Sonntag, 31. März 2013

[SERIE] The Walking Dead, Season 03

http://www.imdb.com/title/tt1520211/

Nach fast einem Jahr Wartezeit geht "The Walking Dead" endlich in die dritte Runde und lässt einen wieder mit der Gruppe Überlebender zittern und um ihr Leben bangen. Nachdem Sie den als Zuflucht sicher geglaubten Bauernhof hinter sich gelassen haben, sind sie nun ein einer neuen Festung angelangt: einem Gefängnis. Doch hier entstehen erneut Konflikte - und die kommen nicht nur voninnen, sondern eine neue Macht im nahegelegenen Dörfchen versucht, die wackelige Einheit der Truppe zu zerstreuen...

http://www.imdb.com/title/tt2107527/
3.1 Die Saat (Seed)
Die Gruppe, angeführt von Rick, ist seit einigen Monaten auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Ricks Frau Lori ist bereits hochschwanger und erwartet ihr Kind jeden Augenblick. Nachdem die Gruppe zu Beginn aus einem verlassenen Haus durch eine Horde Beißer vertrieben wird, finden Rick und Daryl bei der Jagd zufällig eine verlassene Gefängnisanlage. Die Gruppe entscheidet sich, den umzäunten Vorhof zu betreten, das Tor hinter sich zu verschließen und alle dort befindlichen Beißer zu töten. Während sich alle bei einem nächtlichen Lagerfeuer von den Anstrengungen erholen, richtet Rick eine Rede an sie: Er beglückwünscht sie zu ihrem Sieg, aber er ermahnt sie auch, den Plan am nächsten Morgen fortzusetzen. Rick vermutet, dass das Gefängnis früh überrannt wurde und sich möglicherweise ein Vorrat an Ausrüstung und Versorgung im Gefängnis befindet. Mit Teamwork und Rücken an Rücken schafft es die Gruppe, den weiteren Vorhof von Beißern zu befreien. Es fällt ihnen auf, dass auch Zivilisten unter den Beißern sind, was auf eine Gefährdung der Sicherheit hinweisen könnte. Zunächst wird innerhalb des Gebäudes ein Zellenblock für die Übernachtung gesichert, danach beginnen Rick, Daryl, Hershel, Glenn, T-Dog und Maggie eine Erkundungsmission in andere Gefängnisbereiche. In den dunklen Gängen werden sie von einer Gruppe Beißer überrascht und getrennt, worauf Hershel bei dem Versuch, die vermissten Glenn und Maggie zu finden, zu nahe an einen sitzenden Beißer gerät und ins Bein gebissen wird. Rick versucht sein Leben zu retten und trennt das verletzte Bein mit einer Axt ab, in der Hoffnung, eine Infektion abwenden zu können. Als Hershel aufgrund der Schmerzen und des Blutverlusts bewusstlos wird, entdeckt Daryl, dass sie nicht alleine im Gefängnis sind und von einer Gruppe überlebender Gefangener beobachtet werden.
 - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2253598/
3.2 Rosskur (Sick)
Hershel wird in den Zellenblock C zurückgebracht und auf ein Bett gelegt. Die Häftlinge folgen den Überlebenden in die Freiheit. Dort erklären ihnen Rick und Daryl, dass die Welt sich geändert hat. Sie führen die ehemaligen Gefangenen nach draußen und zeigen ihnen die erlegten Untoten. Tomas will die Farm-Überlebenden aus dem Gefängnis haben, daher kommt es zur Auseinandersetzung. Die Gruppen einigen sich darauf, dass im Austausch für Nahrung Hilfe bei der Säuberung eines Zellenblocks gewährt wird. Die Nahrung wird daraufhin übergeben und Nahkampfwaffen werden an die Häftlinge verteilt. Rick teilt Glenn zur Aufsicht Hershels ein und geht zusammen mit T-Dog, Daryl und den Häftlingen in den Zellenblock D. Carol versucht alles, um Hershel zu stabilisieren. Maggie ist besorgt, dass er es nicht schaffen könnte. Glenn beruhigt sie und muss auf Ricks Anweisung zu ihrer aller Sicherheit Hershel ans Bett fesseln. Carl kann einige Bandagen finden, was zwar sehr hilfreich ist, jedoch wird er für seinen Alleingang zur Krankenstation von seiner Mutter gemaßregelt. Nachdem Hershel stabil ist, will Carol an Leichen weitere Praxiserfahrung bezüglich einer Kaiserschnitt-Entbindung sammeln und bittet Glenn, gemeinsam mit ihr einen passenden Beißer dafür zu beschaffen. Draußen am Zaun findet und tötet sie einen der Beißer und schafft ihn mit Glenns Hilfe hinein. Bei der Operation an dem Leichnam wird sie von einer unbekannten Person beobachtet. Maggie möchte, dass ihr Vater in Frieden sterben kann, als plötzlich seine Atmung aussetzt. Lori jedoch beginnt sofort mit einer Wiederbelebung und hat Erfolg. Unterdessen säubern Rick und die anderen den Zellenblock. Hierbei sterben drei Häftlinge. Der Zellenblock wird an die verbliebenen, Axel und Oscar, übergeben. Zurück im Zellenblock C besucht Rick den verwundeten Hershel. Dieser kommt zu Bewusstsein und greift nach Ricks Hand. Lori und Rick sondern sich von der Gruppe ab. Nach Monaten macht Rick nun wieder einen zaghaften Schritt auf Lori zu.
 - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2253600/
3.3 Zeit der Ernte (Walk With Me)
Die Episode wird komplett aus der Sicht von Andrea und Michonne erzählt. Nachdem sie den Absturz eines Militärhelikopters verfolgt haben, machen sich die beiden auf den Weg zur Absturzstelle. Dort trifft kurz nach ihnen auch eine Gruppe bewaffneter Männer ein, welche die beiden Frauen gefangen nehmen und sie gemeinsam mit einem noch lebenden Piloten in die Stadt Woodbury mitnehmen. In dieser beißerfreien Stadt gibt es eine Schule, ausreichend Nahrung, Strom und warmes Wasser. Die Stadt wird regiert von einem Mann, der sich selbst nur als "The Governor" bezeichnet; seinen wahren Namen gibt er nicht preis. In Woodbury trifft Andrea auf Merle Dixon, der sich den Männern des Governors angeschlossen hat. Während Andrea mit dem Governor sympathisiert, ist Michonne zunehmend misstrauisch. Der Governor fragt den verletzten Helikopterpilot über dessen jüngste Erlebnisse aus und erfährt, dass dieser mit weiteren Army-Überlebenden ein Camp nahe der Stadt aufgebaut hat. Er lässt den Piloten im Glauben, dessen Leute retten und in die Stadt bringen zu wollen, dies stellt sich jedoch als eine List heraus. Zusammen mit seinen Handlangern überfällt er den Konvoi der zurückgebliebenen Soldaten und erschießt alle. Die Gruppe nimmt die Waffen, Vorräte und Medikamente mit und der Governor lässt seine Stadt im Glauben, die Soldaten seien schon tot gewesen, bevor sie dort ankamen. In der letzten Szene sieht man, wie der Governor in seiner Wohnung eine Sammlung von abgetrennten Beißerköpfen in Aquarien betrachtet, darunter auch den Kopf des Piloten. - 9/10


http://www.imdb.com/title/tt2253602/
3.4 Leben und Tod (Killer Within)
Zu Beginn der Folge sieht man einen zunächst Unbekannten eine Spur aus Körperteilen eines Wildtieres legen, um Beißer durch ein offenes Tor in das Gefängnis zu locken. Die Gefangenen Axel und Oscar bitten darum, sich der Gruppe anschließen zu dürfen, jedoch wird diese Bitte abgelehnt, da dies als zu gefährlich für die Gruppe eingeschätzt wird. Als sich die Gemeinschaft im Gefängnishof trifft, da Hershel erstmals sein Krankenbett verlassen kann, werden sie von einer Horde Beißer überrascht, zudem ertönen die Gefängnissirenen, die weitere Walker anlocken. Rick und Daryl werden von Oscar zum Generatorraum geführt, wo die Sirenen ausgeschaltet werden können. T-Dog und Carol flüchten, wobei T-Dog von einem Beißer gebissen wird. Auch Maggie, Carl und Lori suchen nach einem sicheren Versteck vor den Beißern. Loris Wehen setzen ein, das Kind kann jedoch nicht auf natürlichem Weg geboren werden. Um das Kind zu retten, holt es Maggie auf Loris Drängen per Kaiserschnitt erfolgreich zur Welt. Lori stirbt infolge des Eingriffs und wird danach von Carl in den Kopf geschossen, damit sie nicht als Walker zurückkehrt. In Woodbury zeigt Andrea Merle auf einer Karte die Lage von Hershels Farm, auf der sie sich und ihre ehemalige Gruppe um Rick aufgehalten hatte, damit er dort mit der Suche nach seinem Bruder Daryl beginnen kann. Andrea beschließt jedoch, zunächst in Woodbury zu bleiben, da sie sich dort sicher und geborgen fühlt. Dies stößt auf Unverständnis bei Michonne, da sie dem Governor nicht vertraut. Im Gefängnis geraten derweil Carol und T-Dog in eine Gruppe Beißer. T-Dog, bereits gebissen und daher dem Tode geweiht, stürzt sich in die Beißer und opfert sich, um Carol die Flucht zu ermöglichen. Als Rick, Daryl und Oscar den Generatorraum erreichen, wartet Andrew, der Gefangene, den Rick den Beißern überlassen hatte, auf sie und greift Rick an. Rick verliert seinen Revolver, den Oscar aufnimmt. Andrew bittet Oscar, Rick zu erschießen, doch Oscar tötet Andrew und übergibt Rick seinen Revolver. - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2253610/
3.5 Anruf (Say The Word)
Rick ist durch den Schock über den Tod seiner Frau wie in Trance und begibt sich mit einer Axt bewaffnet alleine zurück ins Gebäude, um Lori zu finden. Daryl und Maggie machen sich unterdessen auf den Weg in einen ehemaligen Kindergarten, um nach Nahrung und Kleidung für das neu geborene Baby zu suchen. In Woodbury ist zu sehen, wie der Governor seine Tochter, die zu einem Beißer geworden ist, noch immer so behandelt, als wäre sie ein normaler Mensch: Er kämmt ihr die Haare, muss sie dabei allerdings gefesselt halten. Als in Woodbury zu späterer Zeit ein Fest stattfindet, nutzt Michonne die Gelegenheit und schleicht sich ins Haus des Governors, wo sie sich ihre Waffe zurückholt und Unterlagen anschaut. Später gelangt sie in einen versteckten Teil von Woodbury, wo sie eine kleine Gruppe eingesperrter Beißer vorfindet, die von ihr befreit und getötet werden. Unterdessen macht sich Glenn auf die Suche nach Rick, der noch immer im Gefängnis nach Lori sucht. Als er ihn gefunden hat, gelingt es ihm nicht, beruhigend auf ihn einzuwirken. Rick geht alleine weiter, stößt wenig später auf den Raum, in dem Lori gestorben ist, und findet dort einen trägen, vollgefressen Walker vor - Loris Leiche scheint von dem Walker gefressen worden zu sein. Rick schießt ihm in den Kopf, dann sticht er verzweifelt auf den Wanst des Walkers ein. Der Governor stellt Michonne bezüglich der getöteten Beißer zur Rede, möchte ihr aber noch eine Chance geben, falls sie in seinem Team arbeitet. Michonne lässt sich nicht darauf ein und möchte mit Andrea bei Nacht die Stadt verlassen. Diese wurde jedoch vom Governor über den Zwischenfall aufgeklärt und ist nach wie vor der Meinung, in Woodbury besser aufgehoben zu sein als außerhalb der Stadt. Als das Tor geöffnet wird, kann sich Andrea nicht entschließen, Michonne zu folgen, so dass diese alleine die Stadt verlässt. Später am Abend erreicht das Fest in Woodbury seinen Höhepunkt, indem Merle und andere Männer eine Art Gladiatoren-Kampf in einem von angeketteten Beißern gebildeten Ring abhalten. Andrea ist von diesem Verhalten schockiert, für die restlichen Einwohner ist dieser Kampf jedoch normale Unterhaltung. Auf dem Gefängnisvorhof werden drei Gräber ausgehoben, eins für T-Dog, Lori und scheinbar auch eines für Carol, die seit dem Angriff der Beißer auf T-Dog nicht mehr wiedergesehen wurde. Rick sitzt erschöpft und ausgelaugt neben dem toten Walker, als plötzlich im selben Raum ein Telefon klingelt... - 8,5/10


http://www.imdb.com/title/tt2253604/
3.6 Auf der Jagd (Hounded)
Michonne wird von Merle und drei weiteren Männern aus der Woodbury-Gemeinde verfolgt. Sie kann aus einem Versteck heraus zwei von ihnen töten, wird aber von Merle ins Bein geschossen. Später greift sie Merle und seinen Begleiter erneut an, gleichzeitig müssen sich die drei gegen hinzukommende Beißer wehren. Michonne schlitzt am Boden liegend einem Walker den Bauch auf, dessen Eingeweide sich auf sie ergießen. Michonne flieht, auch Merle und sein junger Begleiter können sich gegen die Beißer wehren, doch letzterer wird von Merle umgebracht, da dieser nicht beim Governor vorgeben will, dass Michonne tot ist. Merle trifft auf seinem Rückweg nach Woodbury vor einem Markt auf Maggie und Glenn, die dort Babynahrung gefunden haben. Er bringt die beiden in seine Gewalt und zwingt sie, mit ihm nach Woodbury zu fahren. Michonne beobachtet das Zusammentreffen und erkennt die beiden aus Andreas Erzählungen wieder. Sie hat auch festgestellt, dass sie durch den Körperinhalt des Beißers auf ihrem Körper nicht mehr von anderen Walkern als Beute wahrgenommen wird. Andrea fühlt sich zum Governor hingezogen und geht eine Liebschaft mit ihm ein. Währenddessen erhält Rick mehrere Anrufe. Im Verlauf der weiteren Folge stellt sich heraus, dass er sich die Telefonanrufe allerdings nur eingebildet hat. Daryl, Carl und Oscar suchen derweil im Gefängnis nach Carol. Nach einer langen Suche findet Daryl sie sichtlich mitgenommen in einer Zelle und bringt sie zurück in den gesäuberten Zellenblock. Am Ende der Episode sieht Rick eine angeschlagene, blutübergossene Frau, die sich, ohne angegriffen zu werden, durch die Beißer zum Zaun bewegt – es ist Michonne. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2253606/
3.7 Tod vor der Tür (When The Dead Come Knocking)
Michonne wird im Gefängnis verarztet. Sie erzählt von Merle, welcher Maggie und Glenn nach Woodbury gebracht hat, ohne seinen Namen zu nennen. Gleichzeitig freut sich die gesamte Gruppe über die Rückkehr von Carol. Ein Arzt aus Woodbury experimentiert mit einem sterbenden Senioren, muss jedoch feststellen, dass dieser nach seinem natürlichen Tod keinerlei Erinnerung an sein früheres Leben hat. Der zum Beißer mutierte Senior wird kurzerhand von Andrea eliminiert. Rick, Daryl, Michonne und Oscar machen sich auf den Weg nach Woodbury, um Glenn und Maggie zu befreien. In einem Wald wird die Gruppe von einer Horde von Beißern angegriffen. Sie flüchten in ein Blockhaus. Dort treffen sie auf einen Überlebenden, der bis zu diesem Zeitpunkt in der Hütte überleben konnte. Der Mann fühlt sich bedroht und gefährdet mit seinem Verhalten die Gruppe, woraufhin Michonne ihn kurzerhand tötet. Um die hungrige Meute Beißer abzulenken, werfen sie die Leiche vor die Tür und können durch die Hintertür fliehen. In Woodbury verrät Maggie unter Folter, wo sich die restliche Gruppe versteckt. Der Governor plant, das Gefängnis anzugreifen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2253608/
3.8 Siehe, Dein Bruder (Made To Suffer)
Eine Gruppe Überlebender wird unter der Führung von Tyreese und seiner Schwester Sasha in einen zerstörten Teil des Gefängnisses geführt – eine Frau in der Gruppe, Donna, wurde gebissen. In Woodbury können Rick, Daryl, Michonne und Oscar Glenn und Maggie befreien, bei einem anschließenden Feuergefecht wird Oscar erschossen. Michonne findet das Versteck der Beißer vom Governor und tötet während dessen Anwesenheit seine zum Beißer mutierte Tochter. Michonne flieht danach und kann dem Governor dabei sein rechtes Auge ausstechen. Carl folgt im Gefängnis Hilfeschreien, findet die Gruppe von Tyreese und führt sie in den sicheren Block, sperrt sie jedoch, zur eigenen Sicherheit, in eine Zelle ein. Außerhalb von Woodbury sammeln sich die Leute um Rick wieder, doch Daryl kommt nicht zu dem Treffpunkt – ohne ihn ziehen Rick, Michonne, Glenn und Maggie wieder Richtung Gefängnis. Die letzte Szene zeigt den Governor, der vor versammelter Stadtbevölkerung eine Rede über den Angriff hält und einen Schuldigen benennt: Merle. Einige Wachen zerren Daryl in die Arena, in der er Merle nun gegenübersteht. - 9/10


http://www.imdb.com/title/tt2269550/
3.9 Kriegsrecht (The Suicide King)
Der Governor erklärt den Zuschauern, dass Daryl und Merle bis zum Tode zu kämpfen hätten, was Andrea zu verhindern versucht. Der Kampf beginnt und zusätzlich werden ein paar Walker an Stangen zum Kampf geführt. Plötzlich fallen Schüsse, die von Rick und Maggie abgefeuert werden. In der daraufhin entstehenden Panik können sie zusammen mit Daryl und Merle fliehen. Als sie zum Auto zurückkommen, entsteht ein Konflikt mit den dort wartenden Glenn und Michonne, die sich gegen Merle wenden. Da keine Lösung zu erkennen ist, trennen sich Daryl und Merle von der Gruppe. Die anderen kehren zurück ins Gefängnis. Dort bahnt sich ein weiterer Konflikt mit der Gruppe um Tyreese an, die von der ursprünglichen Gruppe zunächst weitgehend versorgt wird. In Woodbury versuchen inzwischen ein paar Leute die Stadt zu verlassen und werden von der Miliz des Governors aufgehalten. Andrea versucht zu beruhigen, als plötzlich Walker innerhalb des Zaunes Stadtbewohner angreifen. Ein Mann wird gebissen und vor allen Menschen durch den Governor erschossen. Andrea versucht den Governor zur Rede zu stellen, erfährt dabei von Maggie und Glenn und wird von dem Governor rüde als „vorübergehender Besucher“ abgekanzelt. Im Gefängnis wird über die Gruppe von Tyreese entschieden, die Rick zunächst komplett ablehnt. Als Hershel ihn zur Vernunft und einem nötigen Pragmatismus aufruft, scheint er zunächst einzulenken, als er plötzlich in einer Halluzination seine frühere Frau Lori sieht. Rick rastet aus und wirft die Gruppe um Tyreese aus dem Gefängnis. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2401094/
3.10 Zuflucht (Home)
Rick sieht von einem Wachposten aus erneut seine Frau Lori und rennt sogar aus der Umzäunung heraus zu ihr. Währenddessen besucht der Governor Andrea in ihrem Zimmer, entschuldigt sich bei ihr für sein Verhalten und verspricht ihr, das Gefängnis nicht anzugreifen. Daryl und Merle schlagen sich durch den Wald zu einem Fluss, um dort zu fischen. Sie kommen an eine Brücke, auf der sich eine kleine Gruppe spanischsprachiger Menschen gegen einen Angriff zu verteidigen versucht. Daryl greift entgegen der Überzeugung von Merle ein und rettet die Gruppe. Merle will die Gruppe ausplündern und wird von Daryl mit Waffengewalt daran gehindert. Daryl trennt sich von seinem Bruder, der ihm aber folgt. Andrea sucht erneut den Governor, wird aber von den Bewohnern Woodburys offenkundig über dessen Aufenthaltsort angelogen. Im Gefängnis versucht Glenn eine Verteidigung zu organisieren und plant zunächst einen Angriff auf den Governor. Später geht er aber nur auf Patrouille, da sich Maggie mit ihm gestritten hat. Kurze Zeit später wird das Gefängnis unter Beschuss genommen. Axel stirbt durch einen Kopfschuss des Governors, Carol liegt lange hinter seiner Leiche im Kugelhagel. Der Governor lässt einen Kastenwagen voller Beißer durch den Zaun brechen und lässt diese im vorderen, inneren Bereich, in dem sich gerade Michonne und Hershel befinden, laufen. Rick ist außerhalb der Anlage, ist unter schwerem Beschuss und kann nur begrenzt mitkämpfen. Es kommt fast zur Katastrophe, bis Maggie schließlich einen aufs Gelände eingedrungenen Scharfschützen ausschalten kann. Der Governor rückt ab, als Glenn mit einem Fahrzeug von der Patrouille zurückkommt. Glenn kann Hershel und Michonne, die eine große Anzahl der Beißer mit dem Schwert niedergestreckt hat, aufnehmen und bringt sie mit dem Auto in den hinteren, inneren Bereich. Rick geht die Munition aus und er kämpft zunächst alleine gegen eine Überzahl an Beißern, bis plötzlich Daryl auftaucht und ihm hilft. Auch Merle kommt dazu und kämpft auf der Seite der Gruppe. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2521154/
3.11 Judas (I Ain’t A Judas)
Die Gruppe streitet sich im Gefängnis über das weitere Vorgehen, bei dem die Führungsschwäche Ricks immer deutlicher wird. Sogar Carl fordert ihn auf, seine Führungsposition aufzugeben. In Woodbury stellt der Governor eine Armee auf, die er auch mit Kindern, Alten und Kranken auffüllen will. Andrea stellt den Governor zur Rede, warum er das Gefängnis angegriffen hat. Dieser lügt Andrea an und behauptet, dass er dort angegriffen wurde. Als Andrea ankündigt, ins Gefängnis gehen zu wollen, stellt er ihr kein Auto zur Verfügung und sagt ihr, sie solle dann auch im Gefängnis bleiben. Im Gefängnis geht die Diskussion um Michonne und Merle weiter. Hershel versucht zu vermitteln und die Gruppe wieder zu einen. Andrea bittet Milton, ihr vertraulich zu helfen, ins Gefängnis zu kommen. Milton verrät ihre Absichten sofort dem Governor, der sie aber gehen lassen will, da er sich daraus Vorteile erhofft. Milton hilft Andrea einen Beißer zu fangen und als Tarnung vorzubereiten. Dabei treffen sie auf die Gruppe von Tyreese, die von Milton nach Woodbury mitgenommen wird. Dort erfährt der Governor, dass sie im Gefängnis waren, und will sie aushorchen. Andrea trifft im Gefängnis ein und wird dort sehr abweisend und misstrauisch empfangen. Sie erfährt dabei auch, dass sie vom Governor bezüglich des Angriffes angelogen wurde. Sie schafft es nicht, wieder in die Gruppe integriert zu werden, da sie sich auch mit Michonne überwirft. Carol fordert Andrea auf, dem Governor die Nacht seines Lebens zu bieten und ihn dabei zu töten. Andrea erhält ein Fahrzeug und fährt zurück nach Woodbury. Dort trifft sie sich wieder mit dem Governor und landet mit ihm im Bett. Beide Gruppen zeigen sich auf einen Angriff vorbereitet. Andrea verlässt das Bett des schlafenden Governors und holt sich ihr Messer, schafft es aber dann doch nicht, ihn zu töten. - 8/10


http://www.imdb.com/title/tt2521158/
3.12 Gesichter der Toten (Clear)
Rick, Carl und Michonne fahren in die Stadt, in der Rick als Sheriff gearbeitet hat. Auf der Fahrt sehen sie einen Menschen mit einem Rucksack, der verzweifelt versucht, sie anzuhalten. Als sie an mehreren liegen gebliebenen Fahrzeugen auf den Randstreifen ausweichen müssen, bleiben sie mit dem Fahrzeug hängen. Nach einem Kampf mit Beißern wird das Misstrauen, das Rick und Carl gegenüber Michonne hegen, deutlich, wenngleich Rick in Michonne ein verbindendes Interesse sieht. Als sie weiterfahren wollen, ist erneut der Mensch mit dem Rucksack in die Nähe gekommen - wieder fahren sie ohne ihn los. Als sie in der Stadt ankommen, stellen sie fest, dass dort jemand eine Verteidigung aufgebaut hat. Plötzlich werden sie beschossen, können den Schützen allerdings auf die Straße locken, wo Carl diesen beschießt. Da er Schutzkleidung trägt, wird der Schütze nur leicht verletzt. Es handelt sich um Morgan, der sich mit einer enormen Menge an Waffen und Munition in einem Raum verschanzt hat. Der Sohn von Morgan wurde von der Frau von Morgan getötet. Carl will ein Babybett für Judith suchen, darf aber entgegen seinem Willen nur zusammen mit Michonne losziehen. Entgegen seiner Aussage geht er aber zunächst in eine Kneipe, wo an der Wand ein Bild der Familie Grimes hängt. Da die Kneipe voller Beißer ist, kommt es zu einem erneuten Kampf, bei dem Carl das Bild wieder verliert. Michonne geht erneut hinein und holt das Bild. Rick spricht mit Morgan, stellt fest, dass dieser wahnsinnig geworden ist, wird sogar von ihm angegriffen. Sie beschließen einiges von der Munition und den Waffen mitzunehmen und verlassen die Stadt wieder, ohne Morgan mitzunehmen. Rick und Carl stellen fest, dass Michonne mehr als ein "nützliches Übel" ist, und es keimt erste Sympathie zwischen den dreien auf. Auf der Landstraße sehen sie später einen zerfleischten Körper und etwas weiter den Rucksack, der ihnen bereits auf der Hinfahrt aufgefallen war. Sie fahren zurück und nehmen den Rucksack mit. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2521162/
3.13 Das Ultimatum (Arrow On The Doorpost)
Rick geht mit Daryl und Hershel zu einem alten Lagerhaus, wo er sich mit dem Governor trifft. In einem ersten Gespräch hält Rick dem Governor den Angriff und die Entführung von Glenn und Maggie vor, welche der Governor als alleinige Sache von Merle darstellt. Kurz danach treffen auch Andrea, Martinez und Milton dort ein. Es wird klar, dass Andrea dieses Treffen organisiert hat. Sie geht in den Schuppen und legt eine Karte zur Markierung getrennter Gebiete für beide Parteien vor. Der Governor lehnt den Vorschlag mit einem überheblichen Lachen ab und fordert die Kapitulation der Gruppe. Im weiteren Gespräch wird Andrea vom Governor aus dem Lager geschickt. Draußen setzen sich die Begleiter der beiden Gruppen zusammen und es wird deutlich, dass hier pragmatischere Interessen und eine freundlichere Stimmung vorliegen. Als plötzlich Beißer auftauchen, bekämpfen die beiden Gruppen diese gemeinsam: Daryl findet hierbei Gemeinsamkeiten zu Martinez. Im Lagerhaus geht das Gespräch weiter, bis der Governor mit seiner Forderung und einem Ultimatum antritt: er will Michonne ausgeliefert haben und hierüber eine Entscheidung innerhalb von zwei Tagen. Zurück in Woodbury ordnet er an, jeden der anderen Gruppe außer Michonne sofort zu erschießen. Milton ist entsetzt, während sich der Governor bei Andrea für ihre Vermittlung bedankt. Andrea macht hierbei einen naiven Eindruck. Im Gefängnis berichtet Rick der Gruppe, dass der Governor das Gefängnis und sie tot haben will. Er sagt, dass sie nun einen Krieg beginnen würden. Später erzählt er Hershel draußen von dem Ultimatum und der geforderten Auslieferung Michonnes. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt2521168/
3.14 Der Fang (Prey)
Die Episode beginnt mit einem Rückblick auf die Zeit, als Michonne und Andrea noch alleine unterwegs waren. Andrea möchte von Michonne Genaueres über die beiden Beißer wissen, die sie mit sich führt, Michonne möchte sich allerdings nicht dazu äußern. In Woodbury rüstet Martinez Fahrzeuge mit Waffen aus, während der Governor eine Folterkammer für Michonne einrichtet. Hierbei wird er von Milton beobachtet, der ihn zur Rede stellt. Milton erkennt, was passieren wird, warnt Andrea und zeigt ihr die Folterkammer. Als der Governor auftaucht, will Andrea ihn aus dem Hinterhalt erschießen, wird aber von Milton daran gehindert. Er rät ihr, ins Gefängnis zu gehen. Als Andrea gehen will, wird sie, wie alle anderen, von Martinez entwaffnet. Sie geht zum Wall, auf dem Tyreese und Sacha Wache schieben. Sie kann die beiden überzeugen, sie gehen zu lassen. Der Governor stellt Milton zur Rede, ob er von Andreas Flucht wusste und was Andrea noch gesagt hat. Tyreese muss danach mit Martinez zu der Beißerfalle fahren, wo Walker mittels Gruben gefangen werden. Es stellt sich heraus, dass diese für den Überfall auf das Gefängnis vorgesehen sind. Erneut kommt es zum Streit zwischen Tyreese und einigen seiner Begleiter. Währenddessen geht der Governor mit einem Geländewagen selbst auf die Jagd nach Andrea und treibt sie in eine alte Fabrik. Er folgt ihr bis ins Gebäude, wo er sie im fahlen Licht sucht. Als der Governor sich langsam nähert, kann Andrea sich retten, indem sie die Tür zu einem von Beißern bevölkerten Gang öffnet, hinter dieser Schutz sucht und sie anschließend von der anderen Seite aus schließt. Während der Governor sich gegen die Beißer verteidigen muss, kann sie aus der Fabrik in die Nacht fliehen. Man sieht, wie jemand Benzin über die Beißer und in die Anhänger schüttet und anschließend alles in Brand setzt. Am Morgen kommt Andrea beim Gefängnis an, wird jedoch vom Governor überwältigt, der ihr bis dorthin gefolgt ist. Als dieser zurück nach Woodbury kommt, sagt er, dass er Andrea nicht finden konnte. Ohne die verbrannten Beißer anzusprechen, stellt er Tyreese eine Frage, um herauszufinden, ob dieser die Beißer angezündet hat. Dieser reagiert irritiert. Der Governor trifft im Anschluss Milton, dessen nervöse Art erkennen lässt, dass er den Brand gelegt hat. Die Episode endet mit einer Kamerafahrt durch einen Gang zur Folterkammer, wo Andrea auf einem ärztlichen Behandlungsstuhl geknebelt und gefesselt sitzt. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt2521172/
3.15 Der Strick des Jägers (This Sorrowful Life)
Rick, Daryl und Hershel diskutieren über das weitere Vorgehen. Es scheint, als habe Rick sich dazu entschieden, Michonne auszuliefern. Merle wird inzwischen aufgrund von Entzugserscheinungen zunehmend in den Wahnsinn getrieben; trotzdem versucht Rick, ihn für seine Pläne zu gewinnen. Im Hof versuchen die anderen wieder etwas Gelände zu gewinnen und dieses von Beißern zu säubern. Später versucht Daryl, Glenn dazu zu bringen, Merle zu verzeihen. Dieser lehnt ab. Daryl trifft sich erneut mit Merle, der noch immer nach Drogen sucht und gleichzeitig die Entführung von Michonne vorbereitet. Es wird deutlich, wie groß die Distanz zwischen den Brüdern geworden ist. Merle lockt Michonne - angeblich zur Säuberung - in einen Bereich mit Beißern, schlägt diese dann nieder und fesselt sie. Später treibt er sie außerhalb des Gefängnisses vor sich her und schließt ein Auto kurz. Dabei kommt es zu einem erneuten Kampf mit einer Vielzahl an Beißern. Im Gefängnis suchen Rick und Daryl Merle und Michonne und erkennen, dass Merle sie entführt hat. Daryl nimmt die Spur auf. Währenddessen spricht Glenn mit Hershel und bittet ihn um seinen Segen, da er um Maggies Hand anhalten will. Später schneidet er einem weiblichen Beißer den Ring vom Finger und gibt ihn ihr, die seinen Antrag annimmt. Auf der Fahrt nach Woodbury gelingt es Michonne, Merle dazu zu bringen, sie wieder freizulassen. Er gibt ihr das Schwert zurück und lässt sie auf der Straße zurück. Daryl trifft im Anschluss auf Michonne, die ihm sagt, dass sein Bruder noch lebt. Merle ist in einen Ort gefahren und steht mit dem Auto mit lauter Musik auf einem Parkplatz. Immer mehr Beißer scharen sich um das Auto, mit dem der mittlerweile stark angetrunkene Merle langsam zu der alten Fabrik fährt. Er lässt das führerlose Auto in den Hof rollen, wo bereits eine große Anzahl bewaffneter Männer des Governors warten. Diese beginnen eine wilde Schießerei auf die Beißer, während Merle unauffällig einige der Männer des Governors erschießen kann. Als er von einem Beißer selbst angegriffen wird, entdecken ihn die Leute des Governors, schlagen Merle zusammen und der Governor erschießt ihn. Im Gefängnis hält Rick eine Rede, mit der er seine Entscheidung, Michonne auszuliefern, rechtfertigt und zugleich zurücknimmt. Er versucht die Gruppe erneut auf sich einzuschwören. Daryl erreicht die Fabrik und sieht eine Menge Beißer, die über die getöteten Männer hergefallen sind. Er erkennt plötzlich seinen Bruder, der inzwischen auch zum Beißer geworden ist, und tötet diesen unter Tränen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt2521182/
3.16 Stirb und töte (Welcome To The Tombs)
Der Governor foltert Milton und bringt ihn anschließend zu Andrea in die Folterkammer. Dort verlangt er, dass Milton als Zeichen seiner Loyalität Andrea töten soll. Da er dies nicht tut, sticht er Milton mehrfach in den Bauch und erklärt ihm, dass er Andrea letztlich doch töten wird, da dieser nach seinem Tode automatisch zum Beißer wird. Im Anschluss schließt er beide ein. Im Gefängnis räumt die Gruppe alles zusammen und verlädt die Sachen auf Fahrzeuge. Es entsteht der Eindruck, dass sie wegfahren wollen. Währenddessen kommt es zu diversen Aussprachen zwischen einzelnen Mitgliedern der Gruppe. In Woodbury bereitet der Governor einen Großangriff auf das Gefängnis vor, wobei sich aber Tyreese und Sasha entschließen nicht mitzumachen und die in Woodbury verbleibenden Bewohner zu bewachen. Der Angriff auf das Gefängnis beginnt mit mehreren Fahrzeugen und schweren Waffen, die Angreifer dringen allerdings ohne Gegenwehr in das Gefängnis ein. In Woodbury kann Milton Andrea noch sagen, dass er unter dem Stuhl eine Zange fallen gelassen hat, mit der sie sich befreien könne. Es beginnt ein Kampf gegen die Zeit, bis der schwer verletzte Milton stirbt. Im Gefängnis dringen die Angreifer in die dunklen Gänge vor, bis sie plötzlich mit Sprengfallen und Beißern konfrontiert werden. In heller Panik und unter Beschuss durch Maggie und Glenn verlassen die Angreifer fluchtartig das Gefängnis, verfolgt von dem wütenden Governor. Die Gruppe um Rick hatte sich im Wald versteckt, wo Carl einen der Flüchtenden, einen Jungen, der sich eigentlich ergeben wollte, erschießt. Die Gruppe geht anschließend in das Gefängnis zurück. Der Governor überholt den Konvoi mit seinen Leuten und bremst sie aus. Als diese sich gegen ihn stellen, tötet er sie alle bis auf Martinez und Shumpert sowie Karen, die sich unter einer Leiche verstecken kann und unbemerkt bleibt. Andrea versucht inzwischen verzweifelt die Zange an sich zu nehmen und sich im Anschluss von den Handschellen zu befreien. Milton ist inzwischen gestorben. Im Gefängnis stellt Rick Carl zur Rede und bricht dann mit Daryl und Michonne auf, um den Governor zu töten und die Angelegenheit ein für alle Mal zu beenden. Auf der Fahrt nach Woodbury kommen sie zu der Stelle, an der der Governor seine Leute getötet hat, und finden Karen. Milton wird zum Beißer, Andrea schafft es gerade noch rechtzeitig, sich zu befreien, und ein Kampf zwischen beiden beginnt. Unterdessen erreichen Rick, Daryl, Michonne und Karen die Barriere in Woodbury, wo sie zunächst von Tyreese beschossen werden. Karen kann die Situation entschärfen und sie beginnen die Suche nach Andrea. Sie finden Andrea, die jedoch von Milton gebissen wurde. Rick gibt Andrea auf ihren Wunsch eine Waffe und sie erschießt sich. Die Gruppe kehrt mit Tyreese und den verbliebenen Bewohnern von Woodbury zurück ins Gefängnis. - 8/10

Paul - Ein Alien auf der Flucht (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1092026/

Auch E.T. - Der Außerirdische kam wohl irgendwann einmal in die Pubertät. Doch ist es sehr unwahrscheinlich, dass er dabei ein ähnlich schlechtes Benehmen angenommen hat wie das Roswell-Alien Paul (Seth Rogen): Pupswitze, Genitalentblößungen und Essmanieren wie vom anderen Stern passen so gar nicht ins Bild der überlegenen Intelligenz aus fernen Galaxien. Dies bekommen auch die beiden britisch Comic-Nerds Graeme Willy (Simon Pegg) und Clive Gollings (Nick Frost) zu spüren, als Paul plötzlich vor ihnen auf der Straße steht. Nach 60 Jahren Gefangenschaft in der Area 51 gelang Paul endlich die Flucht vor den Regierungsbeamten. Jetzt ist er auf die Hilfe der beiden britischen Loser angewiesen, um eine Möglichkeit zu finden zu seinem Heimatplaneten zurückzukehren. Dicht gefolgt vom Geheimdienst, der alles daran setzt Paul zu töten, und schwer genervt von einer christlichen Anhalterin macht sich das ungleiche Trio auf einen rasanten Road Trip quer durch die Wüste Nevadas.

Der neueste Streich von Simon Pegg und Nick Frost. Schon ihr Erstling ("Shaun Of The Dead") war etwas neues und gleichzeitig urkomisch. Dann kam "Hot Fuzz" - genial, einfallsreich und feinster britischer schwarzer Humor. Was jedoch diesen Film hier erst zu einem mehr als überdurchschnittlichen Highlight wachsen lässt, ist - neben der weitestgehend niveauarmen, aber amüsanten Comedy - die überaus geschickte Aufarbeitung der im Subtext mitschwingenden Anspielungen, die zeitverzögert aber dennoch punktgenau ins Schwarze treffen. Die besondere Faszination entfaltet sich dabei in der unverholenen Glaubenskritik ab dem Moment wo die ach so gläubige Pfarrerstochter einsteigt...

Fazit: Eine überdurchschnittliche Komödie mit derbem Humor im Allgemeinen, aber dann doch ein besonderer, augenzwinkernder Genuss für Fans im ganz Speziellen. Danke an Matthias für den Filmabend.


7/10

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Samstag, 30. März 2013

Cars 2 3D (2011)


http://www.imdb.com/title/tt1216475/

Um zu beweisen, dass er das schnellste Rennauto der Welt ist, begibt sich Lightning McQueen mit seinem besten Freund Hook auf eine abenteuerliche Reise rund um den Globus! Im allerersten World Grand Prix tritt er gegen die Rennelite der ganzen Welt an. Aber der Weg zum Champion ist lang und voller Schlaglöcher! Und auch der liebenswerte Hook erlebt das Abenteuer seines Lebens, als er unwissentlich geradewegs mitten in eine internationale Spionage-Affäre hineingerät. Gemeinsam erleben die zwei Freunde ein explosives Abenteuer in Japan und Europa.


Als ich den ersten Teil "Cars" gesehen habe, hätte ich enttäuschter nicht sein können: eine altbackene Geschichte mit für mich bis auf wenige Ausnahmen unsympathischen Figuren, deren einzige Neuheit war, dass es sich um lebende/sprechende Autos handelte. Insgesamt hatte der Film zwar wirklich einige witzige Momente, aber dazwischen entsetzlich viel Leerlauf. So ging ich mit entsprechend niedrigen Erwarttungen an "Cars 2" heran.

Und man hat das Gefühl, dass Pixar aus seinem faux-pás gelernt hat. Zwar harmonieren die Renn-Anteile und die Agenten-Story nicht miteinander, aber die herrliche Agenten-Persiflage hat mich zumindest bis zum Schluss bei Laune gehalten und am Ende sogar überrascht. Auch wenn Hook es nie in die Liga meiner "Favourites" schaffen wird (denn dafür pendelt er doch zu sehr zwischen "unglaublich naiv" und "nervig-dümmlich"), so kann er doch als hauptfigur den Film tragen. Besonders das Paris-Szenario ist mit seinen kleinen liebenswerten Details sehr niedlich gemacht. Wenn Hook kleine Flugzeuge vor dem Louvre jagd, erinnert man sich unweigerlich sofort an die Tauben, die einem dort allenthalben um den Kopf schwirren. Die Action ist für einen Pixar-Film toll und die sporadisch eingesetzten Bond-Zitate machen besonders für Fans großen Spaß. Die Disney-übliche Moral kommt natürlich auch nicht zu kurz und beschäftigt sich mit Themen wie alternative Energie, Freundschaft und Vertrauen. Also auch da nix neues.

Insgesamt ist aber "Cars 2" ein weiterer Beweis dafür, dass Fortsetzungen besser sein können als die ersten Teile - wobei man im Falle von "Cars" jedoch kaum noch mehr hätte falsch machen können. Sehr kurzweilig. Wer Agentenfilme mag und sich mit der Disney-Cars-Welt anfreunden kann, sollte sich zumindest gut unterhalten fühlen. Kein Meisterwerk, aber auch nicht schlecht.

6,5/10

http://tinyurl.com/cxovamk

A Beautiful Mind (2001)


http://www.imdb.com/title/tt0268978/

Erzählt wird die außergewöhnliche und von großer Tragik geprägte Lebensgeschichte des Mathematikers John Forbes Nash, der zu den brillantesten Denkern des letzten Jahrhunderts zählt und Zeit seines Lebens mit einer unheilbaren Krankheit, der Schizophrenie und der damit verbundenen Paranoia zu kämpfen hatte (http://de.wikipedia.org/wiki/John_Forbes_Nash_Jr.).

Regisseur Ron Howard gelang mit diesem Portrait ein extrem einfühlsamer und unglaublich bewegender Film, der es dem Zuschauer ein Stück weit ermöglicht, selbst zu erleben was solch eine Krankheit für den Betroffenen und sein Umfeld bedeutet. Dazu bediente er sich eines Kniffes der mittlerweile zwar nicht mehr zu den originellsten seiner Art zählt, aber seine Wirkung jedoch auch in diesem Werk nicht verfehlt. In bewegenden Bildern führt uns Howard durch die Windungen eines ebenso genialen wie auch verrückten Verstandes und hält dabei geschickt die Balance zwischen romantischen und tragikomischen Momenten.

Wenn man ein wenig im Internet stöbert, fällt einem allerdings sofort der übliche Ballon auf, der die Geschichte Nashs entscheidend zugunsten der Anfoderungen eines typischen Hollywood-Films aufbläht: mit keinem Wort wird Nashs Homosexualität erwähnt (im Gegenteil), sein uneheliches Kind sucht man ebenfalls vergebens, dafür bekommt man eine Geschichte über die Kraft der Liebe und den Schutz der Familie geboten, zwei für den Menschen essentielle Dinge mit denen man sogar eine unheilbare Krankheit in den Griff bekommt. Ron Howard verstand es jedoch, allzu großen Kitsch und Schmalz in erträglichen Grenzen zu halten und einen streckenweise sehr intensiven und emotionalen Film abzuliefern, der einen fesselt und tief bewegt. Gerade wenn man denkt "Jetzt hat er es!" kommt der nächste Anfall und Nash stolpert zurück in seinen Wahn - dabei ist das teilweise so furchtbar traurig und ergreifend gespielt, das man laut schreien möchte.

Die phänomenalen schauspielerischen Darbietungen - in erster Linie von Russell Crowe - lassen aber über dies alles hinwegtrösten. Russell Crowe war bis dahin nie besser, zwei Stunden lang verwandelt er sich schlicht und ergreifend in diese eine andere Person. Auch Jennifer Connelly "Requiem for a Dream" zeigt erneut welch grandiose Schauspielerin in ihr steckt und liefert eine grandiose Leistung ab. Erwähnenswert sind auch Ed Harris und der wie immer wunderbare Paul Bettany, die ebenfalls in ihren Rollen aufgehen und zu überzeugen vermögen. "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn" ist spannendes, ergreifender und gut gespielter Stoff, welcher mit herzzereissenden Momenten und den nicht endenwollenden Rückschlägen Nashs zu fesseln weiß und einem zu größtem Mitleid für die Figuren anregt. Großartig!

9/10

http://tinyurl.com/ckfreq5

The Girl From The Naked Eye (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1079360/

Als Jake einen Job als Aufpasser des Escortmädchens Sandy ergattert, bekommt er endlich wieder eine Chance auf Resozialisierung. Zwischen den beiden entwickelt sich eine heißblütige Beziehung, doch schon bald nach seinem Amtsantritt wird Sandy ermordet aufgefunden. Jake ist am Boden zerstört und setzt alles daran, die Mörder seiner ehemaligen Liebe zu finden. Was die Killer von Sarah nicht kennen, sind die ausgeprägten Fähigkeiten, die sich Jake während seiner langen Karriere in der Unterwelt zugelegt hat. Er hinterlässt eine Spur der Zerstörung auf seinem langen und erbarmungslosen Rachefeldzug durch die Finsternis der Stadt. Innerhalb einer Nacht soll sich in einem furiosen Finale alles entscheiden ...


Hmm, wirbt mit "Mischung aus Sin City und Ong-bak". Naja. Das ist wohl "etwas" sehr hoch gegriffen. Aber tatsächlich lassen sich hier kleine Parallelen zu Rodriugeuz Action-Kracher ziehen, dennoch: der Film hier kommt nicht im mindestens an dieses Meisterwerk heran. Trotzdem ein kleines B-Movie-Highlight.

Wir wissen doch alle längst: man tötet einfach nicht die neue Freundin des krassen Asskickers, der alle möglichen Kampfsportarten beherrscht!. Und damit ist auch schon die Story erzählt, denn jeder weiß, was jetzt kommt und sich der Protagonist zur Wahrheit durchtötet. Nicht sonderlich spannend, aber gute Actionszenen und hübsche Mädels. "The Girl from the Naked Eye" besitzt dazu einen hübschen "Outside-World"-Look: Film Neon Kung-Fu Noir, oder so ähnlich. Ganz nett.

Insgesamt also hübsche Kampfszenen, gute Unterhaltung und solide Machart - kann man sich also ohne weiteres ansehen, ich wurde jedenfalls nicht enttäuscht.

6/10

http://tinyurl.com/c7gnujc

Freitag, 29. März 2013

C’est Arrivé Près De Chez Vous - Mann beisst Hund (1992)

http://www.imdb.com/title/tt0103905/

Ein Filmteam begleitet den Serienkiller Ben (Benoît Poelvoorde) bei seinen Morden, um eine Dokumentation über den Mann zu drehen. Dabei stellt sich heraus, dass der Täter jenseits seiner Gewaltanwendung gegenüber irgendwelchen Opfern auch eine liebevolle Seite in sich trägt. So kümmert er sich beispielsweise um seine Großeltern (Nelly Pappaert und Hector Pappaert) und zeigt auf diese Weise seine Menschlichkeit. Die charismatische Art Bens sorgt dafür, dass die Mitglieder des Filmteams immer stärker in seine Welt hineingezogen werden. Sie verlieren vollständig die Distanz zu Ben und der Tatsache, dass er Menschen ermordet. Schließlich werden sie sogar willige Helfer bei den Tötungsakten, wenn sie ihre technischen Mittel einsetzen, um ihm dabei zu helfen, sein Werk erfolgreich zu verrichten. Die Grenze zwischen Beobachtung und eigenen Handlungen verschwindet.

Komischer Film. Und dabei doch seltsam interessant und auch spannend. Die belgischen Filmemacher liefern ja irgendwie in angemessener Regelmäßigkeit Filme ab, bei denen einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Im Blickpunkt stehen dabei fast immer Protagonisten aus sozialen Randmilieusund aus dieser Randständigkeit kristalisieren sich offenbar und zwangsläufig moralische sowie ethische Handlungsansätze. "Mann beisst Hund" reflektiert nicht allein TV-Sensationsgeilheit, Gewaltgier und Voyeurismus, sondern führt auch den Anspruch auf Authentizität und Natürlichkeit eines Dokumentarfilmes ad absurdum, indem er dieses Streben als Inszenierungsmechanismus demaskiert. Dazu kommt ein herrlich selbstverliebter Protagonist, der wie die anderen beiden Macher des Films unter seinem bürgerlichen Namen spielt und eine fast beispiellose und wahrlich denkwürdige Auftritte hinlegt.

Was den Film so verstörend und amüsant macht, ist seine absolute emotionale Unangemessenheit, die sich in ähnlicher Form auch in dem Film "Adams Äpfel" wiederfindet. Sorgen die Morde zu Beginn in ihrer tiefschwarzen Komik zunächst für einige Lacher, überkommt einen schon bei der Tötung der Rentnerin ein Schaudern. Im letzten Drittel des Streifens bleibt einem dann zunehmend das Lachen im Halse stecken.

Es ist schon eine perfidie Idee des Films, den Zuschauer nicht nur zum Voyeur machen, sondern ihm gleich eine Täterschaft unterjubeln zu wollen. Aber so ist es, und beide, Zuschauer und Filmcrew, erliegen dem entwaffnendem und doch gleichzeitig alarmierendem Charme von Ben. Dabei tauchen immer und immer wieder geniale satirische Momente auf: so stoßen die vier einmal auf ein anderes Kamerateam, das wiederum einen Mörderkollegen von Ben begleitet. Natürlich ist der Streifen irgendwie ein tief moralischer Film, der sich in all seiner bizarren Brutalität zu einer Anklage für all das aufbaut, was er dem zuschauer zeigt. Und was zurück bleibt ist eine unglaublich fesselnde schwarze und bitterböse Mediensatire über die man lange nachdenkt.

7,5/10 


Von Eightyfour Entertainment erschien der Film auch im auf 333 Stück limitierten Mediabook. 

Donnerstag, 28. März 2013

Lawless (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1212450/

Die Prohibitionszeit war eine Ära, wo es Männer mit genug Ambitionen und krimineller Energie zu Reichtum und Erfolg bringen konnten. Alkohol war verboten und demenstprechend das begehrteste Gut weit und breit. Keine Region war dabei berüchtigter für ihre illegale Schnapsproduktion als Franklin County, Virgina. Sie wurde deswegen The Wettest County in the World genannt. In diesem alkohlgetränkten Sumpf des Verbrechens wurden die Bondurant Brüder zu Legenden. Man sagte, sie wären unzerstörbar. Man sagte, sie wären unsterblich und "Lawless" ist ihre Geschichte.

Forrest Bondurant (Tom Hardy), der älteste Bruder, leitet das Familienunternehmen. Forrester ist still, aber mitunter aufbrausend, und doch von einer überraschenden Zärtlichkeit gegenüber der Kellnerin Maggie (Jessica Chastain). Howard (Jason Clarke), der mittlere Bruder, ist eine Bestie von Mann, der aus dem ersten Weltkrieg tief versehrt zurückkehrte, nun säuft wie ein Loch und seine Gewaltausbrüche kaum im Zaun zu halten weiß. Jack (Shia LaBeouf), der Jüngste im Bunde, hat kein Talent für Gewalt wie seine großen Brüder. Allerdings hat er doppelt so viel Ehrgeiz und wünscht sich in das Familiengeschäft einzusteigen, von dem Forrest ihn fernzuhalten versucht. Als ein korrupter und sadistischer Gesetzeshüter (Guy Pearce) Franklin County zu seiner Priorität erklärt, wird die sprichwörtliche Unsterblichkeit der Bondurant Brüder hart auf die Probe gestellt.


 Halb Gangster, halb Western. Irgendwie weiß ich "Lawless" nicht so richtig einzuordnen, dabei ist das ganze Ding ein knüppelharter Film über die Zeit der amerikanischen Prohibition. Der Grundton ist überwiegend roh und hart, aber die Erzählweise auch ein wenig holprig. Die Story ist schnell erzählt und auch längst nichts Neues mehr, doch hier geht es mehr um die einzelnen Charaktere, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Schon allein die Brüder Bondurant haben vollkommen andersartige Lebenseinstellungen. Will der große Bruder (tolle Performance von Hardy!) doch nur seine Ruhe und nicht zuviel Aufsehen, handelt sein kleiner Bruder unüberlegt und mit möglichst viel Aufsehen. Das Ende jedoch wird dieser Einstellung leider nicht wirklich gerecht und so muss der Film hier Federn lassen. Ein wenig mehr Konsequenz und Gradlinigkeit wäre hier angebrachter gewesen, um einen Knaller daraus werden zu lassen.



Guy Pearce spielt als Special Agent Charlie Rakes einen echt fiesen Antagonisten, den man mit Vergnügen hasst und sich nur allzu gern auf die Seite der Gangster stellt. Aber auch so ist der restliche Cast als sehr geschickt gewählt, die unterschiedlichen Charaktere wurden gut dargestellt. Leider hat Gary Oldman eine zu kleine Rolle abbekommen. Shia LaBeouf hingegen versucht merklich erwachsen zu wirken, trotzdem stellt er sich in seiner Rolle etwas unbeholfen an. In gewisser Weise hat man ihn immer noch in seiner Rolle in "Transformers" im Gedächtnis.

Nach all diesen Kritikpunkten bleibt ein guter Action- und Western-/Gangsterfilm zurück, bei dem es zwar die eine oder andere Szene gibt, wo man sich an den Kopf fassen will, der aber dennoch durchweg sehenswert ist - mit astreiner Inszenierung.

7,5/10


Exklusiv bei SATURN gab es den Film im Steelbook:

Dienstag, 26. März 2013

A Company Man (2012)


http://www.imdb.com/title/tt2371486/

A Company Man ist rein inhaltlich gesehen eigentlich ein reines Drama um den Auftragskiller und Hauptdarsteller Hyeong-Do, der aus der "Firma" aussteigen will, nachdem er sich in eine Frau verliebt hat. Das ist ansich auch schon die ganze Story im Film. Denkt man. Aber wenn man genauer hinschaut, dann erkennt man schnell die dramatische Komponente, durch die sich der Protagonist kämpfen muss, um seinem Ziel näher zu kommen. Dabei spielen die Schauspieler glaubhaft gut, wie man es eben derzeit von koreanischen Filmen gewöhnt ist. Die Musik ist stimmig, die Action wohlplatziert und sparsam eingesetzt, allerdings auch nicht zu sparsam, damit keine Langeweile aufkommt. So belibt unterm Strich ein sehenswerter Action-Nóir-Thriller, der sich keineswegs hinter großen amerikanischen Produktionen derselben Gangart verstecken muss.

7,5/10

http://tinyurl.com/brkhpf4

Six Bullets (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1975249/

Jean Claude Van Damme als depressiver, saufender Metzger, der als Ex-Söldner auch noch entführte Kinder aufspürt? Das klingt zwar ein wenig bescheuert, zumindest für mich aber auch zu interessant, um einfach dran vorbeizugehen. Und tatsächlich sticht "Six Bullets" überraschend positiv aus dem Großteil neuerer Filme alternder Actionstars heraus. Trotz der für B-Movie-Verhältnisse beachtlichen Laufzeit von knapp 2 Stunden kommt eigentlich nie Langeweile auf, auch wenn Van Damme nur recht wenige Actionszenen abbekommen hat, in denen er dann aber zeigen darf, dass er es noch immer drauf hat. Doch auch in ruhigeren Augenblicken kann er wieder einmal überzeugen.

Nach "JCVD", "Wake of Death" und "Until Death" zeigt Van Damme erneut, dass er im Alter immer besser wird. Die Story ist natürlich alles andere als neu, wurde aber ganz ansprechend in Szene gesetzt, auch wenn man dem Film mehr als einmal sein geringes Budget ansieht. Etwas mehr Budget, etwas mehr Action und ein Ende, das nicht so arg konstruiert daherkommt und man hätte einen Knaller. So bleibt ein solider, überdurchschnittlich guter B-Movie, das man jedem Van Damme Fan ans Herz legen kann.

7/10

http://tinyurl.com/cgbzkbv

Cockneys vs Zombies (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1362058/

Andy und Terry sind keine typischen Bankräuber. Mit dem ergaunerten Geld wollen sie das Altersheim vor der Schließung retten, in dem ihr Großvater lebt. Ihr Überfall geht jedoch mächtig in die Hose, denn die Polizei ist bereits auf sie aufmerksam geworden. Wie praktisch, dass da plötzlich überall Zombies in der Stadt auftauchen. Weil die Polizei und alle anderen Einwohner Londons nun mit dem Überleben beschäftigt sind, kämpfen sich Andy, Terry und ein paar andere durch die Zombies, um Opa und seine Freunde zu retten. Aber die Senioren bereiten sich bereits selbst auf die Schlacht gegen die Untoten vor.

Das Problem bei Horrorkomödien dieser Art ist, dass es zwei "Überväter" dieser Gattung gibt, mit denen sich jeder nachfolgende Genre-Film messen muss: "Braindead" und "Shaun Of The Dead", die die Horrofilme satirirsch aufbereiteten. Hier nun bekommt man in etwa was man erwartet hat. Sicher nicht die ganz grosse Revolution aus der Reihe von Zombie-Komödien, aber eben die bewährte Kost in der Manier von mittlerweile sicher zwanzig Filmen nach diesem Schema.

Was wirklich neues geschieht hier auch nicht. Hätte aber durchaus sein können, denn das Potential war da. Die Szenen im Altersheim bieten hier ein breites Spektrum an humoristsichem Aufarbeiten an. Der Schwerpunkt liegt dann auch auf den zum Teil herrlich gelungenen komischen Situationen, wo der klassische britische schwarze Humor richtig durchdrückt. Wenn also der Opa mit der Gehhilfe zum Rennen gegen den halbverwesten Hirnfresser ansetzt oder der Bad-Ass-Gangster das Zombiebaby im klassischen Rugby-Style über die 40-Yards-Linie schickt, kommt schon so etwas wie Stimmung auf.

So richtiger Trash war das dann aber wohl trotzdem nicht. Die Musik zum Film ist auch passend gewählt. Humor ist da, gute Schauspieler auch und alles very british... gut.

7/10

Montag, 25. März 2013

28 Days Later (2002)

http://www.imdb.com/title/tt0289043/

Tag 1: Rasend schnell verbreitet sich der hoch infektiöse Virus aus einem Forschungslabor über die gesamte britische Insel. In Sekundenschnelle werden aus Menschen reißende Bestien. 28 Tage später: Jim (Cillian Murphy wacht in einem Londoner Krankenhaus aus dem Koma auf - in einem Albtraum. Die Stadt ist menschenleer, ganz England verwüstet, seine Bewohner dezimiert. Horden Infizierter werden zur allgegenwärtigen Bedrohung für die wenigen Überlebenden der Katastrophe. Doch Jim ahnt nicht, dass ihm der eigentliche Albtraum erst noch bevorsteht ...


"28 Days Later" ist ein Genrefilm, der seine Grenzen kennt, ausspielt und ganz selten bricht. Ein innovativ inszenierter Endzeitstreifen, der unfassbar spannend ist, vor wunderbaren, tiefgehenden Charakteren nur so strotzt und Emotionen genauso selbstverständlich, wie Atmosphäre transportiert. Danny Boyle ist einfach unfassbar kreativ, was man vor allem merkt, wenn man mehr Filme von ihm kennt. Er schafft es immer wieder, das Beste aus dem Stoff herauszukitzeln und dann schließlich doch noch seine ganz eigene Note mit hineinzubringen.

Der Film bietet einfach viel mehr als seine Genrekollegen. Eine dichte Atmosphäre, die ab und zu von "sicheren" Momenten unterbochen wird. Grund dafür trägt sowohl die tolle musikalische Untermalung, als auch beeindruckende Aufnahmen des menschenleeren Englands. Story-technisch wäre durchaus mehr drin gewesen, jedoch wird auf zusätzliche Storygänge- und verflechtungen, dem Genre entsprechend typisch, fast gänzlich verzichtet. Somit bleibt der Streifen ein Zombie-Action-Film in gehobener Kategorie. Tolle Atmosphäre und imposante Bilder ohne jeglichen Schnick-Schnack machen "28 Days Later" jetzt schon zu einem Klassiker unter den Zombiefilmen.

7,5/10


Als "Limited Collector's Edition" von eightyfour Entertainment erschien der Film im schicken und limitierten Mediabook: 

Survival Of The Dead (1009)

http://www.imdb.com/title/tt1134854/

„Survival of the Dead“ bleibt der Linie der bisherigen Zombiefilme Romeros treu. Erneut liefert er nur episodenhafte Einblicke in den ganz normalen Überlebensalltag nach der Zombie-Apokalypse. Und erneut lässt er eine Gruppe unterschiedlichsterer Menschen zusammen kommen, die aufgrund von Spannungen und Ressentiments vor allem eine Bedrohung für sich selbst bilden.

Da ist es nur konsequent dass die lebenden Toten nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, aber leider ist das eben nicht das, was man erwartet. Sie sind beiläufige Statisten, die sich ihr Menschenfleisch kaum noch erkämpfen müssen – es kommt letztlich ganz von allein zu ihnen: Soziale Gebilde sind bei Romero stets instabil, und oft gänzlich zum Scheitern verurteilt. Schade.

6/10

http://tinyurl.com/ckwrpt6

[KINO FFFnights] The Bay (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1713476/ 

Als zwei französische Forscher im Wasser um den kleinen Küstenort Claridge, Maryland herum an der Chesapeake Bay eine sehr hohe Konzentration an verschiedenen Giften feststellen und dies dem Bürgermeister mitteilen, wiegelt dieser die Gefahr ab, da kurz vor den anstehenden Feierlichkeiten zum 04. Juli keine Panik unter Anwohnern und Gästen entstehen soll. Am Tag der Unabhängigkeit ist es dann aber so weit: Zunächst sind es nur Unmengen an toten Fischen, die an Land geschwemmt werden, bis die Menschen die tatsächliche Ursache ergründen können. Eine durch die Gifte mutierte Abart eines Endoparasiten springt von den Fischen auf den Wirt Mensch über – mit fatalen Folgen. Nur das Jahre später veröffentlichte Video- und Audio-Material offenbart, was sich am 04. Juli 2009 wirklich zugetragen hat in Claridge, Maryland.

Mittlerweile gehört es für viele Menschen zur nicht weiter erwähnenswerten Normalität, alles und jeden zu filmen. Bei dieser Lust am Zeigen, Sehen und Gesehenwerden setzen die Macher von „The Bay" an. Da durch die Nutzung verschiedenster Quellmedien, wie Skype, FaceTime, eine Nachrichtensendung oder die Kamera in einem Polizeiwagen, die Erzählung so nicht mehr nur auf die Perspektive einer einzelnen Kamera reduziert ist, lässt sich auch eine recht konventionelle Horrordramaturgie entwickeln. „The Bay" ist in vielerlei Hinsicht meiner Ansicht nach eher ein Thesenfilm als ein Schocker: die Idee ist hier wichtiger als der Thrill. Dennoch funktioniert die schockartige Zuspitzung im Schlussakt ordentlich, auch wenn ein wenig mehr Feinarbeit nicht geschadet hätte.

Barry Levinson spielt in seinem Found-Footage-Film „The Bay" durchaus originell mit den Gesetzen des Genres, durch die oft hölzern wirkenden schauspielerischen Darbietungen wird seine Wirkung allerdings ein wenig geschmälert.

7/10


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[KINO FFFnights] Stoker (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1682180/ 

Nachdem Indias Vater Richard Stoker (Dermot Mulroney) bei einem Autounfall ums Leben kommen, tritt plötzlich Onkel Charlie (Matthew Goode) in das Leben des jungen Mädchens. Obgleich sie zuvor niemals etwas von seiner Existenz gehört hatte, will Onkel Charlie von nun an gemeinsam mit India (Mia Wasikowska) und ihrer psychisch labilen Mutter Evelyn ‘Evie’ Stoker (Nicole Kidman) in einem Haus leben und die beiden unterstützen. Doch schon bald nach Charlies Ankunft hat India den Verdacht, dass ihr charmanter Onkel noch andere Absichten hegt. Aber anstatt sich von dem geheimnisvollen Mann zurückzuziehen, verfällt India komplett seiner dunklen Anziehungskraft.

In einem Wort: grandios. Park Chan-Wook's Beitrag ist ein audiovisuell unfassbar präsizer und liebevoll durchdachter Psycho-Family-Thriller, der in seiner Schnitt- und Kamera-technischen Erzählweise unglaublich genial stilisiert ist - und dabei sogar die Story maximal ausschöpft. Grandiose Übergänge, geniale Bilder, perfekte Farbgebung, bombastisch-guter Soundtrack, hier passt alles wie gemalt. Und grundsätzlich steht die Geschichte auch weniger im Mittelpunkt, als das Ausspielen leidenschaftlicher Abneigung und erotischer Sehnsüchte. Cineastische Perfektion in Reinform.

Parks streng-kalkulierte Inszenierung, bei der die Wirkung jedes Kameraschwenks auf den Zuschauer genau durchdacht ist, ist dabei nicht die einzige Parallele zum Master of Suspense, Alfred Hitchcock. Nach heutiger Recherche kam ich folgendes: einen Onkel Charlie gab es in "Im Schatten des Zweifels", in dem Joseph Cotton den höflichen, aber verschlagenen Witwenmörder spielte. Und dass Park bei der Duschszene mit den Erinnerungen des Publikums an die Ermordung von Janet Leigh in "Psycho" jongliert, dürfte auch fast sofort auffallen.

Darstellerin Wasikowska brilliert als sensible Seele, die im Schatten ihres Onkels langsam aus ihrem Schneckenhaus herauskriecht, bis sie der versammelten Verwandtschaft zeigt, wo der Hammer hängt. Kidman erträgt ihr Leben als schon vor dem Tod ihres Mannes vereinsamte Evelyn mit eiskalt-aristokratischer Eleganz. Und Goode verkörpert Onkel Charlie so charmant und zuvorkommend, dass man vor ihm einfach Angst bekommen muss! Spannend, großartig gespielt und noch großartiger inszeniert – Kultregisseur Park Chan-wook liefert mit seinem Hollywoodeinstand "Stoker" sein Meisterstück ab.

9/10


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[KINO FFFnights] John Dies At The End (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1783732/

In Zeiten, in denen Spoiler allgegenwärtig scheinen, ist ein Filmtitel wie "John Dies At The End" fast schon keine Provokation mehr. Aber warten wir es ab, wie Johns Leben ausgehen wird. John (Rob Mayes) und sein Freund Dave (Chase Williamson) sind gute Kumpel und wohnen in einer amerikanischen Kleinstadt, in der eigentlich nie etwas passiert. Durch Zufall geraten sie an eine Droge, die sich hinter dem geschmackvollen Namen Sojasauce verbirgt. Der Konsum dieser Droge verspricht eine außerkörperliche Erfahrung, die einen jenseits von Zeit und Raum bringt. Die Sinne werden so erweitert, dass nicht nur Wesen aus der Zwischenwelt erkennbar werden, sondern auch die Gedanken und die Zukunft der Mitmenschen. Wie sich allerdings herausstellt, hat das Herumdriften die Bewohner der Drogen-Dimension auf den Plan gerufen, die ihrerseits eine Invasion unserer Welt planen. Können Dave und John es mit dieser Gefahr aufnehmen, auch wenn sie Gefahr laufen, ihr Leben dafür zu lassen?

Es ist eine neue Droge, die ihre Benutzer durch Zeit und Dimensionen driften lässt, ihr Straßenname: „Sojasoße“. Für manche ist sie tödlich, andere sind nach dem Trip befallen. Die weltweite Invasion ist schleichend, die Menschheit braucht jetzt Helden. Was sie stattdessen bekommt, sind die verpeilten College-Abbrecher John und Dave. Können diese beiden die Welt vor dem drohenden Horror bewahren? Vermutlich nicht. 

Ein genialer, spannender und witziger Film von Don Coscarelli, bei dem man sicherlich nicht sagen kann, dass man ahnt oder gar weiß, was als Nächstes passieren wird. Und immerzu musste ich bei dem so schönen schwarzen und ironischen Humor schmunzeln und lachen. "This door can never be opened!" Mit diesem oder anderen herrlich skurrilen Einfällen konnte der Film - zumindest bei mir - gute Punkte sammeln.

Sicher hat der Film keinen tiefen Sinn, ob also Analytiker und Philosophen ihren Schädel durch diesen Film zum arbeiten bringen ist eher fraglich, aber der Film macht Spaß, die Personen haben ihren eigenen unvergesslichen Charakter und sogar die Spannung bleibt auf einem guten Niveau. Und am Ende ist dann jemand der Held, bei dem man es echt nicht erwartet hat. Man sitzt hinterher im Kino und denkt sich "WTF?!", aber will den Film eigentlich gleich noch einmal sehen. Gut gemacht!

7,5/10

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[KINO FFFnights] Insensibles - Painless (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1757769/ 

Der erfolgreiche Neurochirurg David (Àlex Brendemühl) wird durch einen Autounfall förmlich aus dem Leben katapultiert: Nicht nur kommt seine Liebe, Anaïs (Irene Montalà), bei dem Unfall ums Leben, die Rettungsmaßnahmen an David fördern zudem zutage, dass er an Leukämie leidet. Nur eine Knochenmarkspende einer seiner Eltern kann die erhoffte Heilung bringen. Als er sie besucht und seine Bitte vorträgt, enthüllen diese die Wahrheit: Sie sind nicht seine wirklichen Eltern. Auf der Suche nach diesen erfährt David ein dunkles Geheimnis: In den 1930ern, zurzeit des spanischen Bürgerkrieges, wird eine Gruppe von Kindern entdeckt, die als eine Laune der Natur ohne Schwerzempfinden sind. Da sie als Bedrohung angesehen werden, sperrt man sie in einer Kerker-ähnlichen Anlage vor den Augen der Öffentlichkeit weg, um an ihnen Experimente durchzuführen. Eines dieser Kinder war Davids Mutter. Und es gibt Kräfte, die Davids Neugier nicht still hinnehmen…

Die Spanier habens einfach drauf! Regisseur Juan Carlos Medina liefert bei seinem brutalen Mystery-Schocker einen sehr sehenswerten Horrorthriller ab. Mit deutlich härterer Gangart wird hier eine Richtung eingeschlagen, die man reflektiert, die einen fesselt und fasziniert. Dabei laufen im Film zwei Handlungsstränge parallel: die Gegenwart zur Klärung der Ereignisse und die Vergangenheit zur Visualisierung derselben. Das funktioniert wunderbar, gerade die gezeigten Ereignisse in den lichtarmen Einzelzellen, in denen in den 30er Jahren ein Dutzend Kinder vor sich hin vegetieren. Schnell entpuppt sich die einsame Gefangenschaft der Insassen als die spannendere der beiden Geschichten. Die gegenwärtige Spurensuche verbleibt als erzählerischer Rahmen der verdeutlicht, wie tief das Trauma der Franco-Diktatur in der spanischen Gesellschaft noch immer sitzt. Schließlich findet sich aber doch der Weg in die katalonischen Berge, wo dann beide Handlungsstränge zusammenlaufen.

Die Nähe zu Guillermo del Toros "Pans Labyrinth" ist dabei nicht von der hand zu weisen: auch hier erleiden zu Zeiten des Bürgerkriegs kleine, kranke Kinder fürchterliches, was zudem drastisch dargestellt wird: Blonde Mädchen verbrennen sich bei lebendigem Leib Haut und Haar, das Herausreißen von Haaren und Fingernägeln stellt für die Kinder eine willkommene Abwechslung im tristen Alltag dar, und selbst die blutigen Gedärme eines Hundes, dem Benigno ohne Betäubung einen kastaniengroßen Tumor herausoperiert, fängt die Kamera schonungslos ein.

Der Film driftet dabei aber glücklicherweise nicht ins Torture-Porn-Genre ab. So wirken Szenen, die nur angedeutet sind und erst in der Phantasie der Zuschauer zum Leben erwachen deutlich verstörender. Folterszenen enden oft in markerschütternden Schreien aus dem Off, die zerschundenen Körper der Kinder erzählen von Leid, das auch ohne konkrete Bilder verstört. In einer der stärksten Szenen des Films verhüllt ein milchglasartiger Vorhang im Krankenhaus ein von Berkano fast zu Tode gefoltertes Opfer, das den hauptdarsteller mit ächzender Stimme auf die richtige Spur bringt.

"Painless" punktet mit seiner knisternd-morbiden Atmosphäre und der ergreifenden Geschichte um das grausame Schicksal der von der Gesellschaft vergessenen Kinder. Phantastisch!

8,5/1

Sonntag, 24. März 2013

[KINO FFFnights] Citadel (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1641975/ 

Tommy Cowley (Aneurin Barnard) lebt mit seiner hochschwangeren Frau in einem heruntergekommenem Appartmentkomplex. Eines Tages wird das Paar von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen und nach der brutalen Attacke muss Tommy seine neugeborene Tochter allein aufziehen. Durch die schrecklichen Erlebnisse gezeichnet entwickelt Tommy eine extreme Angst vor freien Plätzen (Agoraphobie), er fühlt sich verfolgt und verkriecht sich in seiner Wohnung. Doch bald ist die gefährliche Gang auch noch nach seiner Tochter her. Hin- und hergerissen zwischen seiner panischen Angst und seinem Beschützerinstinkt muss Tommy nun alles geben, um in den verlassenen Hochhausblock, der Citadel genannt wird, vorzudringen und seine Familie zu retten. Wie soll ihm das nur gelingen, wenn er sich vor allem fürchtet?

Der Horror-Thriller enfaltet seine Wirkung langsam, aber kompromisslos. Im Mittelpunkt des blassen, beinahe farblosen Films steht die Agoraphobie – die panische Angst davor, das Haus zu verlassen und freie Plätze zu beschreiten - eingeleitet durch ein brutales und traumatisches Erlebnis, das nicht lange genug her sein kann. Mit herzzerbrechendem Realismus lässt Regisseur Ciaran Foy sein Publikum mit Protagonist Tommy (eindrucksvoll: Aneurin Barnard) all den Schmerz, die Panik und die Freude über jeden kleinen Schritt miterleben. Die gut gesetzten Schockeffekte und die eine oder andere blutige Szene, aber auch die immer tiefer gehende Furcht machen den Film sehr sehenswert.

Dabei frisst sich hier die Gefahr von innen nach außen. Ein ganzer Hochhausblock ist infiziert mit einem Virus. Soziale enachteiligung äußert sich in einer vorurteilsbehafteten, beinahe dämonischen Mutation, die die dunkle Seite der Kinder an die Oberfläche bringt. Angst ist ihr Antrieb, sehen können sie nur die Furcht anderer Leute und angezogen davon trifft es meist diejenigen, die dies eh schon geahnt haben. Dabei werden die Monster-Kinder dermaßen entmenschlicht, bis sie letzten Endes nur mehr für die Sache an sich stehen. Das ist sehr furchteinflößend und spannend zugleich.

Doch der geplagte Antiheld weiß seine Urängste mit Liebe zu seiner Tochter zu übertrumpfen, Symbole und Metaphern finden sich im Film in vielen Szenen und legen über den Psycho-Horror eine bedeutungsschwangere Ebene purer Sozialkritik. Damit bekommt er eine überraschend große Wirkung und ist ein effektiver Psycho-Horror mit dramatischen Höhen mit Tiefgang. Toll!

7,5/10


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