sitzt...

Statt einem Wolkenkratzer inmitten der Großstadt gilt es nun einen der größten Flughäfen der Stadt von skrupellosen Gangstern zu säubern. Der Szenenwechsel war natürlich notwendig und gibt dem zweiten "Die Hard" einen nicht ganz so beengten Raum wie seinem grandiosen Vorgänger. John McClane ist diesmal auch theoretisch nicht vollkommen auf sich gestellt, genug Helfer sind ja nunmal vor Ort, aber praktisch erledigt er das Ganovenpack erneut im Alleingang. Was bleibt ihm auch anderes übrig, denn so richtig hilfreich ist hier kaum jemand von der Anwesenden: McClane wird in einer Tour angemault und ihm mit rechtlichen Konsequenzen für sein Handeln gedroht, obwohl er der Einzige ist, der dem ganzen Treiben auch effektiv (und effektvoll) Einhalt gebietet.

Warum McClane von Anfang an wie ein Störenfried behandelt wird und sich die Beteiligten lange Zeit nur gegenseitig auf den Füßen stehen ist zwar "sinnvoll", um McClane erneut in ein Einer-gegen-Alle-Szenario zu schicken, aber richtg glaubwürdig ist es jedoch nicht. Dennoch: der zweite Teil ist erstaunlich gut gelungen und ihn trennen nur wenige Patzer von dem genialen ersten Teil.  Die angesprochenen Drehbuchholperer sind zwar nicht zu übersehen, aber mal ehrlich: wen interessierts? Handwerklich lässt sich über "Die Hard 2" kein schlechtes Wort verlieren. Die Action ist rasant, knallhart und exzellent choreografiert - und hat zudem keine Längen. Es geht rasant vorwärts und der bemitleidenswerte McClane wird von einer Schießerei in die nächste tollkühne Halsbrecheraktion gejagt. Macht immer wieder Spaß anzusehen. Klasse. 

8,5/10

Die gesamte Collection gibt es in einer schicken Box im DigiPak, welche alle 5 Teile (und den 4. Teil sogar als Recut in HD), sowie eine exklusive Bonus-Disc mit Hintergrundinformationen zu allen Filmen und ein Begleitbuch beinhaltet.

Sonntag, 28. Juli 2013

X-Men Origins: Wolverine (2009)

http://www.imdb.com/title/tt0458525/

Wolverine war schon immer der coolste X-Men-Held. Da ist es völlig legitim, dass er seinen eigenen Film bekommt. So hat man hier eine unterhaltsame Verfilmung der Ursprünge des Wolverine. Dabei verlässt sich der FIlm verläßt sehr auf seinen hervorragenden Hauptdarsteller - Hugh Jackmann, dem die Rolle des Wolverine passt wie ein maßgeschneiderter Anzug. Ehrlich - ich könnte mir derzeit keinen besseren Schaupieler für den Job denken. Die anderen interessanten Figuren, wie Gambit und vor allem Deadpool kommen dadurch aber leider etwas zu kurz. Liev Schreiber als Sabretooth ist fantastisch und kann Jackman durchaus auch schauspielerisch Paroli bieten.

"X-Men Origins: Wolverine" erzählt die Vorgeschichte Logans mit Augenmerk auf seine mysteriöse Vergangenheit, seine komplexe Beziehung zu Victor Creed (Liev Schreiber) alias Sabretooth und das ominöse Weapon X-Programm. Der Zuschauer erfährt, wer Wolverine wirklich ist. Woher kommen seine Klingen, sein Adamantium-Skelett und seine Selbstheilungskräfte? Was hat seine Persönlichkeit geprägt? Was steckt hinter seinem inneren Konflikt und seiner Rache? Auf der Suche nach Antworten verbündet sich Wolverine u.a. mit Gambit (Taylor Kitsch) gegen Colonel Stryker (Danny Huston) und dessen Armee aus Supersoldaten, unter denen sich auch Wade Wilson (Ryan Reynolds) alias Deadpool befindet. Als Wolverine den früheren Tod seiner Geliebten Kayla Silverfox (Lynn Collins) durch Sabretooth rächen will, muss er eine bittere Überraschung erleben…

Ryan Reynolds spielt in diesem Film zu Beginn den Wade Wilson, der mit seinen beiden Schwertern einige gradiose Szenen bietet, so den "Wow-Effekt" erreichen kann und vor allem durch seine große Klappe auffällt. Dankenswerter Weise hat Reynolds aber insgesamt wenig Screentime und so nervt sein Geplapper nur anfänglich. Prinzipiell ist die Story dazu auch gut aufgebaut und beginnt erst so richtig ab dem Moment, in dem Wolverine sein Adamantium-Skelett erhält. Unglücklicherweise bedient sie sich aber auch fast aller Klischees, die das Genre so zu bieten hat. Das drückt leider etwas auf Atmosphäre und Spannung. Dafür kann der Film aber auch satte Action und Effekte bieten - und mehr verlange ich von so einem Blockbuster eigentlich auch nicht. Gerade die Kampfszenen sind teilweise grandios inszeniert, sodass ich als Actionfan auf jeden Fall auf meine Kosten gekommen bin.

Fazit: Der Film ist erzählerisch sicher nicht so schön rund wie der erste "X-Men", aber trotzdem ein gut inszenierter und unterhaltsamer Mainstream-Streifen.Da freue ich mich umso mehr auf Dienstag, wenn ich mir den zweiten Teil ansehen werde...

8/10

Im Rahmen der "Limited CINEDITION"-Reihe von FOX kam auch dieser Film in den Genuß der schicken Mediabook-Aufmachung mit Lenticular-Front, Sentitype und Booklet. Diese ist allerdings schon seit Ewigkeiten ausverkauft.


 

An Officer and a Gentleman - Ein Offizier und Gentleman (1982)

http://www.imdb.com/title/tt0084434/

Manchmal muss man mit dem Gesicht erst im Matsch stecken, um die wahren Dinge des Lebens zu erkennen. Aber bis dahin kann es ein weiter Gewaltmarsch sein: Zachary “Zack” Mayo (Richard Gere) macht es einem mitunter nicht leicht, denn sein Ego und sein Stolz stehen ihm nur zu häufig im Weg, doch er hat hohe Ziele: er möchte bei der Navy Pilot werden. Zugang für die teure Ausbildung ist der Abschluss des harten Auswahlverfahrens, das man an der Aviation Officer Candidate School genießen darf. Gleich nach der Ankunft macht der Drill Instructor, Marine Gunnery Sergeant Emil Foley (Louis Gossett Jr.), klar, welches Prestige und welche Entbehrungen mit der Ausbildung einhergehen. Und er warnt vor den örtlichen jungen Frauen, die sich nur zu gerne einen Offiziersanwärter mit vorgetäuschten Schwangerschaften angeln, um der Tristesse der Fabrikarbeit zu entfliehen. Zwei süße Vertreterinnen lernen Zack und sein neu gewonnener Kumpel Sid (David Keith) in Form von Paula Pokrifki (Debra Winger) und Lynette Pomeroy (Lisa Blount) kennen. Während Zack mit Paula den Volltreffer landet, spielt Lynette ein falsches Spiel mit dem gutherzigen Sid, was fatale Folgen für diesen hat. Zack gerät mit seiner engstirnigen Art immer wieder mit Foley aneinander, der allerdings die richtige Sprache zu sprechen weiß. Durch ihn lernt Zack schließlich die wichtigste Lektion: Über seinen Schatten zu springen und seine Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Irgendwie ein schöner Liebesfilm, der zwar durchaus seine Längen hat, aber der letztendlich doch zu gefallen weiss. Dieses ist aber vor allem Louis Gossett jr. zu verdanken, der dem Film die nötige Würze verleiht, um nicht in der Pretty Woman Schublade zu versinken.

7/10

http://tinyurl.com/oj9wyns

Samstag, 27. Juli 2013

Hard Target (Unrated) - Harte Ziele (1993)

http://www.imdb.com/title/tt0107076/

Van Dammes bester Film. Ungeschnitten ein brutales Meisterwerk,von Action-Spezialist John Woo perfekt in Szene gesetzt. Nun auch endlich als Kinofassung und Unrated-Fassung auf einer Blu-ray Disc in HD!

Natasha Binder (Yancy Butler) sucht in New Orleans ihren vermissten Vater. Dort trifft sie auf den arbeitslosen Matrosen Chance Boudreaux (Jean-Claude Van Damme), der ihr seine Hilfe anbietet. Gemeinsam finden sie Hinweise auf ein brutales Spiel, bei dem Jagd auf Menschen gemacht wird...

Der Film rockt es von vorn bis hinten - und das tatsächlich ohne Atempause. Die Story ist zwar nicht wirklich der Rede wert, kann aber als Rahmenhandlung für ein brachiales und brutales Actionfeuerwerk durchaus herhalten. Darstellerisch fällt eigentlich nur Yancy Butler negativ auf. Es gehört schon einiges dazu das ihre Figur, obwohl sie die Handlung in Gang setzt, vollkommen entbehrlich und überflüssig wirken zu lassen. Arnold Vosloo gibt ein schönes Hollywood-Debüt und überzeugt als eiskalter und sadistischer Handlanger und Lance Henriksen. Wilford Brimley als Onkel Douvee ist herrlich kauzig und ab der 2. Hälfte auch eine ganze Menge Humor mit in den Film und selbst van Damme überzeugt! Die Rolle des Chance Bodreaux ist ihm quasi wie auf den Leib geschrieben, denn weit mehr als rumballern oder Leute zusammenschlagen muss der Protagonist hier nicht.

Da dieser Film auch generell ein Actionfeuerwerk par Exellance ist, kommt hier auch Woos größte Stärke zum tragen: furios choreographierte Actionszenen mit einer Übertreibung, die jeglicher Physik spottet.

Ob dieser Film hier jetzt so brutal und teilweise schon Menschenverachtend hätte ausfallen müssen sei mal dahingestellt, aber es scheppert hier einfach zu schön um sich darüber groß Gedanken zu machen, zumal die Gewalt auch sehr cartoonhaft rüberkommt. Dafür sind es halt die unzählbaren offensichtlichen Fehler, die den Film genauso cool wie unglaubwürdig machen, wie z.B. unendliche Magazine und das man teilweise das Gefühl hat das aus einer 20-Schuß-Waffe gefühlte 100 Kugeln rauskommen ohne auch nur einmal nachzuladen. Wenn man nicht darüber nachdenkt, fetzt das Ding!

8/10

Philadelphia (1993)

http://www.imdb.com/title/tt0107818/

Philadelphia zu Beginn der 1990er Jahre: Der erfolgreiche Jung-Anwalt Andrew Beckett (Tom Hanks) steht kurz vor der Beförderung zum Partner in einer der größten Anwaltskanzleien der Stadt. So selbstbewusst er auch im Job auftreten mag, sein Privatleben hält er wohlweislich in dem konservativen Unternehmen unter Verschluss. Denn Beckett ist homosexuell. Und nicht nur das: Er ist an AIDS erkrankt. Als er unter fadenscheinigen Gründen (er soll wichtige Unterlagen für einen großen Fall verlegt haben) fristlos entlassen wird, versucht Beckett das Unmögliche: Er will seine Firma wegen Diskriminierung verklagen. Doch die Suche nach einem Anwalt, der ihn vor Gericht vertritt, gestaltet sich schwieriger als gedacht. Überall begegnet man ihm mit Vorbehalten bis offener Abneigung wegen seiner Auto-Immun-Schwäche, die (noch) als “Schwulen-Krankheit” verschrien ist. Auch Joe Miller (Denzel Washington) lehnt den Fall zunächst ab, nicht nur wegen der geringen Aussicht auf Erfolg, sondern wegen seiner Mysophobie, seiner offenen Angst vor Ansteckung. Schließlich lässt er sich doch überzeugen.Es beginnt ein Kampf von David gegen Goliath, gegen irrationale Vorurteile – und vor allem gegen die Zeit, die Beckett unmissverständlich und zusehends davonläuft...

1993 entsteht mit Jonathan Demmes Film "Philadelphia" nicht einfach nur das Portrait eines gesellschaftlichen Außenseiters, der mit seiner Krankheit und dem Umgang der Menschen mit eben jener zu kämpfen hat. Nein, viel mehr noch ist Philadelphia Portrait einer ganzen Gesellschaft, die von dem Film den Spiegel vorgehalten bekommt, ruhig und beherrscht auf ihre Unarten hingewiesen wird und dabei doch völlig Eindeutig eine genauso simple wie auch wertvolle Botschaft vermittelt bekommt. Eine Botschaft, die auch heute noch lange nicht bei allen angekommen ist, auch wenn wir Fortschritte machen.

Eingeleitet von Bruce Springsteens bis heute unvergessenem Titel "Streets Of Philadelphia" und abgeschlossen mit Neil Youngs fast mindestens genauso wunderbaren Song, welcher ebenfalls den Namen besagter Amerikanischer Großstadt trägt, werden wir in diesem Film Zeuge von so Vielem. Wir sehen das für die meisten wohl unvorstellbare Leiden einer furchtbaren Krankheit, sowohl körperlich als auch seelisch. Wir erleben das langsame, schreckliche und vor allem unaufhaltsame Dahinsiechen eines Menschen und wie dieser und dessen Freunde und Familie damit fertig werden müssen. Uns werden die Vorurteile und Ausgrenzungen einer Gesellschaft gezeigt und gleichzeitig auch ein kleiner Schritt dieser hin zur Toleranz und dem Verständnis. Wir werden konfrontiert mit einem Rechtssystem, welches sich eingestehen muss, dass der Traum der völligen Gleichheit vor den Augen der Justitia eben nur ein Traum bleibt und welches gleichzeitig am Mut zweier Männer wächst, die bereit sind, für Gerechtigkeit einzustehen, welcher Widerstand da auch immer kommen möge.

Man sieht das brillante und hingebungsvolle Schauspiel dreier großartiger Darsteller und schließlich einen Tom Hanks, der sich bei der Entgegennahme des redlich verdienten Oscars dem sturen Amerikanischen Volk entgegenstellt und beinahe unter Tränen und sichtlich voller Stolz verkündet, dass er mit Leib und Seele hinter dem Film und seiner Botschaft steht. Man lauscht gebannt und voller Emotionen großartiger Musik, zum Teil eigens für dieses filmische Werk geschrieben, von wahren Größen unserer Musikwelt. Dem Zuschauer offenbart sich das gesamte Spektrum der menschlichen Gefühlswelt, von tiefer Trauer bis hin zu wahrer Nächstenliebe. Man sieht in "Philadelphia" so vieles, doch vor allem bleibt der Film ein ebenso schöner wie auch trauriger Appell an unser aller Menschlichkeit, der mit Nachdruck Toleranz, Liebe und auch Mitgefühl einfordert. Und das nicht nur für eine Randgruppe, nein, für jeden von uns.

Film kann so vieles sein. Er vermag zu unterhalten, mitfühlend und dramatisch zu sein. Er ist emotional, witzig, zum Nachdenken anregend, gesellschaftskritisch oder auch politisch. Ein Film kann tiefe Trauer und die schönsten Gefilde unseres Denkens Arm in Arm gehen lassen und trotzdem oder gerade deswegen eine völlig realistische Darstellung von etwas sein. "Philadelphia" ist alles davon und schafft es, all das Genannte auf wundersame Art und Weise unter einen Hut zu bringen. Grandios.

9/10

[SERIE] Sex And The City, Season 01

http://www.imdb.com/title/tt0698663/
1.1 Sex wie ein Mann (Sex And The City): Die Journalistin Carrie Bradshow ist Expertin in Sachen Liebe. In ihrer Kolumne „Sex and the City“ widmet sie sich jede Woche dem Paarungsverhalten der beziehungsscheuen New Yorker. Privat hat es mit dem Mann fürs Leben leider noch nicht geklappt. Grund genug also, Experimente zu starten. Zusammen mit ihrer Freundin, der PR-Agentin Samantha, beschließt sie, einmal Sex wie ein Mann zu haben – ganz ohne Gefühle ... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698649/
1.2 Models und Menschen (Models And Mortals): Carrie und ihre Freundinnen bekommen völlig unerwartet die Chance, in die Welt der Models einzutauchen. Dabei machen Carrie, Miranda und Samantha höchst unterschiedliche Erfahrungen: Carrie stellt fest, dass auch die Schönsten der Schönen persönliche Probleme haben. Samantha hingegen findet endlich die lang ersehnte Bestätigung für ihr perfektes Aussehen. - 6,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0698618/
1.3 Ehe-Kriege (Bay Of Married Pigs): Carrie ist zu Besuch bei Patience und Peter. Von außen betrachtet führen die beiden eine Bilderbuchehe, doch dieser Eindruck täuscht gewaltig. In einem unbeobachteten Moment präsentiert sich Peter seinem Gast komplett hüllenlos. Als Patience dahinterkommt, gibt sie Carrie die Schuld. Unfreiwillig zum Handkuss kommt auch Miranda. Ihr Chef hält sie für eine Lesbe, weil sie immer noch Single ist ... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698697/
1.4 Im Tal der Mittzwanziger (Valley Of The Twenty-something Guys): Bei einer Lokaleröffnung lernen Carrie und Samantha zwei gut aussehende Mittzwanziger kennen. Dass zwischen ihnen und den Jungs ein beträchtlicher Altersunterschied besteht, stört zunächst niemanden. Mit der Zeit findet es Samantha aber unerträglich, immer die Ältere zu sein. Carrie wiederum hat Probleme mit der Vorstellung von Sauberkeit, die ein New Yorker Twen üblicherweise an den Tag legt ... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698688/
1.5 Sex = Macht = Geld? (The Power Of Female Sex): Carrie lässt sich auf einen Flirt mit dem französischen Architekten Gilles ein. Nach einer leidenschaftlichen Nacht schickt ihr Gilles einen Dankesbrief, dem 1.000 Dollar beiliegen. Der Gedanke, für ihre Liebesdienste bezahlt zu werden, kränkt Carrie zutiefst. Charlotte lernt unterdessen einen Maler kennen, der seine Bilder in ihrer Galerie ausstellen will. Er lädt Charlotte auf seinen Landsitz ein ... - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0698661/
1.6 Heimlicher Sex (Secret Sex): Carrie beschäftigt sich in ihrer Kolumne diesmal mit dem Thema „Geheime Liebschaften“. Denn nicht selten kommt es vor, dass sich Menschen für ihren Partner schämen und ihn deshalb verstecken. Irgendwie scheint dies auch auf Carries Beziehung zu ihrem Exfreund „Mr. Big“ zuzutreffen. Ihre Freundin Samantha dagegen ist alles andere niemals diskret mit ihren Liebhabern ... - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698685/
1.7 Die Monogamisten (The Monogamists): Während Carrie sehr viel Zeit mit Mr. Big verbringt, hat sich einiges im Leben ihrer Freundinnen ereignet: Charlotte hat einen neuen Freund, der nahezu perfekt scheint. Doch dann stellt sich heraus, dass er es mit der Treue nicht so genau nimmt. Auch Mr. Big findet es offensichtlich völlig normal, mehrere Frauenbekanntschaften nebeneinander zu pflegen. Samantha sucht unterdessen eine neue Wohnung und erfreut sich an so manchem attraktiven Immobilienmakler. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0698692/
1.8 Drei sind einer zuviel (Three’s A Crowd): Charlotte ist frisch verliebt. Wie immer handelt es sich auch diesmal um einen absoluten Traummann. Und als er den Vorschlag macht, die traute Zweisamkeit mal in Dreisamkeit zu verwandeln, willigt Charlotte schließlich ein und wagt den Sprung ins Ungewisse. Drei sind für Samantha dagegen einer zuviel. Sie tritt den Rückzug an, als die Frau ihres verheirateten Lovers einen eindeutigen Wunsch äußert. Carrie lernt unterdessen die Exfrau von Mr. Big kennen. Zu ihrem Leidwesen entpuppt sich die Dame als attraktiv, charmant, intelligent und erfolgreich! - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0698690/
1.9 Wunder der Technik (The Turtle And The Hare): Carrie wünscht sich, irgendwann in den Ehehafen einzulaufen – wovon Mr. Big leider gar nichts hält. Miranda interessiert die Vorstellung zu heiraten nicht besonders. Sie findet Männer neuerdings überflüssig. Samantha will sich ihren Traummann selber basteln. Sie nimmt Bernie Ždie SchildkröteŽ unter ihre Fittiche und beginnt ihn neu zu stylen. Trotz neuer Designerkleidung bleibt er aber als Mann völlig uninteressant ... - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0698670/
1.10 Die Baby-Party (The Baby Shower): Carries frühere Freundin Laney lädt zu einer Baby-Party. Neugierig, wie sich das einstige Partyluder verändert hat, nehmen Carrie und ihre Freundinnen die Einladung an. Umgeben von „Glucken-Müttern“ und nervenden Kindern entwickelt sich die Zusammenkunft für die vier Frauen zu einer mentalen Zerreißprobe. Um das Grauen zu vergessen, gibt Samantha umgehend eine „Ich bekomme kein Baby“-Party. Überraschend und uneingeladen erscheint auch Laney zu dem Fest. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0698679/
1.11 Die große Dürre (The Drought): Aus unterschuiedlichen Gründen, aber mit dem gleichen Ergebnis liegt bei Carries Freundinnen das Liebesleben brach. Vor allem Samantha trifft es hart: Sie hat sich ein Leben im Zölibat auferlegt, das sie schön langsam in den Wahnsinn treibt. Carrie passiert in Mr. Bigs Gegenwart ein übelriechender Fauxpas. Beschämt meidet sie jeden Kontakt zu ihrem Freund und versucht sich durch Beschäftigungstherapie von der peinlichen Erinnerung abzulenken ... - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0698652/
1.12 Glaubensfragen (Oh Come All Ye Faithful): Ausgerechnet die kaltschnäuzige Samantha scheint sich unsterblich verliebt zu haben. Dies lässt bei Carrie die Frage aufkommen, wann es bei ihr nun endlich so weit sein könnte. Sie konsultiert mehrere Wahrsagerinnen. Deren Vorhersagen fallen eindeutig aus: Heirat ausgeschlossen! Bei einer Zusammenkunft mit Mr. Bigs Mutter erfährt Carrie, dass diese noch nie etwas von ihr gehört hat. Enttäuscht zieht sie einen Schlussstrich unter die Beziehung. - 8,5/10

Während die erste Staffel noch vergleichsweise wenige aufs Gaspedal tritt, gibt es doch schon einige witzige und komische Situationen, die noch sehr zaghaft andeuten, was da noch kommen mag. Die Einführung der Charaktere geht erstaunlich schnell und auch nach Jahren ist man rasend schnell in der Serie drin. Guter Auftakt!

http://tinyurl.com/l5cmr5k

Freitag, 26. Juli 2013

Comedown (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1376168/

Eine Mischung aus "Citadel" und einem x-beliebigen Slasher erwartete mich heute in "Comedown". Ein kleiner, fieser Film, dessen Darsteller leider austauschbar wirken und die wohl beabsichtigte "Gossensprache" ab einem gewissen Zeitpunkt mit ihrem "Ey Bro'!" oder "Wo willst du hin, du kleiner Motherfucker?!" einfach nur nervt. Darüber hinaus bietet der Streifen aber eine nette Schlachteplatte, die dank der beengenden Atmosphäre des Schauplatzes funktioniert.

Dunkel und bedrohlich überragt der Wohnblock Mercy Point das Stadtviertel, in dem Lloyd und seine Freunde wohnen. Wo sie als Kinder zu Hause waren, gähnen heute nur noch blinde Fenster und bröckelt der Putz. Nun führt ein Geld und Spaß verheißender Deal die Teenager für eine Nacht in das Gebäude zurück: Für einen Piratensender sollen sie im obersten Stockwerk eine neue Antenne installieren. Allerdings steht Mercy Point nicht völlig leer. Ein letzter Mieter hat sich hier verschanzt und ist übel gelaunt von der lautstarken Störung. Mit sachgemäß scharfem Werkzeug und allerlei monströsen Fallen plant der Psychopath, das unverschämte Gesindel schnell wieder los zu werden. Leider sind die Kids zunächst viel zu sehr mit sich beschäftigt, als dass sie die Gefahr erkennen. Aber als der Groschen endlich fällt, setzen sie sich tapfer zur Wehr …

Wie gesagt, nett mit einigen blutigen Schauwerten, einem Killer der einfach nicht kaputt gehen will, aber auch ein recht vorhersehbares Spektakel und damit solides Mittelmaß. Ich habe das Gefühl, dass verlassene Hochhäuser als Hintergrund/Schauplatz momentan schwer angesagt sind.

6,5/10

http://tinyurl.com/m2ckhy6

Donnerstag, 25. Juli 2013

Get The Gringo (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1567609/

"Get The Gringo" ist einfach eine außerordentlich unterhaltsame One-Man-Show, bei dem die grobe Optik an die Zeiten des 80er-Jahre Action-Kinos erinnert. Ein gradliniger Gangsterfilm, der ebenso mit originellem Setting und klarer Geschichte überzeugt.

Driver (Mel Gibson) ist ein Meister seines Fachs und ein Krimineller, wie er im Buche steht. Während einer Verfolgungsjagd nach seinem letzten großen Ding, bei dem der Driver mehrere Millionen Dollar aus dem Besitz des Ganoven Frank (Peter Stormare) erbeutet hat, gerät er auf spektakuläre Weise in die Fänge der mexikanischen Behörden. Diese fackeln nicht lange und stecken ihn in ins Gefängnis, gemäß dem Motto: Get the Gringo!. Wenig später lernt er einen Jungen und dessen verwitwete Mutter kennen, die in ständiger Bedrohung durch den Gangster Javi (Daniel Giménez Cacho) leben, der schon den Gatten und Vater auf dem Gewissen hat. Driver macht es sich ganz Gentleman zur Aufgabe, die beiden zu beschützen und von Javi sowie seiner Schergen zu befreien.

Jaaaa, Mel Gibson kann es noch! Irgendwie erinnert der Streifen auch an eine Art "Payback" - nur irgendwie noch blutiger und nur unwesentlich cooler und gemeiner. Natürlich steht und fällt hier die gesamte Produktion mit Hauptdarsteller Mel Gibson, der sich erfreulicherweise in Hochform präsentiert. Ein Mann mit einigen Schwächen, der dem eigenen Vorteil auch nicht abgeneigt ist, wenn andere draufzahlen müssen. Es sei denn er mag jemanden, dann erwacht in ihm seine Sinn für Wiedergutmachung für alle die Dinge, die er in seinem Leben falsch gemacht hat. In diesem Zusammenhang freut man sich darum als Zuschauer sowohl über Szenen wo er (zugegebenermaßen auf amüsante Weise) verprügelt wird, aber natürlich auch wenn er mit seinen Gegnern aufräumt und sie gegeneinander ausspielt. Besonders der teils zynische, schwarze & clevere Humor (teilweise als Erzähler-Kommentar) hat es mir dabei angetanm, aber auch das war schon bei "Payback" so. Alles in allem trifft also "Get The Gringo" immer den richtigen Ton, mal derb, mal düster und immer mit einem herausragenden Mel Gibson.

7,5/10

Mittwoch, 24. Juli 2013

[SERIE] The X-Files, Season 07 - Akte X

http://www.imdb.com/title/tt0751235/
7.1 Böse Zeichen (The Sixth Extinction): Fox Mulder befindet sich in kritischem Zustand im Krankenhaus. Sein Gehirn weist eine derart starke Aktivität auf, dass sie ihn auf Dauer töten würde. Ein Versuch Skinners, mit Hilfe von Michael Kritschgau Mulder wieder in die Gegenwart zurückzuholen, macht alles nur noch schlimmer: Mulder scheint unaufhaltsam seinem tödlichen Wahnsinn zu verfallen. Inzwischen macht Dana Scully, die sich mit mysteriösen Schriftzeichen an einem Raumschiff beschäftigt, eine seltsame Entdeckung. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0751236/
7.2 Tausend Stimmen (The Sixth Extinction II: Amor Fati): FBI-Agent Fox Mulder wird aus dem Krankenhaus entführt. In einer Traumsequenz behauptet der mysteriöse „Raucher“, dass Mulder durch sein besonderes Genmaterial als einziger Mensch gegen die von den Außerirdischen in der Kolonisationsphase geplante Seuche immun ist. Der „Raucher“ entnimmt dem Agenten das Genmaterial und lässt es sich selbst implantieren. Mulder kommt nur mit dem Leben davon, weil ihn Dana Scully im letzten Moment aus dem Forschungslabor herausholt. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0751140/
7.3 Hunger (Hungry): Fox Mulder und Dana Scully ermitteln in einem bizarren Mordfall: Ein junger Mann hat ein Loch im Kopf – und ihm fehlt das Gehirn. Eine Spur führt die FBI-Agenten zu einer Hamburger-Kette, in der Derwood Spinks, ein vorbestrafter Mörder, arbeitet. Als Spinks daraufhin nicht mehr zur Arbeit erscheint, scheint der Fall klar. Doch das ist ein Irrtum: Wenig später verschwinden zwei weitere Menschen auf geheimnisvolle Weise – und auf Fox Mulder wartet eine herbe Erfahrung. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0751160/
7.4 Millennium (Millennium): Als sich vier ehemalige FBI-Agenten innerhalb eines halben Jahres das Leben nehmen und ihre Leichen anschließend aus den Gräbern verschwinden, recherchieren Mulder und Scully in diesem Fall. Mulder findet heraus, dass die Toten alle zur so genannten Millennium-Gruppe gehörten und bittet daraufhin Frank Black, den einstigen Star-Profiler des FBI, um Hilfe. Black erzählt Mulder von einem Mann, der nur ein Ziel hat: kurz vor dem Millennium das Ende der Welt heraufzubeschwören... - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0751194/
7.5 Masse mal Beschleunigung (Rush): Als in einer Kleinstadt zwei Männer auf außerordentlich gewaltsame Weise ums Leben kommen, nehmen Fox Mulder und Dana Scully die Ermittlungen auf. Wie sich herausstellt, hat Max Harden, der Sohn des Sheriffs, in einer Höhle eine Kraftquelle gefunden, die ihm ungewöhnliche Schnelligkeit verleiht. Er bewegt sich so schnell, dass das menschliche Auge dies nicht mehr wahrnehmen kann. Und nun will sich Max an allen rächen, die ihm einmal Unrecht getan haben. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0751227/
7.6 Das Glück des Henry Weems (The Goldberg Variation): Als Henry Weems einen Flugzeugabsturz, einen Sturz vom Dach eines Wolkenkratzers und zwei Attentatsversuche überlebt, ist Fox Mulder überzeugt, dass der Mann ein Fall für die X-Akten ist. Gegen die Überzeugung von Dana Scully beginnen die FBI-Agenten zu ermitteln – und kommen einer merkwürdigen Geschichte auf die Spur: Henry braucht 100.000 Dollar, um die rettende Behandlung für seinen Freund Richie bezahlen zu können. Doch Henry hat Mafiaboss Catrona im Nacken. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0751171/
7.7 Tor zur Hölle (Orison): Der Gefängnispriester Robert Orison pflegt seine eigene Vorstellung von Gerechtigkeit: Unter Einsatz von Massenhypnose befreit er den Frauenmörder Donald Pfaster – um ihn dann im „Auftrag Gottes“ zu richten. Doch Pfaster tötet den Priester und entkommt. Er dringt in Dana Scullys Wohnung, die er schon einmal ermorden wollte, ein. Ihrem Partner Fox Mulder gelingt es, Pfaster in Scullys Wohnung zu überrumpeln – anschließend erschießt die traumatisierte Scully den Mörder. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751219/
7.8 Der Unglaubliche Maleeni (The Amazing Maleeni): Der „Unglaubliche Maleeni“ alias Herman Pinchbeck war ein Zauberkünstler der Sonderklasse. Nun hat sein Zwillingsbruder Albert Pinchbeck diese Rolle übernommen. Zusammen mit seinem jungen Protegé Billy will er dem psychopathischen Spieler Alvarez seine gerechte Strafe zukommen lassen. Ihr nächstes Ziel, ein sorgenfreies Leben, erstreben die beiden mit nicht ganz astreinen Methoden – weshalb sie es mit Fox Mulder zu tun bekommen, der den besseren Zaubertrick parat hat. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751203/
7.9 Schlangen (Signs And Wonders): Ein junger Mann stirbt an zahlreichen Klapperschlangenbissen – zu einer Zeit, in der Schlangen ihren Winterschlaf halten. Da zudem keine Schlange gefunden wird, werden Fox Mulder und Dana Scully an den Tatort gerufen. Schon bald verdächtigen sie Enoch O’Connor, das Oberhaupt einer örtlichen fundamentalistischen Kirche, den Mann mit Schlangen getötet zu haben. Zudem soll er seine eigene Tochter geschwängert haben – und nun will er an ihr einen Exorzismus vornehmen. - 6/10

http://www.imdb.com/title/tt0751200/
7.10 Alte Seelen (Sein Und Zeit): Eine Familie wird von seltsamen Visionen heimgesucht. Als auf mysteriöse Weise die Tochter direkt unter den Augen ihrer Eltern verschwindet, geht FBI-Agent Fox Mulder der Sache nach. Er entdeckt unheimliche Übereinstimmungen zwischen diesem Fall und der vermutlichen Entführung seiner Schwester durch Aliens vor mehr als 25 Jahren. Er ist überzeugt, diesmal dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Doch dann erleben Dana Scully, Fox Mulder und Chef Skinner eine Überraschung … - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0751091/
7.11 Sternenlicht (Closure): FBI-Agent Fox Mulder sieht ein, dass er sich endlich den Dämonen aus seiner Vergangenheit und Gegenwart stellen muss. Auch sucht er nach wie vor nach einer Erklärung für die Entführung seiner Schwester Samantha. Er trifft den Hellseher Harold Piller, der schon mehrfach in Fällen von verschwundenen Kindern mitgearbeitet hatte. Piller weiß über Samantha Bescheid. Während sich die beiden zu einem Gräberfeld begeben, findet Dana Scully im Haus von Mulders Mutter rätselhafte Hinweise. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0751264/
7.12 Vollmond (X-cops): Im Willow Park von Los Angeles bei Vollmond: Deputy Wetzel erlebt einen Albtraum, als er von etwas Unheimlichem angegriffen wird. Während Sergeant Duthie am Verstand ihres Kollegen zweifelt, ist Fox Mulder überzeugt, dass ein Werwolf sein Unwesen treibt. Als in dieser Nacht ein Polizeimitarbeiter, eine Prostituierte und eine Gerichtsmedizinerin durch ihren schlimmsten Albtraum sterben, ist Mulder überzeugt, dass sich das Wesen von den Todesängsten seiner Opfer ernährt. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751126/
7.13 Game Over (First Person Shooter): Die Videospiel-Produktionsfirma „First Person Shooter“ hat eine Weltneuheit zu bieten: Es handelt sich um ein Computerspiel, in das der Spieler persönlich eindringen kann, um in den virtuellen Welten die Bösewichter im direkten Kampf zu eliminieren. Bei einem Probelauf wird ein Spieler ganz real getötet. Fox Mulder und Dana Scully übernehmen den Fall. Es stellt sich heraus, dass eine nicht vorgesehene virtuelle Kriegerin in das Spiel gekommen ist – und Maitreya tötet gnadenlos. - 6/10

http://www.imdb.com/title/tt0751241/
7.14 Zauberstab (Theef): Der Arzt Dr. Robert Wieder findet seinen Schwiegervater Dr. Thalbro erhängt und mit durchgeschnittener Kehle auf. Wenig später wird Dr. Wieders Ehefrau Nan von einer äußerst seltenen Krankheit befallen. Fox Mulder ist davon überzeugt, dass sich jemand mittels Schwarzer Magie an dem Arzt rächen will. Nach längerer Suche in den Krankenhausakten stößt Dr. Wieder auf den Fall einer Patientin, die er nicht hatte retten können. Deren Vater will sich nun an dem Arzt rächen. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0751113/
7.15 Cobra (En Ami): Fox Mulder und Dana Scully untersuchen den Fall einer angeblichen Wunderheilung eines krebskranken Jungen in Virginia. Scully besucht den Jungen und entdeckt, dass dieser offenbar mit dem gleichen Chip, den auch sie im Nacken trägt, geheilt wurde. Danach trifft sie den geheimnisvollen Raucher, der ihr das ultimative Heilmittel für alle menschlichen Krankheiten anbietet, wenn sie sich mit ihm auf eine Reise begibt. Scully willigt ein – und erlebt eine böse Überraschung. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0751088/
7.16 Zerbrochene Spiegel (Chimera): Fox Mulder soll das Verschwinden Martha Crittendons untersuchen. Einige Indizien deuten daraufhin, dass Martha mit der Geisterwelt Kontakt hatte. Als wenig später Marthas Leiche gefunden wird, verdächtigt man zunächst ihren Mann. Doch bald gibt es eine neue Spur: Fox Mulder ist überzeugt, dass eine eifersüchtige Ehefrau einen Dämon gerufen hat, um ihre Rivalin zu bestrafen. Wenig später hat Mulder eine erschreckende Begegnung mit dieser Frau, die sich in ein Monster verwandelt. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0751071/
7.17 Augenblicke (All Things): Mulder muss allein nach England fliegen, um das vorhergesagte Auftreten neuer Kornkreise zu beobachten, weil Scully keine Lust hat. Diese trifft durch einen Zufall ihren ehemaligen Lehrer und Geliebten Dr. Daniel Waterston wieder, der schwer krank ist. Um dem Mann das Leben zu retten, bittet Scully einen taoistischen Heiler um Hilfe. Dessen Wirken ist erfolgreich, worauf Waterston an eine gemeinsame Zukunft mit Dana Scully denkt. Doch Scullys Herz gehört jetzt Fox Mulder. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0751087/
7.18 Nikotin (Brand X): Dr. Scobie stirbt vor seiner Aussage gegen den Tabakkonzern „Morley Tobacco“ auf unerklärliche Weise. Wenig später gibt es ein zweites Opfer, und Mulder und Scully finden am Tatort und in der Leiche einen Schwarm Käfer. Wie sich herausstellt, hat der Konzern einen neuen Tabak entwickelt, der einen gentechnisch veränderten Käfer hervorgebracht hat. Dieser legt seine Eier beim Inhalieren im Körper ab. Als auch Mulder davon betroffen ist, scheint es keine Rettung mehr zu geben. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0751136/
7.19 Hollywood (Hollywood A.D.): Fox Mulder und Dana Scully untersuchen einen Bombenanschlag auf die Krypta der St. Christ’s Church in Washington. Dabei werden sie von einem Drehbuchautor aus Hollywood, Wayne Federman, begleitet. Die FBI-Agenten entdecken die Leiche von Micah Hoffman, der in den 60er Jahren die Leitfigur der Gegenkultur gewesen war. Als Scully die Leiche obduziert, scheint diese sich zunächst als Zombie zu entpuppen. Doch als dann Hoffman quicklebendig wieder auftaucht, eskaliert die Situation. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0751123/
7.20 27.000.000 : 1 (Fight Club): In Kansas City tauchen zwei Frauen auf, die bis ins letzte Detail identisch sind. Wo sie gesehen werden, brechen urplötzlich fürchterliche Schlägereien aus: Als sich zwei Missionare krankenhausreif prügeln, untersuchen zwei FBI-Agenten den Fall – und fangen dann selbst eine Schlägerei an. Fox Mulder und Dana Scully stellen fest, dass es noch ein solches Zwillingspaar gibt – und wenig später geraten auch die beiden Agenten in eine Massenschlägerei, die es in sich hat. - 5/10

http://www.imdb.com/title/tt0751145/
7.21 Drei Wünsche (Je Souhaite): Mulder und Scully ermitteln in einem merkwürdigen Fall: Dem Möbelladenbesitzer Gilmore ist der Mund zugewachsen, als sich sein Angestellter Anson Stokes gewünscht hat, er solle den Mund halten. Doch anstatt Anson Stokes bekommen die Agenten nur dessen Bruder Leslie zu Gesicht. Wie sich herausstellt, ist Anson nicht nur unsichtbar, sondern auch noch tot. Als man seine Leiche findet, macht Scully sie mit einem Puder sichtbar und stößt auf eine mysteriöse Vorgeschichte. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0751190/
7.22 Alles beginnt in Oregon (Requiem): In Bellefleur, Oregon ist ein außerirdisches Raumschiff abgestürzt, was Detective Miles, der den Fall untersucht, entschieden dementiert. Doch Miles’ Sohn Billy, der vor sieben Jahren von Außerirdischen entführt worden war, alarmiert Fox Mulder und Dana Scully. Die beiden Agenten finden eindeutige Hinweise darauf, dass in Bellefleur Außerirdische am Werk sind. Während Billy eine schmerzliche Entdeckung machen muss, gerät auch Fox Mulder in die Gewalt der Außerirdischen... - 9/10

Während die siebte Staffel gegen Ende etwas ins lächerliche abdriftet und allgemein mit mehreren Folgen eher lustig als investigativ herüberkommt, so ist doch das Ende ein sehr cooler Cliffhanger. Mulder ist ab nun nicht mehr dabei und irgendwie macht das Saisonfinale eine runde Sache aus Staffel 1-7. Eigentlich. Trotz kleiner Schwächen eine gute Staffel, die vor allem mit Folgen wie "Alte Seelen", "Sternenlicht" oder "Das Glück des Henry Weems" punkten kann.

Dienstag, 23. Juli 2013

Girls Against Boys (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2036376/

Shae (Danielle Panabaker) ist Studentin und gerade frisch getrennt. Als sie einen neuen Mann kennenlernt, der sie schließlich vergewaltigt, schwören sie und ihre Freundin und Kollegin Lu (Nicole LaLiberte) Rache. Gemeinsam begeben sich die beiden jungen Frauen auf einen mörderischen Trip, auf dem sie jeden Mann, der sich ihnen in den Weg stellt, auf grausame Weise eliminieren. Doch was als Rachefeldzug begann, entwickelt sich zu einer bedrohlichen Besessenheit.

"Keiner ist unschuldig!" - und genau aus diesem Grund metzeln zwei junge Frauen eine Handvoll Jungs nieder, da wir Männer ja so unglaublich böse sind. Beginnt dieser Rape'n-Revenge-Streifen noch mit einer angedeuteten aber irgendwie auch belanglosen weil nie bedrohlich wirkenden Vergewaltigung, so verliert sich der Film auch alsbald in seiner Rachephantasie, die zwar schon etwas anders ist als erwartet, aber dennoch zu vorhersehbar um zu erschrecken. Die wirklich heftigen Szenen spielen auch vielerorts im Off, sodass selbst (blutige) Schauwerte zum großen Teil außen vor bleiben. Die Charakterentwicklung von Shae ist zudem ziemlich unglaubwürdig. Allgemein wird im Film alles ziemlich schnell abgefertigt, ohne das weiter auf irgendwas eingegangen wird. Das führt dazu das einem die Charaktere so ziemlich egal sind und letztendlich austauschbar wirken. Danielle Panabaker ist ein hübsches Mädel, aber mehr als bedrückt in die Gegend schauen tut sie kaum. Nicole LaLiberte überzeugt da schon um einiges mehr und obwohl sie eigentlich kein Motiv hat wirkt ihr Charakter um einiges glaubhafter. Trotzdem ist es nicht das, was ich mir davon versprach.

6/10

http://tinyurl.com/mrrserv

Montag, 22. Juli 2013

Despicable Me - Ich - einfach unverbesserlich 3D (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1323594/

Gru ist der größte Superbösewicht der Welt und hat einen Heidenspaß daran, seinen Mitmenschen das Leben schwer zu machen. Eines Tages aber scheint der verschrobenen Hauptfigur von "Ich - Einfach unverbesserlich" dieser Rang streitig gemacht zu werden: Seinem Konkurrenten Vector gelingt es, die legendäre Cheops-Pyramide zu stehlen. Tief in seinem Stolz verletzt, fasst Gru einen noch tollkühneren Plan: Zusammen mit seiner Zwergenarmee will er den größten Diebstahl der Geschichte vollziehen und den Mond klauen. Doch dazu braucht er die berüchtigte Schrumpf-Kanone, die sich allerdings gerade im Besitz Vectors befindet und er braucht er die Hilfe dreier Waisenmädchen, die eines Tages bei ihm auftauchen. Womit Gru jedoch nicht gerechnet hätte: Die drei kleinen Mädchen sehen in ihm nicht den Bösewicht, sondern eine Vaterfigur…

Was man bekommt - und einen die Trailer nie vermuten ließen - ist einen wunderbarer Familienfilm mit warmherziger Geschichte, deren Kern die Menschlichkeit ist, die in jedem von uns lauert - selbst in den größten und fiesesten Superschurken. Mit viel Herz ist es den Machern gelungen, einen Film zu kreiren, der insbesondere durch seine genial-witzigen Figuren entzückt - neben den verrückten gelben Minions, deren Sprache man nicht verstehen, nur erahnen kann, sind es vor allem auch die drei Waisenmädchen, die für die drolligsten Momente sorgen. Mit überraschend wenig Witz wurde hingegen Oberschurke Gru ausgestattet - sein Part konzentriert sich weitestgehend auf den tugendhaften Teil der Geschichte, der jedoch außergewöhnlich gut gelungen ist, ohne sich übermäßig stark der moralischen Keule zu bedienen. Insgesamt also ein genialer Film, den ich immer wieder gern sehe.

8/10

Donnerstag, 18. Juli 2013

Super Shark (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1698008/

Durch einen Unfall bei einer Ölbohrung nahe der Küste kann sich ein gigantischer prähistorischer Riesenhai, ein Supershark, befreien und frisst sich hungrig durch die schwimmenden Badegäste des nahegelegenen Strandes. Die hübsche Marine Biologin Kat Carmichael reist sofort an den Tatort. Doch Ölmagnat Roger Wade (John Schneider) stellt sich ihr in den Weg um seine nicht ganz sauberen Geschäfte zu schützen. Der Hai ist mittlwerweile mutiert und kann nun sogar auf Land sich fortbewegen. Mit der Hilfe des Disc Jockeys Dynamite Stevens (Soul-Legende Jimmy JJ Walker) trotzt Kat dem zwielichtigen Wade und muss einen Weg finden, um das Monster zu besiegen.

Niemand kann von mir verlangen, einen Film, in dem ein Riesenhai auf seinen Flossen über den Strand galoppiert und gegen einen Panzer auf Beinen kämpft, schlecht zu bewerten. Wenn es etwas mehr Monsteraction und weniger Pseudohandlung gegeben hätte, würde ich dem Ding sogar einen Punkt mehr geben. Andererseits; einen kompletten Handlungstrang um zwei Rettungsschwimmerinnen einzubauen, nur um auf einen kleinen Gag hinzuarbeiten, hat auch schon wieder was...

7/10 auf der Trash-Skala
2,5/10 auf der realen Bewertung

http://tinyurl.com/n2q8kmb

Days Of Thunder - Tage des Donners (1990)

http://www.imdb.com/title/tt0099371/

"Top Gun" am Boden oder auch "Top Gun 2" - so wurde "Tage des Donners" oft und viel beschrieben. Da hätten wir Regisseure Tony Scott, Hauptdarsteller Tom Cruise, eine fast ähnliche Story und das Produzenten-Duo Jerry Bruckheimer und Don Simpson.

Der erfolgreiche Rennfahrer Cole Tickle (Tom Cruise) verletzt sich in einem Autocrash mit seinem Rivalen Rowdy Burns (Michael Rooker) so schwer, dass er ins Krankenhaus eingeliefert wird. Dort verliebt er sich in die Ärztin Dr. Claire Lewicki (Nicole Kidman). Nach seiner Genesung baut Cole mit Hilfe seines Mechanikers Harry (Robert Duvall) langsam seine Karriere wieder auf. Zu seinem großen Rennen in Daytona Beach begleitet ihn nicht nur Claire, er erhält auch Unterstützung von seinem ehemaligen Rivalen Rowdy.

Die Geschichte ist einfach, gradlinig und auch zu vorhersehbar geraten. Und trotzdem gelingt es "Tage des Donners" aber einen gewissen Unterhaltungsfaktor aufzubauen, den man vor allem dem offensichtlich gut gelaunten Cast zu verdanken hat. Tom Cruise überzeugt erneut als kleiner Macho, Robert Duvall hat Spaß an seiner Rolle als Mentor und auch Nicole Kidmann liefert als Gespielin von Cruise eine solide Leistung ab. Aber auch die spannend gefilmten Rennsequenzen können überzeugen und sorgen für die nötige Action. Beim Soundtrack wurde auch wie bei "Top Gun" viel Wert auf die Songauswahl gelegt und für den Score zeichnet sich der damals noch recht unbekannte deutsche Komponisten Hans Zimmer verantwortlich. Letztendlich ist "Tag des Donners" nicht mehr oder weniger als ein cooles Mainstream-Filmchen, der auch nicht viel zu bieten hat. Sein Auftreten allerdings lässt, dank Scott's Regiearbeit, so einige Schwächen vergessen.

7,5/10

http://tinyurl.com/pm6qak3

Brüno (2009)

http://www.imdb.com/title/tt0889583/

Mit seinem homosexuellen Bruno - teils Model, teils Reporter des Österreichischen Jungenrundfunks (OJRF) - schickt Comedy-Superstar Sacha Baron Cohen eine seiner ersten Schöpfungen auf einen internationalen Parcours der Provokation. Wie Borat und Ali G ist auch Bruno ein erprobter Held in Cohens Repertoire und hat mit seiner freizügigen Art schon so manchen Puritaner oder Modeschöpfer in die Verzweiflung getrieben. Für sein erstes Kinoabenteuer lädt er beispielsweise im konservativen Arkansas zum "Cage Fight" mit heißen Girls ein und schockierte dann die einigermaßen homophoben Gäste mit knutschenden Muskelmännern im Käfig. Er mischte sich in Mailand mit einem Haufen alter Kleider am Leib unter die Models und stolzierte über den Laufsteg einer exklusiven Modenschau, er versuchte sich in Los Angeles hartnäckig an einem Interview über Schwulenrechte mit Arnold Schwarzenegger und er holte sich in einem angesagten Berliner Club als geschmacksverirrter DJ eine ordentliche Packung Buhrufe ab...

Nach "Ali G" und "Borat" schickt der britische Starkomiker Sacha Baron Cohen nun den nächsten Unruhestifter in den Ring - in Netzhemd und Hotpants. Brüno - teils Model, teils Celebrity-Reporter und vollständig schwul - macht sich aus Österreich auf, die Vereinigten Staaten und damit auch die Welt zu erobern. Auf seiner internationalen Tour der Provokationen schreckt Brüno vor nichts und niemandem zurück, um sich ins Rampenlicht zu drängeln. Ob mit einem Guerilla-Auftritt im Klettkostüm bei einer Modenschau in Mailand, ob mit kruden Auftritten und Reality-Reportagen oder eben mit seinem schwarzen Adoptivbaby, das man als angesagter Star einfach dabeihaben muss. Mit hartgesottener Arglosigkeit sucht Brüno ungeniert nach Spaß und sorgt für Aufruhr, wo auch immer er hinkommt. Er lässt Moralapostel auflaufen, entblößt die Absurditäten der Fashionistas, ärgert selbsternannte Sittenwächter bis aufs Blut und tritt ignoranten Dummköpfen mit unanständiger Wucht vors Schienbein - ein schlüpfriger Narr in der Welt des schönen Scheins. Schamlos und unverschämt witzig.

Der neue Film von Sacha Baron Cohen macht sich über den grenzenlosen Promiwahn lustig. Er überschreitet bewusst Grenzen und alles, was auch nur ansatzweise wie guter Geschmack aussehen könnte, auf seiner Mission soviel kulturelles Chaos wie nur möglich zu schaffen. In halb-dokumentarisch, halb-filmischen Stil führt er die strunzdummen Protagonisten der Glitzerwelt ebenso vor wie die humorlosen Wächter der politischen Korrektheit - und das so provokant und lustig wie möglich. Allein die Szene in der Selbstversteidigung gegen Homosexuelle "unterrichtet" wird spricht Bände. Aber das beste, das wirklich größte ist Brünos Auftritt als (mittlerweile) heterosexueller Moderator einer Wrestling-Show, der während der Show (zum Glück!) geschützt in einem Käfig seinen Assistenten Lutz zum "MyHeart Will Go On"von Celine Dion verführt. Es ist der perfekte Moment, wenn das militant-heterosexuelle Publikum begreift, wem sie da eigentlich zugejubelt haben. Und auch wenn der Humor so manchmal zum Schreien komisch und dann auch wieder inhaltslos ist, so ist auch der Schockfaktor ebenso unbezweifelbar. Genial!

7,5/10

McBain (1991)

http://www.imdb.com/title/tt0102422/

Als der Kolumbianische Freiheitskämpfer Santos vom Präsidenten ermordet wird flieht seine Tochter in die U.S.A. um McBain, seinen alten Freund aus dem Vietnamkrieg, um Hilfe zu bitten. McBain und seine ehemaligen Kameraden reisen nach Kolumbien und nehmen, um Santos zu rächen, den Kampf gegen die Regierung auf.

Von der Story her ist "McBain" sicherlich nur einer von vielen B-Movie-Actionern. Daher ahnt man von Anfang an wie die Geschichte ausgehen wird und der Weg zum Ziel variiert nur geringfügig. Dennoch bietet Regisseur James Glickenhaus eine temporecihe Inszenierung, weshalb der Film auch eine gute Portion Spannung abbekommt. Im Bereich Action gibt es im Grunde nichts auszusetzen, die einzige kleine kleine Enttäuschung ist lediglich der vergleichsweise unspektakuläre, aber dennoch irgendwie coole Showdown.  Dafür überrascht die erste Hälfte mit erstaunlich viel 90er-Action, vor allem mit Feuergefechte én masse. Diese sind sehr gut in Szene geetzt und geizen auch nicht mit teilweise recht drastischen blutigen Details.

Neben der gut verteilten Action trägt vor allem das Setting einen großen Anteil daran, dass „McBain“ in der oberen B-Movie-Liga mitspielt und auch die musikalische Untermalung hat beinahe das Niveau eines A-Films, reicht dann aber doch nicht an diese heran. Die beiläufig eingestreuten und vermeintlich kritischen Ansätze wirken angesichts der reaktinären Action jedoch alles andere als glaubwürdig. McBain-Darsteller Christopher Walken tätet sich cool und kaltschnäuzig durch den Film, auch wenn die Rolle natürlich etwas stereotypisch und beinahe niveaulos ist. Erwähnenswert sind auch Michael Ironside und Maria Conchita Alonso, welche eine solide, aber nicht überambitionierte Leistung abliefern. Vor allem dank der aufwendigen Machart und der Feuergefechte ist "McBain“ also ein recht gelungener Actionfilm, bei dem der eine oder andere Actionfan durchaus mal ein Auge riskieren könnte.

7/10

Von NSM kommt der FIlm in einem schicken Mediabook, natürlich ungeschnitten und nur über das deutschsprachige Ausland, da der Streifen hierzulande immer noch indiziert ist.

Dienstag, 16. Juli 2013

Bad Boys (1995)

http://www.imdb.com/title/tt0112442/

Für Actionfilmfans ist "Bad Boys" sicher ein Begriff für explosive Action und coole Sprüche. Eines der besten Action-Buddy-Movies der 90er Jahre mit Martin Lawrence und Will Smith als herrlich chaotisches Ermittler-Duo. Nicht ohne Grund wird seit Jahren sehnsüchtig auf Teil 3 gewartet.

Dem Miami Police Department wird Heroin im Wert von über 100 Millionen Dollar geklaut. Wenig später wird ein Ex-Polizist mit einem Paket dieses Heroins zusammen mit der jungen Frau Max (Karen Alexander) ermordet aufgefunden. Die beiden Cops Mike Lowrey (Will Smith) und Marcus Burnett (Martin Lawrence) müssen in Bad Boys – Harte Jungs nicht nur das konfiszierte Heroin wiederbeschaffen, sondern auch die Morde aufklären. Einzige Zeugin ist Julie (Téa Leoni), die beste Freundin von Max. Verängstigt will sie sich Mike, der eng mit Max befreundet war, anvertrauen. Aber der ist nicht auffindbar und so muss Marcus seinen Platz einnehmen. Ein riskantes Rollenspiel beginnt, während die beiden Cops in ihren Ermittlungen auf immer härtere Gegner treffen.

Regisseur Michael Bay kennt man heute eher als Mann der großen Explosionen und an seinem Markenzeichen: Militär vor Sonnenuntergängen. Man kann den Mann dafür hassen oder lieben, aber es gab Zeiten, da hatte er noch kein Millionenbudget zur Verfügung und musste auf andere Mittel zurückgreifen. Hier bekommt er einen sauberen Spagat zwischen klassischem Actionkino und moderner Popcorn-Unterhaltung hin, der auch ordentlich Gas gibt. Die typische Optik und die wilden Schnitte sind hier auch schon anzutreffen, geben aber eben "Bad Boys" auch den nötigen Stil. Es kracht an allen Ecken und Ende, die Explosionen und die Action sind toll in Szene gesetzt und vor allem der Witz ist ein absolutes Highlight, der auch nur so lebendig rübergebracht werden kann, weil man mit Martin Lawrence und Will Smith zwei perfekt passende Hauptdarsteller gefunden hat, die ihren Rollen auch den nötigen Charme verleihen. Fetzt.

7,5/10

Lord Of War (2005)

http://www.imdb.com/title/tt0399295/

Was für ein genialer satirischer Film! Was für ein bissiger Sarkasmus, welch Zynismus, was für Ironie! Was für ein beeindruckendes Schauspiel, welche großartige Worte und Wortspiele, was für ein Setting! Hier passt beinahe alles. Grandios!

"Es befinden sich weltweit über 550 Millionen Schusswaffen in Umlauf. Das heißt auf diesem Planeten hat jeder 12. Mensch eine Schusswaffe. Das führt zu der einen Frage: Wie bewaffnet man die anderen 11?"

Der Handel mit Waffen ist ein dreckiges aber lukratives Geschäft. Und Yuri Orlov (Nicolas Cage) ist darin der Beste. Nach bescheidenen Anfängen in New Yorks Stadtteil Little Odessa steigt er gemeinsam mit seinem Bruder Vitali (Jared Leto) nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zum mächtigsten Waffenschieber der Welt auf. Unmenschliche Diktatoren und legitime Staatsoberhäupter – Yuri versorgt sie alle. Partei ergreift er nicht, so lange die Kasse stimmt. Da heftet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere der Interpol-Agent Jack Valentine (Ethan Hawke) an seine Fersen und Ehefrau Ava (Bridget Moynahan) stellt ihn vor ein Ultimatum. Yuri will sich für die Familie entscheiden, doch seine Kunden sind ihm unangenehm treu...

"Das Böse siegt, wenn das Gute tatenlos zusieht. Es sollte besser heißen: Das Böse siegt immer!"

Allein das Intro, untermalt vom Song "For What It's Worth" von Buffalo Springfield... krass! Dieser Film ist so voller Zitate, gebündelter "WTF?!"-Szenen und so voller erschreckender Wahrheiten, dass man sich wünschen würde, es wäre nicht so. Dabei bildet der Film - in einem überspitzten Rahmen - eigentlich nur das wahre Bildnis der Realität ab. Die politische Kernthematik von "Lord Of War" ist dabei natürlich kaum zu übersehen und setzt immer wieder zu neuen Schlägen gegen den amerikanischen Waffenhandel an, welcher seine Finger über die gesamte Welt ausstreckt. Allerdings weiß Regisseur Andrew Niccol nicht nur bei diesem kritischen brisantem Thema zu punkten, sondern auch der hohe Unterhaltungswert ist durchgehend geboten und die unheimliche Gratwanderung gelungt hervorragend. Denn der Film wirkt niemals belehrend, eher informierend, ohne mit dem Finger auf die wahren Schuldigen zu deuten. Die Lacher gehen dabei vor allem auf das Konto der wunderbar zynischen Off-Kommentare von Nicolas Cage (dem die Rolle passt wie ein maßgeschneiderter Anzug), die immer wieder den Nagel auf den Kopf treffen. Und dabei zeigt der Film doch die grenzenlose Abartigkeit des krieges und der Kriegstreiber und zeigt im Grunde nur, dass die Waffenhändler nur die Spitze des Eisberges sind. Die stimmige Musik tut ihr übriges zu der so schon nahezu perfekten Inszenierung - die einen schon während des Films sehr zum nachdenken anregt. Auf jeden Fall einer der Top-Filme, die man gesehen haben sollte, auch wenn am Ende ein bitterer Nachgeschmack bleibt.

"Ich werden Ihnen sagen, was passieren wird - damit Sie sich darauf vorbereiten können. In Kürze klopft jemand an die Tür und Sie werden nach draußen gerufen. Dort wird ein Mann stehen, der einen höheren Rang hat, als Sie. Zuerst gratuliert er Ihnen zu der guten Arbeit, die Sie geleistet haben, dass Sie die Welt sicherer gemacht haben und das Sie eine Belobigung und eine Beförderung erhalten werden. Und dann sagt er Ihnen, dass Sie mich freilassen sollen. Sie werden protestieren, vielleicht sogar mit Ihrer Kündigung drohen, doch am Ende werde ich freigelassen. Der Grund, warum ich freigelassen werde, ist derselbe, warum ich Ihrer Meinung nach verurteilt werden sollte. Ich bin per "Du" mit einigen der widerwärtigsten, sadistischsten Männer, die ich heutzutage Anführer nennen. Aber einige dieser Männer sind die Feinde Ihrer Feinde. Und weil der größte Waffenhändler dieser Welt Ihr Boss ist - der Präsident der Vereinigten Staaten, der mehr Material an einem Tag verschifft, als ich in einem Jahr - ist es manchmal peinlich, dass seine Fingerabdrücke auf den Waffen sind. Manchmal ist er auf freie Mitarbeiter wie mich angewiesen, um die Mächte zu beliefern, die er offiziell nicht beliefern kann. Daher können Sie mich das Übel nennen, aber unglücklicherweise bin ich ein notwendiges Übel."

9/10

Montag, 15. Juli 2013

Mega Piranha (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1587807/

Die übergrossen, prähistorischen Megapiranhas gelten bereits seit Millionen von Jahren als ausgestorben. In Wirklichkeit aber haben sie in einem abgelegenen Nebenfluss des Amazonas bis in die heutige Zeit überlebt. Durch menschliche Eingriffe in die lokale Umwelt werden die Mega Piranhas aus ihrer Isolation befreit und sie machen sich auf den Weg nach Florida - rechtzeitig zum Höhepunkt der Touristen- und Badesaison...

Jaja, "The Asylum", eine Trashfilm-Schmiede vor dem Herrn! Wie immer dämliche Dialoge miese Synchro, dumme Schauspieler, Logiklöcher ohne Ende und dermaßen schlecht animierte Piranhas, die alsbald die Größe eines Hauses annehmen... geil! Das Szenen-Recycling ist phantastisch, "Mega Piranha" ist Trash in Reinkultur, aber immerhin ist das Setting etwas anspruchsvoller als für derartige Filme zu erwarten ist. Insofern klingt das eigentlich nach einem Kandidaten für Tiefstwertungen. Eigentlich. Denn "Mega Piranha" wirkt so schlecht, dass ich mich herrlich amüsiert und regelmäßig laut gelacht habe. Trash kann nicht immer unterhalten, aber der hier schafft dieses in beeindruckender Form und Schlechtheit und ist somit ein absolutes Highlight unter dem Müll dieser Welt.

7,5/10 auf der Trash-Skala
3/10 auf der realen Bewertung

Sonntag, 14. Juli 2013

Borat: Cultural Learnings Of America For Make Benefit Glorious Nation Of Kazakhstan - Borat (2006)

http://www.imdb.com/title/tt0443453/

Es ist ein wichtiger Auftrag, den der kasachische TV-Journalist Borat (Sacha Baron Cohen) da bekommen hat. Er soll in die USA reisen, um dort eine Dokumentation über die kulturellen Vorteile des Westens zu drehen, auf dass die wirtschaftlichen, sozialen und die Juden-Probleme in der Heimat endlich ein Ende haben. Kaum in New York angekommen, gibt es die ersten Rückschläge. Nicht nur ist das Hotelzimmer (Aufzug) merkwürdig klein, auch gehen langsam die Zigeunertränen (gegen Aids!) zur Neige und sowieso scheint niemand auf die Offenherzigkeit von Borats Besuch (Küsschen hier, Küsschen da) wirklich vorbereitet zu sein. Da entdeckt Borat im Fernsehen eine Serie namens "Baywatch" und mit ihr die Liebe zur "ganz bestimmt jungfräulichen" Superblond

In der Mockumentary begibt sich Sacha Baron Cohen als kasachischer Reporter nach Amerika, um die verrückten Sitten und Gebräuche der US und A seinem heimischen Publikum näher zu bringen.

Sacha Baron Cohen macht Satire, die richtig weh tut und dabei aber zum Schreien komisch ist. Er provoziert - und das gekonnt. Der Film hat neben der brutalen Vollkontaktcomedy aber auch leise, melancholische Momente. Borat schmachtet, unterlegt mit Balkan-Schwermut vom Komponisten Goran Bregovic. Seine Gesprächspartner entlarvt Cohen als bigotte, überhebliche Idioten, die sich in Gegenwart des so offensichtlich planlosen Ausländers aus irgendeinem rückständigen Land eine Blöße nach der anderen geben. Er benutzt die Tarnkappe der vorgeblichen Dummheit. Cohen ist für mich ein großer Komiker, ein beeindruckender Schauspieler und ein genialer Improvisationskünstler - und das schon zu Zeiten der "Ali G.-Show". Er hat die Satire per Konfrontation auf eine neue Stufe gehoben - auch nicht erst als Borat. In erster Linie jedoch ist Cohen eine Art Till Eulenspiegel: Lustig ist er vor allem durch die Dummheiten, die er anderen so meisterlich und furchtlos entlockt. In einem Satz: vulgär, pervers und saukomisch.

8/10

The Delta Force (1986)

http://www.imdb.com/title/tt0090927/

Libanesische Terroristen entführen ein amerikanisches Passagierflugzeug und drohen damit, einen Fluggast nach dem anderen zu töten, wenn die Regierung nicht auf ihre Forderungen eingeht. Der US-Präsident beauftragt das Spezialkommando "Delta Force" mit der Rettungsmission. Das Team steht unter der Führung von Colonel Nick Alexander (Lee Marvin) und Major Scott McCoy (Chuck Norris). Sie sollen die Situation in den Griff bekommen und darauf achten, dass so wenig Blut wie möglich vergossen wird. Die Erfolgsaussichten sind gering, aber davon lassen sich Alexander und Scott nicht einschüchtern. Sie stürzen sich in den Kampf und schaffen es, einige Geiseln zu befreien. Doch der Auftrag ist erst beendet, wenn alle von ihnen wieder frei sind...

Schon nach einer halben Stunde ist "The Delta Force" bereits der typische 80er Jahre Actionfilm. Anfangs noch mit sehr ernster Story ausgestattet, wandelt sich der Streifen bald zu einem Actioner in Reinform, was vor allem auf Actionheld Chuck Norris zurückzuführen ist. Explosionen, wildes Geballer, ein Chuck Norris, der alles im Griff hat und die nötige politische Unkorrektheit, welche einfach zum 80er Jahre Action-Kino dazu gehört, gibt es wieder reichlich. Dazu gibt es Logiklöcher, wohin man auch schaut. Ein Beispiel: Chuck Norris klettert in das Heck in einen brennenden Hubschrauber, um einen Kameraden zu retten, steigt über Feuersbrünste und klettert durch enge durch umgekippte Geländewagen verkeilte Gänge, findet letztendlich seinen Kameraden, befreit ihn... und zieht ihn durch die hinter ihm offene Hubschraubertür nach draußen. *facepalm* Oder Beweise für übermenschliche Intelligenz: Soldat: "Ah! Mein Bein!" - Passant: "Ich helfe Ihnen! Ich studiere Medizin!" *Puuuuuuuh* Trotzdem. Ich mag die Actionfilme der 80er. Keine noch so blöde Situation, die nur der Verdeutlichung der Coolness des Helden dient, wird mich jemals davon fernhalten. Außerdem reden wir hier von Chuck Norris!

6,5/10

PS: Die Titelmelodie, die sich wie zäher Schleim durch den kompletten Film zieht und bei jeder Actionszene zum Einsatz kam, wird mir wohl nie mehr aus dem Kopf gehen... *daaa-dadada-da-da-daaaaaaaaa*. Leichtes Spiel für Herrn Silvestri.

Von NSM kommt der Film in einer auf 666 Stück limitierten Version im Mediabook.

Les Misérables (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1707386/

Da ist er nun also: "Les Misérables" mit seinem unübersehbaren Fokus auf Musik, Ausstattung und Optik. Lässt man sich darauf ein, wird man mitgerissen, selbst wenn man kein ausgesprochener Musicalfan ist. Die Geschichte um Jean Valjean kenne ich noch aus Jugendtagen, als ich das Buch las. Ich fand die Geschichte schon damals spannend, lehr- wie gesitreich und einfach nur schön.

Der Sträfling Jean Valjean (Hugh Jackman) wird nach 19 Jahren Plackerei im Steinbruch freigelassen und möchte sein Leben von Grund auf ändern. Er wird zum rechtschaffenden Mann und gibt Armen und Bettlern die Möglichkeit, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Eine seiner Mitarbeiterinnen ist die junge Fantine (Anne Hathaway), die ein kleines Geheimnis hütet. Sie hat eine uneheliche Tochter, Cosette (Amanda Seyfried), in welche sich Jura-Student Marius Pontmercy (Eddie Redmayne) verliebt. Als Polizeiinspektor Javert (Russell Crowe) in die Stadt kommt, ist er nicht von Jeans plötzlicher Läuterung überzeugt.

Trotz einiger Längen ist der Film irgendwie ein einzigartiges Erlebnis. Na klar, es ist ein Musical, es wird gesungen statt gesprochen (und das ausschließlich im O-Ton und zu 95%) - und allein das wird schon viele abschrecken. Aber es ist eine gut gemachte Geschichte, sofern mans ich darauf einlässt - aber dass der Film mich doch derart mitreißt hätte ich nicht vermutet. Dabei bin ich ein großer Fan von "Sweeney Todd", habe mit Musicals allgemein aber wenig am Hut. Anne Hathaway sticht mit ihrem herzzerreißenden Spiel/Gesang gleich postiv hervor und lässt keine Zweifel zu, dass diese Frau den Oscar absolut verdient hat. Auch Hugh Jackman und Eddie Redmayne überzeugen durchweg. Da Helena Bonham-Carter und Sacha Baron-Cohen die eigentlichen Gründe warer, weswegen ich mir den Film angesehen habe, verwundert es auch nicht, dass ich mich bei ihren Auftritten als diebische Gastwirte prächtig amüsieren konnte. Ebenfalls überrascht war ich von Anne Hathaway, die mit "I Dreamed A Dream" den sicherlich größten Gänsehautmoment bietet. Abgesehen von den hervorragenden Leistungen der Schauspieler, haben die Stücke und die beinahe epische Optik dazu beigetragen, dass einem nicht selten der Atem wegblieb. Obwohl man den Plot von "Les Misérables" schon zu genüge kennt und er auch schon oft verfilmt wurde, zeigt dieses Werk noch ganz andere Facetten des Stoffes. Der Gegensatz von Moral (Valjean) und Justiz (Javert) ist seit jeher ein wichtiges Thema und wird hier im Film von seinen Vertretern gut dargestellt und hinterfragt. Die Vielfältigkeit im Gesang, aus der Emotion heraus, ist es, was dieses Musical ausmacht. Das hat Tom Hooper grandios umgesetzt. Die Besetzung ist einmalig, Kostüm, Maske und Ausstattung machen einen tollen Job. Nicht zuletzt ist das Stück auch immer wieder ein Stück Gesellschaftskritik. Toll!

8,5/10

http://tinyurl.com/ngzqpbp