Montag, 11. Februar 2013

A Man Apart - Extreme Rage (2003)

http://www.imdb.com/title/tt0266465/

Sean Vetter (Vin Diesel) und sein Partner Demetrius Hicks (Larenz Tate) sind im Hexenkessel von Los Angeles aufgewachsen. Jetzt arbeiten beide für die Drug Enforcement Agency, kurz DEA. Seit sieben Jahren versuchen sie, den massiven Drogenstrom an der Grenze Mexicos einzudämmen. Weil sie in ihren Arbeitsmethoden nicht gerade zimperlich sind, gelten sie als "Revolverhelden". Doch bald zahlt sich ihre Hartnäckigkeit aus: Sie verhaften den berüchtigten Memo Lucero (Geno Silva), Boss des Baja-Kartells. Lucero landet in einem Hochsicherheitstrakt, und Vetter kann sich zu Hause bei seiner Frau Stacy (Jacqueline Obradors) ausruhen - sie bildet für ihn den Ausgleich zu seinem harten Job. Doch schon bald entbrennt der Kampf um Luceros Nachfolge im Baja-Kartell - dabei tut sich der undurchsichtige Diablo besonders brutal hervor. Als Vetter und Hicks alles daran setzen, den rabiaten und geheimnisvollen neuen Drogenlord zu identifizieren und dingfest zu machen, fühlt sich Diablo persönlich beleidigt: Er nimmt Vetter den einzigen Menschen, der seinem Leben Sinn gibt - Stacy...



"A Man Apart" ist ein Drogenthriller mit Vin Diesel. Erwähnenswert ist, dass Diesel hier gereift agiert und nicht die selbstverliebte One-Man-Army spielt wie bisher. Er ist verletzlich, und spielt verletzlich, dafür gibt es Pluspunkte. Die Actionsequenzen erinnern an die Gewaltexplosionen aus "Heat" oder "Miami Vice". Der Score von Anne Dodley ist cool, und hat die passenden R&B oder Heavy Metal-Nummern zu den Szenerien. Klar ist, dass Regisseur F. Gary Gray einen taffen Streifen machen wollte. Das ist ihm zwar irgendwie gelungen, aber statt sich der Regisseur entschlossen gibt das bietet, was nun erwartet wird, und zwar Coolness und atemlose Action, wird viel zu sehr um den heißen Brei herumgeredet - im wahrsten Sinne des Wortes. Dadurch opfert er einige Szenen zugunsten der Realität leider auf und das gibt Punktabzug. Da hat Vin Diesel mit einem mühseligen Charakter zu ringen und der Zuschauer mit einem sagenhaft ausgelatschten Plot um ein Drogenkartell und dessen ominösen Kopf. Bis dieser gradlinig zur Strecke gebracht wird, hält der Film phasenweise durch hartgesottene Machoattitüden und stilistisch überzeugend verpackte Gewalt bei Laune. Ist das wirklich interessant? Leider nicht.

4,5/10